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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Hubert Berchtold, „Weißes Stilleben mit roter Flasche", 1965, 
90/100 cm, Öl auf Leinwand. 
Ein Maler und sein Werk 
Die um die Förderung bildnerisch-künstlerischer Kräfte unseres 
Lande s echt engagierte Neufeld-Galerie in Lustenau setzt immer 
wieder neue Akzente. Nach der mit großem Erfolg im gleichnami- 
gen Verlag herausgebrachten Rudolf-Wacker-Monographie ist zur 
Zeit eine weitere Monogr aphi e im Entstehen, die dem Vorarlberger 
Maler Hubert Berchtold gewidmet ist und einen überblick über des- 
sen Schaffen, mit Schwerpunkt der Jahre 1962 bis zur jüngst en Ge- 
genwart beinhalten wird. Das mit einem Begleittext von Dr. Oscar 
Sandner versehene und von Reinhold Luger grafisch gestaltete Buch 
soll im Spätherbst dieses Jahres anläßlich einer in der Neufeld-Ga- 
lerie stattfindenden Ausstellung Hubert Berchtolds erscheinen. In 
der noch bis zum 30. Juni laufenden Subskriptionsfrist kann das in 
einer numerierten Auflage von 1200 Exemplaren aufgelegte Werk 
(180 Se iten mit ca. 40 Farbkunstdrucken und 90 Schwarz-Weiß-Re- 
pros, Format 30 X30 cm) zu einem zwischen 26 und 16 Prozent er- 
mäßigten Preis vorteilhaft erworben werden. Den Exemplaren 1 bis 
10 sind eine signierte Originalzeichnung und drei Originalradierun- 
gen beigelegt bzw. beigebunden, den Ex. 11 bis 200 drei Original- 
radierungen und schließlich den Ex. 201 bis 1200 je eine Original- 
lithographie. Wie wir vom Neufeld-Verlag dieser Tage hörten, wird 
von der erst kürzlich ergangenen Einladung zur Subskription der 
Seite 20 
Berchtold-Monographie lebhaft Gebrauch gemacht. 
Freitag, 21. Juni 1974 
  
Auch im heurigen Jahr haben die 
    
Bregenzer Festspiele im Rahmen 
ihrer Werbung für die Festspiel- 
veranstaltungen in Zusammenarbeit 
mit dem Vorarlberger Landesfrem- 
denverkehrsamt und den jeweiligen 
Regionalverbänden wieder eine um- 
fangreiche Fremdenverkehrswerbung 
im In- und Ausland durchgeführt. 
In insgesamt 30 ausländischen 
Städten wurden Veranstaltungen der 
Bregenzer Festspiele auf dem 
Werbe- und PR-Sektor durchge- 
führt. In Deutschland wurden 
Pressekonferenzen in insgesamt 17 
Städten (darunter in Frankfurt, Ber- 
lin, Stuttgart, Köln, München, Düs- 
seldorf und Dortmund) und weitere 
Informationsveranstaltungen für das 
Vorarlberger und österreichische 
as 
UNSER 
Trin 
  
„Fahrendes Volk" 
mit Hans Albers 
20.15 Uhr, FS 2 
Seit Hans Albers zu den gro- 
ßen Stars des deutschen Films 
gehörte — er starb 1960 —, war 
man gewöhnt, ihn als strahlen- 
den Draufgänger zu sehen. In 
diesem 1938 gedrehten deutsch- 
französischen Film war das zum 
erstenmal anders: Albers verkör- 
pert einen Fünfzigjährigen, der 
einen erwachsenen Sohn hat, dem 
er sich seiner Vergangenheit we- 
gen nicht zu erkennen geben darf. 
Schauplatz der Schicksalsgeschich- 
te eines Gestrauchelten ist die 
bunte Welt des Zirkus. In weite- 
ren Rollen sind Hannes Stelzer, 
Camilla Horn, Irene von Meyen- 
dorf u. a. bekannte Namen von 
damals zu sehen. — 21.50 aus 
Wien: Int. Schwimm-Meister- 
schaften — 22.35 Telereprisen. 
Forsts „Sünderin" 
22.35 Uhr. FS 1 
Bei seiner Uraufführung, 1950, 
entfachte Willi Forsts erster Nach- 
kriegsfilm einen Skandal. Nicht 
zuletzt deshalb, weil Hildegard 
Knef nackt posierte. Es kam zu 
Protesten, obwohl Regisseur Forst 
weit davon entfernt war, porno- 
grafisch sein zu wollen. Er zeich- 
nete zwei typische Trümmermen- 
schen: Marina, ein Mädchen, das, 
getrieben von der für die Nach- 
kriegszeit typischen Lebensgier, 
in der Liebe zum Stiefbruder Er- 
füllung sucht, und Alexander (Gu- 
stav Fröhlich), den von der Reali- 
tät enttäuschten Maler, der mit 
sich und der Welt zerfallen ist. — 
Das A bendprogra mm von FS 1 
beginnt um 20.15 Uhr mit der 
zweiten TV-Show von Reinhard 
Mey „Wie lang hätten Sie's denn 
gern?" — 21.30 Planquadrat: Dis- 
kussion im Hinterhof. — 22.30 
Zeit im Bild. 
Lustspiel mit den 
Rühmanns in der ARD 
25 Jahre alt ist der heutige 
ARD-Film „Ich mach dich glück- 
lich" (20.15 Uhr), in dem Heinz 
Rühmann und seine vor vier Jah- 
ren verstorbene Frau Hertha Fei- 
ler die Hauptrollen spielen. Ein 
typisches Filmlustspiel, ohne nen- 
nenswerte Handlung, das dennoch 
durch die Rühmannsche char- 
m ant-s chüchter ne Komik im 
höchsten Grade erquicklich ist. — 
21.40 WM: Zwischen den Spielen. 
— 22.55 ,,Alfie", amüsant-hinter- 
gr ündige Satire über die Affären 
eines Casanovas. (1.05 Sende- 
schluß.) 
Bonds „Die See" 
21.30 Uhr, ZDF 
Die Aufzeichnung dieser Auf- 
Bayrischen Schau- 
führung 
des 
eTheater- 
spielhauses wurde beim 
treffen Berlin" als eine der be- 
merkenswertesten Ins ze nierun- 
gen der Spielzeit 1973 ausgewählt. 
Das im Jahre 1907 in einer pro- 
vinziellen Kleinstadt an der eng- 
lischen Ostküste spielende Stück 
schildert die Zerstörung eines 
durch seine Zwangsvorstellungen 
in einen Konflikt mit der Wirk- 
lichkeit geratenen und daran zer- 
brechenden Mannes. Edward Bond 
(19 34) ist in den letzten Jahren 
zu einem der meistgespielten eng- 
lischen Dramatiker auf dem 
Kontinent geworden. — Anschl. 
23.35 Theater in der Kritik: Dis- 
kussion über die Aufführung. 
Tourismusangebot durchgeführt. In 
(Sendesdiluß 0.20 Uhr.) 
Berlin, Brüssel und Paris nahmen 
die Bregenzer Festspiele an großen 
Reisemessen und Touristikausstel- 
lungen teil und konnten auch dort 
nicht nur für die Bregenzer Fest- 
spiele, sondern auch für das tou- 
ristische Ange bot von Vorarlberg 
und Österreich werben. 
In dieser Richtung wurden neben 
der deutschen Bundesrepublik auch 
in der Schweiz, in Bel gien, in den 
Niederlanden, in Frankreich, in Lu- 
xemburg und in Italien Veranstal- 
tungen durchgeführt bzw. entspre- 
chende Initiativen auf dem Sektor 
der Öffentlichkeitsarbeit unternom- 
men. 
Die Bregenzer Festspiele sind die 
einzigen Festspiele in Österreich, die 
nicht nur mit einem so umfangrei- 
chen Programm für die eigenen Be- 
lange, sondern für das touristische 
und fremdenverkehrsmäßige Ange- 
bot in Österreich werben. Angesichts 
der Interessen, die man gerade dem 
kombinierten Touristik- und Kultur- 
a ngebot im internationalen Reise- 
wesen entgegenbringt, kommt diesen 
Veranstaltungen der Bregenzer 
Festspiele besondere Bedeutung zu. 
Preise kaum verändert 
überaus preisgünstig sind die Bre- 
genzer Festspiele im Vergleich zu 
anderen österreichischen Festspiel- 
veranstaltungen, was die Eintritts- 
preise betrifft. Die Bregenzer Fest- 
spiele verlangen für die hervor- 
ragenden Aufführungen mit inter- 
nationalen Ensembles und Spitzen- 
sängern einen Maximalpreis von 
350 S, lediglich der Premierenpreis 
für die italienische Produktion „Il 
finto Stanislao" liegt bei 400 S. 
Schon ab 80 S kann man das Spiel 
auf dem See — im heurigen Jahr 
Bizets „Carmen" — sehen. Die Preise 
auf der Seebühne reichen von 80 S 
	finto 
bis 350 S. Die Kar ten für 
Stanislao" kosten zwischen 130 S und 
400 S. 
In einer kleinen Feier im Unter- 
richtsministerium überreichte gestern 
Bundesminister Dr. Fred Sinowatz 
Leonie Rysanek anläßlich ihrer 25- 
jährigen Bühnentätigkeit das Dekret 
der Ehrenmitgliedschaft der Wiener 
Staatsoper. Dr. Sinowatz betonte im 
Zusammenhang mit der überrei- 
chung, er erachte es als ein Positi- 
vum, daß in Österreich bis zum Bun- 
deskanzler hina uf sov iel Interesse an 
Kunst und Kultur, im besonderen 
Fall an der Staatsoper, bestehe und 
so sehe er eine derartige Ehrung als 
ein Zeichen der menschlichen Wert- 
schätzung österreichischer Künstler. 
Leonie Rysanek betonte in ihrer 
Dankesrede, daß, ob wohl sie nahezu 
in aller Welt singe, die Wiener 
Staatsoper von ihr immer als ein 
Mittelpunkt ihrer Tätigkeit angese- 
hen und geschätzt werde. 
Seit ihrem B ühnendebu t 1949 in 
Innsbruck (als Agathe im „Frei- 
schütz") ist Leonie Rysanek über 
1500mal in mehr als 50 Städten auf- 
getreten. An der Wiener Staatsoper, 
wo sie seit 1945 fix engagiert ist, hat 
die Künstlerin an die 350 Abende, 
darunter 10 Premieren, absolviert. 
Der internationale Durchbruch ge- 
lang Leonie Rysanek 1951 als Sieg- 
linde unter Karajans musikalischer 
Leitung in den ersten Bayreuther 
Nachkriegsfestspielen. Schon ein Jahr 
zuvor war sie erstmals in Wien auf- 
getreten, und zwar als Myrthokle in 
Am vergangenen Sonntag trafen 
sich die Kirchenchöre von Braz, Da- 
leas, Wald, Klösterle und Lech zur 
gemeinsamen Gestaltung des Deka- 
natssingtages. Unter Leitung des De- 
kanatskantors Hugo Manahl sangen 
die vereinten Chöre in der Pfarr- 
kirche Dalaas die „Hippolytus-Mes- 
se" für vierstimmig gemischten Chor 
und Volk von Johann Pretzenberger 
und Propriumsgesänge von Johann 
Crüger „Lobet den Herrn", H. Schütz 
„Singet dem Herrn ein neues Lied", 
und Ph. E. Bach „Groß ist der Herr" 
sowie einen „Allelujagesang aus 
Lourd". Die feierliche Umrahmung 
des Abendgottesdienstes und die 
teilweise Begleitung des Chorgesan- 
ges mit Orgelspiel führte Schuldirek- 
Auf dem Schauspielsektor liegen 
tor Rudolf Wiederin durch. 
die Preise zwischen 80 S und 200 S, 
was unter dem Durchschnitt deut- 
scher und österreichischer Theater 
liegt. Auf dem Orchesterkonzert- 
sektor werden die Karten zwischen 
80 S und 300 S verkauft, auch das 
liegt zum Vergleich von internatio- 
nalen Konzertfestivals und Fest- 
spielveranstaltungen weit unter dem 
Durchschnitt. Die Preise für das 
Solistenkonzert mit Nathan Milstein 
liegen bei 110 S bis 200 S. Für die 
Auf führung der Haydn-Oper „Welt 
auf dem Mond" in Schloß Hohenems 
werden Eintrittspreise von 150 S bis 
250 S verlangt. Für Konzertveran- 
staltungen im Rahmen der Bregen- 
zer Festspiele liegen die Preise zwi- 
schen 40 S und 150 S. 
Angesichts der gegenüber dem 
Vorjahr kaum erhöhten Preise rech- 
net man für die Bregenzer Festspiele 
1974 — vorausgesetzt, daß auch das 
Wetter mitspielt — mit einer neuen 
Rekordzuschauermenge. Im Vorjahr 
hatten 65.000 Personen die Bregen- 
zer Festspiele gesehen. 
Filme in Vorarlberg 
INFERNO AM MONTBLANC 
Der Dokumentarfilm aus Deutsch- 
land (1972) berichtet vom Gipfel- 
sturm einer französischen und einer 
italienischen Seilschaft, die in einen 
Schneesturm geraten, wobei ein Teil 
der Bergsteiger ums Leben kommt. 
Regisseur Lothar Brandler zeigt die 
Probleme der Hochalpinistik auf, 
schildert die Vorbereitungen und re- 
konstruiert die Tragödie. Eindrucks- 
voll sind die Aufnahmen vom Mont- 
blanc. 
Prager TV-Preis für ORF 
Erfolg für den ORF beim Inter- 
nationalen Fernsehfestival in Prag: 
In der Kategorie der Musikfilme 
wurde der Streifen „Piano conclave" 
mit dem Preis für die beste Regie 
ausgezeichnet. Der Streifen, eine 
d'Alberts „Die toten Augen". 1955 
wirkte sie bei der Staatsoperneröff- 
nung als Kaiserin und Aida mit. Seit 
1959 singt Leonie Rysanek auch an 
der Metropolitan Opera. 
Der Terminkalender der Künst- 
lerin ist bis 1978 total ausgebucht. 
HM Tisis-Tosters 
beginnt Sommersaison 
Zum heutigen Sommeranfang 
beginnt die Harmoniemusik Tisis- 
Tosters mit ihren bereits in den 
Vorjahren bei Einheimischen und 
Gästen gleichermaßen beliebten 
Platzkonzerten. Unter der Lei- 
tung von Kapellmeister Willi Do- 
l eschal fi ndet das 1. K onzert 
heute, Freitag, 21. Juni, 20 Uhr, 
beim Gasthaus Löwen in Tisis 
statt. 
Nach dem erfolgreich durchge- 
führten 100jährigen Vereinsjubi- 
läum warten in Kürze bereits 
neue Aufgaben auf die Harmonie- 
musik. So wird der Verein am 
nächsten Sonntag, 30. Juni, beim 
27. Liechtensteinischen Verbands- 
musikfest in Vaduz teilnehmen 
und eine Woche darauf beim Be- 
zirksmusikfest in Rankweil mit- 
wirken. 
Die beeindruckende Gestaltung des 
Gottesdienstes erfüllte die Sänger mit 
Freude und Begeisterung. Es zeigte 
sich, daß die „Hippolytus-Messe" von 
Prälat Pretzenberger gut ankommt 
und auch von kleineren Chören ge- 
meistert werden kann. 
Beim anschließenden gemütlichen 
Beisammensein im Gasthof Post 
dankte der Kirchenmusikreferent der 
Diözese Pfarrer Stefan Gorbach, al- 
len Sängern für ihre eifrige Teil- 
nahme und Dekanatskantor Hugo 
Manahl für seine Mühe, in verhält- 
nismäßig kurzer Zeit. etwa 90 Laien- 
sänger zu einem Gesamtchor zu for- 
men. Mit dem Vortrag weltlicher 
Lieder, die von den einzelnen Chö- 
Eigenproduktion des ORF (Regie: 
ren dargeboten wur den, fand das 
Franz Kabelka), zeigt sechs Solisten 
auf den unterschiedlichsten Tasten- 
instrumenten. 
Den Hauptpreis in der Kategorie 
der dramatischen Filme erhielt der 
tschechoslowakische Streifen „Ha- 
fen", in der Kategorie der Musik- 
filme der polnische Streifen „Mor- 
gen". Den Preis für die beste Regie 
eines dramatischen Films errang der 
Sender Freies Berlin für seine Pro- 
' duktion von „Sechs Wochen im Le- 
ben der Brüder G." (Regie: Peter 
	_ 
Beauvais). 
Wagner-Boykott in Israel 
gebrochen 
Zum erstenmal seit der Staats- 
gründung findet in Israel ein Kon- 
zert mit der Musik Richard Wagners 
sta tt. Der Komponist war bisher in 
Israel verpönt. Am 26. Juni spielt 
das Israelische Philharmonische Or- 
chester in Tel Aviv ein Programm, 
das außer dem Violinkonzert von 
Beethoven nur Wagner bringt. Ge- 
spielt werden „Lohengrin" sowie 
Stücke aus der „Götterdämmerung" 
und „Tristan und Isolde". 
Das Konzert wird von Zubin Meh- 
ta dirigiert, der seit geraumer Zeit 
die „Wagnerianer" in. der Orchester- 
Direktion angeführt hat. 
Der Wagner-Boykott war Teil 
eines generellen Boykotts, der Ri- 
chard Strauss einschloß und bis vor 
wenigen Jahren auch den Gebrauch 
gelungene Treffen einen schönen 
Ausklang. 
Die Dekanatssingtage bieten zwei- 
fellos die Möglichkeit, die meist iso- 
liert wirkenden kleinen Chöre mit 
neuer Musikliteratur bekanntzuma- 
chen und den Chorleitern einige 
praktische Anregungen zur Proben- 
gestaltung zu geb en. Wichtig sch eint 
auch, die Öffentlichkeit in verstärk- 
tem Maße auf das selbstlose, ver- 
dienstvolle Wirken der Kirchenchöre 
aufmerksam zu machen und deren 
kulturelle Bedeutung zu betonen. Be- 
sonders die kleinen Kirchenchöre auf 
dem Lande müssen ermutigt und in 
jeder Hinsicht von den Gemeinden 
unterstützt werden, soll es nicht in 
Zukunft sehr eintönig oder gar still 
 der 
in unseren Gotteshäusern werden. 
deutschen Sprache im Rundfunk 
— einschließlich der Liedertexte klas- 
sischer Musik — verboten hatte. 
Mona Lisa im N onstop 
Dreißig S ekunden bleiben den 
Moskauer Kunstfreunden Zeit, im 
Puschkin-Museum einen Blick auf 
Leonardo da Vincis Mona Lisa zu 
werfen. Vorher müssen sie sich aller- 
dings mindestens fünf Stunden an- 
stell en. Der Andrang zur Ausstel- 
  
lung ist erwartungsgemäß sehr stark. 
FORSCHIIII1 
Auserlesene Chorwerke 
in der Mehrerau 
Am kommenden Sonnt ag, 23. 
Juni, 20 Uhr, wird die Reihe der 
„Mehrerauer Konzerte" 1974 mit 
einem Chor-Orgelkonzert fortge- 
se tzt. Der überlinger Kammer- 
chor, der im süddeutschen Raum 
einen ausgezeichneten Ruf ge- 
nießt, singt unter der Leitung sei- 
nes Dirigenten und Gründers An- 
ton Schmid, Münsterchordirektor 
in überlingen, auserlesene Werke 
des 16. und 19. Jahrhunderts. 
Der erste Teil des Abends bringt 
Werke alter Meister. Mit Vittoria, 
dem berühmtesten Schüler Fele- 
strinas, wird das Chorprogramm 
eröffnet. Darauf folgen Motetten 
von Isaac, Handl und Orlando di 
Lasso. Ein Höhepunkt des Kon- 
zerts wird die „Misse zu 5 Stim- 
men" des Engländers William 
Byrd sein. 
Im zweiten Teil des Programms 
werden das letzte Chorwerk Ma% 
Regers „Der Mensch lebt und be- 
stehet nur eine kleine Zeit" für 
achtstimmigen Chor, und die 
grandiose Brahms-Motette „War- 
um ist das Licht gegeben dem 
Mühseligen" zu hören sein. 
In diesem Jahr feiert die Mu- 
sikwelt den 150. Geburtstag des 
gr oßen Österreichers Anton 
Bruckner. Aus diesem Anlaß wer' 
den die berühmten, herrlichen 
Motetten „Christus factus est". 
„Os justi", ,,Locus iste" und das 
„Ave Maria" in das *Programm 
aufgenommen. 
Der Organist Johannes Pichler 
aus Innsbruck spielt zwischen den 
Chorwerken Orgelmusik von Gee 
• 
org Muffat, Franz Schmidt und 
Stiftsorganisten 
dem derzeitigen 
von St. Florian, Augustinus Franz 
Festspielwerbung auf Hochtouren in ganz Europa — Was kostet die „Carmen"? 
Kropfreiter. 
Touristik durch Kultur 
Leonie Rysanek Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper 
- 
Star aller Opernhäuser 
Gem einsa mes S ingen der K loster taler Kirchenchöre 
Nachahmenswertes Beispiel Beispiel
	        
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