Skip to main content

Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

In Nordirland lebt man gefährlich. Unser Bild zeigt einen Schaum- 
teppich und die Räumung eines Gebäudes, in dem eine nichtexplo- 
dierte Bombe entschärft werden muß. Um die Explosionsrisiken zu 
mindern, wurde ein ganzer Straßenzug mit druckdämpfendem 
Sc haum belegt. 	 
(Foto: Keystone) 
	Jaliliederlage 
siert 
rr 
noues D «an zle 
Was wird aus dem 
17. Juni? 
Bonn. — 
Regierungsparteien 
und Opposition sind nach wie vor 
noch nicht einig, ob das Parlament 
am 17. Juni, einem Staatsfeiertag 
zum „Tag der deutschen Einheit" 
zur Erinnerung an den Volksaid- 
stand in der DDR gegen das dor- 
tige Regime, in Bonn mehrfach 
zur Tagesordnung übergehen soll 
oder zusammentreten, um an die- 
sem Tag ein mit der Teilung 
Von „VN"-Korrespondent 
Bernd-Dieter Fridrich 
Deutschlands zusammenhängen- 
des Thema zu behandeln, wie es 
die Unionsparteien fordern. 
Die CDU/CSU befürchtet, die 
Koalitionsfraktionen könnten den 
17. Juni „auf kaltem Wege" als 
Feiertag abschaffen. Demgegen- 
über haben die Abgeordneten 
Manfred Schulte (SPD) und FDP- 
Parlamentarier im Ältestenrat des 
Bundestages, der unter anderem 
für die Festlegung der Tagesord- 
nung im P lenum zuständig 'ist, 
betont, der Bundestag habe schon 
in den letz ten Jahren an die sem 
Feiertag „gearbeitet". Im übrigen 
hin,- 
wiesen sie darauf 
daß die 
noch freien Tage für Plenarsit- 
zungen bis zum Beginn der Som- 
merpause am 2. Juli zahlenmäßig 
sehr gering seien und bis dahin 
noch eine Reihe wichtiger Pun kte 
erledigt werden müsse. 
.In der Bundesrepublik gibt es 
schon seit mehreren Jahren ernst 
zu nehmende Überlegungen, ganz 
auf einen solchen staatlichen Fei- 
ertag zu verzichten: Es wird so- 
gar, nicht ausgeschlossen, sogar 
den 1. Mai als „Tag der Arbeit" 
künf tig zum echten Arbeitstag zu 
Das Angebot 
machen. 
des Tages! 
Selbst-Abhotpreis 
S 2580. — 
Garderobenverbau, komplett 	— . - - . 
biiiig wie 
, gültig 11. 6. bis 14. 6., 18 Uhr 
	— 
noch-nie! 
natürlich bei 	— ' 	' 
Suter 
Hohenems, Mühlg. 6 
r,25.ustek.4. 
Möbel-Discount 
(Nähe Kino) 
CHRICHTEN 
    
Dienstag, 11. Juni 1974 
Seite 
.3 
Entgegen den früheren Gewohn- 
    
heiten fanden die Nahostkrise und 
die arabische Welt in der jüngsten 
französischen Regierungserklärung 
keine Erwähnung. Frankreich möchte 
jede klare Stellungnahme im Israel- 
Konflikt vermeiden. 
Dessen ungeachtet, bleibt Frank- 
reich 
Weiterhin stark interessiert an 
der Zusammenarbeit zwischen Euro- 
pa und den arabischen Staaten, wenn 
es auch keineswegs von den Erfolgs- 
aussichten die ses Unterfangens über- 
' zeugt ist. Es sieht darin eine Mög- 
lichkeit, auf dem internationalen 
Schachbrett die europäische Eigen- 
persönlichkeit zu betonen. 
Der französische Präsident trägt 
sich mit der Absicht, im Juli, sobald 
das Europäische Präsidium an Frank- 
reich übergeht, eine europäische Au- 
' ßenministerkonferenz nach Paris ein- 
zuberufen und ihr einige politische 
Vorschläge zu unter brei ten. Die Be- 
lebung der Mittelmeerpolitik könnte 
.der 
wichtigste Punkt sein. 
Frankreich will vor allem auf die 
Maghreb-Staaten Rücksicht nehmen. 
Bonn (dpa) Die EG-Außenminister 
begannen am Montag in Bonn zwei- 
tägige Beratungen über die Aufnah- 
me eines Dialogs mit den arabischen 
Ländern. Die Europäische Gemein- 
schaft will den arabischen Ländern 
in einer sorgfältig vorbereiteten 
Außenministerkonferenz eine engere 
politische und wirtschaftliche Zu- 
Gefunden über ist ein Gegner, den 
zu bekämpfen die jüngste Schlappe 
beim Volksentscheid in der Sc hei- 
dungsfrage vergessen macht:. Die 
rechtsextremen Neofaschisten, gegen 
die alle Lager jetzt erbittert zu 
Felde ziehen. 
Die Democrazia Cristiana muß 
schon einfach im Interesse eines 
Fortbestandes des Centro-Sinistra- 
Bündnisses die Erinnerung an die 
Scheidungstaktik verdrängen. Sie 
stand mit ihrer Ablehnung unter den 
Der algerische Präsident Boumedien- 
Parteien nämlich weitgehend allein 
ne sucht nach zuverlässigen Informa- 
tionen mehr denn je Anschluß an 
Frankreich und Europa. Er äußerte 
sogar die Befürchtung, die Europäer 
könnten bis auf weiteres zu sehr 
durch ihre eigenen Probleme in An- 
spruch genommen werden, um sich 
noch um die Araber zu kümmern. 
Boumedienne ist über die sowje- 
tische Nahostpolitik enttäuscht und 
Von „VN"-Korrespondent A. Frisch 
mußte ferner bei einem Besuch in 
Pek ing unlängst zur Kenntnis neh- 
men, daß China im Mittelmeerraum 
vorläufig keine Rolle zu spielen ver- 
mag, nicht einmal wirtschaftlich. Er 
hat wenig Vertrauen zum saudiara- 
bischen König und auch nicht zum 
ägyptischen Präsidenten, dem er vor- 
wirft, restlos ins amerikanische Fahr- 
wasser geraten zu sein. Der algeri- 
sche Präsident sucht in Europa vor 
allem ein Gegengewicht für den, sei- 
ner Ansicht nach, viel zu starken 
sammenarbeit anbieten, die weit 
über den Rahmen der Entwicklungs- 
hilfe hinausgeht. Der Dialog mit den 
Arabern, das Verhältnis zu den USA 
sowie die künftige Strategie der EG- 
Staaten bei den Verhandlungen der 
europäischen Sicherheitskonferenz in 
Genf sind die Hauptthemen der Ta- 
gung. 
den-Rückhalt 
und hatte. nur 
der'ia- 
tholischen 
Kirche. Aus dieser Isola- 
tion herauszukommen, mußte umso 
mehr ein Anliegen sein im Hinblick 
auf künftige Wahlen. 
Wenn sich die Democrazia Cri- 
stiana nun auf die rechts außen im 
Von 
„VN"-Korrespondent 
Wolfgang Richter, z. Z. Rom 
Abseits stehenden Neofaschisten 
einschießt, ist sie gut beraten. Sie 
darf nur nicht vergessen, daß der 
Bestand der Koalition mit den Sozia- 
listen in Rom damit allein kaum zu 
retten ist. Thema Nummer 1 bleibt 
die Inflation mit zweistelligen Preis- 
steigerungsraten und einem Bankrott 
bei den Devisenreserven, der, Ein- 
fuhrerschwernisse notwendig machte. 
Ein gefährlicher Nährboden für 
kommunistische Erfolge ergab sich 
immer dann, wenn es um den Geld- 
beutel des Durchschnittsbürgers 
schlecht stand. Augenblicklich ist es 
darum sogar katastrophal bestellt. 
Die DC darf sich vor allem nicht 
mehr so exponieren wie in der 
Scheidungsfrage. Ein Generalstreik 
wie der jetzige in Brescia richtet 
sich nicht immer gegen Außenseiter! 
(A. G.) Kurz. vor Pfingsten hat 
die CDU/CSU in München einen 
zweitägigen Medienkongreß durch- 
führt. Durch offene und öffentliche 
Diskussion mit 'Experten aus der 
Wissenschaft, erfahrenen Praktikern 
aus allen publizistischen Bereichen 
und mit medienpolitischen Fragen 
befaßten Politikern wollten die 
Unionsparteien vor einer Beschluß- 
fassung durch Parteiorgane ihre 
Vorstellungen einem kritischen Prü- 
fungsverfahren unterziehen und 
fachlich ergänzen. Grundlage bildete 
dabei - das „Medienpapier", das von 
der 1971 'eingesetzten Medienkom- 
mission; der CDU/CSU unter Vorsitz 
von Dr. Fritz Zimmermann ausge- 
arbeitet worden ist. Schwerpunkt der 
in ihrer Art einmaligen Fachtagung 
mit rund 400 Teilnehmern war ne- 
ben den Reden von Kohl, Strauß 
und Prof. Steinbuch die Diskussion 
Yasser Arafat wurde in Kairo neuer- 
in den 'vier ArbeitAkreisen „Presse", 
lich als Führer der teilweise heftig 
auseinanderstrebenden Palästinen- 
serorganisation gewählt. 
„Hörfunk . und Fernsehen", „Neue 
Medien" und „Berufliche Bildung, 
Berufsbedingungen und soziale Si- 
cherheit. der Journalisten". 
Der CDU-Vorsitzende Kohl warn- 
te dav or, Medienpolitik als Politik 
zur Beschränkung -der Medien zu 
verstehen. Mit dem Ziel „freie Me- Schutzbestimmungen 
dien für eine freie Gesellschaft" 
müsse sie im Gegenteil die struktu- 
rel len Voraussetzungen sichern oder 
schaffen, die es diesen möglich mach- 
ten, ihre Informations-, Artikula- 
tions- und Kontrollfunktion. zu er- 
füllen: „Wir wollen weder einen 
staatlich kontrollierten öffentlich- 
rechtlichen Rundfunk noch eine 
Zensur der privatwirtschaftlichen 
Presse durch Presseräte." 
Der CSU-Vorsitzende Franz Jo- 
sef Strauß hatte sich im Laufe sei- 
ner Ausführungen unmißverständ- 
lich für den Tendenzschutz und für 
Bonn (BDF) Eine ge naue Wahl- 
Vorsicht bei Redaktionsstatuten aus- 
analyse der nicht eben überraschen- 
den Ergebnisse von Niedersachsen 
ist noch nicht möglich, sich er aber 
ist, daß es weder einen eindeutigen 
von „VN"-Korrespondent 
Bernd-Dieter Fridrich 
Sieger noch einen hundertprozenti- 
gen Verlierer gegeben hat. Die CDU 
konnte zwar als Partei den größten 
Wahlerfolg in diesem Bundesland 
seit- Kriegsende für sich verbuchen, 
aber die Krönung der erstmaligen 
Regierungsübernahme in Hannover 
blieb ihr versagt. 
Daß die Sozialdemokraten nun 
doch nicht die Oppositionsbänke 
drücken müssen, haben sie sicher 
dem Bonner Kanzlerwechsel und der 
FDP zu verdanken, die nicht nur 
„mitziehen" wird, sondern der SPD 
in diesem Jahr erstmals bei Wahlen 
weniger Anhänger abgenommen hat. 
Die von Genscher orakelten 8 Pro- 
zent FDP-Stimmen hat es zwar nicht 
gegeben, aber nach vier Jahren Ver- 
ba nnung sind sie wieder im Land- 
tag vertreten. Genäu diese Tatsache 
ist entscheidend für den Verbleib 
der SPD in der Regierungsverant- 
wortung in Hannover. Ohne die Li- 
beralen hätte es die CDU nach dem 
geltenden Wahlrecht. geschafft. 
Eine Tendenzwende für die SPD? 
Wohl kaum, allenfalls eine Verlang- 
samung der Talfahrt. Der immer 
noch wichtigste Hintergrundakteur 
der Sozialdemokraten, Fraktionschef 
Herbert Wehner, hat es noch zur 
rechten Zeit verstanden, einen er- 
müdeten Kanzler aus dem Verkehr 
gesprochen. Allerdings sei auch die 
Reduzierung des Verlegers zum rein 
technischen Produzenten abzuleh- 
nen. Journalisten dürften bei Trans- 
aktionen nicht wie eine Ware unbe- 
fragt mitverkauft werden. Gerade 
für solche Fälle müßten klare 
	vorgesehen 
werden. 
Der Bundesregierung und den sie 
tragenden Parteien SPD und FDP, 
die -den - Konzentrationsprozeß bei 
der Presse so lautstark beklagten, 
warf . Strauß vor, sie würd en die 
Pr esse zur Zeit geradezu abwürgen. 
Bei den phantastisch gestiegenen 
Papierpreisen, die die Verlage zur 
Not noch abfangen könnten, sei die 
Regierung mit der Mehrwertsteuer 
da bei. Und die Postgebührenerhö- 
hung — in einem auf der ganzen 
Welt einmaligen Ausmaß — habe 
die Bundesregierung ganz allein zu 
 zu 
ve rantworte n. me konferieren wird. 
ziehen: Die Folge war ein gerin- 
gerer Wählerschwund als zuvor bei 
den Einbrüchen in Hamburg, Schles- 
wig-Holstein, Rh einla nd-Pf alz und 
Nordhessen. 
Was bedeutet der Wahlausgang 
indes für den Bund? Helmut Sch midt 
hätte jetzt noch keinen SPD-Wahl- 
sieg gebrauchen können. Ein biß- 
chen weg von der Wand, aber noch 
nicht so weit, daß die Jusos b ereits 
in einem zu frühen Stadium mit 
ihren systemüberwindenden Ideen 
Auftrieb bekommen könnten. 
Noch müssen alle beisammen ste- 
hen, zu ihren Führu ngspe rsone n hal- 
ten und sich um den eig enen Fort- 
bestand als Partei kümmern. In den 
kommenden fünf Mona ten bis zu 
den Landtagswahlen in Hessen und 
Bayern wird Schmidt die Zeit nut- 
zen, sich als ei nzig mögliche Füh- 
rungsnatur der SPD in schwierigen 
Zeiten zu profilieren. Dann wird er 
die Abtrünnigen seiner Partei mühe- 
loser abschütteln können. 
Außenminister Dr. Kirdischläger 
und der Generalsekretär der OPEC, 
Dr. Abderrahman Khene, haben ge- 
stern einen Notenaustausch zur In- 
kraftsetzung des neuen Abkommens 
zwischen der Republik Österreich 
und der Organisation der erdäl- 
exportierenden Länder (OPEC) über 
den Amtssitz dieser Organisation 
vorgenommen. 
ce 
Der deutsche Bundeskanzler Hel- 
mut Schm idt trifft am 19. Juni in 
Bonn mit dem britischen Premier- 
minister Harold Wilson zu einem 
Gespräch über aktuelle Fragen der 
Europapolitik zusammen. 
Ge Der sowjetische Kernphysiker An- 
drej Sacharow und zwei weitere Dis- 
sidenten verurteilten am Montag die 
sowjetischen Behörden wegen der 
Verhaftung von Personen, die die 
Untergrundzeitung „Chronik der lau- 
fenden Ereignisse" verbreiten. 
Der 74jährige Herzog von Glou- 
cester, der letz te Onkel der Kön igin 
Elizabeth II., ist nach Mitteilung des 
Buckinghampalastes am Montag ge- 
storben. 	• 
Nach zweijährigen Bemühungen, 
nach Israel auswandern za können, 
werden der sowjetische Ballettstar 
Walery Panow und seine Gattin Ga- 
lina am Freitag von Leningrad nach 
Wien fliegen. Von hier aus will das 
Ehepaar dann nach Israel weiter- 
reisen. 
Der bulgarische Ministerpräsident 
Stanko Todorov ist am Montag zu 
einem Besuch Schwedens in Stock- 
holm eingetroffen, wo er mit seinem 
schwedischen Amtskollegen Olaf Pal- 
Europas Araber-Dialog 
Italiens Parteienkrieg mit Frontwechsel, aber   
Thema Nr.1: Inflationsrate 
Es mag brutal klingen, aber das blutige Attentat von Brescia hat 
ein igen Partnern der Mitte-Links-Koalition in Rom politisch gutgetan. 
Geradezu aufatmen konnten die Christlich-Demokraten, deren Partei- 
strategen im privaten Gespräch offen zugeben, ihnen wäre der taktische 
Wec hsel in der Öffentlichkeitsarbeit — sprich Propaganda — von der 
Defensive in die Offensive ohne den Anschlag nie so schnel l geglückt. 
Daß mehrere Tote die Munition liefern mußten, schockt natürlich auch 
amerikanischen Einfluß in der arabi- 
die Democrazia Cristiana. 
schen Welt. 
Französische Diplomaten v ersi- 
chern, daß unter den gegebenen Um- 
ständen die Einberufung einer euro- 
päisch-arabischen Konferenz weniger 
von den unmittelbar Beteiligten ab- 
hängt, als von den Vereinigten Staa- 
ten, die angeblich gegen diesen Plan 
ihren Einfluß vor allem in Saudi- 
arabien und in Ägypten spielen las- 
sen. Hierzu kommt, daß der saudi- 
arabische König bilateralen Kontak- 
ten mit deri europäischen Ländern 
den Vorzug gibt, nicht zuletzt weil 
er keine große Lust hat, sich mit ihm 
eher feindlich gesinnten arabischen 
Regierungen an den gleichen Tisch 
zu setzen, um mit den Europäern 
kollektiv zu diskutieren. 
Ägypten und Syrien versprechen 
sich ihrerseits von der amerikani- 
schen Wirtschaftshilfe mehr als von 
einer Zusammenarbeit mit den Euro- 
päern, die sich ihnen gegenüber bis- 
her finanziell nicht gerade großzügig 
gezeigt hatten. Die Aufrechterhaltung 
des praktisch wirkungslosen Erdöl- 
embargos gegenüber Holland und Dä- 
nemark wird natürlich in Paris als 
Sabotage des europäisch-arabischen 
Konferenzplanes gewertet. Man 
macht hiefür allerdings nicht die Ver- 
einigten Staaten verantwortlich, son- 
dern Saudiarabien. 
Die französische Diplomatie möch- 
te durch eine klare Haltung der Eu- 
r opäer die arabischen Staaten zu ei- 
ner ebenso klaren Entscheidung 
zwingen, um gegebenenfalls die en- 
gere Zusammenarbeit auf diejenigen 
Länder zu beschränken, die hier zu 
ehrlich bereit sind. 
Man hält es übrigens für möglich, 
daß die Sowjetunion den europä- 
ischen Plan unterstützt, obwohl sie 
bekanntlich auf- eine politische Stär- 
kung der Europäischen Gemeinschaft 
keinen Wert legt. Sie ist unzufrieden 
mit dem zunehmenden amerikani- 
schen Einfluß in Nahost, zumal er 
neuerdings' sogar ihre sehr wichtige 
syrische Position bedroht. 
Enttäuscht ist Moskau ferner über 
das negative Verhalten der Palästi- 
nenser, die offensichtlich der chine- 
sischen Propaganda nichtunzugäng- 
lich sind. Die Sowjets hatten ihnen 
dringend nahegelegt, sich an der 
Genfer Friedenskonferenz zu beteili- 
gen. Mos kau scheint augenblicklich 
der Entwicklung 'in Nahost "ziemlich 
: ratlos gegenüberzustehen:. Eine euro- 
päische Einschaltung könnte ihm un- 
ter diesen Umständen nicht ganz un- 	 
erwünscht sein. 
	e 
rrt 
freie Ges illschaft 
	der 
gre {P /CSU /CSU
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.