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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Thüringer Gerneindestube:   
ter Rhomberg) als derzeit nicht drin- 
gend erforderlich, ein. Landschafts- 
schutzgebiet im Firstgebiet ei nzu- 
richten, da die Gefahr einer Ver- 
bauung noch nicht gegeben sei. Der 
Landwirtschaft geht es vorwiegend 
darum, im. Sinne einer Wirtschaft- 
lichkeit der Alpbetriebe den Güter- 
wegebau nach wie vor betreiben zu 
können, was durch die Erklärung 
zum Landschaftsschutzgebiet zwar 
nicht unmöglich gemacht, aber doch 
erschwert würde. 
Dr. Krieg meinte, daß Land- 
schafts- und Naturschutzgesetz nur 
wenig Handhabe böten, ein Land- 
ALSI SUISSE, 
die bekannte Schweizer Uhr 
	einzurichten, 
schaftsschutzgebiet 
und verwies auf die 1973 verab- 
schiedeten Gesetze über Raumpla- 
nung und Bebauung. Der Vertreter 
der Naturwacht befürchtet perso- 
nelle Schwierigkeiten. 
Flächenwidmung 
und keine Verbauung • 
Stadelmann künd igte innerhalb 
der nächsten zwei Jahre im Zuge der 
jetzt in Ausarbeitung stehenden Flä- 
chenwidmung eine Raumplanung 
auch für das Firstgebiet an und be- 
kräftigte im übrigen -das Bestreben 
der Stadtgemeinde, im - Firstgebiet 
keine weitere Verbauung zuzulassen. 
Alle Ansuchen wurden bisher ab- 
gelehnt. 
Aus . der vielseitigen Debatte 
könnte man den fälschlichen Ein- 
sich, 
druck gewinnen,• daß 
ein Land- 
schaftsschutz überhaupt, erübrigt, da 
Raumplanungs-, und_ Baugesetz den 
Gemeinden ohnehin Handhabe ge- 
nug bieten, eine Landschaft natur- 
nah zu erhalten.. Das. dem nicht so 
ist, möchte der Alpenschutzverein, 
gestützt auf 8000 Unterschriften, mit 
Dienstag, 4. Juni 1974 
weiteren Aktivitäten beweisen. 
Namenstag 
Christa, Wolfgard, Franz. 
Wetterbericht 
der Wetterwarte Innsbruck 
Großwetterlage: 
	Ein 
Zwischenhoch verursacht am 
Morgen allgemein heiteres Wet- 
ter, wird aber bereits wieder 
abgebaut. Eine Störungsfront 
überquert Mitteleuropa von 
Nordwesten her und wird auch 
Österreich beeinflussen. 
Vorhersage: Am Morgen 
durch Störungsreste überwie- 
gend stark bewölkt und örtlich 
etwas Regen. Tagsüber im all- 
gemeinen wieder Bewölkungs- 
rückgang, teilweise auch Aufhei- 
terung. Frühtemperaturen 8 bis 
14 Grad, Tageshöchstwerte 17 
bis 23 Grad. 
Höchste bzw. tiefste Tem pe- 
raturen von gestern 13 Uhr: 
Wetterbericht 
Innsbruck 24 Grad, Linz 21 Grad. 
der Wetterwarte Züri ch 
Allgemeine Lage: Die 
Schweiz befindet sich in einem 
Hochdruckband, welches sich 
vom nahen Atlantik bis Ost- 
europa erstreckt. 
Vorhersage: 	Zeitweise 
bewölkt, sonst vorwiegend son- 
nig. Durchschnittliche Tempera- 
turen 10 bis 26 Grad. In den 
B ergen schwacher bis mäßiger 
Westwind. 
Sonnenaufgang 4.39 Uhr, Son- 
nenuntergang 20.19 Uhr; der 
Mond geht unter sich, heute 
letzter Tag (Tierkreiszeichen: 
Schütze). 
Zitat des Tages 
Große Weisheit hat keine 
äußere Form. Wertvolle Dinge 
können nicht rasch vollendet 
werden. Edle Töne erklingen 
nur selten. 
Chinesische Weisheit 
Am Pfingstsonntag 
Es war so, als hätte Petrus den 
Hi mmel persönlich zum Pfingst- 
fest inspiziert und jede s. kleine 
Wölkchen weggeputzt. Mit der 
Draufgabe eines schönen Pfingst- 
montages. Die Landschaft wurde 
von einer kräftigen Portion Son- 
nenschein umarmt, die roten 
Pfingstrosen machten ihre Köpfe 
in Richtung Süden auf, an den 
Gräsern und Zweigen summten 
Bienen, 
und turnten Käfer und 
und in diesem Rausch des späten 
Frühlings, 
sich mit dem frü- 
der 
hen Sommer vermischte, schien 
es, 
als 
auch die Menschen 
wären 
friedlicher als sonst. Wer am Vor- 
mittag in der Kirche war oder 
nahe genug daran vorbeiging, 
dachte an den Spiritus sanctus 
und erinnerte sich daran, daß man 
zumindest einmal im Leben wie 
ein Firmling essen und ohne Streß 
auf eine nagelneue Uhr schauen 
durfte. Aus dem Göttebub von 
damals ist nun selber ein Götte 
einen 
geworden 
und die Geschichte mit 
dem Heiligen Ge ist, die für 
Zehnjährigen etwas verworren 
klang, hat sich nicht' ganz,. aber 
teilweise aufgeklärt. Man hat es 
wirk-' 
erfahren und erlebt, 
daß es 
lich klüger, ist, die feurige Zunge 
des Geistes über .dem Kopf zu 
tragen und nicht im Mund zu 
wetzen. 
Geist ge- 
„Von diesem 
hohen 
W orten 
tragen ...", mit diesen 
schließen . meistens, die . Volks- 
oder Vereinstribunen ihre B ütten- 
Pathos 
reden und träufeln 
etwas 
-Seelen 
in die weichgewordenen 
Jene, 
im Auditorium. 
Gei- 
großen 
ster, die für' jede Stimmung das 
passende Phrasenrepertoire er- 
bringen können und Geist mit 
verwechseln. Ein Spuk, 
Gespenst 
dem man kein Ende machen kann, 
es sei denn, er kommt als poli- 
über 
tisch gefärbter 
Gutenachtkuß 
das Fernsehen. Dort kann man 
per Knopfdruck wenigstens zwi- 
schen mehreren Gruselgeschichten 
die Qual der Wahl und die Illu- 
sion der Freihe it haben. Oder 
man kann sich über die Kaser- 
Sport so ernst und die Politik so 
mandeln lustig machen, die den 
dünn verkaufen. Schade, daß man 
Geist, Kultur oder gute Manieren 
nicht wie einen Frack kaufen oder 
sich schneidern lassen k ann.' Ob- 
wohl es immer wieder .versucht 
wird., 
' Goethe charakterisierte den 
Teufel als 
stets ver- 
Geist, der 
neint. -Trotzdem wirkt auf mich 
der faustische Mephisto sympa- 
thisch, weil man sich in diesem 
Punkt auf ihn verlassen kann. Da 
gibt es .aber noch,  jene Geister, 
die stets .das zu Ideologie. erbe- 
ben, was der Hahn am Kirchturm 
verkündet. 
Nachdem ich am Pfingstsonn- 
' tage lange genug in der Sonne ge- 
legen habe und mein ausgetrock- 
netes Hirn mir südlichen Fatalis- 
mir 
mus predigte, gel ang 
es auch 
nicht zu ergründen, wer nun der 
für alle Tage 
wahre Spiritus rector 
Geist, desse n 
sein könnte. 
Jener' 
der 
Führung man sich 
anvertraut, 
einem die richtigen Umwe ge zwi- 
schen Sein und Tod zeigt. Viel- 
vielen 
leicht erscheint er uns in 
vielen ungelösten ' Rätseln, im 
in vielen Fragen, in 
Triumph und in der Demütigung. 
Geist und Wahrheit hat, man halt 
in der Tasche.' Man steigt ih- 
' nie. 
'nen nach,.man läuft und stolpert, 
man bringt' sich in Gefahr und 
'hat - manchmal 'Angst, auf der 
Strecke zu blei ben. Auf dies em 
Weg lauer n die Ideologen wie 
die Raubkatzen. Oder die Mora- 
listen,,die darauf warten, daß man 
vorwärtsstürmend mit dem Ball 
ins Abseits läuft. Doch wie manch 
ein Tor, ha- 
ein Verteidiger schon 
ben auch schon Unfehlbare einen 
crea- 
Bock 
geschosse n. Also, veni 
die Selbst- 
tor spiritus,' 
erwecke 
zufriedenen und besänftige die 
Ruhelosen, die 'dir ununterbro- 
chen nac hst ellen, als w ollten sie 
dir nach dem Leben trachten. Laß 
sie verweilen, wenn sie beginnen, 
nur noch geistiges Muskeltraining 
„Heil 
zu absolvieren. Der 
ige 
auch 
Geist" begegnet uns 
in der 
Stille, in der Melancholie und der 
Tristesse des Sonn enunter gangs , 
wenn man von einem Tag Ab- 
schied nimmt und auf einen neu- 
Dienstag, 4. Juni 1974 
en hofft... 	 
Valentin 
Seite 5 
BBBBBBBBBBBBBBBBB 11111 111111M 1111111111 11111111111 11111118111 1111111111. 1111111 1113111111 
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ie Im 
erührte atur des 
First s tll erhalten bleiben 
Dornbirn (pern) Dem vor dreiein- 
halb Jahren gegründeten A lpen- 
schutzverein für Vorarlberg, einer 
überparteilichen Organisation, geht 
es um die Erhaltung des Dornbirner 
Firstgebietes in seiner jetzigen na- 
türlichen Form. 8000 Unterschriften, 
in den letzten drei Jahren gesam- 
melt, geben dem Verein den Rück- 
halt und die Verpflichtung, für die 
Errichtung eines Landschaftsschutz- 
gebietes im Firstgebiet einzutreten. 
Obmann Lothar Petter hatte deshalb 
zu einer Diskussion in den Gasthof 
Löwen in Dornbirn, Riedgasse, ein- 
geladen. 
Resumee einer interessanten De 
- batte war einerseits das durch StR 
Alfons Stadelmann verdolmetschte 
Interesse der Stadtverwaltung an der 
Erha ltung des Firstgebietes, anderer- 
seits einer Einigung der verschie- 
denen Interessenvertreter auf unge- 
fähr folgenden Wortlaut auf Vor- 
schlag von Dir. Dr. Walter Krieg 
(Vorarlberger Naturschau): 
„Wir sind dafür, daß im Firstge- 
biet die sogenannten Firstvorlagen 
nat urnah bleiben sollen, in diesem 
Gebiet keine Zweitwohnungen er- 
richtet werden sollen, eine technische 
Erschließung durch Seilbahnen und 
Skilifte ausgeschlossen sein soll und 
ein Fahrverbot im oberen Teil auf- 
recht erhalten wird." (Unter den 
Firstvorlagen versteht man die durch 
eine allfällige Verbauung besonders 
gefährdeten Alpgebiete Rohr, Un- 
tersehren, Hasengerach, Gunzmoos 
und Sattel.) 
In der Diskussion erachteten es 
Vertreter der Landwirtschaft (StR 
Anton Wohlgenannt) und des Ver- 
kehrsvereins (Geschäftsführer Wal- 
Tonband-Aufzeichnung für die 
„VN"-Redaktion: 
(0 55 74) 2 42 56 anschlag für das Jahr 1974 mit 
(VN - pi) Zu einem „Exodus" der 
Durchwahl 49 
SPÖ- und Ortsparteigemeindevertre- 
ter führte in der Sitzung von Freitag 
abend unter dem Vorsitz von Bür- 
germeister Otto Stuchly die Ableh- 
nung eines Antrages von GV Bau- 
meister Heim (Ortspartei) durch die 
— dieser wurde auch von der 
SPÖ unter stütz t —, wonach die Nie- 
derschrift über die am 10. April s tatt- 
gefundene öffentliche 48. Gemeinde- 
vertretersitzung entsprechend hätte 
berichtigt werden sollen. 8:5 
Aber schon bevor es zu diesem 
in 
Exodus kam, war die Stimmung 
der Gemeindestube sehr gereizt. Bür- 
germeister Stuchly wurde vorgewor- 
fen, daß er diese Gemeindevertreter- 
sitzung zu kurzfristig einberufen 
habe. Die Einladung sei erst Don- 
nerstag den Gemeindevertretern zu- 
gegangen, und bereits einen Tag spä- 
ter fand die Sitzung statt. Stuchly 
habe die gesetzliche Frist von 48 
Stunden nicht eingehalten, wandten 
die GV Wrann (SPÖ) und Heim 
(Ortspartei) ein. 
Nachdem Bürgermeister Stuchly in 
seinen Berichten durchblicken ließ, 
für die Eröffnung der neuen Haupt- 
schule eine Festschrift herausbringen 
zu wollen , wurde er von GV Heim 
(Ortspartei) gefragt, ob die neue HS 
überhaupt schon kollaudiert worden 
sei. Stuchly verneinte dies und 
meinte, daß die Abnahme demnächst 
erfolgen werde. Auf die Frage, wer 
die Verantwortung trage, sollte in 
der IIS wider Erwarten doch etwas 
passieren, replizierte der Thüringer 
Bürgermeister, daß diese Schulleiter 
Gerstgrasser tragen müsse, weil er 
sonst die Schule nicht hätte beziehen 
lassen dürfen. Die Auseinanderset- 
zungen zwischen Bürgermeister 
Stuchly und GV Heim hatten ihren 
Höhepunkt erreicht, als Bürgermei- 
ster Stuchly GV Heim vorwarf, daß 
dieser einmal öffentlich geäußert 
habe, wenn er (GV Heim) nicht rede, 
sei es keine „Gaudi" in der ,Ge- 
meindestube. Diesen Vorwurf wies 
GV Heim entschieden und scharf zu- 
rück. 
Zu einem Rededuell zwischen Bür- 
germeister Stuchly und Vizebürger- 
meister M000sbrugger (beide ÖVP) 
kam es dann, als der Bürgermeister 
der GV die Hausordnung der alten 
Schule, die im Gemeindevorstand be- 
schlossen worden sei, zur Kenntnis 
bri ngen wollte. Vizebürgermeister 
Moosbrugger konnte sich nämlich 
nicht an dies en Beschluß erinnern, 
er habe zumindest an dieser , Ge- 
rneindevorstandssitzung nicht teilge- 
nicht. 
nommen. Stuchly ließ aber 
  
locker, und wollte seinem „Vize" un- 
bedingt einreden, doch dabeigewesen 
zu sein, was ihm aber dann doch 
nicht gela ng. 
Einem weiteren Bericht zufolge 
habe das Rote Kreuz um Erhöhung 
seiner Subventionen gebeten. Im 
soll eine Besprechung in Sa- 
Juni. 
chen „Walgaukraftwerk" stattfinden, 
zu der auch- Bürgermeister Stuchly 
geladen worden ist. 
Die Landesregierung hat den Vor- 
der. 
Auflage genehmigt, daß außer für 
den ordentlichen Schulbetrieb' (ein- 
 keine 
schließlich der kleinen Turnhalle). 
zusätzlichen Aufwendungen 
für die Schule gemacht werden dür- 
fen. Sollten sich beim Etat 1974 Ein- 
sparungen ergeben, so hat die Lan- 
desregierung empfohlen, diese für 
die Schuldentilgung zu verwenden. 
Beim ersten Tagesordnungspunkt.   
(Genehmigung der Niederschrift über 
die letzte Gemeindevertretersitzung) 
kam es zu dem eingangs erwähnten 
„Exodus" der SPÖ- und Ortspartei- 
gemeindevertreter. Gegen die Fas- 
sung dieser Niederschrift erhob GV 
Baumeister Heim (Ortspartei) Ein- 
spruch. 
Ihm wurde auf der besagten Sit- 
zung, obwohl.er sich ordnungsgemäß 
zu Wort gemeldet hatte, von Bürger- 
meister Stuchly nicht mehr das Wort 
erteilt. GV Heim hat inzwischen auch 
eine Aufsichtsbeschwerde bei der 
zuständigen Behörde eingebracht. 
Bürgermeister Stuchly erteilte ihm 
damals das Wort mit der Begrün- 
bAAB Rankweil — neuer 
Obmann 
Bei der in den letzten Tagen statt- 
gefundenen Jahreshauptversamm- 
lung des Österreichischen Arbeiter- 
und Angestelltenbundes Rankweil 
wurde vom langjährigen Obmann 
Eugen Breuß die Funktion in neue 
Hände übergeben. Als neuer Ob- 
wurde 
mann- 
einstimmig Franz Ab- 
brederis gewählt, sein Stellvertreter 
wurde GR Elmar Rauch. Im an- 
schließenden Referat von AK-Prä- 
sident LAbg. Bertram Jäger zeigte 
er vor allem die ÖAAB-Arbeit in- 
nerhalb der Arbeiterkammer auf. 
Ein weiteres Thema wurde durch 
die -bevorstehende Bundespräsiden- 
tenwahl aktuell. "Als Besitzer des 
Silbernen Ehrenzeichens des ÖGB 
habe die ÖVP mit Dr. Alois Lugger 
einen Mann mit langer, weltoffener 
Erfahrung nominiert, der vor allem 
auch die Anliegen und Wünsche der 
Arbeitnehmer kennt. 
Anti-Rüthi-Resolution 
Die sozialistische Bezirksorgani- 
sation Feldkirch hielt am vergan- 
genen Freitag ihre diesjährige Be- 
zirkskonferenz ab. Die Neuwahlen 
ergaben eine überwäligende Mehr- 
heit für das, bisherige Bezirksarbeits- 
team mit Landtagsabgeordnetem 
Franz Lanik als Bezirksobmann und 
, 
Landesparteisekretär 
Günter Diet- 
rich sowie Stadtparteiobmann Dr. 
Günther Keck eis als seinen Stellver- 
tretern. Landtagsabgeordneter Franz 
Lanik gab einen umfassenden Tä- 
tigkeitsbericht der SPÖ-Bezirks- 
organisation, der weit über 1300 Mit- 
glieder angehören. Zudem arbeiten 
über 5000 Frauen und Männer des 
Bezirkes Feldkirch in sozialistischen 
Nebenorganisationen mit, wie aus 
der. Jahresdokumentation des Be- 
zirkssekretärs Otto ,Bögner zu ent- 
nehmen ist. Im Anschluß an die ver- 
 dung 
schiedenen Organisationsberichte und 
nicht mehr, daß bereits ein An- 
trag über Abstimmung des Vor- 
anschlags 1974 von GR Battlogg vor- 
liege und Heim Zeit genug gehabt 
hätte, seine» Wortmeldung schon frü- 
her anzubringen. In der Nieder- 
schrift wurde di eser Vorfall nicht 
ÖVP richtig widergegeben und darüber 
hinaus nur unter Punkt „Allfälliges" 
protokolliert. GV Heim forderte eine 
wahrheitsgetreue Berichtigung unter 
Punkt 2. Dieser Antrag wurde mit 
	(ÖVP 
: SPÖ/Ortspartei) abge- 
lehnt, wo rauf die SPÖ- (2) und Orts- 
partei-GV (3) den Sitzungssaal ver- 
ließen. 
Es gab dann im weiteren Verlauf 
der Sitzung unter einigen der ver- 
bliebenen ÖVP-DrIandatare noch ver- 
schiedene interne Debatten über das 
Verhalten der SPÖ- und Ortspartei- 
gemeindevertreter, während 
sich 
andere wieder mit den weiteren Ta- 
gesordnungspunkten befaßten. 
nach einem Tätigkeitsbericht der so- 
zialistischen Landtagsabgeordneten 
des Bezirkes Feldkirch faßte die Be- 
zirkskonferenz einhellig eine Reso- 
lution zur Ablehnung des Atom- 
kraftwerkes in Rüthi. Es sei bei der 
ökonomischen Grundhaltung ver- 
ständlich, daß laufend neue Energie- 
quellen erschlossen werden müßten 
und auch Vorarlberg nicht umhin 
könne, selbst bei optimalem Ausbau 
der Wasserkräfte auch andere Ener- 
gie zur Bedarfsdeckung heranzuzie- 
hen. Es werde seitens der ordent- 
lichen Bezirkskonferenz aber als un- 
erträgliche Zumutung für die Be- 
völkerung erachtet, mitten in einem 
Ballungsgebiet, wie es das Rheintal 
sei, mit derart ungünstigen meteoro- 
gischen Voraussetzungen ein Kraft- 
werk zu situieren. Schließlich wurde 
von der Bezirkskonferenz noch ein 
Antrag angenommen, in dem der 
Bundesminister für Finanzen er- 
sucht wird, die Heiratsbeihilfe in der 
Höhe von derzeit 15.000 Schilling den 
seit 1972 eingetretenen Kostenstei- 
gerungen anzupassen. 
FPÖ-Rednerwettbewerb 
Jüngst fand in Gaspoltshofen (00) 
der 3. Bundesredewettbewerb der 
Freiheitlichen Jugend statt. über 20 
Jugendliche aus dem ganzen Bundes- 
gebiet trafen sich zu einem fairen 
und spannenden Wettstreit. Auch die 
Sieger des Vorarlberger Landesrede- 
wettbewerbes nahmen an dieser Ver- 
anstaltung teil. So konnte bei den 
Mädchen Cornelia Schneider (18) mit 
ihren beiden Themen „Gastarbeiter" 
und „Gleichberechtigung" einen sehr 
guten 2. Platz belegen. Bei den Her- 
ren belegte Günther Schwarz (18) aus 
Kennelbach mit seinen beiden The- 
men "Gastarbeiter" und „Hat die 
Popwelle das Volkslied verdrängt" 
den guten 5. Platz. Und auch Klaus 
Klocker (18) plazierte sich mit den 
T hemen „Umweltschutz" und „Kin- 
dertaschengeld" auf dem guten 6. 
Platz. In Anbetracht des sehr hohen 
Niveaus dies es Bundesredewettbe- 
werbes sind die Leistungen der Vor- 
arlberger Teilnehmer höher zu be- 
werten , als dies mit der PIazierung 
zum Ausdruck kommt. 
Von links nach rechts: Klaus Klocker, 
Kennelbach; Cornelia Schneider, 
Gesichtern, Höchst, und Günther Schwarz, Ken- 
nelbach. nelbach.
	        
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