Dornbirn—Ebnit—
Hohe Kugel
Beliebtes Ausflugsziel. Höhen-
unterschied 557 Meter. Aufstiegs-
Stunden.
Vom Bahnhof Dornbirn An-
fahrt mit Postauto möglich bis
Ebnit. 100 in nach der Ebniter
Kirche (Wegtafel) führt der Weg
rechts hinauf nach Fluhereck
(blau-weiß). Dort wied er Weg-
weisertafel, welche die Richtung
zur Hohen Kugel angibt. Man
geht auf weiß-rot markiertem
Weg den „Priedlerhang" hin auf,
wobei die Priedler Alphütte
rechts unten bleibt. Der weiß-
roten Markierung folgend auf
den meist bewaldeten Grat hin-
auf, über einige kleine Fels-
schroffen (leicht zu gehen) bis
zur Gratschulter. Schon dieser
Weg ist durch manche Ausblicke
abwechslungsreich, doch auf dem
Höhenrücken über der Baum-
grenze ist man überwältigt von
der Aussicht nach allen Seiten.
Hier schon kann man sich dem
Fernblick bis hinunter zum I.Tber-
Enger See hingeben. Nun führt
vor uns liegenden Gipfel der Ho-
der Weg unverfehlbar auf den
hen Kugel, wo sich ein Rund-
blick von seltener Schönheit bie-
tet. Sämtliche Rheintalorte von
Feldkirch bis zum See sind zu
überblicken. Als Glanzpunkte he-
ben sich die ganze Säntisgruppe,
im Süden die Schesaplana und
zeit 2 bis 21/2 als Nachbarberg der Hohe Fre-
sehen hervor. Diese Tour so llte
man sich für einen klaren Tag
aufsparen, um wirklich dieses
Panorama voll genießen zu kön-
nen. Im Frühling ist eine pracht-
volle Alpenflora zu sehe n; doch
bitte nichts pflücken, denn wir
befinden uns ab Ebnit in einem
Naturschutzgebiet.
Für den Abstieg gäbe es meh=
rere Varianten, auch eine über-
schreitung nach Fraxern-Weiler,
doch der meistbegangene Abstieg
ist zurück über die ganzjährig
bewirtschaftete Emser Hütte nach
der einladenden, alten Walser-
siedlung Ebnit. Eine Wanderkarte
ist empfehlenswert. Im Wander-
buch des Österreichischen Alpen-
vereins bri ngt diese Tour sieben
Punkte, und wer sich näher über
alle Einzelheiten informieren
will, schlägt nach im „Alpenver-
einsführer" von Walter Flai g,
Bregenzerwald- und Lechquellen-
gebirge. Randzahl 1040.
Mittwoch, 12. Juni 1974
Jörg Heine
Musikverein Lustenau beim 5. Deutschen Bundesmusikfest
dll
Unter großartigen äußeren Bedingungen wurde in der Zeit vorn 7.
bis 10. Juni von den drei Städten Ebingen, Tailfingen und Onstmettingen
das 5. gesamtdeutsche Bundesmusikfest gemeinsam durchgeführt, das
wegen der großen Anzahl an teilnehmenden Blasorchestern und Abord-
nungen aus 14 europäischen Ländern internationalen Charakter aufwies.
Die F arben Österreichs wurden durch den Musikverein Lustenau reprä-
sentiert, der vom Österreichischen Blasmusikverband als offizielle Ver-
tretung Österreichs nominiert wurde.
Die Belegschaft der Hohenemser Weinkellerei Karl Amann feierte mit
einer Reise in die Weingebiete Niederösterreichs das 70-Jahr-Jubiläum
Die optische Krönung für das
der Firma.
P ublikum ist bei jedem Musikfest
der Festumzug, wurde doch hier ein
Maximum an Farbenpracht geboten,
als 280 Kapellen aus allen deutschen
Landen und Spitzenorchester aus 14
europäischen Ländern vor den bei-
fallsfreudigen Zuschauern vorbei-
defilierten. Um die ungeheuerlichen
Dimensionen dieses Musikfestes auch
nur annähernd zu schildern, sei er-
wähnt, daß in drei Städten und zum
unweit,
rtwellt
Bürs (hj) Unter dem Titel „Die
Außenwelt der Innenwelt der Au-
ßenwelt" ist derzeit in der Vol ks-
schule Bürs eine vielbeachtete Aus-
stellung von Schülerarbeiten zu se-
hen, die in die Themenkreise Um-
welt — Mitwelt — Wertwelt geglie-
dert ist. Zur Eröffnung am Freitag
abend konnte VS-Dir. Franz Bach-
mann ein interessiertes Publikum Gruppen, Musik- und
willkommen heißen, darunter auch
Bürgermeister Willi Plangg, dem er
für die finanzielle Unterstützung der
Gemeinde herzlich dankte, die diese
Ausstellung ermöglichte.
Einleitende Worte sprach an-
läßlich der Eröffnung der berufene
Fachmann auf dem Gebiet. der bild-
nerischen Erziehung, HOL Franz
Bertel, der an das Titelbild auf der
Einladung anknüpfte, auf dem ein
Kind aus einem inneren Raum durch
ein Fenster hinausschaut in einen
äußeren Raum, gleichsam in die
äußere Welt. Es gebe nicht nur die
Wirklichkeit dieser äußeren Welt,
sondern auch die Wirklichkeit einer
inneren Welt, und von dieser seien
die Zeichnungen der Kinder stark
bestimmt. Wenn an Kinderarbeiten
oft bemängelt werde, daß sie nicht
übereinstimmen mit der Wirklich-
keit der äußeren Welt, so sollte man
bedenken, daß die innere Wirklich-
keit beim Kind oft viel stärker sei.
Wie durch ein Fenster ermögliche
die Kinderzeichnung einen Blick in
selben
die Innenwelt des Kindes. Ähnlich
Zeitpunkt vier Festumzüge
durchgeführt wurden.
Für die Musiker selbst aber sind
die Teilnahme am Wertungsspiel und
die Erringung eines guten Ergebnis-
ses die Krönung eines solchen Musik-
festes.
Der Musikverein Lustenau unter
der bewährten Leitung von Kapell-
meister Herm ann Hagen stellte sich
in Onstmettingen dem Wertungs-
gericht, welches aus den Schweizer
der Geste sei auch die Zeichnung
eine Form der Sprache, durch die
der Mensch zum Mitmenschen werde.
In einem steten Prozeß lerne das
Kind mehr und mehr, die Dinge zu
sehen und abzuwägen, und Zeichnun-
gen seien die Spuren von diesem
Lernprozeß.
Höchstes Lob fand der Redner
für die Qualität der gezeichneten
Arbeiten und bezeichnete die Aus-
stellung als eine der schönsten, die
er je gesehen habe. Er gratulierte
Eltern und Lehrern zu solchen
Kindern und Schülern.
Freilich zeugt die Ausstellung, die
auf Initiative von VOL Mina Mayr
in einem echten „Teamwork" des
Lehrkörpers der Bürser Volksschule
entstand, von einer konsequenten
und kontinuierlichen Arbeit im Un-
terricht in . bildnerischer Erziehung,
ohne die eine solche Fülle qualifi-
zierter Schülerarbeiten , unmöglich
wäre.
Anläßlich seines Vorarlberg-
besuches am vergangenen Wochen-
ende stattete auch der Bundesmini-
ster für Unterricht, Fred Sinowatz,
der Ausstellung einen kurzen Be-
such ab und äußerte sich überaus
anerkennend über das Gebotene.
(Öffnungszeiten: . Bis 23. Juni,
täglich bis 17 Uhr, sonntags 10-12
und 14-18 Uhr. In der Friedens-
kirche Ausstellung von Schülerarbei-
Professoren A. Gschwind aus Dorn-
ten über die Kreuzigung Christi.)
ach und Albert Häberling aus Uster
sowie dem deutschen Musikdirektor
Josef Hoser aus Neu-Ulm bestand,
mit dem Pflichtstück „Trift", einer
Neukomposition von Bundesmusik-
direktor Helmut Haase-Altendorf,
und dem Selbstwahlstück „Titanic"
des Schweizer Komponisten Stephan
Jaeggi.
Nach Ansicht des in großer Zahl
erschienenen fachkundigen Publi-
kums wurden die Leistungen des
MV Lustenau als hervorragend an-
gesehen.
Anschließend wurden dieselben
Kompositionen von einem deutschen
und einem schweizerischen Spitzen-
orchester darg ebot en, so daß dem
Wertungsgericht und den Zuhörern
ein direkter Vergleich über den Lei-
stungsstand und die Interpretation
geboten wurde.
Als dann bei der Bekanntgabe der
Wertung,sspielergebnisse der Musik-
verein Lustenau mit einem 1. Rang
ausgezeichnet wurde, herrschte vor-
erst unter den Musikanten noch „ge-
bremste" Begeisterung, doch bei Be-
trachtung der hervorragenden inter-
nationalen Besetzung durch beste
europäische Spitzenorchester kann
dieser 1. Rang als eine ausgezeich-
nete Leistung angesehen werden. —
Vergleichsweise erreichte das deut-
sche Orchester nur einen 2. Rang, das
schweizerische einen ersten.
Erwähnenswert wäre noch, daß
entgegen der österreichischen Wer-
tungsspielordnung für einen 1. Rang
mit Auszeichnung (116-120 Punkte)
höchstens ein Abzug von 5 Punkten
erfolgen darf, für einen 1. Rang hin-
gegen ist eine Punkteanzahl von 109
bis 115 erforderlich.
Wie aus der Verteilung der Ränge
in den einzelnen Städten deutlich
h ervor geht, wurde in den drei
Kampfstätten der Höchststufe ein-
de utig mit verschiedenen Maßstäben
gewertet. So wurde z. B. in Tailfin-
gen bei sieben in der Höchststufe
teilnehmenden Spitzenkapellen nur
ein einziger 1. Rang mit Auszeich-
nung vergeben, in Onstmettingen bei
zehn Teilnehmern derselben Stufe
drei Auszeichnungen, hingegen er-
reichten in Ebi ngen von 16 in der
Höchstklasse antretenden Blas-
orchestern gleich acht einen 1. Rang
mit Auszeichnung! Bei dem auch
international gesehen sehr hohen
Ausbildungsstand der teilnehmenden
Höchststufenkapellen hätte es eine
solche Differenzierung nie geben
dürfen.
Den Samstagabend verbrachte der
MV Lustenau in Burladingen, wo
vom dortigen Musikverein vortreff-
lich für Unterkunft und Verpflegung
gesorgt wurde. Gemeinsam mit dem
MV Burladingen, auch eine Höchst-
stufenkapelle, konnten Kapellmeister
Hermann Hagen und seine Musiker
in einem Galakonzert für ihre ge-
lungenen Darbietungen Ovationen
der Begeisterung erleben. Daß die
Lustenauer nicht nur zu blasen,
sondern auch zu feiern verstehen,
das bewiesen sie recht eindeutig bei
Musik und Tanz, wo noch mancher
Flasche der edlen Weine von Baden
und Mosel der Garaus gemacht
0 Jahre
wurde.
Karl mann,
Die Weinkellerei Karl Amann,
Hohenems, kann heuer auf ihr 70-
jähriges Bestehen zurückblicken.
Aus bescheidenen Anfängen hat sich
der Betrieb zu einem der führenden
seiner Branche im Lande emporge-
arbeitet.
Das 70jährige Bestandsjubiläum
wurde denn auch „branchengemäß"
gefeiert. Mit dem Firmenchef Nor-
bert Amann an der Spitze fuhr die
23 Personen starke Belegschaft für
vier Tage in die Weingebiete der
Wachau und ins niederösterreichi-
sche Weinviertel. Frohgestimmt be-
gann in der Frühe des Donnerstags
die Fahrt. Über den Arlberg ging's
ins schöne Tirol und bei Salzburg auf
die Autobahn. Nach zügiger Fahrt
kam man bei Ybbs-Persenbeug. an
die Donau, die auf _der Kraftwerks-
brüc ke überquert Wur de.. Im roman-
tischen Wachauer Städtchen Spitz
wurden. die Quartiere bezogen, _an-
schließend gab's einen Bummel durch
den Ort, der für drei Tage Domizil
der Vorarlberger sein sollte.
Nach dem Mittagessen ging die
Fahrt auf der Wachauer Straße der
Donau entlang weiter nach Krems.
Hier war die Reisegesellschaft Gast
der Fürst. Metternichschen Weinkel-
Hohenems. Die Zunft der Emser
Schloßnarren hatte kürzlich zur gro-
ßen Zunftratsitzung in den Gasthof
„ Engel burg" geladen. Es war dies
die Abschlußsitzung über die vergan-
gene Fasnat, in der in Hohenems der
große Emser Fasnatumzug stattge-
funden hatte. Der Präsident Xaver
Lochbrunner konnte alle 13 Unter-
zünfte begrüßen und ihnen für ihre
lereien.
Mitwirkung am Umzug danken.
Ihr Chef, Herr von Dietrich-
stein, bereitete einen herzlichen Emp-
fang und ließ köstliche Weine kre-
denzen.
In einem Gasthof bei Krems fand
dann der Fest- und Jubiläumsabend
statt, zu dem der Firmenchef gela-
den hatte. Die von der Belegschaft
verfaßte Jubiläumsschrift wurde
vorgelesen und dem Chef überreicht.
Ihr Inhalt fand das Gefallen und die
Zustimmung aller.
Am folgenden Tage ging es durch
das schöne Kamptal hinauf ins Wein-
viertel nach Unterretzbach. Hier wa-
ren alle Gast der Weinkellerei Lud-
wig Hofbauer. Sie bot das Beste aus
Keller und Küche — letzteres von
den Frauen des Hauses liebevoll zu-
bereitet und so kam wieder rasch
frohe Stimmung auf.
Nach allzukurzer Nacht bestieg
man am. Sonntagmorgen wieder den
Bus, der alle durch ein schönes Stück
Heimat wieder zurück ins Ländle
brachte. Schöne Eindrücke, frohe
Stunden der Geselligkeit und ein ka-
meradschaftliches Engerrücken der
Betriebsgemeinschaft sind die blei-
benden Werte dieses schönen Fir-
menjubiläums, für das alle dem Chef
beim Auseinandergehen dankten.
Eine lebhafte Debatte löste der
Punkt „Zuschüsse an die Unter-
zünfte für Wagenbau" aus, da diese
laut Beschluß des Elferrates heuer
gestrichen werden mußten.
Die Emser Garde erhält heuer
eine neue Gardeuniform. Es ist drin-
gend notwendig die zwölf Jahre al-
ten Uniformen der Gardemädchen
durch neue zu ersetzen. Der Garde-
major und eine Gruppe Gardemäd-
chen haben bereits den Entwurf der
neuen Uniform fertiggestellt.
Der Organisationsleiter stellte fest,
daß der. Fasnatumzug heuer durch
die Mitwirkung der vielen Wagen,
Spielmanns-
züge und dank der Zusammenarbeit
aller Emser der schönste Umzug des
Landes war. Im Namen des Elfer-
rates dankte er auch Bürgermeister
Dipl.-Ing. Otto Amman für die Un-
terstützung seitens der Gemeinde,
und Graf Waldburg-Zeil für die
Gastfreundschaft im gräflichen Pa-
last.
Der neu in den Elferrat auf ge-
nommene Sepp Geiselmeir teilte der
Sitzung mit, daß der Spielmannszug
Herrenried auf 24 Spieler erweitert
werden konnte und damit schon
einen ordentlichen Klangkörper dar-
stel lt. Der Bundesrat berichtete über
den in Villach stattgefundenen 13.
Österreichi-
Bundestag des Bundes
scher Faschingsgilden. In Villa ch
Vorarlber-
waren 21 Mitglieder der
ger Fasnatzünfte anwesend.
Die Zunftratsitzung der Emser
Be-
Schloßnarren endete mit dem
Fas-
schluß, daß in der kommenden
veran-
nat nur der große Gardeball
s taltet wird, und erst 1976 wird Ems
wieder einen großen und herrlichen
itwelt
Umzug erleben.
un
es indes
einkellerei
Aus stellung von Schü lerarbeiten in Bürs
®hei ems
Belegschaft vier Tage im Weingebiet Niederösterreichs
Vorschau und Rückblick der Emser Schloßnarren:
Auch im Sommer denkt
man an die Fasnat Fasnat