Ein seltener Rekord:
Hohenweiger
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Rardeng—Laterns
—Beriaciter—Alp-
wegkopf (1481m)
Leichte Wanderung auf schönen
Aussichtspunkt.
486 m Höhenunterschied
Anfahrt mit Auto oder Post-
auto von Rankweil über Laterns
bis zur Ortstafel Bonacker (Post-
autohaltesteile Gasthaus Kr one).
Eventuell hier parken, da oben
nur beschränkter Parkplatz vor-
handen ist. Bei der Ortstafel
Bonacker links abbiegen und die
schmale Straße hinaufgehen. Nun
das zweite Sträßlein links ein-
biegen (Wegtafel) Richtung Ober-
bonacker. Dort bei Haus Nr. 92
(Wegtafel), über freies Gelände
weisend, Richtung Alpwegkopf.
Teilweise weiß-blau-weiße Mar-
kierung, einfach den Wegspuren
ge rade bergauf folgen . Im obe-
ren Teil wird auch die Material-
seilbahn zum Alpwegkopfhaus
sichtbar.
Die Aussicht vom Alpweg-
raum, die Säntisgruppe, Tief-
kopf haus umfaßt den Bodensee-
blic ke ins Rheintal, die Hohe Ku-
gel, die Drei Schwestern, Sc.hesa-
plane, den Großwalsertaler Grat
mit Hochgerach und das Fre-
schengebiet.
Wer das Auto in Bonacker
stehen ließ, kann als Abstiegs-
möglichkeit dem Kamm Richtung
Hoher Freschen folgen bis zur
Tschuggenalpe und dort rechts
(südlich) abwärts einem teilweise
blau-weiß markierten Fußpfad
entlang bis zur Parzelle Mazona
(Gasthaus „Bergfrieden") folgen.
Von Mazona führt ein Güterweg
bis zum Ausg angsp unkt beim
Gasthaus „Krone" in Bonacker.
Alles in allem ein lohnender,
nicht allzu strenger Familienaus-
flug mit etwa zweistündigem
Aufstieg. Für den Erwerb der
Wandernadel des Österreichischen
Tour
Alpenvereins wird diese
mit
vier Punkten bewertet.
Nähere Beschreibung finden
Sie im Alpenvereinsführer von
Walther Flaig„Bregenzerwald
und Lechquellgebirge", '
Rand-
zahl 561. Die Kompaß-Wander-
karte, Blatt 22, ist empfehlens-
wert.
(Der nächste „VN"-Wandertip
erscheint wegen des Feiertags be-
12. Juni.)
reits am Mittwoch,
Rundw'snderweges
Eine Skizze des Bonacker—Alpwegkopf—Tschug-
_
ponn erstag , 6. Juni 1974
genalpe.
(Foto: Branz)
Seite 11
Vorarlberger Blindenbund eröffnete Freibad in Ingrüne
Bei wolkenlosem Himmel und strählender Pfingstsonne eröffnete am
Nachmittag des Pfingstmontags der Vorarlberger Blindenbund das herr-
gelegene Freibad beim.Blindenheim in Schwarzach-Ingrüne. Blinden-
lich
seelsorger Pfarrer Nesensohn aus Thüringerberg nahm die Weihe vor,
/jug. Willi Aberer, als Mitglied des Sportbeirates, hielt die Festansprache,
und die blinde Herta Feßler eröffnete unter den Klängen der Bürgermusik
Schwarzach mit dem ers ten Sprung ins geheizte Naß das 84 qm große
Freischwimmbecken, das damit zur Be nützung freigegeben wur de.
ÄUesZo.:
Zur Freude für die Vorarlberger Blinden wurde am vergangenen Wochenende in Schwarzach-Ingrüne ein
neues, geheiztes Schwimmbecken für die Blinden seiner Bestimmung übergeben. So bietet sich nun auch für
die Besucher dieses schönen Blinden-Erholungszentrums die Gelegenheit, sich einem gesunden Sport zu
widmen.
(Foto: VN/Sporeni)
Der Obmann des Vorarlberger
Blindenbundes, Fürsorgerat Georg
Dingler, konnt e zu diesem frohen
Anlaß viele Ehrengäste beg rüßen, so
die Nationalräte Herbert Stohs und
Werner Melter, den Festredner LAbg.
will'. Aberer, die Gemeinderäte
Grabher und Raidel von Schwarzach,
Kammervizepräsident
Gassner von
der Kammer für Arbeiter und An-
gestellte, die Augenfachärzte Prima-
rius Dr. Avedikian und Dr. Hefel;
aus der Ostschweiz Emil Kubier,
St. Gallen.
Nach dem Eröffnungsmarsch der
flott spielenden Bürgermusik
Hohenweiler
Jungbürger-
(stp)
feiern bereiten in den meisten Ge-
meinden Sorgen, weil das Interesse
daran seitens der Jungbürger nicht
in erwartetem Ausmaß vor-
immer
handen ist. Es hat etwas für sich,
daß in kleineren Gemeinschaften
alle in schon durch den persönlichen
Kontakt eine derartige Feier zweck-
mäßiger abgewickelt werden kann,
dies in größerem Rahmen der
als
Fall ist.
Von dieser Überlegung ausgehend
hat sich Hohenweiler heuer ent-
schlossen, nicht mehr wie in den
vergangenen Jahren gemeinsam mit
den anderen Leiblachgemeinden
Feier zu gestalten. Der Erfolg
diese
gab den Initiatoren recht: Mit Aus-
Feuerwehreinsatz
für die Katz'?
Zu einem Großeinsatz beson-
derer
die Fre iwill ige
Art rückte
am
Feuerwehr Bregenz-Rieden
vergangenen Pfingstmontag aus.
die wak-
Es war kein Brand, der
keren Wehrleute ausschwärmen
ließ,
es war auch keine Ölpest
oder eine a ndere schreckliche Ka-
tastrophe.
Der Grund für den
Feuerwehreinsatz war vielmehr
der, wäh-
ein kleiner Siamkater, •
rend
Herrchen und Frauchen an
diesem drückend heiße n Tag am
See Badefreuden frönten, sich in
den Wipfel eines Baumes vorge-
wagt hatte. Den Blick kühn nach
oben gerichtet, war der klei ne
Vierbeiner immer weiter nach
oben gestürmt, und dort saß er
dann fest. Dort hatte den kleinen
Kater der Mut verlassen, und
alle Lockrufe von Herrchen und
ha uchen wur den mit einem
jämmerlichen „Miau" beantwor-
tet.
Eine große Schar von Bade-
gästen versuchte drei Stunden
lang ihr Bestes,
allein den klei-
nen Kater hatte der Mut ver-
lassen. Als ein Badegast schließ-
lich.
feststellte: „Hier hilft nur
Mehr die Feuerwehri", ging
PZeuchen zum nächs ten • Telefon-
apparat, zweifelnd, ob die Feuer-
wehr
auch in so
einem Fall hel-
fend eingreifen würde.
Umso größer war die Freude,
als die Männer von
der Wehr in
kürzester Zeit am „Brandplatz"
erschienen waren. Die Leiter war
rasch
ausgefahren, ein Wehr-
mann
tastete sich angeseilt den
Stamm entlang bis. zum zittern-
den Kater vor, der sich sogleich
sichtlich erlöst der helfenden
Rand anvertraute.
Die Situation war gerettet, der
mutige Wehrmann erntete von
den zahlreichen
Badegästen SIDohe
teert Applaus,
Zin
Feuerwehreinsatz für die
Katze
---
.
Nein, für einen kleinen
Siamkater
den der Mut verlas-
Schwarzach
sen hatte.'
Willy
und der Begrüßung
durch Obmann Georg Dingler nahm
Blindenseelsorger Pfarrer Nesensohn
nach einigen besinnlichen Worten die
Weihe des Freibades vor.
LAbg. Willi Aberer entbot die
Grüße des Landes und des Landes-
hauptmannes und begrüßte die Ini-
tiative der Blinden zur Schaffung
eines Schwimmbeckens bei ihrem
Heim Ingrüne. „G es undheit durch
Sport" habe nicht nur für die Ge-
sunden Wert und Bedeutung, son-
dern noch viel mehr für die Blinden,
deren Sportmöglichkeiten nicht so
vielseitig sind, wie die der Gesunden.
(
nahme von zwei Jungbürgern, die
am Tag der Feier durch Ortsabwe-
senheit verhindert waren, kam der
Jahrgang 1955 vollzählig zu diesem
Abend, der in Gesprächen von Ge-
mit den Jung-
meindemandataren
bürgern geplant worden war.
Nach dem Abendgottesdienst, an
dem auch Eltern und ehemalige
Lehrpersonen der Jungbürger teil-
nahmen, gab es in der Schule ein
kaltes Buffet, Bürgermeister Rauch
überreichte-
den Jungbürgern die
Jungbürgerbücher -und wies darauf -
hin, daß die Volljährigkeit nicht nur
mit i b
Rechte, sondern auch Pflichten
sich bringt. In diesem Zusammen-
hang
erwähnte er, daß auf den Jahr-
gang 1955, der im Laufe dieses Jah-
res die Volljährigkeit erlangt, eine
ganze Reihe von Wahlen wartet
(Bundespräsident, AK, Landtag, Ge-
meinderat, Nationalrat).
Ausklang des Abends bildete eine
Tanzveranstaltung im Kronensaal zu
Feßlers, zu der die Gemeindevertre-
tung neben den J ungbürge rn auch
deren Angehörige und Be kannte ein-
geladen hatte. Aus dem Erlös aus
Eintrittsgeldern dürfen die Jung-
bürger zudem noch die Auslagen für
einen Ausflug bestreiten. Daß es ein
„ehöriger" Ausflug wird, scheint ge-
sichert, jedenfalls war der Besuch
der Veranstaltung ausgezeichnet.
Ein über sechzig Jahre al ter, ver-
heirateter Kaufmann brachte selbst
den Stein gegen sich ins Rollen: Am
30. Mai 1973 erschien er bei einem
Gendarmerieposten und erstattete
Anzeige gegen Unbekannte, daß in
seiner Riedhütte eine Scheibe einge-
Im
schlagen worden sei. Zuge der
Erhebungen nach dem Täter brach-
ten die Beamten in Erfahrung, daß
der Angeklagte sowohl in der Ried-
hütte als auch im Schafstall öf ters
unmündige Mädchen bei sich hatte,
Turn-
mit denen er alle möglichen
übungen gemacht habe, bei denen er
weit über das, was einem guten
Onkel erlaubt ist, hinausgegangen
sei. Er habe bei diesen Gelegenheiten
auch den Mädchen eine Jause oder
Süßigkeiten gegeben, der Angeklag-,
in der Absicht
getan zu haben, die Kinder zu unsitt-
lichen Handlungen zu verführen.
Schon im November 1973 wurde
der Kaufmann zu sechs Monaten
schwerem Kerker, verschärft durch
einen Fasttag monatlich, und zum
Strafverfah-
des
rens verurteilt. Die Freiheitsstrafe
wurde jedoch vorläufig auf eine Pro-
bezeit von drei Jahren aufgeschoben,
nachdem zwar die Wiederholungen
der Schändungshandlungen als er-
schwerend gewertet wurden, der An-
geklagte aber durch seinen guten
Besonders die Sportart Schwimmen
persönlichen Eindruck und die Tat-
können die Behinderten in einem ei-
gens für sie geschaffenen Freibad be-
stens ausüben, und sie stellt für die
sonst stark bewegungsgehemmten
Behinderten eine ideale und außer-
gesundheitsfördernde
ordentlich
Sportart dar. Der Festredner spornte
die Blinden an, weitere behinderten-
adäquate Sportmöglichkeiten zu
schaffen und versicherte sie der Un-
terstützung des Landes und des Lan-
dessportbeirates.
Auch der Präsident des Vorarl-
berger Schwimmsportverbandes,
Hanspeter Schneider, gratulierte den
Blinden zu ihrer schönen Anlage und
bet onte die Notwendigkeit, nicht nur
Sportanlagen für den Leistungssport,
son dern auch für den Fitness- und
Gesundheitssport zu schaffen. Wei-
tere Grußworte entboten die Natio-
nalräte Stohs und Melter sowie Ge-
meinderat Raidel namens der Ge-
meinde Schwarzach.
Unter den Klängen eines Mar-
sches machte die Blinde Herta Feßler
den Sprung ins Schwimmbecken. Es
1,40
ist 84 qm groß, bis 1,65 m tief,
ein Aluminiumbecken von Ransho- ::.
fen, unterwasserbeleuchtet und fern-
geheizt. Die an allen Seiten ange-
brachten Haltestangen geben den
Blinden erhöhte Sicherheit. Obmann
Dingler, der Initiator auch dieseS
Freibades für die Blinden, zeigte auf,
daß Blinde in einem öffentlichen Bad
kaum oder nur sehr schwer den
Schwimmsport ausüben können, der
aber für sie, die stark bewegungsge-
hemmt sind, überaus wichtig und zur
Gesunderhaltung notwendig ist. Mit
der Schaffung dieses Freischwimm-
beckens und der Wassertretanlage
hat der Blindenbund eine Pioniertat
für die Behinderten gesetzt, die sich
sehr positiv auswirken wird.
sache, daß er nicht vorbestraft war,
nur eine bedingte Freiheitsstrafe auf
eine Probezeit von drei Jahren er-
hielt. Die über dreiwöchige Unter-
suchungshaft wurde ihm auf die
Strafe angerechnet.
Dagegen legte nun die Staatsan-
waltschaft Berufung ein, worin gel-
tend gemacht wurde; daß beim An-
geklagten Charaktermängel zutage
getreten seien, die die Gewährung
eines bedingten Strafaufschubes nicht
rechtfertigten. Der Angeklagte habe
auch kein Geständnis abgelegt und
sei lediglich durch
lückenlose Indi-
zien überführt worden. Aufgrund
des Alters und des Vorlebens ent-
schloß sich nun das
Oberlandesge-
richt in Innsbruck, diese Berufung
zu verwerfen. Im
te bestritt jedoch, dies Urteil wird aus-
geführt, ,daß das Leugnen nicht un-
bedingt Uneinsichtigkeit bedeuten
müsse. Angst vor der Strafe und
vor der Schande, dieses abwegige
Verhalten vor der Öffentlichkeit ein-
bekennen zu müssen, könnten eben-
Ersatz der Kosten falls bestimmend gewesen sein. Durch
die mehrwöchige Untersuchungshaft
seien dem Angeklagten die mögli-
chen Konsequenzen solcher V erfeh-
lungen drastisch vor Augen geführt
worden, so daß angenommen wurde,
daß sich der Verurteilte auch über
die Probezeit hinaus korrekt verhal-
Arbeiterkammerwahlen:
ten w erde. Justitien
Wählerlisten Lind Anlage-
blätter an die Geb iets-
krankenkasse rücksenden
Feldkirch. — Das Wahlbüro der
Vorarlberger Arbeiterkammer weist
die Dienstgeber darauf hin, daß die
ausgefüllten Wähleranlageblätter
samt Wählerverzeichnissen bis 10.
Juni an die Vorarlberger Gebiets-
krankenkasse rückzusenden sind.
Um für ausländische Dienstneh-
mer das Ausfüllen der Wähler-
anlageblätter zu erleichtern, hat die
Vorarlberger Arbeiterkammer Über-
setzungen des Wähleranlageblattes
in türkisch und serbokroatisch aus-
gesandt.
personen werden nochmals gebeten,
Die Betriebsräte und Vertrauens-
auf die Wichtigkeit
ihre Kollegen
der Arbeiterkammerwahlen
hinzu-
weisen und beim Ausfüllen der An-
lageblätter behilflich zu sein. Vor
ist darauf zu achten, daß sie
allem
unterschrieben werden. Die Betriebs-
räte bzw. Vertrauenspersonen müs-
sen die Wählerverzeichnisse über-
prüfen und gemeinsam mit dem
Dienstgeber unterfertigen.
Es ist auch darauf zu achten, daß
jene Personen, die wegen Krankheit,
Urlaub, Karenzurlaub oder Ablei-
stung des Präsenzdienstes nicht am
Arbeitsplatz sind, per Post ihr Wäh-
leranlageblatt bekommen.
In. die Wählerverzeichnisse dür-
fen nur jene Dienstnehmer aufge-
nommen werden, die am 31. Mai bei
der Firma in einem Dienstverhält-
nis standen. standen.