Das erste echte Bregenzerwälder Alphorn wurde
die ser Tage f ertig ge stellt. Das Holz dafür sta mmt
aus den höchsten Lagen des Bregenzerwälder Berg-
waldes, u. Johann Hirlemann, ein gebürtiger Schnepf-
auer, der jetzt in Lauterach ansässig ist, hat das Alp-
horn selbst aus einem Stück gefertigt. Die Mühen u.
Strapazen, das Holz im Dezember 1973 aus den
Bergen herunterzuholen — um diese Zeit ist das
Holz nach alter Holzfällerweisheit am besten be-
arbeitbar, weil der Saftstrom zur Wintersonnen-
„ruhig" ist — waren sehr groß, aber das gelungene
wende den Tiefstpunkt erreicht hat und daher M.)
Werk, ein Alphorn mit bestem Ton, lohnte die
Arbeit im zwei Meter tiefen Schnee. Das Instrument
wurde von Allgäuer Holzbläsern getestet und für
gut befunden. Im Allgäu wurde vor rund 25 Jahren
dieses alpenländische, aus der Schweiz stammende,
Instrument eingeführt, heute gibt es bereits 60
Alp-
h ornb läs er im Allgäu und im Kleinwalsertal. Es ist
geplant, auch im Bregenzerwald noch weitere Alp-
hör ner herzustellen. Sollten sich, wie es den An-
schein hat, weitere Interessenten finden, die dieses
Instrument spielen, werden sicher bald von den
Höhen des Bregenzerwaldes die herrlichen Alp.
hornmelodien erklingen.
Auf unseren Bildern links Johann Hirlernann,
der das erste Breg en zerwä lder Alphorn herstellte,
rech ts die von Elisabeth Rehm aus Großdorf ge-
schaffene Malerei auf dem Instrument. (M.
z
s erste r I
h
im re e zerwald
Rexeerla:,
Copyright: das Fohlen für diese Operation hingelegt
durch:
München, vertreten
Donnerstag, 20. Juni 1974
Seite 6
LEAMILIENCHRON:R.
*
Abschied von
Küchenchef Emil Häusler
Bregenz. Mit großer Trauer haben
Freunde und Kollegen vom pl ötz-
lich en Tode von Küchenchef Emil
Häusler erfahren, der am letzten Wo-
chenende durch einen Verkehrsunfall
allzu plötzlich und unerwartet aus
dem Leben schied.
Der Verstorbene hatte
durch seine freund-
liche und bescheidene
Art viele Freunde ge-
wonnen. Er war
ehr-
und fleißig, auch
lich
in seinem Beruf, und
galt als Vorbild für
seine Mitarbeiter. Für
die Lehrlingsausbil-
dung hat er Hervor-
ragendes geleistet. Emil Häusler er-
lernte in schweren Zeiten im Cafe
Weiß 1931-34 in Bregenz das Kon-
ditoreigewerbe und anschließend in
Konstanz den Kochberuf. Durch die
Einberufung zum Arbeitsdienst wur-
de der weitere Berufsaufstieg jäh un-
terbrochen, und es folgten viele Jahre
des Kriegseinsatzes. Aus der Gefan-
genschaft heimgekehrt, übernahm er
im Jahre 1945 in Bregenz bei der
französischen Besatzung die Küchen-
leitung. Als Pächter des Cafes Wald-
rast in Lochau , als Küchenchef im
Gasthof Löwen in Bregenz, im Hotel
Peterhof in Lindau und im Hotel
Brändle in Bregenz war er zur Zu-
friedenheit seiner Chefs tätig. Am
Höhepunkt seiner beruflichen Lauf-
bahn übernahm er im Jahre 1967 die
verantwortungsvolle Stell e des Kü-
chenchefs im Stadtspital Bregenz, die
er mit viel Freude, Umsicht und Aus-
dauer bis zuletzt ausübte. Lei der war
ihm der Ei nzug in die neue Kranken-
hausküche im Herbst dieses Jahres
nicht mehr ge gönnt. Emil Häusler
war seit dem Jahre 1970 Mitglied des
österreichischen Kochverbandes, wo
ihn seine Kollegen durch seine
freundliche und hilfsbereite Art
schätzen und lieben gelernt haben.
7--Impressum
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Immer war er spontan mit dabei,
6700 Bludenz, Tel. 0 55 52 / 24 71.
wenn es galt, für die Kinderdorffa-
milie n zur Weihnachtsfeier kalte
Platten herzustellen. Die Ant eil-
nahme gilt besonders seiner Frau und
seinen beiden Kindern. Zur Beerdi-
gung am vergangenen Dienstag hatte
sich eine große Trauergemeinde ein-
gefunden, u. a. sprachen der Bregen-
zer Bürgermeister und ein Vertreter
der Kollegenschaft, die ihm rege
Sympathie entgegenbrachte.
Zum Gedenken
Ilittisau. Dieser Tage starb im
Alter von 84 Jahren Elisabeth Ba-
der (Ritterles) nach langem, schwe-
rem L eiden im A ltersh eim. 1890 in
Hittisau/Mühlbach geboren, ver-
brachte sie ihre Jugend am elter-
lichen Bauernhof und blieb ihr gan-
zes Leben in ihrer Heimatgemeinde.
Nachdem sie durch den Tod ihrer
Eltern und Geschwister allein stand
und das elterliche Gut in andere
Hände übergegangen war, suchte sie
später das Altersheim auf, wo sie,
von einer langwierigen Krankheit
befallen, von ihrer Nichte und den
ehrwürdigen Schwestern über meh-
rere Jahre Pflege und Betreuung
fand. Der Tod kam bei ihr als Er-
löser, wie es Pfarrer Huber beim
Bestattnisgottesdienst den Angehö-
rigen und anwesenden Trauergästen
als Trost sagte.
Volksbewegung im Mai
Götzis. Im Monat Mal stehen
neun Geburten fünf Sterbefällen ge-
genüber. 14 Ehen wurden im Mai
geschlossen. — Geburten: Heinz, des
Bernhard Büsel, Dr.-Alf.-Heinzle-
Straße; Kasimir, des Ivan Horvat,
Kirla; Daniela, des Petar Dokljan,
Montfortstraße; Herbert, des Wolf-
gang Fischer, Römerweg; Danijela,
des Radenko Pantelic, Steig; Kurt,
des Franz Josef Loacker, Kirla; Sel-
wer, des Ibrahim Sekerci, Zollwehr;
Angelika, des Ernst Schlacher, Rö-
merweg; Elisabeth, des Hans
Scheier, Schlößleweg. — Sterbefälle:
Alois Heinzle, Kreuzgasse (62 Jahre );
Karl Kehr, Ringstraße (74); Benedikt
Ströhle, Kirla (70); Heinz Gächter,
Moosstraße (31); Sophie Scheyer geb.
Büsel, Zollwehr (64). — Eheschlie-
ßungen: Elmar Wohlgenannt mit
Eveline Rappele aus Dornbi rn; Gün-
ter Mair mit Hermine Keßler aus
Meiningen; Konrad Egger mit Ma-
ria nne Jaklitsch; Raimund Mierer
aus Muntliz mit Elisabeth Broger;
Harald Staffier mit Carmen Rauter
aus Hohenems; Dipl.-Kaufmann
Fritz Ausserer mit Reinhilde Loak-
ker; Helmut Weite aus Sulz mit
Maria Benzer; Predag Cvetkovic mit
Edith Wäger; Kurt Ellensohn mit
Renate Meier aus Nenzing; Ernst
Stecher aus Dornbirn mit Monika
Lerchenmüller; Kurt Schranz mit
Gertrud Ladner aus Lustenau; Jo-
hann Georg Ellensohn mit Monika
Gutgsell aus Dornbirn; Hubert We-
hinger aus Altach mit Irma Mayer;
Karl Unterthurner aus Dornbirn mit
Eugenie Fend.
Glückwünsche zum 85er
Wald a. Artberg. Heute feier t
Alois Maur er im Kreise seiner Fa-
burtstages
milie die Vollendung seines 85. Ge.
in voller körperlicher und
geistiger Frische. 1899 in Geiselberg/
Olang in einer kinderreichen Pu-
sterer Bauernfamilie geboren, mußte
er schon früh sein Brot in der
Fremde hart verdienen. Als Kaiser-
jäger in Galizien und an der italie-
nischen Front verwundet und in Ge-
fangenschaft geraten, hat er alle
Leiden eines Krieges zu spüren be-
kommen. 1923 ehelichte er Agnes
Taschler aus Toblach, die ihm drei
Kinder schenkte. Als Staatsangestell-
ter 1934 mit seiner Familie in die
Abruzzen versetzt, war er immer be-
müht, seiner Familie auch in der
harten Fremde alle Widerwertigkei-
ten überwinden zu helfen. 1939 kam
er nach Vorarlberg, faßte auch hier
gut Fuß und darf nun endlich, nach
sehr vielen Mühen, seinen Lebens-
abend genießen. Leider verlor er
letztes Jahr, knapp vor der Feier
der goldenen Hochzeit, auf die sich
beide so sehr gefreut hatten, seine
Frau. Seine Kinder, Schwiegertoch-
ter und Enkel freuen sich, mit ihm
Geburtstag feiern zu können.
LWIR RATULlEREN
Lochau. Josef Reichhalter, Sied-
lung 11, vollendet heute sein 75. Le-
bensjahr.
Hard. Heute vollenden Wwe. An-
gelika Lenz, Altersheim, das 79. und
Rosa Lutz geb. Birnbaumer, eben-
falls im Altersheim, das 70. Lebens-
Lustenau. Heute wird Camilla To-
masi, Steinackerstraße 21, 84 Jahre
alt.
Höchst. Alois Bartel, Kapellen-
straße 753, gratulieren wir zum 78.
Ge burts tag.
Dornbirn. Katharina Funk, Rohr-
bach 17, wird heute 84, Katharina
Hube r, Achrain 7, 80 Jahre alt.
Götzis. Heute vollenden Anna
Loukota, Ringstraße, das 76., Karl
Notz, Hütte, das 71. und Josef Stei-
ner, Altersheim, ebenfalls das 71. Le-
bensj ahr.
Klaus. Erwin Halbeisen feiert
heute sein 72. Wiegenfest.
Schnifis. Ges tern wurde Friedrich
Schnetzer 78 Jahre, heute vollendet
Regina Gohm aus Röns ihr 73. Le-
bensj ahr.
Bludenz. Heute gratulieren wir
Rosa Dürr, Rathausgasse 4, zum 72.,
Anna T ripp, Beim Kreuz 11, zum 75.
und Paulina Seeberger, Obdorfweg 9,
zum 78. Geburtstag.
I
Veranstaltungen -Treffpunkte
Alpenschutzverein für Vorarlberg:
Samstag, 22. Juni, Tagesausflug in
den Schweizer Nationalpark Grau-
bünden. Anmeldung noch heute, Don-
nerstag, und morgen, Freitag, beim
Alpenschutzverein, Dornbirn, Lan-
nerstraße 28, Tel. 3 49 83, und beim
Omnibusunternehmen Herburger,
Dornbirn, Schwefel 25, Tel. 24 15.
Bregenz. Foto-Club: Morgen,
Freitag, 20.00 Uhr, Gasthaus „Hir-
teten Schwarz-Weiß- und Farb-Pa-
pierbilder der Staatsmeisterschaft
1974.
Bregenz. PV Nibelungen: Heute,
Donnerstag, BC auf der Bude, Anton-
Schneider-Straße 16, um 19.00 Uhr;
anschließend AC.
Bregenz. CV-Philisterzirkel: Heu-
te, Donnerstag, Rundgang durch die
Oberstadt, Führung Prof. Dr. Wolf-
gang Husch; Treffpunkt 19.00 Uhr
vor der Martinskirche. Angehörige
und Bekannte sind eingeladen.
Bregenz. Jahrgang 1934: Ausflug
am 29. Juni; letzter Anmeldetermin
am 21. Juni.
Kennelbach. He ute, Donnerstag,
Werkstattabend der KJ im Jugend-
haus; Thema „Sprache der Hände";
Beginn 19.30 Uhr.
Dornbirn. Bei der Bezirkshaupt-
mannschaft Dornbirn finde t morgen,
Freitag, den 21. Juni 1974, kein Par-
teienverkehr statt. (VLK)
Feldkirch. Sprechtag der Pensions-
versicherungsanstalt der Angestell-
ten heute, 20. Juni, 8.00 bis 11.00 Uhr,
Gebietskrankenkasse, Schloßgraben
Nr. 14.
Bludenz.
Arbeitsgemeinschaft
Frau in der Wirtschaft: Heute, Don-
nerstag, 20.00 Uhr, Schloßcafe Dörf-
Enger, LAbg. Elfriede Blaickner über
„Familienpolitik und Familienrecht".
Schruns. Heute, Donnerstag, Hei-
matabend der Trachtengruppe
Schruns in der Batlogghalle uns 20.30
jahr. schen", Vorführung der bestbewer- Uhr.
49
Und eine andere Erinnerung: zweihundert
Lämmer in einem Schuppen an einem war-
men Nachmittag. Wir impften sie gegen
Nierenerkrankungen, und kein Gespräch
konnte aufkommen wegen des lautstarken
Protestes der Lämme r und des unaufhör-
lichen Blökens von fast hundert Mutter-
schafen, die sich angstvoll draußen herum.
drängten. Ich konnte mir nicht vorstellen,
wie diese Schafe aus der Masse der fast ge-
nau gleich aussehenden Tierchen ihren ei-
genen Nachwuchs herausfinden sollten. Das
würde ja stundenlang dauern.
Es dauerte ungefähr fünfundzwanzig Se-
kunden. Als wir mit dem Impfen fertig wa-
ren, öffneten wir die Scheunentore, und die
herausströmenden Lämmer trafen auf einen
aufgetregter
geballten Gegenstrom
Mütter.
Im ersten Moment war der Lärm ohrenbe-
legentlichen Blöken, als die letzten Streuner
täubend, aber er erstarb rasch zu einem ge-
zusammengetrieben waren. Dann strömte die
Herde, ordentlich gepaart, in voller Ruhe
dem Feld zu.
Im Laufe des Mai und Anfang Juni wurde
meine Welt ruhiger und wärme r. Der kalte
Wind ließ nach, und die Luft, frisch wie das
Meer, trug uns einen schwachen Hauch der
trerzogeedap, Tübingen Tausende von wilde n Blumen zu, die die Wie-
sen sprenkelten. Manchmal kam es mir ge-
radezu ungerechtfertigt vor, daß ich für mei-
ne Arbeit entlohnt wurde — für die Aus-
fahrt am frühen Morgen, wenn die Felder
im ersten fahlen Sonnenlicht glänzten und
in den Höhen noch Nebelfetzen hingen.
Am Skeldale-Haus brachen die Glyzinien
zu einem Gewirr bläulich-violetter Blüten
auf, die sich durch die offenen Fenster
drängten, und jeden Mor gen beim Rasieren
atmete ich den berauschenden Duft der lan-
gen Trauben ein, die neben dem Spiegel her-
abhingen. Das Leben war idyllisch.
Es gab nur einen Mißton. Da mals war ja
die Zeit der Pferde. In den dreißiger Jahren
gab es noch eine ganze Menge davon auf den
Höfen, obwohl die Traktoren schon angefan-
gen hatten, ihren warnenden Grabgesang zu
Dale,
läuten. Auf den Höfen zu Füßen
des
wo es reichlich Ackerland gab, standen die
Ställe schon halb leer, aber immerhin gab es
noch genug Pferde, tun die Monate Mai und
Juni arbeitsam zu machen. Es war die Jah-
reszeit zum Kastrieren.
Vorher aber kam die Zeit des Fohlens mit
viel Arbeit: Nachgeburtsreinigung der Stu-
ten, Fohlenschweife stutzen, die Krankheiten
der Neugeborenen behandeln — Fohlen-Läh-
me, zurückgehaltenes Darmpech. Es war har-
die
te und interessante Arbeit, aber als es wär-
einjährigen Hengste kastrieren zu lassen.
Das machte ich nicht gern, und da etwa
hundert Fälle zu erledigen waren, warfen sie
ihren Schatten auf diesen Frühling und auf
viele folgende. Generationenlang hatte man
und
festgebunden, ungefähr wie ein verschnürtes
Hühnchen. Es war ein bißchen mühsam,
aber das Tier war unter völliger Kontrolle,
und man konnte sich ganz auf den Eingriff
konzentrieren. Aber während meiner Assi-
stenzzeit ging man immer mehr dazu über,
das Fohlen im Stehen zu kastrieren. Man
brachte einfach die Nasenbremse an seiner
Oberlippe an, spritzte ein örtliches Betäu-
bungsmittel in jede Hode und erledigte dann
die Sache. Der offensichtliche Nachteil be-
stand in der zehnfach größeren Gefahr einer
Verletzung des operi erend en Arztes und sei-
ner Gehilfen.
Aber zweifellos ging es schneller. Das heißt,
falls alles glatt verlief, aber es kam vor, daß
das Fo hlen ausschlug oder sich auf uns warf
oder überha upt rasend wurde . Von zehn Fäl-
len verli efen neun g latt, und beim zehnten
k onnte es wie bei einem Rodeo zugehen. Ich
weiß nicht, wie andere Tierärzte bei der
Sache empfanden, aber ich selber war am
Morgen vor Kastrierungen unleugbar in ner-
vöser Spannung.
Natürlich liegt das zum Teil daran, daß ich
kein eigentlicher Pferdemensch bin und es
nie sein werde. Es ist schwierig, diesen Be-
griff zu def inieren , aber ich bin überzeugt,
daß Pferdemenschen schon als solche zur
Welt kamen oder in früher Jugend dazu wer-
den. Ich wußte, es hatte keinen Sinn, Mitte
te
Zwanzig damit anfangen zu wol len. Ich kann-.
mer wurde, dachten die Bauern daran, die Pferdekrankheiten, und ich traute mir
zu, kranke Pferde wirksam zu behandeln,
aber jene Macht, über die der echte Pferde-
mens ch verfügt, das Tier zu beruhigen, zu
beschwichtigen, es geistig zu beh errsch en,
war mir nicht gegeben. Es war ein Pech für
mich, weil Pferde das zweifellos mer ken.
So war ich an solchen Morgen ni emals sehr
hoch gestimmt, wenn ich losfuhr und meine
Instrumente in einer Schale auf dem Sitz
hinter mir rollten und ratterten. Würde das
Fohlen wild oder sanft sein? Wie groß wür-
de es sein?
Ich
hatte' gehört, wie manche
Kollegen leichthin ihre Vorliebe für große
be-
Fohlen bekundeten — bei Zweijährigen,
haupteten sie, wäre es viel leichter, man be-
käme die Hoden besser in den Griff. Für
mich aber gab es nie einen Zweifel. Ich r noch'
te sie klein, je kleiner, um so besser.
Eines Morgens, als die Sais on auf dem Hö-
hepunkt war und ich von der ganzen Pfer-
derasse überhaupt genug hatte, rief Sieg-
Wil-
fried mir im Fortgehen zu: „James, bei
kinson in White Cross ist ein Pferd mit ei-
nem Tumor im Bauch. Fahr hin und mach es
weg, wenn möglich heute oder nimm dir
sonst irgendeine Zeit dafür. Das überlasse
ich dir."
Ein bißchen verärgert darüber, daß ich zu
all der saisonbedingten Arbeit noch diese
Sonderaufgabe übernehmen sollte, kochte ich
ein Skalpell aus, dazu Tumorlöffel und eine
zusam-
Spritze und tat sie in meine Schale,
men mit dem lokalen Betäubungsmittel, Jod
und Tetanus Antitoxin.
(Fortsetzung folgt) folgt)