Mit diesen neuen Sicherheitssitzen hofft ein Automobilhersteller in'
der Bundesrepublik Deutschland, höc hstmögli che n Sc hutz vor Un-
fallschäden für mitfahrende Babies und Kleinkinder zu bieten. Die
aus stabilem Kunststoff gefertigten Sitze sind der Körperform des
Ki ndes genau angepaßt, weich gepolstert, nach amerikanischem
Vorbild entwickelt, entsprechen also den in den USA geltenden
strengen Sicherheitsnormen. Beide Sitze werden zunächst mit Zwei-
punktgurten im Auto fest verankert, sie sind außerdem mit spe-
ziellen Kindergurten ausgerüstet: der Babysitz (links) mit einem
„Ypsilon-Dreipunktgurt", der beide Schultern hält, der Kleinkin-
dersitz mit einem „Fünfpünkt-Hosenträgergurt". Besonders sinnvoll
erscheint die Anordnung der Sitze im Fahrzeug. Die ein- bis vier-
jährigen Kinder schauen von ihren bequemen Sesselchen aus,• wie
die Erwachsenen, nach vorne. Der Babysitz dagegen wird entgegen
der Fahrtrichtung eingebaut.
utomiGurtenpflicht naht
Mehr Sicherheit im Auto ist eine alte Forderung
Aktion der „VN" — Nicht warten bis man beiden
Werkstätten anstehen muß
Gurten im Auto, die man aber auch umschnallt, darüber disku-
tiert man schon lange. Es könnte auch mancher Autobenützer noch
leben oder gesund sein, wenn ... Die „VN" gehen mit einer Gut-
Leser.
schein-Aktion voraus. Unsere
sollen den Vorteil haben. Zu-
gleich' hat aber auch unsere Geschäftsleitung sich entschlossen,
allen Betriebsangehörigen in Bregenz und Lochau der VGA, sow eit
sie Autos zum Arbeitsplatz benützen und sich zur täglichen prak ti-
schen Verwendung verpflichten, Sicherheitsgurten zu bezahlen, um
mehr Schutz bei Unfällen zu gewährleisten. Dieses Beispiel der „VN"
soll eine Anregung für andere Unternehmer sein, mitzumachen.
Die Novelle zum Kraftfahr-
gesetz, durch die die Ausrüstung
mit Sicherheitsgurten aller nach
dem 1. Jänner 1968 zum Verkehr
zugelassenen Personenkraftwagen
und Kombi mit Wirksamkeit vom
1. April 1975 vorgeschrieben wird,
ist in Kraft getreten.
Kraftfahrorganisationen ha-
ben in letzter Zeit wiederholt den
Appell an die österreichischen
Autofahrer gerichtet, Sicherheits-
gurte, mit dem Ziel der Senkung
der Unfallsziffer mit schweren
Verletzungsfolgen, zu verwenden.
Dieser Appell hat erfreulichen
Widerhall gefunden. Ein Blick auf
die Lenker und Mitfahrer in Per-
sonenkraftwagen an einem belie-
bigen Kontrolltag auf österrei-
chischen Straßen bestätigt diese
Tatsache.
Der Bundestag des ARBÖ er-
suchte erst kürzlich das Präsi-
dium, Schritte zur Vorbereitung
der erforderlichen gesetzgeberi-
schen Maßnahmen im Bereich des
Zivil- und Verwaltungsrechtes an-
zuregen, damit bereits mit 1. Jän-
ner 1976 in Übereinstimmung mit
der Rechtsentwicklung in den
Nachbarländer, Vorsorgen für die
obligatorische Verwendung von
Sicherheitsgurten durch die Len-
ker und Insassen getroffen wird.
Wenn die Verwendung von
Sicherheitsgurten gesetzlich obli-
gat ist, wird die Berücksichtigung
bei den Leistungen der Versiche-
rungsgesellschaften bzw. bei der
Höhe der Versicherungsprämien
in viel weiterem Ausmaß als heute
möglich sein und rechtlich einge-
baut werden können
In vielen Veröffentlichungen
in „VN — motor + verkehr" wur-
den die Kraftfahrer auf die Über-
lebenSchancen bei schweren Un-
fällen hingewiesen, wenn Sicher-
heitsgurte bei jeder Fahrt ange-
legt werden. Wir bemühen uns
weiterhin, Tips zur Sicheren Fahrt
zu geben und starten heute eine
Aktion, die unseren Lesern bis zu
25 P rozent bei der lebenswich-
tigen ‚ Anschaffung von Sicher-
heitsgurten erspart.
Mit nebenstehendem Gutschein
erhalten die „VN"-Leser eine Gar-
nitur Klippan-Bügelgurte bei der
Porsche KG, Dornbirn, Schwefel
Nr. 77, um 100 Schilling billiger.
Gehen Sie mit' dem Gutschein ,
zur Porsche KG, Dörnbi rn, oder —
s ollte es keine Möglichkeit geben,
persönlich in Dornbirn den Gut-
ihn an Porsche Dornbirn, mit An-
schein' einzulösen — schicken Sie
gabe von Name und Adresse, so-
wie Modelltype und Baujahr Ihres
Wagens.
Diese junge Dame fährt -mit Si-
cherheitsgurten, sie hat bereits er-
kannt, daß dies von besonderer
Wichtigkeit ist und wartet daher
nicht ab, bis das Anlegen der. Si-
cherheitsgurte gesetzlich verlangt
Ein 1800 kg schweres Boot im Schlepptau erfordert einen starken
wird.
Zugwa gen, d. h. das Gespann müß aufeinander abgestimmt sein
und braucht zuverlässige Bremsen. Beste Vorsorge, wenn die Brem-
sen vor Antritt der Reise in der Fachwerkstatt kontrolliert und
instandgesetzt ,wurden.
'BeUStarken Magen verwendet man heutzutage immer mehr von
tlin n belüftete Scheibenbremsen, um sie durch verbesserte Wärme-
e
,
:abführ ,, :noch standfester zu
Beispiel
zeigt
machen. Unser
einen
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Eoriche mit ATE-LeichtinetallScheibenbremsen.
(Fotos: Dr. Seifert)
.„VN"
Die
ersparen Ihnen bis zu 25 Prozent einer lebenswichtigen Anschaffung:
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sowie Modelltype und Baujahr Ihres
ihn mit Angabe von Name und Adresse
Schwefel 77, 6850 Dornbirn.
Wagens an die Porsche KG, Im
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sametag,
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egigung
22. Juni 1974
„VORARLBERGER NACHRICHTEN«
Seite
33
Motor: Daß man nicht mit waid-
wundem Triebwerk auf große Fahrt
geht, bedarf keines Kommentars. Wer
in Ostblockländer fährt, wo Kraft-
stoff niedriger Oktanzahl die Norm
ist, sollte mit seiner Werkstatt Rück-
sprache nehmen und u. U. die Zün-
dort,
‘dung auf spät verstellen lassen, oder
sofern vorhanden, grundsätzlich
Super tanken. Außerdem plädieren
wir vor dem Start zu großer Fahrt
für Ölwechsel. Sehr bewährt hat sich
die Mitnahme des benutzten Öles in
handlichen Halbliterdosen, damit aus
der Ölwanne keine Ölmixbar wird.
Daß beim Ölwechsel auch Haupt-
oder Nebenstromfilter mit gereinigt
werden müssen, um die Lebensdauer
des Motors zu erhöhen und vor-
zeitigen Verschleiß zu verhindern, sei
nicht vergessen. So präpariert braucht
man unterwegs nur noch laufend den
Ölstand zu kontrollieren. Eine gründ-
liche Durchsicht bedarf die gesamte
Zündanlage, angefangen von der Bat-
terie bis zur Lichtmaschine, K erzen
(Austausch alle 15.000 km), Kontakte,
Kabel, Stecker und Verteiler. Die
Elektrik ist am störanfälligsten. Fein-
arbeit im Verborgenen leistet das
Luftfilter. Ist es verschmutzt, leidet
wird überfettet, Verbrauch und Ver-
der Motor an Atemnot, das Gemisch
schleiß steigen. Bei Trockenfilter die
Patrone wechseln, das Naßluftfilter
mit Waschbenzin säu bern und wieder
mit Öl benetzen — u. U. auch unter-
wegs!
Kühlsystem: Hinter ' dem mehr
oder minder dekorativen Kühlergrill
befindet sich der ech te, im Sommer
meist durch Insekten stark ver-
schmutzte Kühler. Es empfiehlt sich,
ihn öfte rs zu säubern, damit guter
Luftdurchsatz gewährleistet ist. Da-
bei prüfe man auch, ob die Kühl-
wasserschläuche noch intakt, weder
porös noch rissig sind und alle
Schlauchstellen gut dichten. Wichtig
ist auch, daß der Thermostat nicht
verschmutzt oder verkalkt ist und
die Wasserpumpe, die den Umlauf
des Kühlwassers besorgt, einwand-
Tips von Dr. Seifert, Murnau
frei arbeitet. Ventilatoren, Gebläse
und Lichtmaschinen werden meist
von Keilriemen angetrieben. Wesent-
lich ist, daß er sich in der Mitte zwi-
schen den beiden Riemenscheiben
höchstens etwa 1,5 cm durchdrücken
läßt. Am besten, man führt immer
einen Ersatz mit, da es bei gerisse-
nem Keilriemen schnell wegen Über-
hitzung zu schweren Motorschäden
kommen kann. Vor allem muß man
wissen, wie man ihn nachspannt,
resp. wie man einen neuen aufzieht.
Fahrwerk: Das gesamte Fahrge-
stell des Autos, angefangen von der
Radaufhängung bis zur Federung,
Bereifung, Bremsen und Lenkung,
sollte tadellos in Ordnung sein. Je-
der bemerkte, aber nicht behobene
Fehler ist unverantwortlicher Leicht-
sinn. Vor allem keine Experimente
mit abgefahrenen Reifen: lieber
einen Satz neuer Pneus aufziehen
und später daheim die halb abge-
fahrenen weiter benutzen. Hitze,
große Belastung und forciertes
Tempo st rapazi eren die R eifen über
Gebühr. Daher jeden Morgen vor
dem Start beim Tanken den Luft-
druck der kalten Pneus kontrollieren
und nach Vorschrift richtig stellen.
Bei Gürtelreifen meist 0,2 bis 0,3 atü
mehr — wie bei Fahrten auf der
Autobahn. Der höhere Luftdruck
schadet nicht, denn er bedeutet ge-
ringere_ Walkarbeit, weniger Erwär-
mung und verminderten Verschleiß.
Auch das 5. Rad muß sich in ein-
wandfreiem Zustand befinden. Rund-
um ausgewuchtete Räder sollten
selbstverständlich sein. Aber auch
auf etwa ve rlore ngegange ne Aus-
gleichgewichte achten und gege be-
nenfalls nachwuchten lassen.
Die dem Blick entzogenen Stoß-
dämpfer fristen unter der Kar os-
serie meist ein Schattendasein, tra-
gen aber wesentlich zu Fahrkomfort
und Sicherheit bei. Ist ein Dämpfer
nicht mehr in Ordnung, spürt man,
daß der Auf bau nach dem Über-
fahren einer Bodenunebenheit lange
nachschwingt, die Federung wird
merkwürdig weich und das Eigen-
lenkverhalten des Wagens indif-
ferent. Wippt man den Wagen im
Stand, darf der Aufbau nicht lange
nachschaukeln. Aber diese Methode
gibt nur Näherungswerte, exakte
Daten ermittelt der Shock-Tester.
Eine präzise Len kung ohne unzu-
lässiges Spiel ist genau so wichtig
wie exakt wirkende Bremsen. Daher
vor Fahrtantritt Bremsbelagstärke,
Hydraulik und Bremsflüssigkeit
überprüfen lassen, um kein Risiko
ei nzugehe n. Im verga ngenen Jahr
waren nur 40 Prozent von 8 Millio-
nen TÜV-geprüften Autos frei von
Beanstandungen. Mit 24 Prozent
Fehlerquote lagen die Bremsen an
der Spitze. Ein Grund mehr, recht-
zeitig vor Urlaubsantritt die Brem-
sen in der Fachwerkstatt überprüfen
zu lassen! Der Ölstand im Getriebe
bedarf übrigens genau so einer Kon-
trolle wie der Zustand der Kupplung.
eri Y r s
Fortsetzung nächste Woche
Beste Vorsorge vor dem Start ist eine gründliche Inspektion des
Wagens. Daß älter e Autos zwangsläufig störanfälliger als neue sind
stark strapazierte mehr als kaum benutzte, liegt auf der Hand.
und
es vor allem wi eder Kleinigkeiten sind, die die F reude am
Da
Reisen trüben, haben wir eine Art Checkliste zusammengestellt,
um das Wichtigste zu kontrollieren, denn das wartungsfreie Auto
4'.
ist eine Utopie. Alles was sich bewegt verschleißt, und muß demzu-
folge in gewissen Abständen überprüft und gewartet werden. Motto:
Zutrauen ist schön, aber Skepsis ist besser! besser!