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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Merckx Baronchelli oder 
ein "lachender Dritter"? 
Jose Manuel Fuente war gestern im Verlauf der vorletzten Etappe 
des Giro d'Italia nahe daran, das Rosa Trikot des Spitzenreiters 
zurückzuerobern. Er führte den Großteil der 194 km langen Strecke 
Von uronzo nach Bassano del Grappa, lag zeitweise bis zu 3 Mi- 
nuten vor dem Feld, aber am Schluß wurde er gestellt, und den 
Sprint der sechsköpfigen Spitzengruppe, die mehr als zwei Minuten 
Vorsprung herausgefahren hatte, sicherte sich Merckx vor Moser, 
Gimondi; Baronchelli, Cnnti und Puente. Da diese Fahrer auch in - • 
der Gesamtwertung — in anderer Reihenfolge — an der, Spitze 
liegen, gab es keinerlei Verschiebungen. Eddy Merckx (rechts) . 
wird somit die heutige, Schlußetappe mit 12 Sekunden Vorsprung' 
auf Baronchelli (links) in Angriff nehmen. Diese beiden Asse gel- 
ten als die großen Favorits, aber vielleicht profitiert in diesem 
ungemein spannenden Finish der Italienrundfahrt ein "„lachender 
Es geht um 
Dritter" vom Duell des Spitzenduos. 
So tippt 
Einsendeschluß: Poststempel vom 12. 6. 
Fahrudin 
Jusufi 
(FCD) 
Mein Tip 
	2:2 
Brasilien — Jugoslawien 
Zaire — Schottland 
	1:4 
	4:1 
BRD — Chile 
	3:1 
DDR — Australien 
Für die Ermittlung des Gewinners ist folgende Wertigkeit maßgebend: 
1. Richtige Tips 
2.. Richtige Tordifferenz 
Richtige Resultate 
Bei zwei oder mehr gleich guten Einsendungen entscheidet über den Gewinn von 
S 1000,— das Los. 
Die Gewinnermittlung erfolgt unter Ausschluß des-Rechtsweges. Betriebsangehörige 
Eine einmalige Möglichkeit, S 1000.—, S 2000.— und S 5000.— zu gewinnen 
der „VN" dürfen nicht mitspielen. 
asten W 
Am 13. Juni 1974 begi nnt das 
große Spiel, das Millionen in aller 
Weit faszinieren, begeistern wird. 
Millionen können wir natürlich 
nicht aussetzen, aber wer bei un- 
serem WM-Gewinnspiel während 
der Fußball-Weltmeisterschaft 
möglichst richtig tippt, hat im- 
merhin die Chance, z. B. sein Ur- 
laubsgeld aufzubessern, denn ins- 
gesamt sind 17.000 S zu gewinnen. 
Die Gewinner von jeweils vier 
Spielen der ersten Finalrunde 
(insgesamt sechs Viererblocks am 
13./14., 15.18., 19., 22. und 23. Ju- 
ni), erhalten je S 1000,—, das 
 der 
macht S 6000,—. Den Gewinnern 
jeweils vier Spiele der zwei- 
ten Finalrunde (insgesamt drei 
Viererblocks am 26. und 30. Juni 
sowie am 3. Juli) werden je 2000 S 
ausbezahlt, das sind weitere 6000 
Schilling. 
Wer bei den Spielen um den 3. 
Platz (6. Juli) und den WM-Titel 
(7. Juli), beide Matches auf einem 
Kupon, am besten abschneidet, ist 
um S 5 000,— reicher. 
Das Mitspielen ist einfach: Vor 
jeder Runde veröffentlichen wir 
zwei- oder dreimal einen Kupon 
mit den Paarungen. Sie brauchen 
Tip" das von Ihnen erwartete Re- 
nur in der letzte n Spalte „Mein 
sultat einsetzen (z. B. 2:1, 0:3 usw., 
aber nicht 1, 2 oder x), den Kupon 
auf eine Postkarte kleben und 
diese an die Redaktion der „Vor- 
arlberger Nachrichten", 6901 Bre- 
genz, Kirchstraße 35, einsenden. 
Absender nicht vergessen! 
Um „VN"-Lesern, die sich für 
Fußball weniger interessieren, eine 
Hilfestellung zu geben, tippt in 
jeder Runde einer unserer Les er, 
der mit dies er Sportart vertraut 
ist. Die Spielregeln wollen Sie, 
bitte, dem hier abgedruckten 
Spielkupon entnehmen. Und jetzt 
Samstag, 8. Juni 1974 
viel Glück! 
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Seite 17 
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Österreich — Italien heute, 16.30 Uhr 
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..'. daß Dino Zoff (Bild links) im Tor der italienischen Fuß- 
ball-Nationalmannschaft den Ball hinter "sich im Netz zappeln 
sah. Genau 1007 Minuten oder mehr als elf komplette Spiele 
hielt er sein Gehäuse rein. Natürlich ist es nicht allein sein Ver- 
dienst, daß die Azzurris eine derartige Serie vorweisen können. 
Mitverantwortlich ist eine Abwehr, die in erster Linie von der 
Ro utine und einer bedingungslosen Disziplin „lebt": Zweckfuß- 
ball in letzter Konsequenz, nicht für das Publikum; sondern für 
den Endzweck; das Spiel zu gewinnen — wie, das ist sekundär. 
Daß Österreich gute Ausgichten hat, die „Torsperre" der Ita- 
liener zu beenden, geht aus der Statistik hervor: Im letzten Auf- 
einandertreffen dieser beiden Teams gab es im Herbst 1971 ein 
2:2. Von den 24 Spielern, die am 21. November vor 80.0 00 Zu- 
schauern in Rom eingesetzt wurden, ist nur mehr rund ein hal- 
bes Dutzend dabei, von den vier Torschützen wird nur noch einer 
aufs Feld laufen: Kurt Jara (rechts obe n), der mit dem 1:1 da- 
mals den Umschwung herbeiführte. Nicht nur auf dem „Spanier" 
ruhen heute ab 16.30 Uhr die Hoffnungen der österreichischen 
Fans, auch der „Holländer" Willy Kreuz (Mitte) und Sepp Ste- 
ring (unten) haben das Zeug dazu, Tore zu schießen. 
iva hat 
77 
Prater-An st" und 
Pirkner an Austria/WAC 
wird heute nicht eingesetzt 
freigegeben 
Der 28jährige Füßball-Internatio- 
nale Hans Pirkner wurde am Freitag 
von Alpine Donawitz an: den Wiener 
Bundesligaklub Austria/WAC • Ele- 
mentar freigegeben. Meister VÖEST 
Linz, der fest auf Pirkner rechnete, 
ist deghalb auf die Donawitzer „Kol- 
legen" schlecht zu- sprechen. 
Eine Attacke gegen die 
Remis-„Scheibee`. 
Die Oiganisatoren der 21., Schach.; 
Olympiade wollen vermeiden, daß in 
Nizza gewisse Spieler nach einer tra- 
ditionellen Eröffnung ohne wahren. 
Kampf sich ein Remis zugestehen. 
Das Organisationskomitee hat dar- 
auf hingewiesen, daß kampflos ge- 
bliebene Remis-Partien :für beide 
Gegner statt mit dem vorgesehenen 
halben Punkt wie eine Verlustpartie 
. Eine Sorge wurde Teamtrainer 
mit null bewertet werden .können. 
Stastny bereits abgenommen: Die 
Frage, wer Riva decken soll, hat sich 
erübrigt, denn der. Starstürmer wird 
heute nicht' zum 'Einsatz kommen. 
Offiziell nannte Valcareggi eine 
Knieverletzung, aber es ist ein offe- 
nes Geheimnis, daß "der • abergläubi- 
sche Star deshalb nicht spielen will, 
weil er hier bei seinem letzten Ein- 
satz einen komplizierten Beinbruch 
erlitt, der.  .se ine weitere Karriere für 
lange Zeit überhaupt in Frage stellte. 
Allerdings ist es Ansichtssache, ob 
Riva oder der ihn ersetzende Bonin- 
segna der „leichtere" Gegenspieler 
Die Italiener, die gestern gegen 16 
ist. 
Uhr in Wien eintrafen, nannten fol- 
gende Aufstellung: Zoff; Spinosi, 
Burgnich, Morini, Facchetti; Benetti, 
Mazzola, Capello, Rivera; Chinaglia, 
Boninsegna. 
Ein Remis gegen Italien bezeich- 
nete Stastny als „gutes Ergebnis", 
denn die Italiener zählten zweifellos 
zu den stärksten Mannschaften der 
Welt. „Wir sind die Schwächeren und 
müssen daher unser Spielkonzept 
nach dem Gegner richten", meinte 
Stastny. 
Auch ÖFB-Präsident Dr. Heinz 
Gerö besuchte am Freitag die Mann- 
schaft im Trainingsquartier. In einer 
kurzen Ansprache, nach dem Mittag- 
essen, lobte er den Einsatz der Spie- 
ler bei den jüngsten Auswärts-Be- 
gegnungen mit Holland (1:1) und 
Brasilien (0:0) und wies darauf hin, 
 gutes 
daß auch gegen Italien nur dann ein 
Ergebnis erzielt werden könne, 
wenn jeder Spieler sein Bestes gebe. 
über die Verfassung der 16 Team- 
kandidaten weiß der Teamchef nur 
Gutes zu berichten. „Jed er ist kör- 
perlich gut -beisammen", bestätigte er 
gestern in -einem kurzen Pressege- 
spräch. über die eventuelle Aufstel- 
lung ließ Stastny aber nichts verlau- 
ten. „Die Spieler werden sie am 
Abend erfahren." Mit ziemlicher Si- 
cherheit ist jedoch anzunehmen, daß 
Österreich mit zwei Sturmspitzen 
(Stering, Krankl) spielen wird und 
im Abwehrzentrum neben Horvath 
Neuling Winkelbauer eine Chance 
bekommen wird. Auch der Einsatz 
des zweiten Salzburger Neulings Ba- 
cher ist nicht von der Hand zu wei- 
sen. Eine mögliche Aufstellungsva- 
riante wäre- z. B.: Rettensteiner; 
Eigenstiller, Winkelbauer, Horvath, 
Krieß; Kreuz,- Daxbacher, (Bacher), 
Das Länderspiel in 
Hof, Jara; Stering, Krankl. 
Fernsehen und Radio 
Samstag, 8. Juni 
FS 2: Aufzeichnung von 20 bis 
21.10 Uhr. 
3: Live-Einblendung von 
16.30 bis 18.10 Uhr. Uhr.
	        
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