Kein besonders schöner Anblick ist die Ruine der ehemaligen Methodistenkirche in Bregenz, die im vori-
gen Jahr abbrannte. Aber man wird hier nichts mehr „richten", denn d ieses Areal f ällt, wie das Bre-
genzer Stadtbauamt mitteilt, gänzlich dem Cityknoten anheim. Die Methodisten stehen derzeit mit der
Bregenzer evangelischen Gemeinde in Verhandlung, die selbst ein neues Pfarrzentrum an der Blumen-
straße bauen und ihr altes Gebäude den Methodisten übergeben möchte. Letztere hatten sich allerdings
schon vor her ein Areal für einen Neubau bei der Augassenschule gesichert. Wie sich diese Frage auch
(Foto: Spang)
entscheidet, der alte „Brandplatz" wird bald zur Cityknoten-Baustelle gehören.
FÜR DEN
RTEN
FREUND
Der Alpenverein rät:
•
Vorsicht beim Uberqueren
von Firnfeldern
Montag, 10. Juni 1974
Gutes Schuhwerk und Eispickel, richtiges Gehen
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Schwarzach. Die Gemeindevertre-
tung Schwarzach hatte in ihrer letz-
ten Sitzung eine längere Tagesord-
bewältigen, in deren Mittel-
nung zu
punkt Fragen der Sportförderung
standen.
So lag der Gemeindevertretung
ein An suchen des S kiverei nes
Schwarzach um Gewährung eines
Beitrages und Übernahme einer
Bürgschaft durch die Gemeinde für
den Bau einer neuen Skihütte auf
dem Bödele vor. Nach einem Referat
des Obmannes des Skivereines, GV
Kilga, setzte sich die Ansicht durch,
daß es angesichts des großen Idealis-
mus des Vereines und mit Rücksicht
darauf, daß es sich hier um einen
Breitensport handelt, Pflicht der Ge-
meinde sei, dem Skiverein zu helfen.
So wurde denn beschlossen, dem Ski-
verein einen verlorenen Zuschuß in
Höhe von 200.000 S in drei Jahres-
raten zu gewähren; heuer sollen
67.000 S und 1975 und 1976 je 66.000 S
gegeben werden. Für das Darlehen
bei der Raiffeisenkasse Schwarzach
in Höhe von 335. 000 S übernimmt die
Gemeinde die Bürgschaft auf sechs
Jahre. Die Zinsen hat der Verein zu
entrichten.
An Hand der vorliegenden Pläne
von Arch. Ba yer, St. Gallen, refe-
rierte der Vorsitzende über die
Möglichkeiten der einzelnen Varian-
ten zur Gestaltung eines Sportzen-
trums. Dabei zeigte es sich, daß jede
Die Marille bild et derzeit bei vie-
len Gartenbesitzern das Tagesge-
spräch. Die Blüte war sehr reich,
ohne nennenswerten Frostschaden
gab es einen außerordentlich guten
Früchteansatz. Nun setzt ein stär-
kerer Fruchtfall ein, außerdem ster-
ben noch plötzlich einige Äste ab.
Wie kommt es nun zum Abfallen
der Früchte, und was ist die Ur-
sache des Abdorrens der Äste?
Zunächst muß die Feststellung
gemacht werden, daß die Marille ein
Kind des Südens ist. Sie gilt im
allgemeinen als kurzlebig. In unse-
rem Gebiet kann ein Durchschnitts-
alter von acht bis zwölf Jahren an-
genommen werden, obwo hl z. B. im
Marillengebiet Wachau mit einem
Alter von 18 bis 20 Jahren zu rech-
nen ist. Die kurze Lebensdauer wird
zum großen Teil durch ungünstige
Standortverhältnisse wie zu kalte
oder niederschlagsreiche Lagen,
schwere, kalkarme Böden oder be-
sonders auch durch unpassende Ver-
edlungsunterlagen verursacht. Aus
diesen Erwägungen heraus ist es
selbstverständlich, daß in Vorarlberg
die Marille nur an Hauswänden ge-
zogen werden kann. Allerdings ha-
ben auch diese Lagen gewisse
Schwierigkeiten. Freistehende Bäu-
me dieser Obstart haben daher
überhaupt keine Aussichten, zu
einem Erfo lg zu kommen, denn
schon nach drei bis vier Jahren ist
mit dem Absterben der Bäume zu
rechnen.
Die bes ten Marillengebiete haben
eine jährliche Niederschlagsmenge
von ca. 700 mm, unser Land hat da-
gegen 1600 bis 1800 mm. Daraus er-
gibt sich auch das überflüssige und
sogar nachteilige Bewässern der
Marillenbäume, um den Fruchtfall,
wie er sich derz eit bemerkbar
macht, zu verhindern. Damit soll je-
doch nicht gesagt sein, daß eine Be-
wässerung der Wandspaliere von
Marillen in unserer Gegend voll-
kommen falsch wäre.
Bei dieser Obstart sind eigentlich
dieser
zwei Termine für das Gießen der
Varianten nur beim Zukauf
von Grundstücken realisierbar ist,
derzeit aber grundsätzlich die Auf-
fassung herrscht, daß Grundankäufe
nicht zu verwirklichen sind.
In der Frage des Fußballplatzes
und der Umkleidekabinen war man
allgemein der Meinung, daß diese
Einrichtungen erhalten bleiben müß-
ten. Auch sollte der Ausbau einer
100-m-Laufbahn erfolgen, wenn not-
wendig, unter Zupachtung eines zehn
Meter breiten Grundstreifens
Hinsichtlich der Frage der Erstel-
lung von Tennisplätzen im künftigen
Sportzentrum stellte die Gemeinde-
vertretung fest, daß man auf lange
Sicht nicht daran denken könne. Da-
gegen wurde dem Antrag, dem zu
gründenden Tennisklub grünes Licht
für die Anlage von Tennisplätzen
auf einem Pachtgrund zu geben,
stattgegeben.
Zwei Fußgängerstreifen in der
Hofsteigstraße sollen mit einfachen
Leuchten mit Gelblicht versehen
werden. Ferner sollen im Rahmen
des Ausbaues der Hofsteig- und
Schwarzachtobeistraße für eine spä-
tere Ausleuchtung Vorsorgemaßnah-
men getroffen werden.
Laut Empfehlung der Bezirks-
hauptmannschaft Bregenz wird vom
Gasthaus „Löwen" bis zum Ortsende
von Schwarzach / Dornbirn die
Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h
bzw. 50 km/h erhöht.
Bäume zu berücksichtigen. Einmal
14 Tage nach der Blüte und dann
noch 14 bis 20 Tage vor der Reife.
Zwischenbewässerungen kommen
dann in Frage, wenn außergewöhn-
liche Hitze- und Trockenperioden
eintreten. Wenn nun einige Zeit
nach der Blüte Früchte in Hasel-
nußgröße abgestoßen werden, so ist
der Fruchtansatz für den Baum
nicht zu bewältigen (wie es derzeit
der Fall sein kann), oder der Baum
ist im Düngungszustand so schlecht,
daß Fruchtfall eintritt.
Eine oft für den Baumbesitzer
unerklärliche Tatsache ist das plötz-
liche Abwelken ganzer Astpartien,
was als sogena nnte s „Schlagtreffen",
auch „A poplexi e" ge nannt, zu be-
zeichnen ist. Nachd em dem Marillen-
baum strenge Kälte im Winter, aber
auch speziell im Frühjahr an Süd-
lagen sc hwer schaden kann, und
zwar durch das E ntstehen von
Frostplatten, so müssen wir auf die-
sen Umstand besonders achten. Ent-
weder wer den die Hauptäste mit
Kalkmilch und einem Zusatz von
Wasserglas angestrichen oder sie
werden mit Tannenreisig eingebun-
den. In den Frostrissen bi ldet sich
der Gummifluß, eine Art Stoffwech-
selkrankheit, außerdem sind die
Wasserleitungsbahnen beim Maril-
lenbaum sehr klein, wodurch es zu
Verstopfungen kommt.. Kleinere
Triebe, welche abwelken, sind je-
doch eher von der Zweigmonilia be-
fa llen. Die befallenen Äste und
Triebe sind baldigst abzuschneiden
und die Wunden mit Kankerdot zu
Ein sehr entscheidendes Faktum
verstreichen.
für die Lebensdauer des Marinen-
baumes ist die Veredlungsunterlage.
Wird aus einem Stein dieser Obst-
art eine Pflanze gezogen, so ist es der
sogenannte Sämling. Auf diesen
kann nun die gewünschte Sorte ver-
edelt werden, jedoch ist eine warme
Lage mit durchlässigem Boden Vor-
bedingung; auch geringe Nieder-
schläge sind erforderlich. Wohl in
den meisten Fällen dient als Unter-
lage die Myrabolane (Kirschpflau-
me). Es handelt sich dabei um einen
Wildling, wie man ihn bei uns im
Lande in einem Obstgarten gele-
gentlich sehen kann; er wird auch
fälschlich Mirabelle genannt. Die
Frucht ist rötlichblau, löst nicht vom
Stein und ist öfter schwer behan-
gen. Die Bäume wachsen auf dieser
Unterlage in den ersten Jahren recht
gut, haben aber meist eine kurze
Lebensdauer.
Abschließend darf gesagt wer-
den, daß sich die Marille als Wand-
eignet, die Frucht
spalier recht
gut
ist sehr gut und immer begehrt. Bei
geeigneten Schnittmaßnahmen sind
auch die Erträge sehr zufriedenstel-
lend. Ein schön angebrachtes Spa-
liergerüst mit einem Marillenbaum
ist gleichermaßen eine Zierde und
ein wirtschaftlicher Nutzen.
Josef Häusle
Gastarbeiteransturm
auf Feldkircher Flohmarkt
Das war zweifelsohne eine tolle
Idee, die sich der Vorarlberger Lions-
Chub einfallen ließ: Überall wurden
Kleider, Möbel, Bücher und die skur-
rilsten Gegenstände gesammelt, mit
denen die Besitzer nichts mehr an-
zufangen wußten. Das ganze Waren-
lager, das zusätzlich noch durch groß-
zügi ge Spenden einheimischer Fir-
men ergänzt wurde, kam am ver-
gangenen Wochenende im Feldkir-
eher Stella-Saal zum Verkauf, und
bereits am frühen Morgen herrschte
Weg dorthin die Atmosphäre eines
an den rund 15 Ständen und auf dem
türkischen Basars. Durch eine ge-
zielt e Werbung in den Großbetrieben
strömten ganze Scharen, vorwiegend
türkische Gastarbeiter, in die Markt-
halle, wo rund 30 Lions-Brüder mit
Gattinnen und Töchtern bewiesen,
daß sie nicht nur Verkaufstalent,
sondern auch Kondition haben. Im
dichtesten Gewühl wurde etwas
Passendes ausgesucht, probiert, her-
umgefeilscht und natürlich auch eini-
ges ohne Bezahlung mitgenommen.
Ganze Taxiladungen wanderten spe-
ziell in die Fremdarbeiterquartiere,
aber auch die Einheimischen fanden
etwa bei den Büchern irgend etwas,
was interessierte oder gefiel und zu
einem symbolischen Gegenwert einer
Spende wurde.
In der Innenstadt kon nte man
einen Herrn Mustafa oder Herrn Ali
gleich zwei mal hintereinander be-
obachten, wie er zwei alte Näh-
maschinen in sein Domizil schleppte,
(AVP) Die noch reichlichen Schnee-
fälle im Spätfrühjahr haben im
Hochgebirge eine dicke Schneedecke
abgelagert. Über 2000 m, besonders
in Nordwestlagen, herrschen für den
alpinen Skilauf noch ideale Verhält-
nisse., zu einer Zeit, da auch schon
die Bergwanderer unterwegs sind.
Bis in den So mmer hinein werden
heuer an schattigen Stellen Schnee-
felder und eisige Rinnen zurückblei-
ben, auch wenn rundherum alles Ge-
lände aper geworden ist.
Schwere Bergunfälle schon zu Be-
ginn der heurigen Bergsaison sind
Anlaß genug, wiederum auf diese al-
pine Gefahr aufmerksam zu machen:
Die Schneefelder und Schneerin-
nen schaffen oft auch auf Bergwan-
die
derwegen schwierige Passagen. Ihre
in punkto Bauart noch weit von
der Qualifikation „versenkbar" ent-
fernt waren. Umgekehrt lieferte
Hofr at Arnul f Benzer von der Vor-
arlberger Landesregierung höchst-
persönlich die Verpflegung für die
im Einsatz stehenden Lions-Leute an,
die von 9 bis 17 Uhr durchgehend
einen gewaltigen Ansturm von Kun-
den zu verkraften hatten.
Schon am ers ten Tag konnte ein
Erlös von 77.000 S erzielt werden,
der dem Blindenbund zum Anka uf
eines Fahrzeugs übergeben wird.
Auch mit der Losung des Sonntags
re icht es zwar nicht ganz, daß der
Kaufpreis des Fahrzeugs in Höhe von
120.0 00 S erreicht wurde, doch wird
vielleicht die Aktion auch ein Anreiz
für großzügige Spender sein, die
keine Zeit hatten, dem Trubel im
Saal der Feldkircher Stella Matutina
beizuwohnen, der nicht nur karita-
tive, sondern auch viele erheiternde
Akzente setzte.
Überquerung verlangt äußerste Vor-
sicht. Gute Bergschuhe und Eispickel
sind als Mindestausrüstung erforder-
lich. Schwächere Geher, vor allem
Kinder, müssen unbedingt gesichert
werden. Besteht eine Möglichkeit, so
soll man diese Gefahrenstellen um-
gehen. Wenn man zum Sturz kommt,
dann muß man versuchen, Gesicht
zum Hang, mit dem Pickel zu brem-
sen.
Der geübte Alpinist wird sich zu
helfen wissen, um solche Schwierig-
keiten zu meistern. Aber auch der
Bergwanderer muß sich darüber klar
sein, daß er nur mit richtigem Ge-
hen und ordentlicher Ausrüstung
heil durchkommen kann. Sonst lie-
ber umkehren., als Kopf und Kragen
r illen
riskieren!
Todesanzeige
Die Freiheitliche Partei erfüllt die traurige Pflicht, vom Ableben des
Herrn
Univ.-Prof. DDr. Ferdinand Ulmer
Alt-Landesrat und Bundesrat
Kenntnis zu ge ben. Der Verstorbene hat dem VdU und der FPÖ als
Vorkämpfer in schwerer Aufbauzeit unschätzbare Dienste geleistet. Wir
werden sein Andenken stets in Ehren halten.
Für die FPÖ-Landesgruppe Vorarlberg
Landesparteiobmann
Todesanzeige
LR Hans Sperger
Tief erschüttert geben wir die Nachricht vom plötzlichen Ableben meines
herzensguten Mannes, unseres treubesorgten Vaters, Schwiegervaters, Großvaters und
Schwagers
Herrn Dipl.-Ing. Viktor Praxl
Hofrat i. R. — Jahrgang 1900
Inhaber des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich
Sein Leben war erfüllt mit Liebe und. Arbeit für seine Familie. Wir halt en den
Trauergottesdienst am Mittwoch, 12. Juni, um 9 Uhr in der HL-Kreuz-Kirche; anschlie-
ßend findet die Beerdigung von der Friedhofskapelle aus stat t. Den Seelenrosenkranz
beten wir am Dienstag, 11. Juni, um 19.30 Uhr.
Bludenz, Wien, am 8. Juni 1974
In tief er Trauer: Luise Praxl geb. Kinzel
Ing. Guntram Praxl mit Familie
im Namen der Anverwandten Anverwandten