Merckx Baronchelli oder
ein "lachender Dritter"?
Jose Manuel Fuente war gestern im Verlauf der vorletzten Etappe
des Giro d'Italia nahe daran, das Rosa Trikot des Spitzenreiters
zurückzuerobern. Er führte den Großteil der 194 km langen Strecke
Von uronzo nach Bassano del Grappa, lag zeitweise bis zu 3 Mi-
nuten vor dem Feld, aber am Schluß wurde er gestellt, und den
Sprint der sechsköpfigen Spitzengruppe, die mehr als zwei Minuten
Vorsprung herausgefahren hatte, sicherte sich Merckx vor Moser,
Gimondi; Baronchelli, Cnnti und Puente. Da diese Fahrer auch in - •
der Gesamtwertung — in anderer Reihenfolge — an der, Spitze
liegen, gab es keinerlei Verschiebungen. Eddy Merckx (rechts) .
wird somit die heutige, Schlußetappe mit 12 Sekunden Vorsprung'
auf Baronchelli (links) in Angriff nehmen. Diese beiden Asse gel-
ten als die großen Favorits, aber vielleicht profitiert in diesem
ungemein spannenden Finish der Italienrundfahrt ein "„lachender
Es geht um
Dritter" vom Duell des Spitzenduos.
So tippt
Einsendeschluß: Poststempel vom 12. 6.
Fahrudin
Jusufi
(FCD)
Mein Tip
2:2
Brasilien — Jugoslawien
Zaire — Schottland
1:4
4:1
BRD — Chile
3:1
DDR — Australien
Für die Ermittlung des Gewinners ist folgende Wertigkeit maßgebend:
1. Richtige Tips
2.. Richtige Tordifferenz
Richtige Resultate
Bei zwei oder mehr gleich guten Einsendungen entscheidet über den Gewinn von
S 1000,— das Los.
Die Gewinnermittlung erfolgt unter Ausschluß des-Rechtsweges. Betriebsangehörige
Eine einmalige Möglichkeit, S 1000.—, S 2000.— und S 5000.— zu gewinnen
der „VN" dürfen nicht mitspielen.
asten W
Am 13. Juni 1974 begi nnt das
große Spiel, das Millionen in aller
Weit faszinieren, begeistern wird.
Millionen können wir natürlich
nicht aussetzen, aber wer bei un-
serem WM-Gewinnspiel während
der Fußball-Weltmeisterschaft
möglichst richtig tippt, hat im-
merhin die Chance, z. B. sein Ur-
laubsgeld aufzubessern, denn ins-
gesamt sind 17.000 S zu gewinnen.
Die Gewinner von jeweils vier
Spielen der ersten Finalrunde
(insgesamt sechs Viererblocks am
13./14., 15.18., 19., 22. und 23. Ju-
ni), erhalten je S 1000,—, das
der
macht S 6000,—. Den Gewinnern
jeweils vier Spiele der zwei-
ten Finalrunde (insgesamt drei
Viererblocks am 26. und 30. Juni
sowie am 3. Juli) werden je 2000 S
ausbezahlt, das sind weitere 6000
Schilling.
Wer bei den Spielen um den 3.
Platz (6. Juli) und den WM-Titel
(7. Juli), beide Matches auf einem
Kupon, am besten abschneidet, ist
um S 5 000,— reicher.
Das Mitspielen ist einfach: Vor
jeder Runde veröffentlichen wir
zwei- oder dreimal einen Kupon
mit den Paarungen. Sie brauchen
Tip" das von Ihnen erwartete Re-
nur in der letzte n Spalte „Mein
sultat einsetzen (z. B. 2:1, 0:3 usw.,
aber nicht 1, 2 oder x), den Kupon
auf eine Postkarte kleben und
diese an die Redaktion der „Vor-
arlberger Nachrichten", 6901 Bre-
genz, Kirchstraße 35, einsenden.
Absender nicht vergessen!
Um „VN"-Lesern, die sich für
Fußball weniger interessieren, eine
Hilfestellung zu geben, tippt in
jeder Runde einer unserer Les er,
der mit dies er Sportart vertraut
ist. Die Spielregeln wollen Sie,
bitte, dem hier abgedruckten
Spielkupon entnehmen. Und jetzt
Samstag, 8. Juni 1974
viel Glück!
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Seite 17
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Österreich — Italien heute, 16.30 Uhr
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..'. daß Dino Zoff (Bild links) im Tor der italienischen Fuß-
ball-Nationalmannschaft den Ball hinter "sich im Netz zappeln
sah. Genau 1007 Minuten oder mehr als elf komplette Spiele
hielt er sein Gehäuse rein. Natürlich ist es nicht allein sein Ver-
dienst, daß die Azzurris eine derartige Serie vorweisen können.
Mitverantwortlich ist eine Abwehr, die in erster Linie von der
Ro utine und einer bedingungslosen Disziplin „lebt": Zweckfuß-
ball in letzter Konsequenz, nicht für das Publikum; sondern für
den Endzweck; das Spiel zu gewinnen — wie, das ist sekundär.
Daß Österreich gute Ausgichten hat, die „Torsperre" der Ita-
liener zu beenden, geht aus der Statistik hervor: Im letzten Auf-
einandertreffen dieser beiden Teams gab es im Herbst 1971 ein
2:2. Von den 24 Spielern, die am 21. November vor 80.0 00 Zu-
schauern in Rom eingesetzt wurden, ist nur mehr rund ein hal-
bes Dutzend dabei, von den vier Torschützen wird nur noch einer
aufs Feld laufen: Kurt Jara (rechts obe n), der mit dem 1:1 da-
mals den Umschwung herbeiführte. Nicht nur auf dem „Spanier"
ruhen heute ab 16.30 Uhr die Hoffnungen der österreichischen
Fans, auch der „Holländer" Willy Kreuz (Mitte) und Sepp Ste-
ring (unten) haben das Zeug dazu, Tore zu schießen.
iva hat
77
Prater-An st" und
Pirkner an Austria/WAC
wird heute nicht eingesetzt
freigegeben
Der 28jährige Füßball-Internatio-
nale Hans Pirkner wurde am Freitag
von Alpine Donawitz an: den Wiener
Bundesligaklub Austria/WAC • Ele-
mentar freigegeben. Meister VÖEST
Linz, der fest auf Pirkner rechnete,
ist deghalb auf die Donawitzer „Kol-
legen" schlecht zu- sprechen.
Eine Attacke gegen die
Remis-„Scheibee`.
Die Oiganisatoren der 21., Schach.;
Olympiade wollen vermeiden, daß in
Nizza gewisse Spieler nach einer tra-
ditionellen Eröffnung ohne wahren.
Kampf sich ein Remis zugestehen.
Das Organisationskomitee hat dar-
auf hingewiesen, daß kampflos ge-
bliebene Remis-Partien :für beide
Gegner statt mit dem vorgesehenen
halben Punkt wie eine Verlustpartie
. Eine Sorge wurde Teamtrainer
mit null bewertet werden .können.
Stastny bereits abgenommen: Die
Frage, wer Riva decken soll, hat sich
erübrigt, denn der. Starstürmer wird
heute nicht' zum 'Einsatz kommen.
Offiziell nannte Valcareggi eine
Knieverletzung, aber es ist ein offe-
nes Geheimnis, daß "der • abergläubi-
sche Star deshalb nicht spielen will,
weil er hier bei seinem letzten Ein-
satz einen komplizierten Beinbruch
erlitt, der. .se ine weitere Karriere für
lange Zeit überhaupt in Frage stellte.
Allerdings ist es Ansichtssache, ob
Riva oder der ihn ersetzende Bonin-
segna der „leichtere" Gegenspieler
Die Italiener, die gestern gegen 16
ist.
Uhr in Wien eintrafen, nannten fol-
gende Aufstellung: Zoff; Spinosi,
Burgnich, Morini, Facchetti; Benetti,
Mazzola, Capello, Rivera; Chinaglia,
Boninsegna.
Ein Remis gegen Italien bezeich-
nete Stastny als „gutes Ergebnis",
denn die Italiener zählten zweifellos
zu den stärksten Mannschaften der
Welt. „Wir sind die Schwächeren und
müssen daher unser Spielkonzept
nach dem Gegner richten", meinte
Stastny.
Auch ÖFB-Präsident Dr. Heinz
Gerö besuchte am Freitag die Mann-
schaft im Trainingsquartier. In einer
kurzen Ansprache, nach dem Mittag-
essen, lobte er den Einsatz der Spie-
ler bei den jüngsten Auswärts-Be-
gegnungen mit Holland (1:1) und
Brasilien (0:0) und wies darauf hin,
gutes
daß auch gegen Italien nur dann ein
Ergebnis erzielt werden könne,
wenn jeder Spieler sein Bestes gebe.
über die Verfassung der 16 Team-
kandidaten weiß der Teamchef nur
Gutes zu berichten. „Jed er ist kör-
perlich gut -beisammen", bestätigte er
gestern in -einem kurzen Pressege-
spräch. über die eventuelle Aufstel-
lung ließ Stastny aber nichts verlau-
ten. „Die Spieler werden sie am
Abend erfahren." Mit ziemlicher Si-
cherheit ist jedoch anzunehmen, daß
Österreich mit zwei Sturmspitzen
(Stering, Krankl) spielen wird und
im Abwehrzentrum neben Horvath
Neuling Winkelbauer eine Chance
bekommen wird. Auch der Einsatz
des zweiten Salzburger Neulings Ba-
cher ist nicht von der Hand zu wei-
sen. Eine mögliche Aufstellungsva-
riante wäre- z. B.: Rettensteiner;
Eigenstiller, Winkelbauer, Horvath,
Krieß; Kreuz,- Daxbacher, (Bacher),
Das Länderspiel in
Hof, Jara; Stering, Krankl.
Fernsehen und Radio
Samstag, 8. Juni
FS 2: Aufzeichnung von 20 bis
21.10 Uhr.
3: Live-Einblendung von
16.30 bis 18.10 Uhr. Uhr.