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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Seite 9 
      
Androsch: Schilling unterbewertet 
      
it 
      
    
Noten- und De visenku rse 
vom 11. 6. 1974 
WIEN 
Notenkurse Schilling 
100 Schweizer Fr. 595,- 
1 Dollar 
Ankauf Verkauf 
1 Pfund 
	 
	608,80 
	18,60 
	44,44 
43,- 
377,- 
100 Franz. Francs 366,40 
45,10 46,30 
100 Bc1g. Francs 
690,80 
100 Holl. Gulden 
674,50 
725,30 
100 D-Mark 
709,- 
2,62 
100 Lire 
2,48 
305,5 0 
100 Dän. Kronen 
297,50 
419,9 0 
100 Schwed. Kr. 
408,50 
32,40 
100 Span. Pesetas 
31,40 
Devisenkurse 
604,10 
100 Schweizer Fr. 601,70 
18,21 
1 Dollar 18,11 
43,60 
1 Pfund 
43,34 
370, 44 
100 Franz. Francs 368,56 
47,76 
100 Belg. Francs 
47,56 
682,46 685,3 4 
100 Holl. Gulden 
719 ,22 
100 D-Mark 
716,3 8 
2,80 
100 Lire 
2,782 
302,30 
100 Dän. Kronen 
300,90 
416, 61 
100 Schwed. Kr. 
414,59 
31,92 
100 Span. Pesetas 
31,76 
1 Golddukaten einfach, Ankauf 
320,- öS, Verkauf 394,- öS, Kurs 
vom 11. Juni 1974. 
Zürcher Schillingnotiz 
vom 11. Juni 1974 
Ankauf 16.25 sFr., Verkauf 16,65 
sFr. für 100 Schilling. 
Frankfurter Schillingnotiz 
vom 10. Juni 1974 
Ankauf 13,875 DM, Verkauf 
13,915 DM für 100 Schilling. 
Weit unter den Vorja hresergebn issen   
Zimmerer- 
ewer e Ida t 
über en 
Vorarlberg erhält Österreichs größtes Casino   
uftragsmangel 
Wien (APA) Während sich international im Casino- 
geschäft im Vorjahr Stagnationserscheinungen zeig- 
ten, konnte die österreichische Spielbanken-AG auch 
1973 eine sehr günstige Entwicklung verzeichnen. 
Mit einer Steigerung der Spielumsätze um 26 Prozent 
wurde, wie Generaldirektor Dr. Wa llner anläßlich der 
Vorlage des Geschäftsberichtes auf einer Pressekon- 
zielt. Die Besucherzahl erhöhte sich im Berichtsjahr 
ferenz ausführte, die bisher stärkste Expansion er- 
um 11 Proze nt auf rund 360.000 Gäste. Obwohl der 
Besuch italienischer Gäste und jener von US-Ameri- 
kanern aufgrund der Folgen der Energiekrise und 
der Währungsentwicklung rückläufig war, erhöhte 
sich der Ausländeranteil weiter von 45 auf 47 Pro- 
zent. Gleichzeitig gelang es, auch das inländische 
Publikum stärker anzusprechen. 
Bundeskammer kritisiert 
t uerse 
ohstoff-Schock noch nicht ü 
erbt/ 
Zahlungsbilanzen in den r te 
nd n 
en 
la 
Bonn (dpa) Nur sechs 
der großen westlichen 
Industrieländer werden 
in diesem Jahr nach den 
vorliegenden Voraus- 
schätzungen ihre Zah- 
lungsbilanz ausgeglichen 
abschließen: die Bundes- 
republik Deutschland, 
die Niederlande, Belgien, 
Luxemburg, Kanada und 
vielleicht die USA. Alle 
anderen Industrienatio- 
Österreich - gehen 
nen - darunter auch 
wahrscheinlich aufgrund 
der enorm gestiegenen 
Öl- und Rohstoffkosten 
mit einem bedenklichen 
Minus in das nächste 
Jahr. 
Obwohl sich auch die 
westdeutschen Terms of 
Trade bei den Rohstof- 
fen - das Indexver- 
hältnis zwischen den 
Einfuhren und den zu 
digen Ausfuhren an In- 
ihrer Bezahlung notwen- 
dustriegütern - eindeu- 
tig verschlechtert haben, 
wird die BRD zu Jahres- 
ultimo nach OECD- 
Schätzungen mit einem 
Zahlungsbilanzüber- 
schuß von voraussicht- 
lich 12 Mrd. DM größter 
überschußmacher im 
Westen sein. Ausschlag- 
gebend für die günstige 
Situation sind in erster 
erfolge der westdeut- 
Linie die hohen Export- 
schen Industrie. Sie 
brachten bei relativ ge- 
ringen Importen der 
deutschen Bundesrepu- 
blik in den inzwischen 
abgerechneten Monaten 
Februar bis April 1974 
den höchsten Nach- 
kriegsüberschuß in der 
Handelsbilanz, die einer 
der wesentlichsten Be- 
standteile der Zahlungs- 
bilanz eines Land es ist. 
o er einzelne zu klein 
idittwoch, 12. Juni 1974 
ist: Gemeinsam forschen 
iDetriebe± 
märkte 
Sportartikel-Fachmesse 18,- 
zurück nach Salzburg 
Die Contact-Fachausstellungen- 
GesmbH teilte gestern mit, daß die 
sportartikelfachmesse „OSFA" von 
Wien nach Salzburg verlegt wird. 
Rund 70 Prozent der Firmen spra- 
chen sich in einer Umfrage für Salz- 
burg, 15 Prozent für Wien aus. Der 
Rest war unentschlossen. Die zen- 
trale Lage Salzburgs sowie das nun 
wesentlich vermehrte ,Flächenange- 
bot im neuerbauten Ausstellungs 
zentrum Salzburg waren für den Be- 
schluß des Vorstandes des Verbandes 
der Sportartikelerzeuger und Sport- 
ausrüster Österreichs (VSSÖ) maß- 
gebend. 
Neues Unilever-Werk 
Insgesamt 450 Mill. S wird die 
Österreichische Unilever Ges. m. b. H. 
in ihr neues Werk in Wien-Simme- 
ring investieren. Die Produktions- 
stä tte wird den Unilever-Tochterfir- 
men Apollo (Waschmittel), Unithema 
(Großverbrauch Waschmittel und In- 
dustriereiniger) und Elida (Toiletten- 
artikel) zur Ve rfügung stehen. 
Austria Em ail: 7 Prozent 
Steigende Umsätze und verrin- 
gerte Erträge kennzeichneten das Ge- 
schäftsjahr 1973 bei der Austria 
Email AG. Während der Umsatz ins- 
besonde re durch ein starkes Wachs- 
tum des Exports um insgesamt 12 
Prozent auf 461,8 Mill. S gesteigert 
werden konnte, drückten die massi- 
ven Kostensteigerungen bei Vormate- 
rialien und L öhnen, die Preisent- 
wicklung im Inlandsgeschäft und die 
Wechselkursänderungen den Ertrag. 
Die Hauptversammlung beschloß die 
Ausschüttung einer 7prozentigen Di- 
Vidende. 
,,Die Auftragslage im Zimmerer- 
gewerbe beträgt derzeit höchstens 60 
Prozent des vorjährigen Niveaus", 
das erklärte Innungsmeister Hans 
Berchtold vor der jüngsten Vollver- 
sammlung der Innung der Zimmer- 
meister. Berchtold verwies auch auf 
die in letzter Zeit stark angestiege- 
nen Holzpreise, die zu einer Beein- 
trächtigung des Wettbewerbs im 
Vergleich zu ande ren Baustoffen 
führen würden. Erfreulich sei dage- 
gen die Entwicklung der Lehrlings- 
zahlen, denn gegenüber 1972 konnte 
im Vorjahr der Lehrlingsstand um 
7 aufgestockt werden. 
Die Auftragslage, meinte der In- 
nungsmeister im Detail, sei durch die 
seit Monaten stark wirkende Kredit- 
bremse rapid zurückgegangen. Die 
Stabilisierungsbemühungen wirken 
sich aber nicht nur bei den Atif,   
tragseingängen negativ aus; auch die 
Außenstände seien durch die Kredit- 
restriktionen sprunghaft angestiegen. 
New York (dpa) Österreichs Bun- 
Im Vorja hr, so Berchtold, habe 
desfinanzminister Hannes Androsch 
hat in der Nacht zum Dienstag in 
New York die Auffassung vertreten, 
der Schilling sei im Verhältnis zur 
deutschen Mark ,,unterbewertet" 
und die Österreicher sollten daher 
ihre Waren an die deutschen Nach- 
barn ,,so gut wie möglich verkaufen". österreichischen Finanzministers ein 
Die Steuerleistung der Gesell- 
schaft b elief sich im Berichtsjahr auf 
170 Mill. S, das waren 36 Mill. S oder 
27 Prozent mehr als 1972. Davon ent- 
fi elen alle in auf die Spielbankabgabe 
135 Mill. S. Das Geschäftsergebnis 
erlaubte die Bildung von Rücklagen 
für das Spielrisiko und das künftige 
umfangreiche Investitionsprogramm. 
Die am Montag abgehaltene Haupt- 
versammlung beschloß die Ausschüt- 
tung einer Dividende von 15 Prozent 
sich der Beschäftigtenstand in den 
Zimmereibetrieben gegenüber 1972 
beträchtlich erhöht: Während im 
Jänner 1972 in den 49 Vorarlberger 
Betrieben 290 Dienstnehmer gezählt 
worden sind, waren im Jänner 1973 
in 47 Betrieben 400 Mitarbeiter be- 
schäftigt. Der Innungsmeister kom- 
mentierte diese Entwicklung so: 
„Man sieht aus dieser Bewegung 
eine Konzentrationstendenz, nämlich 
in immer weniger Betrieben immer 
mehr Beschäftigte." 
Berchtold konnte im Verlauf der 
Vollversammlung auch auf „einen 
seit Jahren nicht mehr verzeichneten 
Höchststand an Lehrlingen" hinwei- 
sen: Ende 1973 standen 34 Zimmer- 
lehrlinge in Ausbildung, davon 15 
Lehrlinge im ersten, 11 Lehrlinge im 
zweiten Und 8 Lehrlinge im dritten 
Lehrjahr. Der Vergleichsstand 1972 
betrug 27 Lehrlinge. Im Vorjahr er- 
höhte sich somit der Lehrlingsstand 
In einem Gespräch entgegnete 
gegenüber 1972 um 7 Lehrlinge. 
Androsch auf die Frage, ob damit 
„so teuer wie möglich" gemeint sei: 
„Ja, wenn Sie so wollen." 
Um die Unterbewertung des 
Schillings gegenüber der Mark zu 
korrigieren, ist nach Auffassung des 
 „struktureller 
Anpassungsprozeß" 
notwendig. Ein derartiger Prozeß - 
womit Androsch eine Verteuerung 
der österreichischen Preise gegen- 
über der Bundesrepublik meint - 
könne zwar nicht über Nacht vor- 
genommen werden, sollte aber un- 
terstützt und beschleunigt werden, 
erklärte der Minister. 
In Riezlern (Kleinwalsertal) er- 
folgte Mitte April der Spatenstich 
zum Neubau des Casinogebäudes, mit 
dessen Fertigstellung im Fr ühsom- 
mer 1975 gerechnet wird. 
Ein neuntes Casino wird entweder 
in Feldkirch oder in Bregenz entste- 
hen. Die dafür erforderliche Geset- 
Wien (APA) Die Stellungnahme 
der Bundeswirtschaftskammer zum 
Entwurf der Einkommensteuer- 
gesetz-Novelle 1974 liegt nunmehr 
vor. Im Zusammenhang damit ver- 
weist sie darauf, daß der Zeitpunkt 
für das Wirksamwerden der Steuer- 
senku ng mit 1. Jän ner 1975 viel zu 
spät angesetzt sei. 
	Bundeswirtschaftskammer 
Die 
fordert deshalb eine Vorverlegung 
 zesnovelle 
der Steuersenkung auf 1. Juli 1974. 
hat den Finanz- und Bud- 
getausschuß passiert und wird Ende 
Juni im Plenum des Nationalrates 
behandelt. Mit dem neuen Betrieb in 
Vorarlberg, der der größte Casino- 
betrieb Österreichs sein wird, sollen 
vor allem Schweizer Gäste angespro- 
chen werden. 
In der Presseaussendung heißt es, 
daß ein Prozent weniger Lohn rund 
drei Milliarden Schilling ausmachen 
würde. Laut Finanzminister An- 
drosch werde die Lohnsteuerreform 
Nettolohnsteigerungen zwischen drei 
und sechs Prozent mit sich bringen. 
Es könnte nun durch Vorziehung der 
Steuersenkung sowie auch durch eine 
Berücksichtigung bei der kommenden 
Lohnrunde ein echter Beitrag zur 
sowie eines zweiprozentigen Bonus 
Stabilisierung geleistet werden. 
auf das Grundkapital von 22 Mill. S. 
1972 betrug die Ausschüttung 15 Pro- 
zent. 
Um noch mehr Besucher zu ge- 
winnen, wurde ein umfangreiches In- 
vestitionsprogramm erstellt, das - 
ausschließlich des in Vorarlberg (Bre- 
genz oder Feldkirch) geplanten neun- 
ten Casinos - einen Rahmen von rd. 
44 Mill. S aufweist. Das derzeit größ- 
te Projekt betrifft Salzburg. Die 
Spielbanken-AG hat vor einer Wo- 
che mit der Stadtgemeinde Salzburg 
einen Mietvertrag unterzeichnet, 
durch den das Spielcasino Salzburg 
die Räumlichkeiten des Cafe Wink- 
ler in Bestand genommen hat. Ge- 
meinsam mit der Handelskammer, 
die den Restaurationsbetrieb füh ren 
wird, wurde ein Architektenwettbe- 
werb für die Neugestaltung der Lo- 
kalitäten durchgeführt. Die Fertig- 
stellung der neuen Casino-Räumlich- 
keiten ist für Ostern 1976 vorgese- 
hen. 
Im Spielcasino Velden wird am 
Donnerstag das erste Freiluftcasino 
Europas eröffnet. 
Wien (PDI) Zu einer Bestands- 
aufnahme der Situation der koope- 
rativen Forschung in Österreich ge- 
staltete sich dieser Tage die ordent- 
liche Generalversammlung der Ver- 
einigung der kooperativen For- 
schungsinstitute der gewerblichen 
Wirtschaft Österreichs. Der Vereini- 
gung gehören 30 Forschungsinstitute 
aus allen Fachbereichen und Wissen- 
schaften in ganz Österreich an. In- 
dustrielle Belange sind in den ein- 
zeln en Instituten, sowohl was die 
Forschung als auch die Entwicklung 
anbelangt, in hervorragender Weise 
vertreten. 
	' 
	• 
	- 
	' 
Die Bedeutung der kooperativen 
Forschung liegt gerade in der klein- 
und mittelbetrieblich strukturierten, 
österreichischen Wirtschaft in der 
Möglichkeit, auch dann von den Er- 
folgen wissenschaftlicher Arbeit pro- 
fitieren zu können, wenn sie ein Be- 
trieb, aus welchen Gründen immer, 
nicht selbst betreiben kann oder 
will. Andere Unternehmungen kön- 
nen ihre eigenen Forschungsergeb- 
nisse in einer fruchtbaren Zusam- 
 erheblich 
menarbeit mit einzelnen Instituten 
verbessern. Durch die Ver- 
teilung der Kosten und eine gewisse 
Konzentrierung der Aufgaben wird 
die Verwendung hochspezialisierter 
Anlagen und Apparate möglich. Die 
Verbindung zu den Hochschulen, 
Beratung und Dokumentation ver- 
vollständigen die Pal ette der Vor- 
teile kooperativer. Forschung. Auch 
die Verbindung zum Ausland wird 
intensiv gepflegt. 
AEG-Telefunken im Plus 
Eine weitere Umsatzerhöhung, die 
Konsolidierung der ErtragSsituation 
und die Festigung der erreichten 
Marktposition werden für 1974 das 
Hauptziel der Unternehmenspolitik 
der AEG-Telefunken GesmbH. sein. 
Das abgelaufene Jahr brachte in 
allen Bereichen positive Eigebnisse, 
der Umsatz erreichte. rund 1,5 Mil- 
liarden Schilling (plus 6 Prozent), der 
Auftragsstand lag Ende 1973 um 40 
Prozent über dem Wert des Vorjah- 
res. Für 1973 werden eine 8,5prozen- 
tige Dividende auf das Stammkapi- 
»ie 
tal von 60 Mill. S ausgeschüttet. 
zweimal jährlich abgehaltene Bundes-Ilartkäseprüfung, die der laufenden Qualitätskontrolle aller österreichi- 
schen Käsereien die nt, fand diesmal in Bregenz sta tt. Die von den Betrieben eingesandten Qualitätsproben wur- 
den von einer Fachjury beurteilt und nach Güteklassen 1, 2 und 3 eingestuft. Bei der Prämiierung, die aufgrund 
der Ergebnisse von drei Jahren, also sechs 'Oberprüfungen erfolgt, gab es wieder zahlreiche Auszeichnungen für 
die Vorarlberger Käsereien. Das linke Bild zeigt die langen Tische, auf denen die zu prüfenden Käseerzeugnisse 
aufgereiht lagen, das rechte Bild die ausgezeichneten Käsemelster: Von links: Johann Simerstätter aus Hausberg 
bei Salzburg, Bundessieger bei Emmentaler, Anton Willy, Hittisau-Platz (2. Pla tz), Leo Troy, Messmerreute/Egg, 
Bundessieger bei Bergkäse, und Anton Schmidt, Schwarzenberg, 3. Platz bei Emmentaler. Emmentaler.
	        
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