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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Vereinigung Vorarlberger Haus- und Grundeigentümer 
e ist davongelaufen 
en la nachziehen 
Die Unterschriften- 
Aktion der Vereinigung 
Vlbg. Wohnungs-, Haus- 
und Grundeigentümer 
für billigeres Ofenöl und 
höhere Bausparprämien 
ist in vollem Gange und 
trifft auf ein unerwartet 
großes Echo in der Be- 
völkerung. Bisher haben 
bereits mehr als 6000 
Personen unterschrieben. 
Die Bemessungsgrund- 
lage für Bausparverträ- 
ge mit S 7000.- für Er- 
1. Jänner 1955. Jene für 
wachsene besteht seit 
Kinder wurde im Laufe 
der Zeit dann von 
S 1000.- auf S 3000.- 
angehoben. Stellt man 
diesen Zahlen die Ent- 
wicklung des Baukosten- 
index gegenüber, sieht 
man, wie die Bausparer 
unter die Räder kom- 
men. 
Betrug der Baukosten- 
index im Dezember 1954 
noch 919 Punkte, stieg 
er innerhalb von 15 Jah- 
ren, also bis zum De- 
Punkte, was einer Stei- 
zember 1969 auf 1951 
ge rung von 
°,70 
104 
ent- 
spricht. Noch schlimmer 
ist die Entwicklung von 
Jän ner 1970 bis zum 
April 1974, wo in der 
kurzen Zeitspanne von 
nur 31/4 
Jahren eine 
Steigerung des Bauko- 
stenindexes um weitere 
80 0/0 zu verzeichnen ist. 
Deshalb setzt Sich die 
Vereinigung Vlbg, Woh- 
nungs-, Haus- und 
Grundeigentümer für 
eine Erhöhung der Be- 
Bausparverträgen für 
messungsgrundlage bei 
Erwachsene 	auf 
S 10. 000.- und für Kin- 
der auf S 5000.- ein, 
und ersucht alle Bauspa- 
rer, mit ihrer Unt er- 
schrift die Notwendig- 
keit der Erhöhung der 
Bemessungsgrundlage zu 
dokumentieren. 
Da sich Bausparen nur 
durch einen gewissen 
und vernünftigen Kon- 
sumverzicht verwirkli- 
chen läßt, hat es auch 
eine stabilisierende Wir- 
reis-1 
kung. 
00 
s ar 
ra 
Noten- Lind Devisenkurse drosselt werden. Die Ausleihungen   Spalt aus Mäder nominiert. 
vom 14. Juni 1974 
WIEN 
Ankauf Verkauf 
Notenkurse 
Schilling 
611,80 
100 Schweizer Fr. 598,- 
1 
Dolla r 
18,50 
17,90 
1 Pfund 
44,34 
42,90 
377,- 
100 Franz. Francs 366 ,40 
46,50 
100 Belg. Francs 
	45,30 
100 
692,30 
Holl. Gulden 
676,- 
100 D-Mark 
725, 30 
709,- 
100 Lire 
2,58 
2,44 
309,- 
100 Dän. Kronen 
301,- 
419,9 0 
100 Schwed. Kr. 40 8,50 
32,40 
100 Span. Pesetas 
31,40 
Devisenkurse 
100 Schweizer Fr. 
607,40 
605,- 
1 Dollar 
18,18 
1 Pfund 
43,49 
	43,23 
100 Franz. Francs 368,36 370,2 4 
	47 
100 Belg. Francs 48,03 
100 Holl. Gulden 
686,6 4 
683, 76 
loo D-Mark 
720,27 
71 7,43 
100 
Lire 
2,795 
100 Dän. 
305,3 0 
303,90 
100 
416,81 
Schwed, Kr. 
414 ,79 
31,87 
100 
Span. Pesetas 
31,71 
1 Golddukaten einfach, Ankauf 
320,- 
öS, Verkauf 394,- öS, Kurs 
vom 14. Juni 1974. 
Zürcher Schillingnotiz 
vom 14. Juni 1974 
Ankauf 16,30 sFr., Verkauf 16,70 
sFr, für 100 Schilling. 
Frankfurter Schillingnotiz 
vom 14. 
Juni 1974 
'Ankauf 13,883 DM, 
Verkauf 
13,925 
DM für 100 
Die Wiener Börsenkurse 
Schilling. 
	10. 
Aktienkurse am 6. 
	14. 
6. 
CA-Vorzug 
Länderbank-Vzg. 
Interunf all 
Porr Bau 
Feite n 
Gösser 
Held   
Lapp Finze 
Leipnik Lund. 
Neusiedler 
ost,rau 
Brown 13 overi 
Reininghaus 
Schrauben 
Schwechater 
Stehe Magn. 
Steyrermühl 
Treibacher 
Universale 
Veitscher 
Waagner 
Wienerberger 
Perlmooser 
Semperit 
Steyr 
CA-Index 
Investmentanteile 
Allrent 
Securta 
S electa 
Combirent 
Intertrend 
336 
320 - 
328 
217 
500 
178 
128 
245rG 
554rG 
261 
448 
103G 
300 
365 
368rW 
188 
381 
225 , 
166 
76,14 
147,33 
224,1 4 
778 ,62 
202,5 4 
244,03 
336 
167,37 
320 
292 
330rW 
218 
178 
125 
250 
99rG 
550 
261 , 
595 . 
430 
300 • 
370 
367rG 
189 
383 
221 
161 
75,98 
148 
225,30 
782 
208 
254,25 
Was kost et das Essen? 
Ausgaben für einen Warenkorb • 
von 36 verschiedenen Nahrungs-und Genußmitteln 
in DM (M itt e1973) 
London 
NeLl 
Ein Sprung über den Kanal wird für die Engländer zu einem teuren 
Vergnügen. Auf dem europäischen Festland kosten nämlich Essen und 
Trinken durchwegs mehr als auf den Britischen Inseln. Das hat eine 
Studie der Schweizer Bankgesellschaft ergeben, in der für mehrere 
Sparinvest 173 Großstädte der Preis für einen Warenkorb mit 36 Nahrungs- und Ge- 
nußmitteln untersucht wurde. Dieser Korb kostete in der britischen 
111 DM, 
Hauptstadt 
in Stockholm dagegen 204 DM. Wen es aus London 
in die schwedische Metropole verschlägt, der muß für se inen Lebe ns- 
unterhalt fast das Doppelte aufwenden. Ähnlich teuer wie in Schweden 
ist das Leben in der Bundesrepublik Deutschland. Die Schweizer Studie 
hat als Beispiel die Stadt Düsseldorf ausgewählt und kam dabei auf 
fast 200 DM als Preis für den Warenkorb. Nicht viel billiger ist Kopen- 
hagen. Leute mit schmalen Brieftaschen sollten es sich also gut überlegen, 
wenn sie sich im Norden Europas niederlassen. In New York lebt es sich 
- was diesen Warenkorb angeht - überraschenderweise billig. 
Küng eröf fnet mo derne Pro duktionsstä tte 
etrie in iirs 
Ein neuer 
Ideale Arbeitsbedingungen f inden die Mitarbeiter im neuen Be- 
trieb der Firma Küng in Bürs (unser Bild). Besondere Produktions- 
vorteile bringt die „hängende" Hosenfertigung. Der neue Betrieb 
zählt in seiner Art zu den modernsten In Österreich. Die derzeitige 
Tageskapazität liegt bei 400 Hosen. 	 
(Foto: VN/pi) 
Samstag, 
	 
15. Juni 1974 
Seite 13 
Beim kürzlich in Innsbruck ausgetra- 
genen Bundesredewettbewerb der 
Konsum-Jugend konnten die Vorarl- 
berger gleich zwei Medaillen für sich 
Anspruch nehmen. Evi Düringer 
in- 
(rechts) und Marianne Sahler (links ) 
erredeten sich eine Bronze- und eine 
Silbermedaille. Evi Düringer sprach 
der Gr uppe der 15- bis 18jährigen 
in 
über das Thema: „Mehr Fr eude an 
der Freizeit". Die Vorjahrs-Bundes- 
siegerin, Marianne Sahler aus St. 
Gallenkirch, Mitarbeiterin der Kon- 
sum-Zentrale, mußte in einer Grup- 
pe schon routinierter Redner gegen 
eine starke Konkurrenz antreten. 
Das hohe Niveau der Referate lag 
knapp beisammen, und Zehn- 
ganz 
telpunkte entschieden über die Rän- 
ge. Die junge Montafonerin spielte 
all ihre Redegewandtheit aus, und 
konnte in dieser überschweren Grup- 
pe die Silbermedaille für Vorarlberg 
Wien (PDI) Bei der stabilitäts- 
gewinnen. 
orientierten Beurteilung des Inve- 
stitionsvolumens des Bundes sollte 
nach Ansicht der Industrie berück- 
sichtigt werden, daß nicht das ge- 
samte Investitionsaufkommen des 
Staates in den Budgetziffern seinen 
Niederschlag findet. Konjunktur- 
wirksam, daher stabilitätspolitisch 
interessant, sind nämlich jeweils die 
Einer der modern- 
Bürs 
(VN-pi) 
sten Hosenfertigungsbetriebe Öster- 
reichs wurde Mittwoch abend in Bürs 
18,08 feierlich sei ner Bestimmung überge- 
Dr. 
ben. 
Küng, der Inhaber der Fir- 
ma, skizzierte nach seinen Grußwor- 
,83 ten kurz die Entwicklungsgeschichte 
des Unternehmens. 
2,777 Im August 1972 hat Dr. Küng in 
Kronen Wien einen Erzeugerbetrieb für Da- 
menröcke übernommen. Bereits ein 
Jahr später begann er in Bludenz mit 
der Hosenerzeugung. Die Räumlich- 
keiten erwiesen sich aber sehr bald 
als zu klein, weshalb sich die Firma 
mit Provisorien weiterhelfen mußte. 
Die Notwendigkeit eines neuen Be- 
triebes war praktisch schon einige 
Jahre gegeben. Ursprünglich war ge- 
plant, die Fabrikation zusammen im 
neuen Geschäftshaus in der Mühl- 
gasse, das im Vorjahr eröf fnet wur- 
de, unterzubringen. Dort wäre aber 
keine Expansionsmöglichkeit gegeben 
gewesen, weshalb sich Dr. Küng für 
Auftragsvergabe und die gerade in 
einen Neubau in der Industriezone 
Durchführung befindlichen Investi- 
tionen, nicht aber der kassenmä- 
ßige Ausweis, der durch Eingehen 
von Verwaltungsschulden oder durch 
außerbudgetäre . Sonderfinanzie- 
rungsformen über mehrere Jahre 
verteilt werden kann. 
Das etwa im Bereich des Schul- 
baues praktizierte Leasingver- 
der Gemeinde Bürs (Bremschl) ent- 
schließen mußte. 
Der neue Betrieb wurde in einer 
Rekordzeit von nur sieben Monaten 
erstellt. Anfang Jänner dieses Jahres 
wurde bereits im neuen Betrieb die 
Fabrikation aufgenommen. Der ab- 
schließende Dank des Firmenchefs 
galt allen am Neubau beteiligten Fir- 
men sowie der Belegschaft. 
Als die Firma Küng vor elf Jah- 
ren begonnen hatte, zählte sie noch 
vier Mitarbeiter, bis heute ist diese 
Zahl auf 50 angestiegen. Mit der 
neuen Produktionshalle haben die 
Mitarbeiter schöne, helle und daher 
angenehme Arbeitsplätze erhalten. 
Die kirchliche Weihe der Halle 
nahm Pfarrer Thurnher von Bürs 
vor, der besonders auf den Umstand 
hinwies, daß derzeit rund 50 Prozent 
der Ortsbevölkerung von Bürs Pend- 
ler sind und somit auswärts einer Be- 
schäftigung nachgehen müssen. Die- 
ser Betrieb werde sicherlich auch 
neue Arbeitsplätze für die einheimi- 
 f 
sche Be völke rung schaffen. 
a h r e n ist ein konkretes Beispiel 
für derartige Sonderformen der Fi- 
nanzierung, bei denen der Bund die 
von Dritten vorfinanzierten Bau- 
und Finanzierungskosten über einen 
Zeitraum von 15 Jahren verteilt und 
abstattet. Budgetären Ausdruck fin- 
den dabei jedoch nur die jeweiligen 
Jahresraten, während das konjunk- 
turwirksame Bauvolumen wesentlich 
höher ist. Wurden in den Jahren 
1971 bis 1973 für das Leasing-Pro- 
gramm Gesamtausgaben von rund 
S 
200 Mill. 
budgetiert, so beläuft sich 
das damit effektuierte Bauvolumen 
auf nicht weniger als 1 Mrd. S. Auch 
heuer setzt sich dieser Finanzie- 
rungstrend fort. Bei einem im Haus- 
halt vorgesehenen Ausgabenrahmen 
von 190 Mill. S wird eine zusätzli- 
che Baunachfrage von etwa einer 
halben Milliarde geschaffen. 
Im Ergebnis ähnliche Multiplika- 
torwirkungen haben auch andere In- 
vestitionsförderungsausgaben 	des 
Bundes, die Ländern, Gemeinden 
und Landesgesellschaften die Inan- 
griffnahme erheblicher Investitionen 
erleichtern. So werden beispiels- 
weise im Budget 1974 für die Glein- 
alm-Autobahn AG 90 Mill. S Bun- 
Drei Milliarden Umsa tz 
Bei der kürzlichen 78. General- 
versammlung der Raiffeisenbank 
Götzis im Hotel „Krone" konnte der 
Obmann, Oberschulrat Dir. Otto Wil- 
helm, , in seinem Bericht auf eine 
günstige Geschäftsentwicklung hin- 
weisen. So stieg die Bilanzsumme um 
15,5 Mill. S auf 173 Mill. S, der Um- 
satz um weitere 553 Mill. S auf über 
3 Mrd. S. Die Spareinlagen haben 
einen Zuwachs von 16,2 Prozent er- 
fahren. In den Dienstleistungszwei- 
gen, besonders im Devisen-, Valuten- 
und Kontokorrentgeschäft konnten 
0/0 
sogar Zuwachsraten von 24 bis 37 
erzielt werden. 
Hingegen mußte die Vergabe von 
Krediten und Darlehen durch die 
Krediteinschräkungsmaßnahmen ge- 
desmittel 
veranschlagt, während sich 
das tatsächliche Investitionsvolumen 
der Gesellschaft in diesem Jahr auf 
450 Mill. S beläuft. 
Nach Meinung der Industrie wäre 
es daher notwendig, die außerbudge- 
täre Finanzierung und ihre ökono- 
mischen Auswirkungen im Budget 
transparenter zumachen.Auch 
dieser Bereich sollte - schon we- 
gen des von ihm ausgehenden Mul- 
tiplikatoreneffekts auf das gesamte 
Wirtschaftsgeschehen - aus den sta- 
bilitätspolitischen 
	Überlegungen 
nicht länger ausgeklam- 
mert bleiben. 
Britisches Rekorddefizit im 
Außenhandel 
London 
(AP) Das britische Han- 
delsministerium hat am Donnerstag 
die Öffentlichkeit mit der Hiobsbot- 
sc haft überrascht, daß die A ußen- 
handelsbilanz Großbritanniens im 
Mai mit dem Rekorddefizit von 481 
Mill. Pfund abgeschlossen hat. Be- 
denklich stimmt nach den Feststel- 
lungen des britischen Handelsmini- 
steriums, daß das Öldefizit im Mai, 
verglichen mit 
April, mit 300 Mill. 
Pfund konstant geblieben ist, wäh- 
rend das aus den übrigen Einfuhren 
resultierende Defizit von 83 Millio- 
nen Pfund im Mai zugenommen hat. 
Die vor ein iger Zeit im Ausland auf- 
genommene Anleihe von sechs Mil- 
liarden Dollar zur Deckung des bri- 
tischen Außenhandelsdefizits des Ge- 
samtjahres 1974 reicht wahrschein- 
lich nicht einmal zur Deckung des 
Defizits im ersten Halbjahr aus. 
betriebe+ 
märkte 
AUA erfol greich 
Durch Spezialisierung und ratio- 
es 
nelle Betriebsführung gelang den 
Austrian Airlines, auch im für die 
Luftfahrtindustrie schwierigen Jahr 
1973 gut abzuschneiden. Im bisher 
erfolgreichsten Geschäftsjahr des Un- 
ternehmens wurde ein ordentlicher 
Betriebserfolg von 142,7 MilL S er- 
zie lt, was einer Verbesserung gegen- 
über 1972 um 75,5 Mill. S entspricht. 
im gesamten stiegen aber nur. noch 
um rund 6 Mill. S. Durch den Aus- 
fall von Bauspar-Zwischenkrediten 
standen Überbrückungskredite zur 
Fertigstellung von Bauvorhaben und 
von Härtefällen im Vordergrund der 
Finanzierungen. 
Der Umbau der Zweigstelle Mäder 
steht vor dem Abschluß und wird in 
Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt 
werden. 
Durch den aus Alters- und Ge- 
sundheitsgründen bedingten Rück- 
tritt des Aufsichtsratsvorsitzenden 
Josef Küng wird Hans Höfle, Stein- 
metzmeister, in den Aufsichtsrat ge- 
wählt. Tischlermeister Otto Schwab 
wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender. 
Zu seinem Stellvertreter wird Georg 
Industrie kritisiert außerbudgetäre Finanzierung 
Echtes auvolumen scheint 
im ud et ar nicht auf 
Raiba Götzis im im
	        
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