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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Exilparlament der Palästinenser in Kairo:   
„Tau en" wurden stärker 
tinti 
äsc mato re Ges rche 
NACHFZICHTE 
ran reit s o -Strategie 
Seite Z 
Montag, 10. Juni 1974 
(Fortsetzung von Seite 1) 
kommen, aber auch die ÖVP an- 
spornen, Hoffnungen für die heuer 
Jahr kommende Na- 
oder 
nächstes 
tionalratswahl zu hegen. Vorerst 
aber wird sie sich auf die fast eine 
Niederösterreich 
für ihren Präsi- 
stürzen 
müssen, 
dentschaftskandidaten das Ver- 
säumte nachzuholen, denn Mau- 
rer hat bis zu diesem 9. Juni in 
sei nem Land die Lugger-Aktionen 
gestoppt, was zweifelsohne dem 
	SPÖ-Kandidaten 
bekannteren mare Zusammenarbeit 
Kirchschläger zugutegekommen 
ist. 
Pariser Regierung komplett 
Paris (dpa) Die von Premiermini- 
ster Jacques Chirac am 28. Mai ge- 
bildete neue französische Regierung 
ist jetzt komplett. Nachdem sie zu- 
nächst nur aus dem Regierungschef 
und 15 Ministern bestanden hatte, 
ernannte Staatspräsident Valery Gis- 
card d'Estaing am Samstag noch 21 
Staatssekretäre, acht mehr als in der 
letzten Regierung Pierre Messmer. 
Die Gesamtzahl der Mitg lieder des 
Kabinetts ist mit 37 gegenüber vor- 
her 29 erheblich größer. Mehrere 
Staatssekretariate wurden neu ge- 
schaffen, darunter für die Gastarbei- 
ter und das Universitätswesen. 
Wien (APA) Wenn 'US-Präsident 
Richard Nixon heute abend in Salz- 
burg-Maxglan landet, dann betritt 
er zum fünftenmal österreichischen 
Boden. 
Als Vizepräsident der USA hat 
er schon im Dezember 1956 im Auf- 
trag des Präsidenten Eisenhower die 
ungarischen Flüchtlinge in Öster- 
reich besichtigt, und zwar u. a. in 
Siezenheim bei Salzburg. Im Juli 
1963 hielt er sich mit Gattin und 
Tochter privat in Wien auf und be- 
suchte mit österreichischen Freunden 
einen Heurigen. Auch am 16. März 
1967 war Nixon in Österreich: Da- 
mals war er nicht mehr Vizepräsi- 
dent, bereitete sich auf die Kam- 
pagne als republikanischer Präsi- 
dentschaftskandidat vor. Er war da- 
mals auf dem Wege von Rom nach 
Moskau und machte in Wien kurz 
Zwischenstation. Der vierte Besuch 
war dem gegenwärtigen sehr ähn- 
Klagenfurt (APA) Am 7. und 
lich und ist noch in frischer Erinne- 
8. Juni fand in Krastowitz bei 
Klagenfurt der 49. österreichische 
Ärztekammertag statt , wobei — 
wie bereits gemeldet — der Prä- 
sident der steirischen Ärztekam- 
mer, Primarius Dr. Piaty, zum 
Präsidenten der österreichischen 
Ärztekammer, und der Wiener 
Präsident Dr. Fritz Daume zum 
geschäftsführenden Vizepräsiden- 
ten der österreichischen Ärzte- 
ka mmer bes tellt wurden. Die Voll- 
versammlung der Präsidenten und 
Vizepräsidenten beschäftigte sich 
am Sam stag in erster Linie mit 
der geplanten Novelle zum Ärzte- 
gesetz, die im Zusammenhang mit 
der Strafrechtsnovelle vorgelegt 
wurde und beschloß einstimmig, 
„operative Eingriffe" nur dann als 
zulässig zu erklären, wenn eine 
medizinische Indikation vorliegt. 
Dies bedeutet, daß u. a. eine me- 
dizinisch nicht indizierte Schwan- 
gerschaftsunterbrechung von der 
Ärzteschaft als ethisch nicht ver- 
tretbar abgelehnt wird. 
rung: Nixon kam damals am Abend 
des 20. Mai 1973 (es war der Pfingst- 
sonntag), blieb den ganz en Pfingst- 
montag und reiste am 22. Mai, also 
Dienstag nach Pfingsten, in die 
UdSSR weiter. Auch damals beglei- 
tete ihn Henry Kissinger, noch als 
Sicherheitsberater, und Außenmini- 
ster Rogers. 
Außenminister Dr. Rudolf Kirch- 
schläger tei lte gestern laut SK mit, 
daß er am Dienstag vormittag ein 
unprogrammiertes Gespräch mit dem 
US-Außenminister Kissinger führen 
werde. 
Vom Leiter der Staatspolizei bei 
der Bundespolizeidirektion Salzburg, 
Dr. König, ist zu erfahren, daß die 
„rigoros verstärkten Grenzkontrol- 
len" bisher keine Anhaltspunkte da- 
für ergaben; 'daß allfällige' Demon- 
stranten aus der BRD anläßlich des 
Nixon-Besuches nach Salzburg kom- 
men, wie das vor einem Jahr der 
Fall war. 
kennt, daß Dr. Pavl Apovn ik zum 
Spitzenkandidaten der Volksgruppe 
für die Landtagswahlen 1975 nomi- 
niert worden ist. Der Obmann des 
Klubs, Filip Warasch, der den Spit- 
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ner hat die größere Auswahl und 
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die kleineren Preise. 
zenkandidaten vorstellte, sagte, die 
Würfel, selbständig bei der Land- 
tagswahl 1975 aufzutreten, seien in 
einer Ausschußsitzung am 27. Mai 
gefallen. 
Im Hintergrund befindet sich die 
Sowjetunion, die in den SALT-Ver- 
handlungen über die atomare Rü- 
stungsbeschränkung von den Verei- 
nigten Staaten eine Garantie ver- 
l angt, daß das französische Atom- 6700 Bludenz, Tel. 0 55 52 / 
der ge- 
potential nicht in Umgehung 
Million Wähler in Der Österreichische Ärztekammer- 
troffenen bilateralen Vereinbarun- waffe auf französischem Territorium, 
tag beschäftigte sich auch mit dem 
vorgelegten Mustergesamtvertrag für 
die Durchführung der Vorsorgeun- 
tersuchungen und billigte das bis- 
herige Zwischenergebnis der Ver- 
handlungen. Gewisse vertragsrechtli- 
che Fragen für die praktische Durch- 
führung müssen allerdings noch 
einer Klärung zugeführt werden. 
Nach Bereinigung derselben steht 
einer baldigen Aufnahme der Ge- 
sundenuntersuchungen seitens der 
Ärzteschaft nichts mehr im Wege. 
Kairo 
(Reuter, AP, dpa, UPI) Der 
palästinensische Nationalrat hat sich 
am Sonntag zum Abschluß seiner 
achttägigen Konferenz in Kairo auf 
die Zusammensetzung des Führungs- 
gremiums der Palästinenser geeinigt 
und 14 Mitglieder als Vertreter aller 
Freischärlerorganisationen in das 
Exekutivkomitee der Palästinensi- 
schen Befreiungsfront (PLO) gewählt, 
in der alle bedeutenden Guerilla- 
organisationen zusammengeschlossen 
sind. Vorsitzender dieses Gremiums 
wurde ern eut Al-Fatha-Chef Jas ser 
Arafat, der diesen Posten berei ts seit 
Februar 1969 innehat. 
In der Nacht auf Sonntag hatte 
der Nationalrat, eine Art Exilparla- 
ment der Palästinenser, ein Zehn- 
Heuer sind 90.000 Vorarlberger 
wahlberechtigt, 1969 waren es nur 
61.000 gewesen. Die „große Unbe- 
kannte" darunter seien die rund 
25.0 00 wahlberechtigten Gastarbei- 
ter, die zum Stichtag 1. Mai in Vor- 
arlberg beschäftigt waren. Fast alle 
Gastarbeiter entfallen auf den 
Wahlkörper „Arbeiter" in der Vor- 
arlberger AK, wo von den 50 Man- 
daten 32 von der Arbeiterschaft, der 
Rest von Angestellten gestellt wird. 
Jäger erhofft sich eine höh ere Wahl- 
beteiligung als 1969, wo sie 52,9 Pro- 
zent betragen hatte: „Die Wahl 
wurde von der Volkspartei bewußt 
stark aktualisiert." 
Jäger gibt zu, daß der Wahlkampf 
hart geführt wer de: Bei der derzei- 
tigen Mandatsverteilung 24 SPÖ, 20 
ÖVP und 6 FPÖ wolle die SPÖ ein 
Mandat zurückgewinnen, so daß 
von vornherein keine Mehrheitsbil- 
dung für die Wahl des Kammerpräsi- 
Um 
gen' eingesetzt wird. 
Moskau 
eine glaubwürdige Zusage machen 
zu können, muß sich Washington mit 
Paris über die Atomstrategie sehr 
gründlich unterhalten und hierbei 
natürlich auf die französische Sou- 
veränitätsempfindlichkeit umso mehr 
Die Bundessektion Turnus- 
Rücksicht nehmen, als Frankreich 
ärzte und das Hochschulreferat der 
Österreichischen Ärztekammer haben 
im Ein vern ehmen mit der Bundes- 
fachgruppe für Zahn-, Mund- und 
Kieferheilkunde einstimmig beschlos- 
sen, die seit langem geplante Er- 
richtung einer Universitätsklinik für 
Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde 
in Salzburg vehementest zu fordern, 
um die Sicherstellung des zahnärzt- 
lich en Nach wuch ses und damit die 
Sicherstellung der zahnärztlichen 
Versorgung zu gewährleisten. 
Punkte-Programm für den weiteren 
Kampf gegen Israel gebilligt, die 
Möglichkeit einer Teilnahme der Pa- 
lästinenser an der Genfer Nahost- 
Friedenskonferenz wurde offengelas- 
sen. Das Exekutivkomitee soll den 
Nationalrat erneut einberufen, wenn 
die Einladung nach Genf eingetrof- 
fen ist. 
In das von acht auf 14 Mitglieder 
erweiterte Exekutivkomitee wurden 
fünf „Unabhängige" und nur ein 
Vertreter der extremen Linken hin- 
zugewählt. Damit haben die Anhän- 
ger einer gemäßigten politischen 
Richtung in den palästinensischen 
Organisationen, die ihre Politik auf 
dem Kongreß gegen die Extremisten 
durchsetzen konnten, auch personell 
ihren Einfluß verstärkt. 
denten gegeben ist. Kritisch sei es im 
Wahlkpörper „Verkehr": „Wenn es 
dort der SPÖ gelingt, das zweite 
Mandat zu machen, wobei dies mit 
150 Stimmen auf oder ab mögli ch 
ist, so ist für die ÖVP dieses Mandat 
schon verloren." 
Jäger teilte mit, daß in-den Be- 
trieben Unruhe über die Teuerüngs- 
bewegung herrsche. Noch stärker 
müsse indes berühren, wenn die Be- 
völkerung die Ankündigung einer 
zehnprozentigen Teuerungsrate kalt 
läßt. 
Jäger sprach sich für die Vor- 
schläge von ÖVP-LAbg. Drennig aus, 
der Freitag zum Direktor der neuen 
Wiener Gemeinde-Holding bestellt 
wurde und der Kompromißvorschläge 
erstattet hat, daß bei Nichteinigung 
über neue Preise ein kartellähnliches 
Schiedsgericht das letzte Wort haben 
soll. 
ein sowjetisch-amerikanisches Kon- 
dominium befürchtet und in seiner 
atomaren Unabhängigkeit gerade 
deswegen eine wichtige Sicherheits- Stellvertreter: Josef 
garantie für sich selbst und Europa 
sieht. Die Amerikaner müssen je- 
doch diese Hürde unbedingt neh- 
von „VN"-Korrespondent 
A. Frisch, Paris 
men, denn das französische Atom- 
potential Ist augenblicklich eines der 
störendsten Hindernisse für einen 
erfolgreichen Ablauf der SALT-Ver- 
hand lunge n. 
Die Lage ist für Washington ver- 
hältnismäßig günstig, weil Frank- 
reich seinerseits auf eine atomare 
Koordinierung angewiesen ist, um 
seine • taktische Atomwaffe „Pluto" 
in der Bundesrepublik stationieren 
zu können. Verbliebe diese Atom-. 
 würde 
sie zu einer peinlichen Bela- 
stung des deutsch-französischen Ver. 
hältnisses. 
Die Amerikaner fragen sich vor 
allem, welchen Preis sie Frankreich 
für die Bereitschaft zu einer ausrel. 
chenden nuklearstrategischen Zu. 
sammenarbeit zu bezahlen haben, 
De Gaulle wünschte ursprünglich 
eine dire kte oder indirekte techni- 
sche amerikanische. Unterstützung 
für die Verwirklichung seines Atom. 
programms. Jetzt geht es der fran- 
zösischen Regierung vorwiegend uni 
die amerikanische Zustimmung zu 
einem europäischen Verteidigungs- 
system, dessen Grundlage die ato- 
zwischen 
Großbritannien und Frankreich bil- 
den könnte. Nach Ansicht diploma- 
tischer französischer Kreise würde 
es Washington leichter fallen, Frank- 
reich einige atomare Geheimnisse zu 
übermitteln, als sich mit der Schaf- 
fung eines einigermaßen autonomen 
europäischen Verteidigungssystems 
abzufinden. 
Erleichtert werden die Verhand. 
lungen durch den unverkennbaren 
französischen Wunsch nach einer 
Annäherung an die Vereinigten 
Staaten. Paris denkt hierbei nicht 
zuletzt an die europäischen Erfor- 
dernisse. Je enger es mit Washing- 
ton zusammenarbeitet, desto schwe. 
rer fällt es seiner Ansicht nach 
Großbritannien, der Europäischen 
Gemeinschaft Schwierigkeiten zu be- 
reiten. 
Frankreich ist davon überzeugt, 
daß Großbritannien die Gemein- 
schaft lähmen will. Man glaubt, daß 
London hierauf erst dann verzieh- 
ten wird, wenn es sich seiner Isolie- 
rung innerhalb der Gemeinschaft 
bewußt ist und außerdem erkennt, 
daß es die amerikanische Karte nicht 
mehr zu spielen vermag. 
Götz FPÖ-Landesobmann 
Liezen' (APA) Mit überwältigen- 
der Mehrheit wurde Dr. Götz auf 
dein Landesparteitag der FPÖ Steier- 
mark abermals zum Landespartei- 
obmann der FPÖ Steiermark ge- 
wählt. Götz .konnte von 282 abge- 
gebenen Stimmen 274 auf sich ver- 
einigen. 
Dr. Götz 
Delegierten, vier 
bat die 
Stellvertreter dem 
Landesparteiob- 
stellen, da er in 
mann zur Seite zu 
seiner Funktion als Bürgermeister 
von Graz zu überlastet sei. Die ser 
Antrag wurde angenommen. KR 
Franz Fladischer, NAbg. Othmar 
Meißl, GR Ing. Klaus Turek und 
LAbg. Karl Wimmler werden daher 
für die nächste Funktionsperiode 
Stellvertreter zur Seite 
Dr. Götz als 
stehen. 
Israel hat bisher kein Gebiet am 
Golan aufgegeben. Erst am kommen- 
den Freitag sollen die Syrer in einen 
von Israel aufgegebenen Streifen ein- 
ziehen. 
4) Eine kolumbianische Passagier- 
maschine mit 38 Insassen an Bord ist 
der 
am Samstag abend in der Nähe 
Grenze nach Venezuela abgestürzt. 
Nach ersten Berichten hat vermutlich 
keiner den Absturz überlebt. 
Portugal und die Sowjetunion ha- 
ben die Aufnahme diplomatischer 
Be zi ehungen auf Botschafterebene 
mit Wirkung vom Sonntag beschlos- 
sen, gab am selben Tag das Außen- 
ministerium in Lissabon bekannt. 
Saudi-Arabien und die USA ha- 
ben am Samstag in Washington eine 
breite Zusammenarbeit auf sämtli- 
chen Gebieten beschlossen und da- 
mit die Existenz freundschaftlicher 
Beziehungen' zueinander unterstri- 
chen. 
- 
=Impressum 
Herausgeber, Ver- 
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leg er. und Druck: Vorarlberger 
Graphische Anstalt, Eugen Ruß 
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colruaz, Herm.-Sander-Str. 
16, 
00 
24 71. 
rzte 
ammertag leh t Friste lösung ab 
esun 
  
enu y tersuchungen vor illigung 
Klagenfurt (APA) Der Südkärnt- 
ner Ort Eberndorf war Sonntag 
Schauplatz einer Kundgebung des 
Kärntner Heimatdienstes und des 
Kärntner Abwehrkämpferbundes. Die 
Veranstaltung, zu der sich Vertreter 
der ÖVP, SPÖ und FPÖ als Ehren- 
gäste eingefunden hatten, begann am 
Kirchplatz vor 5000 Teilnehmern mit 
einer Feldmesse und Fahnenweihe. 
Da der Kärntner Heimatdienst Stö- 
rungen befürchtete, wurden von den 
Sicherheitsbehörden umfangreiche 
Maßnahmen getroffen, um Zwischen- 
fälle zu vermeiden. 
Als Redner sprachen der Obmann 
des Kärntner Heimatdienstes, Doktor 
Fel dner, und der Obmann des Ab- 
wehrkämpferbundes, Sames. Dok tor 
Feldner befaßte sich eingehend mit 
der Schreibweise der beiden sloweni- 
schen Kärntner Wochenzeitungen 
und den Forderungen der Exponen- 
ten der beiden Dachverbände der 
Kärntner Slowenen und verurteilte 
das Attentat auf das „Haus der Hei- 
mat" in Miklauzhof. 
In der Nacht zum Sonntag wur- 
den auf die Stützmauer über den 
Dürrenbachgraben in St. Jakob im 
Rosental in 50 cm großen Buchstaben 
die Worte „Heimatdienst — faschisti- 
sches Ungeziefer" (in deutscher 
Sprache) mit einer Ölfarbe aufge- 
sprüht. 
Noch keine brauchbare Spur fan- 
den die untersuchenden Exekutivbe- 
amten in Sachen Sprengstoffanschlag 
auf das „Haus der Heimat" in Mik- 
lauzhof von Freitag früh. In der Si- 
cherheitsdirektion wurde eine Kom- 
mission gebildet, der etwa 20 Beamte 
angehören. Als erstes wurde jener 
Brief, der an eine Klagenfurter Zei- 
tungsredaktion (Kleine Zeitung) ge- 
schickt wurde und in der eine slowe- 
nische Extremistengruppe die Verant- 
wortung für den Anschlag übernom- 
men hatte, einer gründlichen Prüfung 
unterzogen. Man glaub t jedoch nicht, 
dadurch brauchbare Hinweise zu er- 
halten, da es sich um handelsübliches 
Papier handelt. 
Der Klub slowenischer Gemeinde- 
räte gab Samstag nach einer Ver- 
0. 
sammlung seiner 40 Mitglieder be- 
Nixon heute in sterreich 
5000 bei Heimatkundgebung in Kärnten 
Keine Spur bei Sprengstoffanschlag 
Nach der Belebung des deutsch-französischen Verhältnisses rechnet 
Paris mit einer baldigen Bereinigung der Beziehungen zu den Vereinig- 
ten Staaten. Den Ausgangspunkt bildet die sich schon lange in der 
Schwebe befindende Koordinierung der Atomstrategie. Bekanntlich wur- 
den die ersten Verhandlungen hierüber von de Gaulle 1969, wenige Mo- 
nate vor seinem Rücktritt, eingeleitet. In Anbetracht der französischen 
Souveränitätsempfindlichkeit und auch der deutlichen amerikanischen 
Zurückhaltung gegenüber der französischen Atompolitik kam die Dis- 
kussion bisher über einen allgemeinen Meinungsaustausch nicht hinaus. 
Nunmehr ist aus zuverlässigen amerikanischen und französischen Quel- 
len zu erfahren, daß es Washington mit der Regelung dieser Angelegen- 
heit eilig hat und der als wahrscheinlich betrachtete Besuch Präsident 
Nixons vor oder nach seiner Moskaureise Ende Juni vorwiegend diesem 
Präsident Jäger: Teuerung Hauptproblem der AK-Wahl 
Thema gewidmet sein wird. 
Gegen die Wiener Index-Manipulation 
Für den Index von Gesamtösterreich 
Wien 
„Wir haben in Vorarlberg nich ts davon, wenn in 
(VN - Bac) 
Wien die Spitalsgebührenerhöhung hinausgeschoben wird", kritisierte 
Freitag abend Vorarlbergs AK-Präsident Bertrarn Jäger bei einem 
PressegespräCh in Wien die „Manipulation" des Lebenshaltungskosten- 
index' durch Wiens Bürgermeister Gratz, der die Erhöhung der Spitals- 
gebühren „mit Rücksicht auf den Mai-Index" auf Herbst zurückstellen 
ließ. Jäger rückte das Problem der Teuerung in den Mittelpunkt seiner 
Ausführungen und meinte, diese Frage stehe auch im Mitt elpu nkt des 
Wahlkampfes für die Arbeiterkammerwahlen im Herbst. 
BLI BLI
	        
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