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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Er zog aus und 
lernte das Fürchten 
	 
Uraufführung einer Szenenmontage von Wallraff-Gall 
Sauls' 
tag 15. Juni 1974 
Seite 31 
Mozart-Serenade 
in Hohenem s 
Heute, Samstag, findet, bei 
schönein Wetter im Hof, bei 
schlechtem Wetter im Rittersaal 
des Hohenemser Schlosses, um 
20.30 Uhr ein Serenadenabend mit 
der Camerata Rhenania unter Di- 
rigent Hanspeter Gmür statt. Auf 
Programm stehen Werke von 
dem 
mr. A. Mozart, und zwar das Di- 
vertimento B-Dur, KV 137, die 
Serenata notturna D-Dur, KV 239, 
fünf Kontresätze, KV 609,: und 
die berühmte „Kleine Nachtmu- 
sik" in G-Dur, KV 525. 
Chorkonzert in Hard, 
Heute, Samstag, findet um 
20.30 Uhr in der Aula der Haupt- 
schule Hard ein Chorkonzert der 
Singgemeinschaft Hard und des 
Männerchores Kennelbach statt. 
Auf dem Programm stehen 
sakrale und weltliche Chorwerke. 
Die Gesamtleitung hat Elgar Pol- 
zer, am Klavier begleitet Helmut 
Binder. 
Dekanatssingtag 
im Klostertal 
Die vereinigten Kirchenchöre 
des Klostertales veranstalten mor- 
gen, Sonntag, um 19.30 Uhr in 
der Pfarrkirche Dalaas ihren De- 
kanats-Singtag. Zur Aufführung 
gelangen die Hippolytusmesse von 
J ohann Pretzenberger und Pro- 
priumsgesänge von Crüger, von 
Schütz und Ph. E. Bach. Die Ge- 
samtleitung hat Dekanatskantor 
Hugo Manahl, an der Orgel sp ielt 
Rudolf Wiederin. 
Häfenkonzerte beginnen 
Morgen, Sonntag, beginnen wie- 
der die beliebten Hafenkonzerte 
unter dem Motto „Gruß vom Bo- 
densee". Diese Veranstaltungen 
werden heuer bereits im 18. Jahr 
wieder gemeinsam vom Südwest- 
funk mit dem Schweizer Radio 
und dem ORF durchgeführt und 
an 12 Sonntagen jeweils von 7.10 
bis 8 Uhr auch im Programm 
Österreich Regional übertragen. 
Auch Vorarlberger Ensembles 
werden wieder mitwirken. 
Lesung beim ORF 
Am Sonntag um 10.30 Uhr ver- 
anstaltet Studio Vorarlberg in Zu- 
sammenarbeit mit dem Kulturre- 
ferat der Stadt Dornbirn eine 
weitere Matinee. Adolf M u s c h g 
(1934) liest aus sei nem in diesem 
Jahr erschienen Roman „Albissers 
Grund". Die Veranstaltung findet 
im Publikumsstudio des Funk- 
hauses in Dornbirn statt. Der Ein- 
tritt ist frei. 
Matinee 
der Musikschule Bregenz 
Die Musikschulen der Landes- 
hauptstadt Bregenz und der Ge- 
meinde Wolfurt, die in diesem 
Schuljahr bereits 16 Vortrags- 
abende veranstalteten, geben am 
Sonntag, 16. Juni, um 10.30 Uhr 
im Thea ter am Kornmarkt unter 
der Leitung von Dir. Aldo Krem- 
mel eine Matine. Auf dem Pro- 
gramm stehen Soli und Duos aus 
der Barockzeit und dem 20. Jahr- 
hundert. Schüler der Klassen Vio- 
line, Violoncello, Klavier, Klari- 
nette, Oboe, Flöte, Trompete und 
Gitarre werden ein Bild vom mu- 
sikalischen Niveau beid er Schulen 
zu geben versuchen. 
Christ Montez (Bild), bekannt- 
geworden vor allem durch „Let's 
dance", „Dolores, Dolores" und 
no Digas", gibt morgen, 
AY 
Sonntag, 16. Juni, von 16 bis 22 
Uhr im „Disco-in" in Dornbirn 
Während Josef Meinrad derzeit im 
ein Gastspiel. 
Theater an der Wien für seinen „Un- 
bestechlichen" (Hauptrolle und Re- 
gie) probt, der bei den Bregenzer 
Festspielen am 29. Juli seine Pre- 
miere erlebt und später auf große 
Tournee geht, ku rbelt Wo lf-Diete r 
Hugelmann gleichzeitig ein TV-Por- 
trät des Wiener Burgschauspielers 
für die Münchner „Intertel". 
, „Vorläufig", so Hugelniann, „exi- 
stiert nur ein Vertrag mit dem ZDF, 
aber ich glaube sicher, daß auch der 
ORF ausstrahlen wird." 
In seiner Konzeption sieht Hugel- 
mann Chancen, sich von „üblichen" 
TV-Porträts zu unterscheiden; „Be- 
trachtet man die Figur des ‚Unbe- 
stechlichen', so ergeben sich beacht- 
liche Parallelen — aber auch einige 
Widersprüche — mit der Persönlich- 
keit von Josef Meinrad. So lasse ich 
das Porträt auch mit dem ersten 
Probentag beginnen." 
_Hugelmann. hat detaus auch den 
Titel, der 60-Minuten-Sendung abge- 
leitet: „Demgemäß alles in Ordnung 
— Josef Meinrad und seine Welt." 
Was sonst wesentlich ist: die immer 
wiederkehrende Beziehung in Mein- 
rads jetzigem Beruf zu jenem, den 
seine Mutter ursprünglich für ihn 
ausgewählt hatte. Meinrad sollte 
nämlich Priester werden. Und Prie- 
ster hat er später immer wieder ge- 
spielt. Ob im Nachkriegsfilmerfolg 
„Das Siegel Gottes", ob in Premin- 
gers Streifen „Der Kardinal" oder in 
der erfolgreichen Fernsehserie „Pater 
Brown". Und bei den Bregenzer 
Festspielen war er als Papst zu 
sehen. 
Wert legt Wolf-Dieter Hugelmann 
noch auf den Unterschied, den er 
zwischen Show und Porträt sieht. 
„Würden wir eine Show machen, 
dann bekäme unsere Hauptperson 
eine ,volle Gage', und man könnte 
sie sogar auf den Stephansdom klet- 
tern lassen. Für ein Porträt aber 
muß man ständig auf der Suche nach 
Situationen sein, die in das, was man 
vorh at, hineinpassen. Dazu kann ich 
nur sagen: Show machen, Zusam- 
menphantasieren — das ist wesent- 
lich leichter. Aber weniger faszinie- 
Ludwig 
rend." 
	 
Heinrich 
Solschenizyn 
als Drehbuchautor 
Der in der Schweiz im Exil leben- 
de russische Nobelpreisträger Alex- 
ander Solschenizyn soll ein Dreh- 
buch über Aufstände in sowjetischen 
Gefangenenlagern in den fünfziger 
Jahren schreiben. Dies berichtet die 
Tageszeitung „Svenska Dagbladet" 
am Montag. 
Die Zeitung berichtete nach einem 
Interview mit dem Autor, daß die- 
ser das Drehbuch bereits im Jahr 
1959 unter dem Titel ,,Die Panzer 
wissen die Wahrheit" begonnen ha- 
be. Solschenizyn gab keine Einzel- 
hei ten bekannt. Er erklärte lediglich, 
es handle sich um eigene Erfahrun- 
gen, die er in den Jah ren 1953 und 
1954 gemacht hatte. 
Aus zeic hnung und Ehrung 
verdienter Musiker- 
Karl Ri tter und Baptist Engster 
wurden beim letzten Konzert durch 
Bezirkskapellmeister Leo Weidinger 
für über 25jähriges aktives Musizie- 
ren mit dem Silbernen Ehrenzeichen 
des Vorarlberger Harmoniebundes 
ausgezeichnet. Für die wertvolle Mit- 
hilfe am Aufbau des Vereins in der 
Nachkriegszeit, ihre langjährige 
die mit viel Mühe und Op fern ver- 
Treue und stete Einsatzbereitschaft,   
bunden war, wurden ihnen besonde- 
rer Dank und Anerkennung ausge- 
sprochen. Obmann Meusburger 
dankte darüber hinaus auch den 
Frauen der Geehrten, denen er klei- 
ne Geschenke überbrachte. Im Na- 
men der Gemeinde überreichte Bür- 
g ermeister Alfons Fehr den Jub ila- 
ren einen Geschenkkorb. Der Verein 
spielte zu Ehren seiner Jubilare den 
Erzherzog-Karl-Marsch. 
Kirchenchor Altenstadt 
im Feldkircher Dom 
Den. Hauptgottesdienst am Drei- 
faltigkeitssonntag gestaltete im 
Feldk irch er Dom als Gast der Kir- 
chenchor Altenstadt unter der ge- 
wissenhaften und zugleich zielstre- 
bigen Leitung von Pater Dr. Hans 
von Galli SJ, mit der Missa in B 
von J. Höllwarth, wobei die sichere 
Intonation sowie der runde und volle 
Chorklang auffielen. Stilad äq uat 
und von hoher Musikalität die In- 
terp reta tion der Einlagen vers chie- 
dener Epochen; besonders hervorzu- 
heben der A-cappella-Chor „Singet 
ein neues Lied" von H. L. Hassler. 
Souveräner Mitgestalter. war 
Dornorganist Prof. Walfried Kraher, 
der im, Postludium erneut seine Im- 
provisationskunst unter Beweis 
stellte. Eindrucksvoll dabei die toc- 
catenähnlichen Läufe, wenn man um 
den Zustand der Orgel und die da- 
mit verbundene Spielbarkeit weiß. 
Erfreulich ist dieser wiederum 
erbrachte Beweis einer fruchtbaren 
Zusammenarbeit zwischen Domchor 
und den Kirchenchören des Deka- 
nates Feldkirch im Dienste der Mu- 
	Gü. 
sica Sacra. 
Bo. 
„Zu täuschen, um nicht getäuscht 
zu werden " bezeichnet der 1942 in 
der Nähe von Köln geborene Günter 
Wallraff selbst als Prinzip seiner 
Arbeitsmethode. So entstand im 
Laufe der letzten Jahre eine Reihe 
von sogenannten Industrie-Repor- 
tagen und andere autobiographische 
Berichte des Autors. Von di esem 
Günter Wallraff und seinen Erleb- 
nissen stammt das Material des 
Theaterstücks „Von einem, der aus- 
zog und das Fürchten lernte", das 
jetzt im Landestheater Tübingen ur- 
aufgeführt wurde. Ursprünglich war 
es ein Drehbuch für einen Film von 
Günter Wallraff und Roland Gall, 
aus dem die Dramaturgie des LTT 
ein Bühnenstück zurechtschneiderte, 
das Peter Jakobi und Heiner Mey mit 
Songtexten würzten, die Peter Jans- 
sens vertonte. So entstanden die 
„unwahrscheinlichen Szenen aus der 
Bundesrepublik", im Grunde eine 
dramatisierte, mit ein paar Erfin- 
dungen angereicherte Autobiogra- 
phie des A utors Günter Wallraff, der 
in dem Theaterstück Konrad Eberlein 
heißt und der Meinung ist: „Die 
Veröffentlichung des Unrechts führt 
zur Abschaffung des Unrechts." 
So ist das Ganze eine Chronologie 
der Bemühungen des Konrad Eber- 
lein, das Unrecht hinter den Potem- 
Mit einem bunten, volkstümlichen 
kinschen Fassaden des Rechts auf zu- 
Programm wartete die Rheintalische 
Musikschule Lustenau bei ihrem tra- 
ditionellen Volksmusikkonzert auf, 
das am Samstag abend im überfüllten 
großen Kronensaal erfolgreich in 
Szene ging. Einschließlich des all- 
jährlich mitwirkenden Cäcilienkin- 
derchores waren es gegen 200 Schü- 
ler, die das beifallfreudige „fami- 
liäre" Publikum durch gute Leistun- 
gen erfreuten und vor allem auch 
die konsequente Breitenarbeit der 
Lustenauer Musikschule auf dem Ge- 
biet der Volksmusik und der geho- 
benen Unterhaltungsmusik ein- 
drucksvoll unterstrichen. Es wäre 
aber ernstlich zu überlegen, in Zu- 
kunft die Vortragsfolge zu raffen 
zwei Aben den abzuwickeln, 
bzw. an 
/2-Stunden-Programm 
denn ein 21 
mit 
fast 30 Nummern ist bei einem Schü- 
lerkonzert des Guten zuviel. Man 
könnte das Konzert auch in einen 
Solisten- und einen Abend für große 
Volksmusikensembles teilen. 
Nach kurzen einführenden Worten 
von Musikschuldirektor Otto Von- 
bank boten etwa 80 Instrumental- 
schüler, meist im Pflichtschulalter 
stehend, auf den typischen Volksin- 
strumenten in verschiedensten Be- 
setzungen eine vielseitige Leistungs- 
schau. Im allgemeinen wurde rhyth- 
misch und daynamisch erfreulich dis- 
zipliniert gespielt. 
V ertreten waren die Instrumen- 
talklassen Marlis Bischof und Ilse 
Hagen (Gitarre), Erich Thöny (Ak- 
kordeon und Zither), Gilbert Häm- 
merle (Akkordeon), Dr. Erich Häm- 
merle (Holz- und Blechbläser), Mar- 
git V onbank (Blockflöte) und Peter 
König (Querflöte). Der zahlenmäßig 
weita us stärkste Nachwuchs ist bei 
den Akkordeon- und Gitarreschülern 
sowie den Bläsern vorhanden, wäh- 
rend Violinisten nur bei der Ge- 
meinschaftsaufführung am Schluß 
des Konzertes aufschienen. Bemer- 
kenswert, daß auch etwa zehn Zi- 
ther-Schüler auftraten. 
Bei den kleinen Besetzungen leg- 
ten._, ein. Gitarristinnen-Trio mit 
einem Haydn-Kanon, ein Geschwi- 
ster-Trio mit der „BarcaroIe" von Hunderte von • 
J. Offenbach sowie mehrere Akkor- 
deon-Schüler mit Vortragsstücken 
von E. Zimmermann, E. Wild und 
V. Avsenik beachtliche Talentproben 
ab. Mit einem anspruchsvollen Satz 
des französischen Volksliedes „Sur le 
pont d'Avignon" b ewies ein Git ar- 
ren-Ensemble fortgeschrittenes Kön- 
nen. Bei den großen Spielgruppen 
mit 15 bis 25 Mitwirkenden zeigte 
ein mit Bläsern ergänztes Akkor- 
deon-Orchester mit einem Wander- 
lieder-Potpourri die beste Leistung. 
Den zweiten Teil des Konzertes 
eröffnete das Schüler-Blasorchester 
unter der Leitung von Dr. Erich 
Hämmerle mit der „Hobby Turne"- 
Ouvertüre von Karl Pfortner. Die 
vielversprechenden jungen Musikari- 
spüren, es zu publizieren und es da- 
durch auszurotten. Das begi nnt mit 
des 
der Verhaftung 
Buchhändlers 
und das endet mit einer Party, auf 
der Konrad Eberlein, der mit einem 
Literaturpreis ausgezeichnete Spür- 
hund und Nestbeschmutzer, von der 
High-society umworben wird, deren 
ka pita listis che Ausbeutermethoden 
er bislang bekämpfte — und es wohl 
auch weiter tun wird. Dazwischen 
wird der Zuschauer Zeuge, wie Kon- 
rad Eberlein seine Erfahrungen 
sammelt. Er erlebt ihn als Außen- 
s eiter, komische Figur und schließ- 
in 
lich als Patient der Psych ia trie 
bei der Bundeswehr. 
' „Von einem, der auszog und das 
Fürchten lernte" ist ein subjektiv- 
persönlicher Erlebnisbericht eines 
„illegalen Me- 
Reporters, der auch zu• 
thoden greift, um Illegales zu ver- 
hindern". Es ist eine zuweilen inter- 
essante, wenn. auch für das ausge- 
leuchtete Milie u nicht immer typische 
Dokumentation eines von seiner Mis- 
sion erfüllten Klassenkämpfers, des- 
sen Hang zur Schwarzweißmale- 
rei nicht zu übersehen ist. Eine Sze- 
nenf olge ohne Anfang und Ende, 
ohne Höhe- und Tiefpunkte, eine 
dramaturgisch schwache Montage In 
einem banal-schlechten Deutsch, 
eine hölzerne Textvorlage, aus der in 
Tübingen noch das Beste gemacht 
Di eter Schnabel 
wurde. 	 
 ten 
— unter ihnen auch einige Mäd- 
chen — begeisterten die Zuhörer aber 
besonders mit der melodiösen „Loui- 
siana"-Fantasie von Hans Kelditz 
und den schmissigen modernen 
Rhythmen der „Dancig-Party" von 
Hans Hartwig. Neben den zahlrei- 
chen Klarinettisten fiel vor allem ein 
talentierter Trompeter angenehm 
auf. 
Einen krönenden Abschluß des 
volkstümlichen Konzertabends bil de- 
te die Gemeinschaftsaufführung 
mehrer Tanzszenen durch die Rhyth- 
mische Gymnastikgruppe der Mus ik- 
schule (Leitung Hilde Hagen), den 
Cäcilien-Kinderchor (Maria Bösch) 
und eine Instrumentalgruppe (Musik- 
s 
chuldirektor Otto Vonbank). Beso n- 
ders originell die Szenen „Goldfisch 
Hans" und „Waschtag der Kleinen. 
am See" sowie das Tanzspiel „Mäd- 
chen, darf ich mit dir gehn?" von 
H. Lemmermann. Effektvoll war 
auch die farbenprächtige Kostümie- 
rung und Ausstattung der Gruppen. 
Die mehr als 100 mitwirkenden Kin- 
der und Jugendlichen übetrugen ihre 
Musizierfreude auch auf das Pu bli- 
kum und ernteten stürmischen Bei- 
	FHO 
fall. 
Porcia-Komödienspiele 
eröffnen mit Mo liäre 
Die 14. Komödienspiele auf Schloß 
Po rcia in Spittal an der Drau unter 
der Leitung von Intendant Herbert 
Wochinz werden am 13. Juli mit der 
Premiere von Molieres „Georges 
Dandin" eröffnet und dauern wie 
üblich bis Ende August. Als Repri- 
sen stehen heuer "Einen Jux will er 
sich machen" von Nestroy und „Lie- 
be und Zufall" von Marivaux auf 
dem Programm. Die Probenarbeit 
für die Komödienspiele begi nnt am 
4. Juni im Stadttheater Klagenfurt. 
Demonstration 
bei Londoner Premiere 
des Bolschoi-Balletts 
Demonstranten 
sorgten am Mittwoch abend für Un- 
ruhe bei der Londoner Premiere des 
Gastspiels des Moskauer Bolschoi- 
Balletts. Schulter an Schulter ste- 
hende Polizeieinheiten schirmten das 
Theater ab. Vor der Tür versuchten 
jüdische Protestier, die gegen die Be- 
handlung der Juden in der Sowjet- 
union demonstrierten, und ein Häuf- 
lein von Palästinensern, sich gegen- 
seitig zu übertönen. Die sowjetischen 
Tän zer wurden bei ihrer Ankunft vor 
dem Theater von unpolitischen Bal- 
lettfreunden mit Rosen überschüttet. 
Die Vorstellung selbst begann mit 
geringer Verspätung. Nach Ende des 
Ballettabends standen noch immer 
ein paar Dutzend Demonstranten vor 
dem Theater und riefen den hinaus- 
strömenden, Menschen zu: „Schämt 
euch." 
Der Meister der Spannung, Alfred 
Hitchcock, hat in diesen Tagen sein 
50-Jahr-Jubiläum als Filmregisseur 
gefeiert. In diesem halben Jahrhun- 
dert hat „Mister Suspense" über 50 
Krimis auf die Leinwand gebracht — 
und in jedem seiner Streifen tritt der 
Meister selbst kurz auf, e inmal als 
unauffälliger Passant, dann wieder 
als Leiche. All seine Werke tragen 
das unverkennbare Gütezeichen 
Josef Meinrad bei einem Interview mit Wolf-Dieter Hugelmann 
Hitchcock. 
	(Foto: Keystone) 
Wolf-Dieter Hugelmanns 
In Lustenau ist 
Portrait Josef Meinrads 
Volksmusik populär 
Rheintalische Musikschule stellte Nachwuchs vor vor
	        
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