Skip to main content

Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

  
prmiberger 
, 2 2. 
Samstag, Juni 1974 
Nummer 143 — 30. J ahrgang 
Auflagenstärkste und *parteiunabhängige Tageszeitung für das Land Vorarlberg 
Eigentümer, Herausgeber u. Verleger: E. Ruß & Co., Bregenz, Tel. 2 42 56*, 2 23 54, Anzeigen 2 33 15, 2 21,51, Tel ex: VGA 710 
. 	........ 
Erscheinungsort - Verlagspostamt 6900 Bregenz - Abonnement monatlich S 44,50, Einzelpreis S 2,—, Samstag S 3,- • P.b.b. 
. " 
Vor BRD DDR 
• 
Bombenalarm 
In Hamburg •findet heute der 
Fußball-Länderkampf zwi- 
erste 
und 
schen 
der BRD 
der DDR 
statt. Schon deshalb handelt es 
sich um ein besonderes Ereignis. 
Einfluß auf den weite- 
über den 
ren Verlauf des WM-Turniers, den 
Spiel hat, und die Bom- 
dieses 
be ndroh ung, die gestern einen 
Großalarm ausgelöst hat, berich- 
ten wir ausführlich im Sportteil. 
Theodor Körner (SPÖ), von 1951 
bis 1957, siegte mit 52,06 Prozent 
Kart Renner (SPÖ ), von 1945 bis 
über Heinrich Gleißner. 
1950, wurde von der Bundesver- 
Adolf Schärf (SPÖ), von 1957 bis 
sammlung gewählt. 
1965, siegte mit 51,12 Proze nt über 
Wolfgang Denk, und 1963 mit 
Franz Jonas (SPÖ), von 1965 bis 
55,4 Prozent über Julius Raab. 
1974, siegte mit 50,7 Prozent über 
Alfons Gorbach und 1971 mit 52,8 
Proz ent über Kurt Waldheim. 
er ist 
. 	. 
er Fünfte 
im Bunde? 
Der Sieger vom morgigen Sonntag 
ist noch ein Fragezeichen. Das 
Wahlvolk wird entscheiden. 
Präsid entschaftsk andidaten noch mals vor der Pres se 
irchschläger ist o 
ug ere, in rr je 
halten. Grundsätzlich ist keine Partei- „Konsequenzen sollten im nachhinein 
bei einem Einzug ins Parlament von ruhig und sachlich überlegt werden". 
	Beide 
Kandidaten beurteilten die 
schlossen", er sehe aber in Österreich Wahlkampfführung ihres Konkur- 
, 
keinen Politiker, der kommunistische' re nten als fair, 
Kirchschläger 	meinte 
Vertreter in einer heuen ' Regierung aber zur Wahlwerbung der ÖVP, 
„daß . mir gegenüber die Grundsätze 
vorschlagen würde. 
• 
der-, Fairneß , erheblicher verletzt 
er 
 kündigte gestern an, 
wurden 1 
	" 
	' 
explosionen rich teten am Freita g er- sion als' Senatsrat der Stadt Inns-. • 
	. 
' • 
Ein fai res 
Duell" 
- 
und in bruc.k, „etwa 17.000' bis '18.000 Schil-   
hebliche Schäden in Belfast 
  
der Nähe liegenden Ortschaften an. ling", in den 
von 
'ihm angeregten, • 
den 
Ein Mann wurde in einem prote - Verfügungsfonds des Bundespräsi-   
Pressegesprächen auf die „VN"-Frage 
stantisch-katholischen Viertel Bel- denten zur raschen Hilfe in Notfällen Bez ug, - warum sie „wählbarer" er- 
fasts erschossen. Er war das 1038. einzahlen. Er werde auch, soferne er scheinen als der 
	rein 
ur 
-"Wahl 
Opfer in den seit fünf ..Jahren. an- nicht die 
	Dr. 
.Kirchschläger mete, , sein 
	ein 
dauernden Unruhen. 
derartiger Fonds ins Leben geru- « - 
Programm der Kontinuität sei, das 
	fen 
. 
werden, 'ei nen angemessenen 'Bei- 
trete .dar- 
bessere für Österreich. er 
	, 
LH Nieder!: Herbstwahlen? , 
trag leisten. 
	über. 
hinaus für „mehrl Gerechtigkeit 
mögliche Vorverlegung der Wahlen 
.steiermärkischen 
zurn 
Landtag vom 
März '1975 auf den Herbst dieses 
Landespartei- 
Jah res' erklärte der 
obmann der steirischen ÖVP, Lan- 
deshauptmann Dr. Niederl, in einem 
ORF-Interview, daß Herbstwahlen 
keine Überraschung mehr wären. 
Nach wie vor sei aber der Wahl- 
termin nicht geändert. Vorerst wür- 
den• einmal die Bundespräsidenten- 
wahlen abgewartet, sagte Niederl. 
Über die Vorverlegung des Wahl- 
termines meinte Niederl, daß diese 
sowohl von sachlichen Gründen, wie 
etwa bei Schwierigkeiten bei der 
Budgeterstellung, abhängen könne, 
Wie auch von politischen Gründen. 
Ein, 
Zusammenfallen von National- 
Wolle er auf 
	Die 
Teilnehmer an' der• viertägi- ren. 'Durch diese Pipeline soll der 
gen: 
Der Landespartelamann der So- 
Konferenz; auf welcher das' 
25-° Bedarf der Länder: des Warschauer' 
ge-- 
zialiStischen Partei Steiermark, Er- jährige" Bestehen von. COMECON 
Pakts für die Chemieindustrie für die 
I,HStv. 
ster 
er feiert würde, beschlossen," eine neue nächsten 20 'Jahre befriedigt werden. • 
Sebastian,, erklärte; 
	Die Regierungschefs unterzeich- 
sehe keinen sachlichen • Grund für Pipeline von 
den :Naturgasfeldern in 
eine IhrverlegungLandtags- Orenberg im Süden des Urals bis zu- rieten auch ein ‚Abkommen, durch . 
	der 
Wahl 
Kissinger reist schon 
sowjetischen Westgrenze zu 
füh- Wilehes der Elektrizitätsaustauseh 
wieder • 
sei- 
Washington*. (Reuter) Auf , 
-von der amerika- 
-nem. Rückflug 
eikonfe- 
- nisch-sowjetischen. 
.Gipl 
renz 
in der kommenden Woche 
,in Moskau will der amerikanische 
-Außenminister Henry Kissinger, 
zur NATO nach Brüssel, nach Pa- 
ris, München und London reisen. 
Nach Angaben des Sprechers des 
amerikanischen Au.ßenministe- 
-ritims, Robert Anderson; vom 
-Washington Schen ,:Gegners ausgeschlossen 
-Freitag in 
will Kis- 
singer am 3. Juli in Brüssel den 
Rat des Nordatlantik-Pakts 
(NATO) über die Ergebnisse des 
Treffens zwischen dem amerika- 
nischen Präsidenten Richard Ni- 
xoni, und dem sowjetischen KP- 
Chef Leonid Breschnjew unter- 
richten und anschließend Pa ris, 
München und London besuchen. 
Laut Anderson wird sich Kissin- 
ger nach seinen Gesprächen in 
München auch ein Spiel um die 
Fußballweltmeisterschaft ansehen. 
Am 8. oder 9. Juli werde er dann 
wieder in Washington zurücker- 
WieriSVN 4liecjrtn libefraichencl für":gestern einberufenen presse- 
wartet. 
.geeprächen,-bei- 
des OMI- 
denen  jedoch jeweils die Parteizeitungen: 
.Waren, 
traten die beiden Präsident- 
schaftskandidaten Dr. Kirchschläger und Dr. 'Lugger erneut an die 
Öffentlichkeit. Beide versuchten, in Detailfragen ihre Anliegen für die 
,   
Amtsausübung 'zu präzisieren. Minieter Kirchschläger erklärte dabei: 
„Ich sehe mit Zuversicht dem Sonntag entgegen, Ich bin optimistisch, 
daß-die 
ich weiß' aber, 
wird."- 
Wahl erst am Sonn tag geschlagen sein 
Lugge r wieder meinte, er sei „für jeden Österreicher wählbar", wobei 
ihn der Widerspruch nicht störte, daß er apodiktisCh keinen KPÖ-Ver- 
treter In eine Regierung angeloben werde, auch wenn die KPÖ bei den 
nächsten Nationalratswahlen Parlamentssitze erringen sollte. 
Kirchschläger ve rtrat hier auf über etwaige Konsequenzen bei einer 
„VN"-Anfrage eine andere Ansicht: Wahlniederlage zu. sprechen: Auf die 
„In der Verfassung ist der Grundsatz Frage, ob er als !iußenminister zu-' 
ichheil derStaatsbürger' ent- rücktreten werd.e, meinte' er solche. 
	. 
der Gle     
	; 
Wieder 
Bomben in Nordirland — 
1038. Opfer 
Belfast (UPI) Mehrere Bomben- werde im Fall seiner Wahl seine Pen- . 
. 	. 
	• 
: 
• 
Graz (APA) Zur' Frage über eine 
- 
• . 	x 
ratswahlen mit Landtagswahlen 
• 	• 
• 
Mit 
en. 
ver- 
tauschten 
Rollen 
zwischen den! COMECON-Ländern 
weiter verstärktwerden Soll.* 
In einem Interview mit dem bul- 
garischen Fernsehen hatte der so- 
wjetische Ministerpräsident Alex ej 
Kossigyn .am Donnerstag die Not- 
wendigkeit • einer engen zusämmen- 
arbeit der COMECON-Länder ' auf 
dem Energiesektor unferschrichen. 
die- 
Auf ' der ' Ratssitzung, - 
unter 
Ausschluß der Öffentlichkeit abge- 
halten wurde, - sind auch die lang- 
fristigen Wirtschaftspläne und ein 
gemeinsamer Fünfjahresplan für den 
Zeitraum- von 1976 bis .1980 erörtert 
Ein bißchen an die Motten, die 
worden. 
sich' im Sommer in den Pelz und 
im Winter in, den Bikini setzen, 
erinnert• manssich. bei .dieser eben, 
zu Ende gehend en Bundeipräsi- 
dentenwahlwerbung auf. jeden 
Fall. .Und zwar deshalb, weil der 
Kandidat der ÖVP ganz bewußt 
Gedanken der not w endigen Mo- 
dernisierung und Aktivierung der 
Hofburg ins Volk trug, hingegen 
Jahren in der Bewerber der Sozialisten 
wie es in 
deutlich bremste und, 
der Regel Konse rvat ive tun, un- 
-entwegt zur Behutsamkeit, Sicher- 
.heit und Zurückhaltung mahnte. 
Ob, dieser Rollentausch die 
bißchen durch- 
Wähler nicht ein 
schwer zu 
einander brachte, ist. 
sagen. Möglicherweise hat er 
die Disziplin- der SP-Wäh- 
aber, 
ler vorausgesetzt, Kirchschläger 
abgesichert, 
auf der rech ten Seite 
daß Lugger auf der anderen 
ohne 
hätte kön- 
Seite etwas gewinnen 
nen. 
man in der letz- 
Natürlich war 
politi- 
ten Wahlphase in beiden 
Lagern nervös auf Sieg ge- 
schen 
stimmt. Bei der SPÖ auf 200.000 
Stimmen mehr, wä hrend die ÖVP 
vorsichtig mit ein paar zigtausend 
Stimmen Vorsprung ihrer und 
gewinnt,'und 'sollte' Lugger s Werbearbeit Zuversicht 
	. einhauchte. 
Leider haben auch ÖVP-nahe 
Wiener Publizisten mehr oder we- 
niger offen Stimmung gegen den 
„Provinzler" aus dem Westen ge- 
macht, ohne deswegen für Kirch- 
offen -zu votieren. Bei 
schläger. 
ihnerrsaß es tiefer als bei wendi- 
gen Parteipolitikern, daß ein Wit- 
' halm dem Tiroler Lu gger weichen 
mußte und daß es die schwar- 
zen Landesfürsten wagten, einen 
der Ihren durchzusetzen. West- 
' wind ist seit der Ära Klaus in 
Wien verpönt, wobei man auch 
etwas Nostalgie über die Donau- 
metropole einfließen läßt und sie 
teilweise sogar mit der Wirklich- 
verwechselt. 
keit 
Ohne Wien jedoch etwas zu 
„nehme n und wie, es oft heißt, die 
zu" 
Bundeshauptstadt, , . „verteu- 
feln", kann jedoch gerade der 
alle Fälle' vermeiden. Weiten -oft mit.-viel- fortschrittli- 
cheren Ideen-aufwarten und sich 
in der Weltoffenheit sehr' leicht 
Unterstützungsaktionen für' die Be- 
(Fortsetzung auf Seite 2) 
-.für 
f hinderten,. 
'of,- 
:Sparsamkeit im 
fentlichen Dienst und für ein hohe s: 
Maß an: ObjektiVität und Mensch-' 
lichkeit" ein: 
Lugger meinte, aus seinem bishe- 
rigen demokratischen Verhalten im 
öffentlichen Leben müsse der Schluß 
gezogen werden, daß er als Bundes- 
prasident ebenso demokratisch han- 
25 
deln werde. Er sei in den letzten 
Wahlen schon oft mit dem 
Stimmzettel beurteilt worden, er 
habe auf den Wahlreisen gemerkt, 
daß ihm überall großes Vertrauen 
entgegengebracht- 
werde. Lugger, der 
Sonntag in Innsbruck wählen und am 
Abend in Wiensein wird, verwies auf 
seine Absicht einer Vermenschlichung 
des Aint es und seine Erfahrungen 
mit Sozialaktionen. Zur Wahlkampf- 
führung meinte Lugger, er und 
einer Regierungsbeteiligung ausge- Kirchschläger hätten die Auseinan- 
dersetzung so geführt, .daß sie nach 
der Wahl „als Menschen einander in 
die Augen sehen könnten". 
ist gefäh rdet 
ÖGB 
Einen scharfen Angriff auf die 
ÖGB 
Führung des richtete gestern 
der Vorsitzende der Gewerkschaften 
Beide Kandidaten nahnien in des' öffentlichen Dienstes, .ÖVP-Ab- 
geordneter Gasperschitz. Er warf dem 
ÖGB vor, Zeitschriften des Gewerk- 
schaftsbundes zur Wahlwerbung für 
Kirchschläger mißbraucht zu haben. 
Er forderte eine Vorstandssitzung des 
- ÖGB, um die Überparteilichkeit des 
ÖGB zu -gewährleisten. Andernfalls 
Verlassen des ÖGB an. 
Kirchschläger ,war.nicht s ber eit, für alle, Bevölkerungsgruppen, für drohte er ein 
Ost-EG beendet Tagung in Sofia — Abkommen über gegenseitigen Stromaustausch 
Sofia. (UPI) --- Die Regierungschefs der osteuropäischen Länder be- 
endeten 'am Freitag die 28: Ratstagung des Rats für gegenseitige Wir t-' 
schaftshilfe (COMECON) mit einer Reihe von Beschlüssen, die wirtschaft- 
liche Zusammenarbeit innerhalb des östlichen gemeinsamen Marktes 
weiter auszubauen und die Energiereserven gemeinsam auszuwerten, um 
dadurch die' größtmögliche Unabhängigkeit von den westlichen Energie- 
quellen zu erlangen. 
• •
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.