Das Wochenende hat so seine T ücken
Müde am Mont ag -
das muß nicht sein
Im sommerlichen Berufsalltag schick gekleidet ist man in einem
der bunt bedruckten, leichten Kleider, (oben). Unentbehrlich für
kühlere Tage: der sportliche Mantel und eine Rock-Bluse-Weste-
Kombination (Mitte). Hemdblusenkleider, auch zw eiteil ig, sind Fa-
(Bildnachweis:
voriten der Saison.
ÖBI und Seeberger, Dornbirn)
Samstag, 1. Juni 1974 „VORARLBERGER NACHRICHTEN"
Seite 45
„Montags kann ich mit den Kin-
dern überhaupt nichts anfangen. Da
lassen wir sie nur toben", sagt die
Leiterin des Kindergartens. Ihr Kin-
dergarten hat einen sehr guten Ruf,
denn hier wird wertvolle pädagogi-
sche Arbeit an den Vorschulkindern
geleistet. Nur montags eben nicht.
Vor diesem Tag haben die Leiterin
und ihre Mitarbeiterinnen regelrecht
Angst.
Ihnen geht es nicht allein so. Auch
Lehrer hört man in gleicher Weise
klagen. Nach dem Wochenende kom-
men die Kinder keineswegs erholt
und ausgeruht in die Schule. Sie
sind vielmehr übermüdet, unauf-
merksam und aggressiv. Lehrer und
Kindergärtnerinnen nehmen diese
Erscheinungen nicht hin wie etwas
Schicksalhaftes, sie fragen selbstver-
ständlich nach den Ursachen. Es muß
am Sonntag liegen. Größere Kinder
und Jugendliche lassen sich nicht
ohne weiteres ausfragen, aber aus
den kleineren bekommt matt eini-
ges heraus. Wie verbringen sie denn
Auf trockenen, steinigen M ager-
wiesen finden wir fast überall den
Wundklee (Anthyllis vulneraria), der
im Volksmund gelegentlich auch
Apothekerklee, Bärenpratzen, Bart-
klee, Wolfsklee oder Heilklee genannt
wird. Die Pfl anze, die in mehreren,
stark variierenden Kleinarten vor-
kommt, bevorzugt kalkhaltigen Bo-
den. Von Mai bis August zeigen sich
die durchwegs gelben, in kugeligen
beisammenstehenden
Köpfchen
Schmetterlingsblüten, die Stengel-
blätter sind unpaarig gefiedert.
Schon die Namen deuten auf die
Neben Können, Wissen und per-
sönlichem Einsatz ist auch das Aus-
sehen einer Frau und sei sie noch so
jung, ein wichtiger Faktor für den
beruflichen Erfolg. Die Kleidung am
Arbeitsplatz soll hübsch und adrett,
keinesfalls aber extravagant sein
und immer dem jeweiligen Arbeits-
platz entsprechen. Eine Verkäuferin
in einem Modegeschäft kann ruhig
auffällig gekleidet sein, eine Sekre -
tärin in einem Büro sollte dagegen
von allzu auffallender Kleidung Ab-
stand nehmen und nicht den Ar-
beitsplatz mit einem Tanzlokal oder
gerade jetzt im Sommer mit dem
Badestrand verwechseln.
Für kühle Tage, die in unserer
Gegend ja nicht selten sind, so llte
man unbedingt einen sportlichen
Trenchcoat, leichten Kamelhaarman-
tel oder zumindest einen der prak-
tischen Regenmäntel sich anschaffen,
die, mit einem flotten, sportlichen
Hütchen ergänzt, in keiner Gar-
de robe fehlen sollten.
den
Der Kombinationsgedanke spielt
Sonntag, speziell bei schlechtem
Wetter?
Vor dem Fernsehgerät. Wer von
seinen Kindern Ruhe haben will,
kann sie schon am Vormittag vor die
Mattscheibe setzen und wird bis zum
Abend, wenn sie ins Bett müssen,
immer irgendeine Sendung finden,
die sie sich gern ansehen. Auf irgend-
einem Kanal ist immer etwas los.
Wenn's mal langweilig wird, braucht
das Kind nur auf den Knopf zu
drücken und hat eine andere Un-
terhaltung. Es bleibt nur zu hoffen,
daß solch ein gewissenloser Fernseh-
konsum nur von wenigen Eltern ge-
duldet wird. Aber die Versuchung,
sich mit Hilfe der Mattscheibe von
lästigen Ansprüchen seiner Kinder
zu befreien, ist dennoch groß.
Viele Eltern rechtfertigen ihre
Gleichgültigkeit mit dem Hinweis
darauf, daß ihre Kinder ja nie Lust
hätten, spazierenzugehen oder sich
an den Unterhaltungen der ErWach-
senen zu beteiligen. Natürlich haben
Kinder keine Lust, sonntags sp azie-
Heilkraft der Pflanze hin. Die bota-
nische Bezeichnung Anthyllis ist vom
griechischen ant hos = Blüte und
ioulos = Bart abgeleitet, vulneraria
vom lateinischen vulnus = Wunde.
Er war schon den Römern als Heil-
pflanze bekannt: „Dioskurides
schreibt — daß der Katzenklee in
Wein oder Wasser gesotten und ge-
trunken — stelle die Bauchflüss."
Bis heute hat sich der Wundklee
seine Wertschätzung in der Natur-
heilkunde erhalten. Die Blüten des
Wundklees sind reich an Gerbstof-
fen und enthalten darüber hinaus
auch Saponine. Die Wirkung des
Tees •gilt als mild abführend und
blutreinigend, bei magenempfindli-
chen Menschen soll er auch magen-
stärkende Wirkung h aben. Wir
sammeln zur Teebereitung am be-
sten die Blüten ohne Stiel und trock-
nen sie schnell an einem luftigen Ort
im Schatten. Ein bis zwei Teelöffel
der Droge reichen im Heißwasserauf-
guß für eine Tasse, zwei Tassen täg-
lich — am besten mit Honig gesüßt
— sind das rechte Maß. Der Tee
wird als sehr wohlschmeckend ge-
lobt und von einigen Fachleuten auch
als Haustee empfohlen.
Zur äußerlichen Behandlung von
Wunden und Geschwüren gießen wir
mit zweieinhalb bis drei Teelöffel je
Viertelliter Wasser auf. Dieser Auf-
guß gilt auch zum Gurgeln und Spü-
len bei Zahnentzündungen und Ent-
zündungen der Rachenhöhle als
-fk-
nützlich.
gerade im Berufsalltag eine große
Rolle, und da kommt die jetzige Mo-
de sehr entgegen. Das wieder so ak-
tuelle Kostüm, sei es im mehr klas-
sischen Stil, im Monroe-Look, mit
Langer oder kürzerer Jacke, läßt sich
mit Blusen, Pullis, Pullundern höchst
abwechslungsreich und individuell
kombinieren.
Worauf man nicht verzichten soll-
te, sind Hemdblusenkleider, Favori-
ten der Kleidermode und fast für
jeden Zweck geeignet. Es gibt sie in
originellen Dessins und frischen,
freundlichen Farben, mit Faltenrök-
ken, großzügigen Fassonen, ärmellos
für heiße Tage, bzw. mit Ärmeln in
verschiedener Läng e, die durch Man-
schetten ihren Aufputz erhalten. Als
praktisch und bequem erweisen sich
die neuen Kleider im Jumperstil mit
gerader Faltenrockbahn oder glocki-
gem Bahnenschnitt, die stets „gute
Figur" machen.
Schmiegsam am Körper — und
weil im kleinsten Köfferchen leicht
renzugehen,
unterzubringen, auch für die Reise'
oder planlos durch die
Gegend zu fahren. Man muß sich
schon etwas Attraktives ausdenken,
um sie zum Mitkommen zu bewe-
gen und ihre Aufmerksamkeit zu
fesseln. Mit den größeren kann man
Sportveranstaltungen oder Ausstel-
lungen besuchen, je nach dem' In-
teresse der Kinder. Und für ganz
schlechtes Wetter, wenn ans Ausge-
hen nicht zu denken ist, gibt es viele
ausgezeichnete Gesellschaftsspiele für
alle Altersgruppen und Ansprüche.
Ihr Wert für das Familienklima ist
gar nicht hoch genug einzuschätzen.
Der Wettkampf formt den Charakter
des Kindes, jedes Spiel lockert und
beflügelt die allgemeine häusliche
Stimmung, die vor dem Fernsehge-
rät nur allzuleicht in stummes Ne-
beneinander absinkt. • -
Besonders die viel beklagte Ag-
gressivität der Ki nder am Montag
kann durch Spiel und körperliche
Bewegung verhi ndert we rden. Im
übrigen sollten wir Erwachsenen uns
darüber klar sein, daß man auch mit
uns nach einem Sonntag in Untätig-
keit und trä gem Fernseh-Konsum
wahrscheinlich nicht viel anfangen
kann!
Pille ohne Probleme
Die Anti-Babypille kann nicht nur
die Thrombose-Gefahr bei Frauen
erhöhen, sondern sie baut auch die
Vitamine C, B6 und B21 im Blut. ab.
Das haben neuere Forschungen er-
ge ben. Doch die Frauen brauchen
deswegen nicht zu verzagen. Wäh-
rend der Vitaminmangel durch etwas
TROTZ FUSSLEIDEN ELEGANT
ELASTISCH GEHEN!
Wer leicht verformte Füße — z. B.
Senkfüße oder Spreizfüße — hat,
muß sich das beim Gehen nicht an-
merken lassen. Durch Korrekturen
am Konfektionsschuh schafft der
Schuhmacher einen Ausgleich zwi-
schen gesundem, individuellem Geh-
komfort und modischem Aussehen:
Er baut Pelotten, Polsterungen, Ge-
lenkstützen und Fersenentlastungen
ein. Er weitet einzelne Partien, um
mehr Zehenraum oder Entlastung
von besonders empfindlichen Stel-
len zu erreichen: Er ändert Absätze
und Stellung der Schuhe, wobei
schon Verschiebungen um wenige
Millimeter die Gehsicherheit erhöhen
können.
So kümmert sich der Schuhmacher
darum, daß Ihre Füße richtig funk-
(±)
tionieren.
erhöhte Aufnahme dieser speziellen
Vitamine ausgeglichen werden kann,
bietet sich für die Bekämpfung der
Thrombose ein klinisch schon lange
bewährtes Medikament an. Bereits
geringe Dosen von Heparin-Injektio-
nen verhindern, wie Professor Wess-
ler in Washington herausfand, die
Bil dung von Blutge r innsel n. Frauen,
die zu Thrombose neigen, sollten von
dieser Möglichkeit Gebrauch machen.
Stewardeß ist kein Traum-
beruf mehr
Stewardessen brauchen keine
Pin-up-Schönheiten mehr zu sein. Die
nachlassende Attraktivität dieses Be-
rufs und der hohe Bedarf an Flug-
begleiterinnen läßt die Lufthansa
Konzessionen machen. Stewardessen,
die ein „fürsorgliches" und „freund-
liches" Wesen haben, dürfen verhei-
ratet sein, Brille tragen, länger als
bis zum 35. Lebensjahr in ihrem
Beruf arbeiten und müssen nicht
gertenschlank sein. Die Lufthansa
braucht bis 1980 voraussichtlich jähr-
Reich an Gerbstoffen und Saponinen
lich 700 Stewardessen zusätzlich.
Heilkräftiger Klee
Der Alltag ist kein Stiefkind der Mode
Adrett gekleidet im Beruf
ungemein wertvoll — sind die rei-
ze nden neuen Kleider aus hautwei-
chem Seidenjersey. Sie brauchen kei-
ne raffinierten Schnitte, sondern wir-
ken allein durch das Material in
sommerbunten Mustern.
Röcke mit aparten Faltenpartien
g aranti eren die im Berufs lebe n so
nötige Bewegungsfreiheit und sind
mit dem reichen Angebot an Ma-
schenware und Blusen das wohl
dankbarste .Kleidungsstück in der
Garderobe der berufstätigen Frau.
Ein etwas heikles Thema ist da-
gegen die Hose am Arbeitsplatz. In
gemäßigter, solider Form wird sie
kaum irgendwo Anstoß erregen, doch
allzu extrem hautenge Modelle, die
mehr ausgezogen als angezogen wir-
ken, sollten dem Privatleben vorbe-
halten bleiben, genauso wie zer-
franste, zerbeulte und ungewaschene
Jeans mit dem entsprechenden Zu-.
behör. überhaupt sei das erste Ge-
bot für die Kleidung im Beruf: Ge-
pflegt und sauber und dann erst der ,
11- 11-
modische Schick.