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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

In Bregenz wird eifrig an der Kanalisation weitergebaut: Die • Ab- 
wässer der Stadt werden nach Fertigstellung der Innenstadtkanali- 
sation unter der Bahnlinie hindurch zum Ufersammler und von 
dort in die Kläranlage geleitet. Die „Kanalunterführung" zwischen 
dem Bahnhofsbereich und den Seeanlagen erfolgt mittels des Vor- 
preßverfahrens, es wird praktisch ein Kanaltunnel unter den 
Bahngleisen durchgepreßt. Auf unserem Bild der stadtseitige „Tun- 
neleingang" in Form eines Lochs mit großem Durchmesser. 
(Foto: Spang) 
od am Zebrastreifen 
ach Unfall gestor en 
as 
Spanien- 
reisende 
wissen 
sollten 
Jahr für Jahr wächst das Inter- 
esse für das Ferienland Spanien. 
Das wunderschöne, aber von Tou- 
risten überschwemmte Land bie- 
tet dem Besucher nicht nur den 
Anblick einer farbenprächtigen 
Landschaft, sondern auch das 
Meer und das damit verbundene 
ozeanische Klima. Für das kulina- 
rische Vergnügen, heiße Nächte, 
Folklore, aber auch für Ruhe (für 
Landeswährung: 100 Pesetas -- 
jene, die sie suchen) ist gesorgt, 
32,40 öS (Kurs vom 12. Jun i). 
Geld: Nach Spa nien dürfen 
50. 000 Pesetas und andere Wäh- 
rungen in unbeschränkter Höhe 
eingeführt werden, wobei es bei 
der Ausfuhr nur noch 3000 Pese- 
tas sein dürfen. Andere Währun- 
gen in unbeschränkter Höhe. 
Reisedokumente: Für die Ein- 
reise benötigen Österreicher nur 
Versicherung: Auch für Spa- 
den gültigen Reisepaß. 
nienreisende ist der Schutz der 
Krankenversicherung während 
des Urlaubsaufenthaltes gewähr- 
leistet. Nur muß vor Antritt der 
Reise beim Dienstgeber oder der 
zuständigen Krankenkasse ein 
„zwischenstaatlicher Betreuungs- 
schein" besorgt werden, der im 
Falle einer Erkrankung in Spa- 
nien bei der für den Aufenthalts- 
ort zuständigen ausländischen 
Krankenkasse vorgelegt werden 
muß, worauf ein Krankenschein 
ausgestellt wird, der die A rzt-, 
Medikamenten- und Spitalsauf- 
enthaltskosten deckt. 
Für den Autofahrer wichtig: 
Eine grüne Versicherungskarte 
(die für 54,— öS bei Ihrer Versi- 
cherung erhältlich ist), ist für Spa- 
nien ausreichend. Ein zwischen- 
staatlicher Führerschein ist nur 
erforderlich, wenn der österrei- 
chische Führerschein eine „graue 
Fassung" hat. — Autobahnen: In 
diesem Sommer wird die Auto- 
bahn zwischen den Städten Bil- 
bao und San Sebastian fertigge- 
stellt sein, ebenso Salou—Tortosa 
und Vendrell—Salou. Das Teil- 
stück Castellön—Valencia wurde 
bereits im April dem Verkehr 
übergeben. Mit der Fertigstellung 
dieser Autobahnstücke wird, mit 
Ausnahmen der Durchfahrt durch 
Barcelona und des Stückes Tor- 
tosa—Castellön, noch in diesem 
Jahr durchgehend die Autobahn 
von Genova bis Valencia befahr- 
Taxipreise: Die neu festgeleg- 
bar sein. 
ten Taxipreise lie gen bei 8 Pese- 
tas Grundgebühr und 6 Pesetas 
pro Kilometer. 
Sommerzeit: Wer mit der Zeit 
gehen will, muß auch in Spanien 
die Uhr eine Stunde gegenüber 
der mitteleuropäischen Zeit zu- 
rückstellen. 
Tier e: Können Sie sich von 
Ihrem Tier nicht trennen, so brau- 
chen Sie zur Einreise für das Tier 
ein amtstierärztliches Gesund- 
heitszeugnis. Für Hunde wird zu- 
sätzlich noch ein Tollwutimpf- 
zeugnis benötigt. 
Museen: Die Öffnungszeiten sind 
vorwiegend von 10 bis 14 Uhr und 
von 16 bis 18 Uhr festgelegt. 
Postgebühr: Die Marke für 
einen Brief nach Österreich kostet 
6 Pesetas, für eine Ansichtskarte 
3,50 Pesetas. 
Für Campingfans: In Spanien 
könne n die Zeltplätze ohne die 
internationale Campinglizenz be- 
nützt werden. Das freie Zel ten ist 
nur in Städten und deren Umge- 
bung verboten. 
in 
Spanische Botschaft Öster- 
reich: 1040 Wien, Argentinier- 
straße 34, Tel. 65 91 66 o. 65 85 54. 
Österreichische Botschaft in 
Spanien: Madrid 16, Generalissi- 
mo 66, Tel. 45 70 562. 
Auskunft: In Spanien kann man 
zusätzlich noch bei Austrian Air- 
lines, Madrid, Torre de Madrid 
10/3, Tel. 24 12 268 oder 24 84 826 
  
Auskünfte erhalten. 
Informieren Sie sich rechtzeitig: 
  
asa 
  
Sozial ie st: eratud 
Seite 
Studie der Stadt Dornbirn beweist:   
Dornbirn (pem) Immer hörbarer 
wird der Ruf der Dornbirner Unter- 
nehmer nach einem speziell für den 
Neubau von Produktions- und La- 
gerstätten vorgesehenen Industriege- 
biet. Nachdem sich anfangs dieses 
(VLK) Die Landesregierung ge- 
währt dem Institut für Sozialdienste 
(IfS), Bregenz, für die Einrichtung 
eines Beratungszentrums in Feld- 
kirch sowie zur Deckung des Be- 
triebsaufwandes zu Beg inn der Tä- 
tigkeit einen Beitrag in der Höhe 
von insgesamt 280.000 S aus Mitteln 
für die Investitionsförderung von 
Einrichtungen bzw. für die Fiirde- 
Pfändertunnel: 
Moser drängt 
Wien (APA) Das Bautenmini- 
sterium teilt mit: Die seit vie len 
Jahren in Planung befindliche 
Rheintalautobahn im Bereich Bre- 
genz tritt nun in das Realisie- 
rungsstadium. Das Bautenministe- 
rium hat die Genehmigung für die 
Ausschreibung der ersten Bauar- 
beiten durch das Land Vorarlberg 
erteilt. Es handelt sich dabei um 
den Bau eines Richtstollens für 
den Pfändertunnel, der wegen der 
schwierigen geologischen Verhält- 
nisse im Bereich des geplanten 
Pfändertunnels notwendig ist. 
Wie Bautenminister Josef Mo- 
ser g estern dazu erk lärte, lege er 
besonderen Wert auf eine rasche 
Bearbeitung dies er bauvorberei- 
tenden Maßnahmen. Nach den 
vom Bautenministerium in der 
Ausschreibungsgenehmigung vor- 
gesehenen Fristen wäre es mög- 
lich, mit den Bauarbeiten für den 
Pfänderrichtstollen bereits im 
September 1974 zu beginnen. 
rung der freien Wohlfahrtspflege. 
Zwei Wohnungen wu rden in Feld- 
kirch gemietet und das Personal be- 
stellt. 
Das Institut für Sozialdienste hat 
1970 mit dem Aufbau des Beratungs- 
und Betreuungsdienstes begonnen 
und eine Erziehungs- und Jugend- 
beratung, Jugendbetreuung und 
Nachbetreuung heimentlassener jun- 
ger Menschen in Angriff genommen. 
Jahres schon der Stadtrat mehrheit- 
lich dafür ausgesprochen hatte, daß 
das Geb iet nördlich des Stigelbaches 
und westlich der Bahnlinie (etwa im 
Bereich der jetzigen Autobahn-Auf- 
fahrt Dornbirn-Nord) im Flächen- 
genz eine offen Woh nung als Thera- 
piestation für gefährdete Mädchen 
eingerichtet. Ferner wurden weitere 
Beratungs- und Betreuungsdienste 
wie die Eheberatung, Familienbera- 
tung, Familienplanung und Straf- 
entlassenenfürsorge aufgebaut oder 
in Angriff genommen. Alle diese so- 
zialen Dienste werden wegen der 
Nähe des Institutes in Bregenz an- 
geboten. Die Betreuungsstunden in 
der Erziehungsberatung erhöhten 
sich von 117 im Jahre 1970 auf 588 
im Jahre 1973. Im ersten Vierteljahr 
1974 wurden sogar 1034 Beratungs- 
stunden gezählt. Die Jugendberatung 
und -betreuung nahm 1970 236 Stun- 
den und 1973 schon 879 Stunden in 
Anspruch. Heimentlassungsfälle wur- 
den 1970 insgesamt 54 und 1973 ins- 
gesamt 70 gezählt. Die Eheberatung 
behandelte im Jahr 1973 67 Fälle und 
wandte dafür 664 Beratungsstunden 
auf. Die Familienberatung und -pla- 
nung stand von Juli 1973 bis März 
1974 insgesamt in 87 Fällen mit 847 
Beratungsstunden zur Verfügung. 
Der große Bedarf an solchen Dien- 
sten im Lande dokumentiert sich in 
der seit dem Bekanntwerden der 
Beratungsstelle ständig steigenden 
Inanspruchnahme durch die Bevöl- 
ker ung des ganzen Landes und ,in, 
der nun eing etrete nen Überlastung' 
der Bregenzer Beratungsstelle des 
IfS. In der Erziehungsberatung ist 
die Situation so, daß die beiden 
Psychologen und die Sozialarbeiter 
bereits bis in den Herbst hinein mit 
Terminen besetzt sind. In der Er- 
ziehungsberatung mehren sich auch 
jene Fälle, die einer längeren Be- 
treuung durch die Sozialarbeiter be- 
dürfen. Durch die Beratungsdienste 
werden gegenwärtig hauptsächlich 
die Bezirke Bregenz und Dornbirn 
betreut. Aber schon ca. 30 Prozent 
der Fälle kommen aus den Bezirken 
Bludenz und Feldkirch, nicht nur 
aus den Ballungsgebieten, sondern 
auch schon aus den hintersten Tal- 
schaften. 
Es war daher notwendig, auch in 
Feldkirch für den Raum Feldkirch 
und Bludenz ein Beratungszentrum 
zu schaffen, in dem neben der Er- 
ziehungsberatung, Jugendberatung, 
Ehe- und Familienberatung auch 
noch die Strafentlassenenfürsorge 
widmungsplan 
untergebracht werden soll.   
als Industriezone aus- 
gewiesen werde, erhärtet sich nun 
dieser Standpunkt durch eine von 
der Stadt Dornbirn in Auftrag gege- 
bene Studie über die Zusammen- 
hänge zwischen Bevölkerung und 
Wirtschaft. 
Darin heißt es, daß mit ein oder 
zwei Zubringerstraßen dieses Geb iet 
leicht an das Verkehrsnetz anzu- 
schließen wäre und daß es außer- 
dem nicht allzu weit vom neuen Gü- 
nun auch in Feldlire terbahnhof Wolfurt entfernt ist. Eine 
rasche Erschließung müßte der Frei- 
gabe zur Verbauung allerdings vor- 
angehen, meint Mag. Walter Häm- 
merle in der von Stadtrat Elmar 
Gasser überarbeiteten Studie. Es 
wird zwar eingeräumt, daß einige 
Haselstauder Landwirte dadurch gu- 
te und nahegelegene Wiesen verlie- 
ren, daß aber andererseits solche 
schmerzliche Eingriffe in gewach- 
sene Strukturen einfach nicht mehr 
zu umgehen wären, da die räumliche 
Entwicklung Dornbirns schon weit 
gediehen sei. 
Weiters wird vermerkt, daß in 
den letzten Jahren entlang der Lu- 
stenauer Straße bis zur Autobahn 
und an der Höchster Straße, wo eini- 
ge kommunale Großprojekte ver- 
wirklicht wurden, geradezu hektisch 
gebaut wurde. Im weiten Gebiet öst- 
lich der Autobahn zwischen Werben- 
hof fast bis zur Schweizer Straße hin 
könne die Landwirtschaft trotz dreier 
Ansiedlungshöfe nur mehr ein Rück- 
zugsgefecht führen. Die völlige Ver- 
bauung dieses gesamten Gebi etes sei 
nach der bisherigen Entwicklung nur 
mehr eine Frage der Zeit. Hier, im 
S c hnittpunkt zweier Verkehrsachsen, 
läge der ideale Standort für w eitere 
kommunale Großbauten im Hinblick 
auf eine künftig schon wegen der 
hohen Kosten notwendige, engere 
Zusammenarbeit mit den Nachbar- 
gemeinden Hohenems und' Lustenau. 
Zum Zeitpunkt der Betriebsstät- 
t ener hebung (1971/72) hätten 200 Be- 
triebe (von rund 800, die sich an die- 
ser Aktion beteiligten) Bedarf nach 
Betriebserweiterungs- bzw. -neubau- 
ten angegeben. Daraus kann man er- 
sehen, wie notwendig eine neue In- 
dustriezone in Dornbirn wäre, um zu 
vermeiden, daß Betriebe gänzlich ab- 
wandern oder zumindest Neubauten 
in Nachbargemeinden errichten. Die 
von der Stadt Dornbirn nun abge- 
schlossene Studie wird zur Erstellung 
eines Flächenwidmungsplanes in 
Dornbirn beigezogen. Ein verbind- 
lich er Flächenwidmungs- und Ver- 
kehrsplan gehörte zum Wunschkata- 
log der Firmeninhaber anläßlich der 
Betriebsstättenerhebung. 	Weiters 
reg ten die Unternehmer die Schaf- 
fung eines abgeschlossenen Indu- 
striegebietes, Hilfe bei der Bau- 
grundbeschaffung, eine bessere Ver- 
kehrserschließung, die Schaffung von 
Teilverbauungsplänen, die Pflege des 
bericht hervorgeht, fuhr der 20 Jahre 
Ortsbildes usw. an. 
alte Günter N. aus Dornbirn mit sei- 
nem Pkw von Lauterach in Richtung 
Hard und führte dabei den 20 Jahre 
alten Bertram N. aus Egg in seinem 
Auto mit. Auf Höhe des Hauses Hof- 
steigstraße 114 kam der Wagen von 
der Fahrbahn ab und krachte fron- 
tal gegen einen Stromleitungsmasten. 
Beide Autoinsassen mußten mit le- 
bensgefährlichen Verletzungen in das 
Spital transportiert werden. 
Verdächtiger gefaßt, 
Beute verschwunden 
Feldkirch. 92.000 Schiling sind,in 
der Nacht auf 'verg an genen Montag 
aus dem Tresor einer Firma in Feld- 
kirch-Tosters verschwunden. 'Von 
B eamten des Gendarmeriepostens 
Gisingen wurde nun ein 20 Jahre 
alter A ng estellter der geschädigten 
F irma, ein Feldk irche r, unter drin- 
gendem Tatverdacht verhaftet und 
in das Gefangenenhaus des Landes- 
gerichtes Feldkirch eingeliefert. Da 
der Tresor keinerlei Beschädigungen 
aufwies, nimmt die Gendarmerie an, 
daß der Täter sich einen Nachschlüs- 
sel anfertigen hatte lassen. Von den 
gestohlenen 92.000 Schilling fehlt bis 
jetzt noch jede Spur. 
Diebsgut in , 
Gastarbeiterunterkunft 
Lauterach. Am Montag wurde von 
Beamten des Gendarmeriepostens 
Lauterach ein 27 Jahre alter jugo- 
slawischer Gastarbeiter wegen Ver- 
dachts des Diebstahls aufgrund einer 
richterlichen Anordnung verhaftet • 
und in das Gefangenenhaus des Lan- 
desgerichtes Feldkirch eingeliefert. 
Er wird verdächtigt, seit April 1974 • 
zum Schaden seines Dienstgebers • 
Malereiwerkzeuge und an deres ira 
gestoh- 
Gesamtwerte von ca. 4000 S 
len zu haben. 
Nach- 
Als in s einer Unterkunft 
schau gehalten wurde, konnte dort 
eine in Bludenz gestohlene Motor- 
säge und eine in Bregenz gestohlene 
Verstärkeranlage sichergestellt wer- 
den, die der Verhaftete von einem 
derzeit in Jugoslawien befindlichen 
Gastarbeiter zur Verwahrung über- 
nommen h atte. 
Finanzlandes- 
Höchst. Wie die 
direktion mitteilt, wurde am 12. Juni 
Zollwache- 
um 23.45 Uhr von einem 
Einbruch- 
beamten in Höchst ein 
diebstahl beim Grenzkiosk in Höchst 
entdeckt, der Täter auf frischer Tat 
Gendarmerie 
festgenommen und der 
Bregenz. Der schwere Verkehrs- 
in Höchst übergeben. 
unfall am Donnerstag gegen 1 Uhr 
früh in der Bahnhofstraße in Bre- 
genz hat nun ein Todesopfer gefor- 
dert: Der 56 Jahre alte Emil Häusle 
aus Bregenz, Koch im Stadtspital 
Bregenz, ist am Donnerstag gegen 
21 Uhr im Stadtspital Bregenz sei- 
nen schweren Verletzungen erlegen. 
Häusle war vom Auto einer 24 Jahre 
alten Bregenzerin angefahren wor- 
den, als er auf dem Zebrastreifen die 
---wollte. 
Bahnhofstraße überqueren 
Emil Häusle hatte bei dem Zusam- 
menprall mit dem Auto einen Schä- 
delbruch erlitten. 
Zwei lebensgefährlich Ver- 
Hard. 
letzte forderte ein schwerer Ver- 
kehrsunfall, der sich am Mittwoch 
um 0.10 Uhr auf der Hofsteigstraße 
im Ortsgebiet von Hard ereignet 
Inzwischen wurden vom IfS in Bre- hatte. Wie aus dem Gendarmerie- Gendarmerie-
	        
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