ÖVP legt Maßnahmenkatalog vor
St
n te
r
Wien (VN-Bac) Bei den
zweieinhalbstündigen Par- Mitgliedsstaaten
teienverhandlungen zwi-
schen SPÖ und ÖVP am
Mittwoch, bei denen Fi-
Androsch
wegen seiner Teilnahme
am Zwanzigerklub fehl-
te, präsentierte die ÖVP
ein Sechs-Seiten-Papier
mit acht Punkten gegen
die Teuerung. Die Volks"-
partei, die dann durch
Obmann Schleinzer be-
spräch über die Stabili-
mängelte, daß das Ge-
tätsfragen durch die Ab-
senz des Finanzministers
gelitten habe, forderte die
koordinierte Budgetvor-
bereitung für 1975 ge-
meinsam durch Bund und
Länder, sowie den koor-
dinierten Budgetvollzug
dieser Gebietskörper-
schaffen, Klarheit über
den Budgetvollzug des
Bundes im, heurigen Jahr
(inwieweit Stabilisie-
turausgleichsbudget her-
rungs quote und Konj unk- tige Zollsenkung ab 1. Juli
angezogen werden), einen
umfass end en Belastungs-
stopp •bei Tarifen und
Gebühren, Senkung der
nanzminister Lohn- und • Einkommen-
steuer bereits ab Mitte
dieses Jahres, Stärkung
der Sparneigung durch
steuerliche Förderung des
Erwerbs von Anteilsrech-
ten an Unternehmungen
sowie ähnlicher Veranla-
gungsformen, 20prozen-
1974 gegenüber den EG-
samt
vollständiger Weitergabe
der niedrigeren Import-
preise an den Le tztver-
braucher, Verstärkung des
Wettbewerbs vor allem
durch eine libera lere Im-
por tpoli tik und Feststel-
lung von Wettbewerbs-
beeinträchtigungen durch
eine unabhängige Exper-
tenkommission sowie Ver-
abschiedung des Teilzeit-
beschäftigungsgesetzes.
Bei der Vollversammlung der Zimmerer w urden zwölf verdiente
Mitglieder der I nnung für ihre besonderen Leistungen geehrt. Sek-
tionsobmann Dipl.-Ing. Rudolf Ammann dan kte den Jubilaren für
ihren langjährigen beruflichen Einsatz und würdigte vor allem die
Tatsache, daß die Meister auch in schweren Zeiten dem Handwerk
treu geblieben sind und dadurch wesentlich am Wiederaufbau nach
dem Zweiten Weltkrieg beteiligt waren. Unser Bild zeigt die Jubi-
lare mit Sektionsobmann Ammann (Mitte) und Innungsmeister Hans
Berchtold (rechts).
Am meisten scheinen sich die
Tischler und Möbelerzeuger Dorn-
birns vorgenommen zu haben, denn
sie beabsichtigen, ihren Personal-
stand in den nächsten Jahren nahezu
zu verdoppeln (91 Prozent). Rang und
Bedeutung der Dornbirner Textilin-
dustrie werden dadurch • allerdings
nur wenig berührt, wird in der Stu-
die über Bevölkerung und Wirtschaft
Dornbirns betont. Wenn die Großbee
triebe der Textilindustrie' ihren Per-
wirklich nur so vorsichtig aufstocken,
sonalstand in den nächsten Jahren
wie sich dies in der Erhebung nie-
dergeschlagen hat, so we rden die im
Textilsektor Beschäftigten erstmals
seit mehr als einem Jahrhundert ge-
genüber ihren Arbeitskollegen aus
anderen Bereichen in die Minderzahl
geraten. Auch • in der - Textilstadt
Dornbirn scheint damit die „mono-
polartige Stellung dieses Wirtschafts-
zweiges gebrochen", heißt es wört-
lich.
Dazu ist allerdings* tue benierken,
Hilfe für Lä nder mit schwacher Währung
ol soll efizite decken
No ten- und Dev isenk urse
vom 12. Juni 1974
WIEN
Ankauf Verkauf
Notenkurse
Schilling
100 Schweizer Fr. 596,- 609 ,80
17,90 18,50
1 Dollar
1 Pfund 43,- 44,44
378,-
100 Franz. Fr ancs 367,40
46,50
100 Belg. Francs
45,30
691,80
100 Holl. Gulden
675 ,50
710 ,50 726 ,80
100 D-Mark
2,58
2,44
308,-
100 Dän. Kronen
300,-
419, 90
100 Schwed. Kr.
408,50
32,30
100 Span. Pesetas
31,30
Devisenkurse
606,1 0
100 Schweizer Fr.
603,7 0
18,17
1 Dollar
18,07
43,60
1 Pfund
43,34
370, 94
100 Franz. Francs 369,06
47,91
100 Belg. Francs
47,71
686, 04
100 Holl. Gulden
683, 16
721, 82
100 D-Mark
718, 98
2,79
100 Lire
2,772
304 ,20 .
100 Dän. Kronen
302, 80
417,01
100 Schwed. Kr.
4 14,99
31,87
100 Span. Pesetas
31,71
1 Golddukaten einfach, Ankauf
320,- öS, Verkauf 394,- öS, Kurs
vom 12. Juni 1974.
Zürcher Schillingnotiz
vom 12. Juni 1974
Ankauf 16,30 sFr., Verkauf 16,70
sFr. für 100 Schilling.
Frankfurter Schillingnotiz
•
vom 12. Juni 1974 *
Ankauf 13,93 DM, Verkauf 13,93
Das Großlabor Winsauer in Dornbirn zählt zu den modernst eingerich-
DM für 100 Schilling.
teten Großlabors. Deshalb kommen auch immer wieder Besucher aus
allen Tei len Europas, um sich den modernen Bau mit der modernsten
Labor-Einrichtung anzusehen. Diesmal kam Besuch aus' Portugal. Ago-
stinho .Monteiro, der größte Foto-Finisher Portugals, will ein neues Labor
bauen, und kam deshalb mit seinem Architekten nach Dornbirn, um
einige Bau- und Einrichtungsvorschläge zu ho len. Das.
Bild zeigt die
portugiesischen Gäste mit Heinz Winsauer und Laborleiter Mareh beim
Aktive Bilanz
Rundgang durch das Großlabor.
Öst errei chis che Waren in
der Schweiz erfolgreich
Wien (UPI) Die österreichischen trägt nun 4,9 Prozent
Exporte in die Schweiz konnten im
ersten Quartal dieses Jahres um 29
-Prozent auf 3.240 Millionen Schilling
gesteigert werden. Demgegenüber er-
höhten sich 'in diesem Zeitraum die
Exporte der Schweiz 'nach (ister-
reich um 21,4 Prozent auf 3.100 Mil-
honen Schilling.
Die Ausweitung der Exporte ist
in beiden Richtungen sehr beträcht-
lich, durch die höhere Exportsteige-
rung von österreichischer Seite konn-
te ein Handelsbilanzaktivum von 140
Millionen Schilling erwirtschaftet
werden. Der Anteil Österreichs an
gegenüber
4,7
Pro zent
im ersten Quartal 1973. Der
Anteil an den gesamten Exporten
beläuft sich nun auf 6,0 Prozent ge-
genüber 6,1 Prozent in der entspre-
chenden .Vorjahresperiode, tei lte er-
gänzend dazu. der österreichische
Handelsdelegierte in Zürich mit.
Die bedeutendsten Warengruppen!
der österreichischen Lieferungen wa--
traditionsgemäß te xtile Spinn-
stoffe (709 Mill. S), was einer Ex-
portsteigerung. von 22 Prozent .ent-
spricht, und unedle Metalle, welche
mit einer Rekordsteigerung von 50
Prozent auf 612 Millionen kamen.
Raiffeis enban k D alaas
erschmelzung mit
Interessante Ergebnisse einer Betriebsstättenerhebung
ludenz
fitszentru
iianteil
leicht rüc
Dornbirns Textilindustrie wird zwar auch
(VN) -
in Zukunft die meisten Arbeitnehmer aller Wirt-
schaftszweige beschäftigen, doch wird ihr Anteil in
den nächsten fünf bis zehn Jahren von Jetzt 53,7 01e
innerhalb der produzierenden Betriebe auf 47,10/0
zurückgehen. Dies geht aus einer Studie hervor, die
das Wirtschaftsförderungsreferat der Stadt Dornbirn
unter Stadtrat Elmar Gasser initiierte und die von
Betriebsstättenerhebung, an der sich 1972 nicht we-
niger als 778 von 1072 Dornbirner Firmen beteiligten,
womit der außerordentlich hohe Beteiligungsgrad von
75 0/0 erreicht worden war, gaben die Dornbirner Fir-
men auch den zu erw art enden Beschäftigtenstand in
den nächsten fünf bis zehn Jahren bekannt. Daraus
resultierte, daß die Textilindustrie und auch die Nah-
rungs- und Genußmittelindustrie mit 11 bzw. 13 °/0
Mag. Walter Hämmerle verfaßt wu rde. Aufgrund einer die geringsten Zuwachsraten erwarten.
A
Seite 10
Freitag, 14. Juni 1974
Washinton (UPI) • Währungs-
schwachen Ländern soll es in Zukunft
mög lich sein, ihre Goldbestände als
Sicherheit für die Gewährung von
Krediten zum Ausgleich ihrer defizi-
tären Handelsbilanz heranzuziehen.
Darauf haben sich die Finanzmini-
ster der zehn wichtigsten westlichen
Länder in Washington „im Prinzip"
geeinigt.
Der gleichfalls in Washington ta-
gende 20er-Ausschuß ber iet in sei-
ner sechsten Konferenz über die noch
vor einem Jahr angestrebte umfas-
ordnung von Bretton Woods. Diese
sende Refo rm der alten Währungs-
Reform dürfte jedoch, so verlautete
aus- Konferenzkreisen, aufgrund der
Energiekrise und der weltweiten In-
flation erst in einigen Jahren zu ver-
wirklichen sein. Daher beschränkten
sich die Finanzminister darauf, ein
Bündel von Interimsmaßnahmen zu
sanktionieren, die später in eine Neu-
ordnung des Währungssystems auf-
genommen, jedoch bereits jetzt in
Kraft gesetzt werden sollen.
Dazu gehören bestimmte Richt-
linien für das „Floaten" der Wech-
selkurse sowie ein „Währungskorb",
der künftig als die Bewertungsgrund-
lage für • die Sonderziehungsrechte
des IWF dien en soll.
,
Moser will stabilisieren:
Verg abe zu Fixp reisen
Wien
(APA) Das Bautenministe-
rium teilt mit: Schon in allernäch-
ster Zeit wird das Bautenministerium
mittelfristige Bauvorhaben des Bun-
des sowohl im Hoch- als auch im
Tiefbau wahlweise zu gleitenden
Preisen als auch zu festen (Fix-)Prei-
sen ausschreiben. Dies kündigte Bau-
tenminister Josef Moser in Wien vor
dem Beirat für Bauwirtschaft an.
Der Minister erwartet sich aus den
Ausschreibungsergebnissen eine Ent-
scheidungshilfe für die Feststellung
eines Bauzeitraumes, in dem die Ver-
gabe von Bauleistungen zu Fixprei-
sen wirtschaftlich ist.
Inflation
macht Umsatzmilliardäre
Die Zahl der Umsatzmilliardäre
in den USA erhöht e sich im Jahr
1973.(gegenüber .197 2) um 27 auf 167.
Als Hauptursache dieser Entwick-
lung nennt die amerikanische Zeit-
schrift „Fortune",. die kürzlich wie-
der eine Liste der. 500 größten US-
Gesellschaften veröffentlichte, die
Inflation. Zusammen mit ihr und
dem andauernden echt en Wachstum
ist es den 27 Unternehmen gelungen,
die Schwelle zu den Größten unter
den Großen der amerikanischen,
Wirtschaft zu überschreiten. Nur
zehn von den 500 Gesellschaften
konnten 1973 keine Umsatzerhöhun-
gen verzeichnen und nur neun muß-
daß
ten Verluste ausweisen.
sich diese Studie ausschließlich
mit der Wechselwirkung zwischen
Bevölkerung und Wirtschaft beschäf-
tigt, nicht aber etwa mit den Pro-
duktionsstätten und den maschinel-
len Einrichtungen. Die Bedeutung ei-
nes Wirtschaftszweiges hängt ja nicht
ausschließlich vom Beschäftigten-
stand ab, sondern heute mehr denn
je von der Automation, die ja gerade
in Dornbirns Textilindustrie einen
hohen Grad erreicht hat. Der mo-
derne Maschinenstand dürfte wesent-
lich dazu beitragen, daß die Zunah-
me des Beschäftigtenstandes in Dorn-
birns Textilindustrie nicht mehr in
jenem Maße, wie in der Vergangen-
heit, erfolgen muß.
Daß Dornbirn das Wirtschaftszen-
trum des Landes ist, ist hinlänglich
bekannt. Weniger bekannt dürfte
hingegen sein, daß es nicht die Indu- den Gesamtimporten der Schweiz be-
strie Dornbirns ist, die prozentuell
die meisten Arbeitnehmer des Lan-
des beschäftigt, sondern der Handel.
Ein Viertel aller im Handel tätigen
Arbeitnehmer Vorarlbergs sind in
Dornbirn beschäftigt. Das Geld-,
Kredit- und Versicherungswesen folgt
mit .mehr als einem Fünftel der Ar-
beitnehmer dieser Sektion ganz Vor-
arlbergs. Erst an dritter Stelle dieser
Reihenfolge rangiert die Industrie
mit knapp einem Fünftel.
Allerdings sind die industriellen
Arbeitnehmer innerhalb Dornbirns
absolut an der Spitze. Rund die
Deutsch ge sagt
Vestibül -
Vorhalle, Flur
integer -
unbescholten, unver-
sehrt (etwa: Charakter)
Indiskretion -
Vertrauens-
bruch, Taktlosigkeit
engagieren - sich verpflichten,
Hälfte aller Arbeitnehmer Dornbirns
binden
finden in der Industrie Beschäftigung.
Dann folgen Gewerbe mit 23,6 Pro-
zent und der Handel mit 17 Prozent.
Bevölkeru-ngsanteil
Dornbirns
liegt bei 12 Prozent, nicht weniger als
In der vergangenen Woche wur-
den die .Mitglieder der Raiffeisen-
bank Dalaas zur Jahreshauptver-
sammlung in die „Post"' eingeladen.
Obmann Hubert Engstler erwähnte
in seinem Geschäftsbericht den ste-
tigen und erfreulichen Aufstieg der
Kasse, welcher anschließend vom
Zahlmeister Fritz kurz erläutert
wurde. Die Bilanzsumme be trug
1973 15,6 Mill. S, der Gesamtumsatz
175 Mill. S, die Spareinlagen 11,5
Mill. S, der ausgewiesene Jahresge-
winn 124.811 S.
Bei den Ergänzungswahlen wur-
den die bisherigen Funktionäre wie-
dergewählt. Verbandsrevisor Diet-
rich überreichte sodann an 2 lang
17 Prozent aller Arbeitnehmer Vor-
jährige, verdienstvolle Funktionäre,
arlbergs arbeiten jedoch in Dornbirn.
Es pendeln also wesentlich mehr
Leute nach Dornbirn ein, als in an-
dere Gemeinden zur Arbeit auspen-
deln.
Herbert Neßler und Siegfried See
mer, Anerkennungsdiplome des Ver-
bandes.
Im weiteren berichtete der Ob-
mann über durchgeführte Vorver-
handlungen mit der Raiffeisenbank
Bludenz wegen einer Verschmel-
zung, weil der Ausschuß einh ellig zur
Auffassung gekommen ist, daß ein
Anschluß aus personellen Gründen
notwendig ist und nur Vorteile brin-
gen kann. Die Abstimmung ergab
für
eine überwältigende Mehrheit
eine Verschmelzung.
betriebe+
100 Lire
märkte
Schember: Von
2 auf 9 Prozent Dividen de
abgehal-
In der am 11. Juni 1974
Hauptver-
tenen 55. ordentlichen
sammlung der Schember AG,
wurde die Ausschüttung einer Divi-
dende von 9 Prozent beschlossen. Der
Umsat z hat sich im abgelaufenen
er-
Jahr um 6 Prozent auf 106 Mill. S
höht, der geschäftliche Erfolg kommt
gegen-
den Aktionären in Form einer
über 1972 um 2 auf 9 Prozent er-
Wien,
höhten Dividende zugute.
Wertheim: 8 Pro zent
Nach der 1972 verzeichneten aus-
Aufwärtsentwicklung
geprägten
stagnierte der fakturierte Umsatz
der Wertheim-Werke AG im Ge-
schäftsjahr 1973 bei 345 Mill. S. Die
Hauptversammlung beschloß die
Ausschüttung einer Dividende von
unverändert 8 Prozent. Prozent.