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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Warnung an die Rohstoff-Produzenten 
Paris (AP) Vertreter 
der westlichen Indu- 
strienationen haben am 
Donnerstag in Paris die 
Rohstoffproduzenten 
warnend auf die negati- 
ven Folgen exzessiver 
Preiserhöhungen 	bei 
Rohstoffen auf das ge- 
samte 	internationale 
Wirtschaftssystem hin- 
nes dreitägigen Sym- 
gewiesen. Zu Beginn ei- staaten verständlich sei- schwerwiegende Proble- 
posiums über die Situa- 
tion auf dem Rohstoff- 
und Energiesektor er- 
klärte der amerikani- 
sche Sonderbeauftragte 
für Handelsfragen Wil- 
liam Eberle, erhebliche 
Preiserhöhungen 	für 
Rohstoffe, die zwar aus 
der Sicht der Liefer- 
en, würden sich für an-' 
dere Wirtschaftsbereiche 
überaus schädlich aus- 
wirken. Diese Preisstei- 
gerungen würden auf 
die Preise von Fertig- 
produkt en durchschla- 
gen, zu noch höheren In- 
flationsraten füh ren und 
damit besonders für die 
Entwicklungsstaaten 
me mit sich bringen. 
Eberle wies weiter dar- 
auf hin, daß die Roh- 
stoffproduzenten mit ei- 
nem Ausweichen der 
Industriestaaten auf an- 
dere Quellen und — bei 
einem weiteren Preis- 
anstieg — mit der Ent- 
wicklung neuer Möglich- 
k eiten rechnen müßten. 
Kürzlich wurde in Nüziders das neue Elektro- und Installations- 
geschäft Franz Muther offiziell seiner Bestimmung übergeben. 
Muther ist inzwischen auch dem Einkaufsring „Expert" beigetreten, 
dem heute bereits schon über 1100 Fachhandelsgeschäfte in ganz 
Europa angehören. Ein besonderes Merkmal dieser Organisation 
sind auch die einheitlichen Ladeneinrichtungen (geschützt). Nach 
den Grußworten des Hausherrn — er skizzierte auch seinen bis- 
herigen Berufsweg — erläuterte der Chef von Expert in Österreich, 
II. Petek, den Werdegang dieser Organisation. Vizebürgermeister 
Otto Zech gab der Freude darüber Ausdruck, mit dem Fachge- 
schäft Franz Muther einen weit eren Handelsbetrieb in Nü ziders 
erhalten zu haben. Abschließend wurde durch Pfarrer Raider von 
Nüziders die kirchliche Weihe des Geschäftshauses vorgenommen. 
Zahl der Arbeitskräfte steigt weiter 
(Foto: VN/pi) 
11 
GO 
Das 90.000ste von der Bausparkasse der Sparkassen in Österreich finan- 
zierte Eigenheim steht in Dornbirn. Das Ehepaar Paterno präsentierte es 
voll berechtigtem Besitzerstolz im Rahmen einer klein en Feier, zu der 
vorratung. irigismus 
zahlreiche Prominenz aus Wirtschaft und Politik erschienen war. seres guten Bausparklimas" wertete 
Seite 12 
alliein ist zu wenig 
Samstag, 8. Juni 1974 
Mit Ausnahme eines saisonbe- 
dingten Abganges in Fremdenver- 
kehrsbetrieben Tirols und Vorarl- 
bergs verzeichnen alle übrigen Bun- 
desländer — vorwiegend in der 
Gerüchte am Devisenmarkt 
Frankfurt (AFP) Im Devisenhan- 
del halten sich hartnäckig Gerüchte, 
wonach die Deutsche Bundesbank 
am Devisenmarkt bereits seit Tagen 
sukzessive französische Francs an- 
kau ft, um den Kurs der französischen 
Währung nicht allzu stark abgleiten 
zu lassen. 
Man bringt diese vermuteten 
Transaktionen, die praktisch auf 
Luxemburg (dpa) Das von Deutsch- 
land, Dänemark und den Benelux- 
Staaten praktizierte System verrin- 
gerter Wechselkursbandbreiten funk- 
tioniert „besser denn je". Das er- 
klärte der scheidende luxemburgische 
Premier und Finanzminister Pi erre 
Wern er am Donnerstag abend zum 
Abschluß eines Finanzministertref- 
fens der fünf dem sogenannten 
„Floatingblock" angehörenden Län- 
der auf Schl oß Senningen bei Lu- 
xemburg. 
Die Minister hätten mit Befriedi- 
gung feststellen können, daß in den 
Währungsbeziehungen zwischen den 
floatenden Partnern keine besonde- 
ren Probleme bestehen. 
Werner hob die Vorzüge der mit 
Bauwirtschaft — gegenüber April 
dem gemeinsamen Floaten verbun- stattfinden. 
Zugänge, den absolut und relativ 
größten Zugang hatte Kärnten mit 
2768 Personen (plus 1,63 Prozent). 
Die Veränderungen gegenüber 
einen Devisenkredit der Bundesrepu- 
blik an Frankreich hinauslaufen, mit 
dem jüngsten Treffen zwischen Bun- 
deskanzler Helmut Schmidt und dem 
französischen Staatspräsidenten Gis- 
card d'Estaing in Zus amm enhang. 
Wie es we iter he ißt, soll die Bank 
von Frankreich einen Teil ihrer 
Goldbestände als Bürgschaft für die 
angeblich vereinbarten deutschen De- 
visenkredite „verpfändet" haben. 
denen wirtschafts- und währungspo- 
litischen Koordinierung und Konsul- 
tation hervor und unterstrich die 
Notwendigkeit, den Währungsver- 
bund aus wirtschaftlichen und politi - 
schen Gründen auch weiterhin er- 
folgreich zu gestalten. 
Die Minister hatten zuvor in Lu- 
xemburg an einer Konferenz mit 
ihren Kollegen aus den vier anderen 
am Währungsblock nicht beteiligten 
EG-Staaten teilgenommen, wo sie die 
Tagung der 20er-Gruppe des Inter- 
nationalen Währungsfonds Mitte 
nächster Woche in Washington vor- 
bereitet hatten. Die nächste Zusam- 
menkunft der Minister des Fünfer- 
Blo cks soll am 15. Juli in Brüssel 
 dem 
gleichen Zeitraum des Vorjah- 
res (Mai 1973) bestätigen den durch 
die jüngsten Untersuchungen des 
Hauptverbandes festgestellten deut- 
lichen Wandel in der Beschäftigten- 
struktur Österreichs, nämlich eine 
starke zahlenmäßige Zunahme bei 
den Angestellten und Beamten, der 
Zehner bleiben 
„Nichts dran" ist an dem Ge- 
rücht, daß die neuen Zehn-Schil- 
ling-Münzen wieder eingezogen 
werden sollen, weil sie angeblich 
nicht automatengerecht sind. 
Tat- 
allerdings ist, daß der ur- 
sache 
sprüngliche Entwu rf für den 
neuen Zehner zurückgezogen 
und abgeändert w erden mußte. 
Eine Oberprüfung hatte nämlich 
ergeben, 
daß die Münze allzu- 
große Ähnlichkeit mit dem deut- 
schen 2-DM-Stück gehabt hätte. 
Das österreichische Hau pt- 
münzamt, das dem Finanzmini- 
sterium untersteht, ist hier an 
eine internationale Vereinbarung. 
gebunden, die verhindern soll, 
daß mit Münzen des einen Lan- 
des die Zigarettenautomaten 
eines anderen Land es gefüttert 
werden können. Diese Ge fahr 
aber hätte beim Zehner in der 
ursprünglich geplanten Größe be- 
standen. Er wäre an deutschen 
Automaten 2 DM „wert" gewe- 
sen. Aber wie gesagt: 
Der Fehler 
wurde rechtzeitig entdeckt, der 
Entwurf geändert. An das Einzie- 
hen der eben 
erst ausgegebenen 
Münzen ist nicht zu denken. 
Bleibt nur die Frag e: Wenn 
man all dies durch einen einfa- 
chen Anruf beim österreichischen 
Hauptmünzamt erfahren kann, 
warum sind die diversen Auto- 
maten in unserem Land noch 
nicht auf die 
neue 
Münze um- 
gestellt? Dienst am Kunden? 
sch. 
Für eine Anhebung des steuer- 
begünstigten Bauspar-Höchstbetra- 
ges sprach sich Dir. Walter Hermann 
anläßlich einer Feier zur Fertigstel- 
lung des 90.000. in Österreich durch 
die Bausparkasse der Sparkassen fi- 
nanzierten Eigenheimes aus, das in 
Dornbirn errichtet wurde. Angesichts 
der Geldentwertung sei die seit 16 
Jahren unverändert gebliebene 
Ilöchstgrenze von 16.000 Schilling 
längst nicht mehr zeitgemäß. 
Auch solle der Gesetzgeber durch 
eine Erhöhung des steuerbegünstig- 
ten Rückzahlungsbetrages von der- 
zeit 10 .000 Schilling auf das Doppelte 
einen Anreiz für die vorzeitige Rück- 
zahlung von Bauspardarlehen schaf- 
fen und damit einen weiteren Bei- 
trag zur Förderung von Wohnungs- 
eigentum leisten. 
Als „symbolhafte Bestätigung un- 
 eine 
leichte Abnahme der Zahl der 
Wien (APA) Um 5612 Personen bzw. 0,21 Prozent ist im Mai d. Arbeiter gegenübersteht. 
Der Schwerpunkt dieser Verän- 
derungen zugunsten der Angestell- 
ten liegt bei den Frauen. Im Mai 
d. J. gab es bereits um 20.000 mehr 
weibliche als männliche Angestellte. 
Die prozentuelle Zunahme . bei den 
weiblichen Angestellten belief sich 
im abgelaufenen Jahr auf annä- 
Wien (APA) Eine sorgfältige und 
statistisch ausreichend fundierte Un- 
tersuchung der österreichischen Ver- 
sorgungslage mit lebenswichtigen 
Gütern des täglichen Bedarfes und 
jener Energiemengen und -arten, die 
man zur Herstellung dieser Güter im 
Krisenfall braucht, regte die Bundes- 
kammer in einer umfassenden Stel- 
lungnahme zum Gesetzentwurf des 
Handelsministeriums über die Vor- 
ratshaltung wichtiger Wirtschafts- 
und Bedarfsgüter an. 
Ein zukunftsweisendes Bevorra- 
tungskonzept müsse drei Stufen be- 
inhalten: 
Untersuchung der Versorgungs- 
lage; 
Wien (APA) Die gegenwärtige und 
zukünftige Situation der euro- 
päischen Bekleidungsindustrie steht 
im Mittelpunkt der vom 8. bis 
12. Juni in Wien stattfindenden Ge- 
neralversammlung des europäischen 
Verbandes der Bekleidungsindustrie, 
der Dornbirner Bürgermeister Hof- 
rat Dr. Karl Bohle die Tatsache, daß 
das Jubiläumshaus ausgerechnet in 
Vorarlberg stehe. 
Auch Landes- 
hauptmann Dr. Herbert Keßler 
ste llte sich als Gratulant bei den 
stolzen Besitzern, dem Ehepaar Pa- 
terno, ein. 
Das Jubiläumshaus — die Ge- 
samtwohnfläche beträgt 130 qm — 
wurde in drei Jahren fertiggestellt, 
Herr Paterno, ein Baumeister, und 
sein jetzt 70jähriger Vater, von Be- 
ruf Maurer, haben mit Ausnahme der 
Tischler- und Dachdeckerarbeiten 
sowie der diversen Installationen 
sämtliche Arbeiten in Eigenregie 
durchgeführt. 
Für die musikalische Umrahmung 
sorgte die Hatler-Musik unter der 
Leitung von Kapellmeister Roland 
hernd 
Diem.   
7 Prozent, womit jene bei den 
männlichen um mehr als zwei Pro- 
zent übertroffen wurde. Die Zahl 
der Arbeiter ist gegenüber dem Mai 
des Vorjahres um mehr als 14 .000 
oder 1,02 Prozent auf etwa 1,426.000 
abgesunken. Gleichzeitig stieg die 
Zahl der Angestellten um rund 
50.000 oder 5,81 Prozent auf 914,000 
und jene der Beam ten um mehr als 
6000 oder 2,19 Prozent auf 302.000. 
Erstellung von Einschränkungs- 
plä nen für den Krisenfall; 
legistische, technische, organisato- 
rische und. finanzpolitische (steuer- 
liehe und budgetäre) Maßnahmen. 
Die Bundeskammer erklärte ihre 
Bereitschaft, mit ihren Input-Output- 
analysen und weiteren wichtigen 
ökonomischen Daten an der Erarbei- 
tung solcher Bevorratungspläne mit- 
zuwirken. 
Sie lehnt es aber ab, ohne 
Vorliegen eines umfassenden Kon- 
zeptes gesetzlichen Maßnahmen zu- 
zustimmen, die nur dirigistische Ein- 
griffe in das Wirtschaftsgefüge brin- 
gen, ohne daß die finanziellen Fra- 
gen gelöst sind und Klarheit über d.e 
zu bevorratenden Güter besteht. 
an der rund 300 Delegierte aus 
13 
europäischen Ländern, den USA und 
Israel teilnehmen werden. 
Die Hauptthemen der Tagung, die 
in 
drei Arbeitsgruppen behandelt 
werden, sind die Überflutung des 
europäischen Marktes mit Niedrig- 
preisimporten und die angespannte 
wirtschaftliche Lage der Branche, die 
steigenden Lohnkosten und Sozial- 
lasten sowie die technischen Neue- 
rungen in der Bekleidungsindustrie. 
Mit spezifischen Fragen der einzel- 
nen Produktionsbereiche werden sich 
Spezialkomitees befassen. 
Dem vor 26 Jahren gegründeten 
europäischen Verband der Beklei- 
dungsindustrien gehören alle west- 
europäischen Länder sowie als 
assoziierte Mitglieder die USA und 
Län- 
Israe l an, wobei die einzelnen 
der jeweils durch ihre nationalen Or- 
ganisationen vertreten sind. Das Ge- 
neralsekretariat des Verbandes be- 
findet sich in Paris, Präsident ist der- 
zeit Dr. Hoffmann (BRD). Der öster- 
gehört seit 25 
reichische 
Fachverband 
Jahren dem Verband an. 
Rückschlag für den Wiener 
Fremdenverkehr 
Wien 
Fremden- 
(APA) Der Wiener 
verkehr hat im Jahr 1973 einen 
Rückgang aufzuweisen. Mit insge- 
samt etwa 3,5 Mill. Nächtigungen in 
den gewerblichen Betrieben ergab 
sich ein Minus von 1,4 Prozent. Der 
Rückgang ist auf das Ausbleiben 
zurückzuführen. 
ausländischer Gäste 
  
Die Ausländerübernachtungen haben 
sich in Wien um 2,6 Prozent verrin- 
J. 
gert. 
die Zahl der Beschäftigten in Österreich gegenüber der für April 
ermittelten Beschäftigtenzahl angestiegen: Ende Mai bet rug der 
Beschäftigtenstand 2 ,642.886 Personen (1,635.508 Männer, 1,007 .378 
Frauen), gegenüber dem Mai des Vorjahres ist ein Anstieg von 1,62 
Prozent zu verzeichnen. Dies ergab die letzte Erhebung des Haupt- 
verbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger. 
-Stützung für den Franc? 
Freude am Floating: „Es 
konnte nicht besser sein" 
90.00 0stes Eigenheim feierlich eingeweiht   
Das S S-Jubiläumshaus 
Europäische Bekleidungsindustrie tagt in Wien   
steht in orn 
ie dri 
 reis-ImL orte und 
°Neunkur bereiten orge orge
	        
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