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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

  
Mit diesen neuen Sicherheitssitzen hofft ein Automobilhersteller in' 
der Bundesrepublik Deutschland, höc hstmögli che n Sc hutz vor Un- 
fallschäden für mitfahrende Babies und Kleinkinder zu bieten. Die 
aus stabilem Kunststoff gefertigten Sitze sind der Körperform des 
Ki ndes genau angepaßt, weich gepolstert, nach amerikanischem 
Vorbild entwickelt, entsprechen also den in den USA geltenden 
strengen Sicherheitsnormen. Beide Sitze werden zunächst mit Zwei- 
punktgurten im Auto fest verankert, sie sind außerdem mit spe- 
ziellen Kindergurten ausgerüstet: der Babysitz (links) mit einem 
„Ypsilon-Dreipunktgurt", der beide Schultern hält, der Kleinkin- 
dersitz mit einem „Fünfpünkt-Hosenträgergurt". Besonders sinnvoll 
erscheint die Anordnung der Sitze im Fahrzeug. Die ein- bis vier- 
jährigen Kinder schauen von ihren bequemen Sesselchen aus,• wie 
die Erwachsenen, nach vorne. Der Babysitz dagegen wird entgegen 
der Fahrtrichtung eingebaut. 
utomiGurtenpflicht naht 
Mehr Sicherheit im Auto ist eine alte Forderung 
Aktion der „VN" — Nicht warten bis man beiden 
Werkstätten anstehen muß 
Gurten im Auto, die man aber auch umschnallt, darüber disku- 
tiert man schon lange. Es könnte auch mancher Autobenützer noch 
leben oder gesund sein, wenn ... Die „VN" gehen mit einer Gut- 
Leser. 
schein-Aktion voraus. Unsere 
sollen den Vorteil haben. Zu- 
gleich' hat aber auch unsere Geschäftsleitung sich entschlossen, 
allen Betriebsangehörigen in Bregenz und Lochau der VGA, sow eit 
sie Autos zum Arbeitsplatz benützen und sich zur täglichen prak ti- 
schen Verwendung verpflichten, Sicherheitsgurten zu bezahlen, um 
mehr Schutz bei Unfällen zu gewährleisten. Dieses Beispiel der „VN" 
soll eine Anregung für andere Unternehmer sein, mitzumachen. 
Die Novelle zum Kraftfahr- 
gesetz, durch die die Ausrüstung 
mit Sicherheitsgurten aller nach 
dem 1. Jänner 1968 zum Verkehr 
zugelassenen Personenkraftwagen 
und Kombi mit Wirksamkeit vom 
1. April 1975 vorgeschrieben wird, 
ist in Kraft getreten. 
Kraftfahrorganisationen ha- 
ben in letzter Zeit wiederholt den 
Appell an die österreichischen 
Autofahrer gerichtet, Sicherheits- 
gurte, mit dem Ziel der Senkung 
der Unfallsziffer mit schweren 
Verletzungsfolgen, zu verwenden. 
Dieser Appell hat erfreulichen 
Widerhall gefunden. Ein Blick auf 
die Lenker und Mitfahrer in Per- 
sonenkraftwagen an einem belie- 
bigen Kontrolltag auf österrei- 
chischen Straßen bestätigt diese 
Tatsache. 
Der Bundestag des ARBÖ er- 
suchte erst kürzlich das Präsi- 
dium, Schritte zur Vorbereitung 
der erforderlichen gesetzgeberi- 
schen Maßnahmen im Bereich des 
Zivil- und Verwaltungsrechtes an- 
zuregen, damit bereits mit 1. Jän- 
ner 1976 in Übereinstimmung mit 
der Rechtsentwicklung in den 
Nachbarländer, Vorsorgen für die 
obligatorische Verwendung von 
Sicherheitsgurten durch die Len- 
ker und Insassen getroffen wird. 
Wenn die Verwendung von 
Sicherheitsgurten gesetzlich obli- 
gat ist, wird die Berücksichtigung 
bei den Leistungen der Versiche- 
rungsgesellschaften bzw. bei der 
Höhe der Versicherungsprämien 
in viel weiterem Ausmaß als heute 
möglich sein und rechtlich einge- 
baut werden können 
In vielen Veröffentlichungen 
in „VN — motor + verkehr" wur- 
den die Kraftfahrer auf die Über- 
lebenSchancen bei schweren Un- 
fällen hingewiesen, wenn Sicher- 
heitsgurte bei jeder Fahrt ange- 
legt werden. Wir bemühen uns 
weiterhin, Tips zur Sicheren Fahrt 
zu geben und starten heute eine 
Aktion, die unseren Lesern bis zu 
25 P rozent bei der lebenswich- 
tigen ‚ Anschaffung von Sicher- 
heitsgurten erspart. 
Mit nebenstehendem Gutschein 
erhalten die „VN"-Leser eine Gar- 
nitur Klippan-Bügelgurte bei der 
Porsche KG, Dornbirn, Schwefel 
Nr. 77, um 100 Schilling billiger. 
Gehen Sie mit' dem Gutschein , 
zur Porsche KG, Dörnbi rn, oder — 
s ollte es keine Möglichkeit geben, 
persönlich in Dornbirn den Gut- 
ihn an Porsche Dornbirn, mit An- 
schein' einzulösen — schicken Sie 
gabe von Name und Adresse, so- 
wie Modelltype und Baujahr Ihres 
Wagens. 
Diese junge Dame fährt -mit Si- 
cherheitsgurten, sie hat bereits er- 
kannt, daß dies von besonderer 
Wichtigkeit ist und wartet daher 
nicht ab, bis das Anlegen der. Si- 
cherheitsgurte gesetzlich verlangt 
Ein 1800 kg schweres Boot im Schlepptau erfordert einen starken 
wird. 
Zugwa gen, d. h. das Gespann müß aufeinander abgestimmt sein 
und braucht zuverlässige Bremsen. Beste Vorsorge, wenn die Brem- 
sen vor Antritt der Reise in der Fachwerkstatt kontrolliert und 
instandgesetzt ,wurden. 
'BeUStarken Magen verwendet man heutzutage immer mehr von 
tlin n belüftete Scheibenbremsen, um sie durch verbesserte Wärme- 
e 
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:abführ ,, :noch standfester zu 
Beispiel 
zeigt 
machen. Unser 
	 
einen 
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Eoriche mit ATE-LeichtinetallScheibenbremsen. 
(Fotos: Dr. Seifert) 
.„VN" 
Die 
ersparen Ihnen bis zu 25 Prozent einer lebenswichtigen Anschaffung: 
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Schwefel 77, 6850 Dornbirn. 
Wagens an die Porsche KG, Im 
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egigung 
	 
22. Juni 1974 
„VORARLBERGER NACHRICHTEN« 
	 
Seite 
33 
Motor: Daß man nicht mit waid- 
wundem Triebwerk auf große Fahrt 
geht, bedarf keines Kommentars. Wer 
in Ostblockländer fährt, wo Kraft- 
stoff niedriger Oktanzahl die Norm 
ist, sollte mit seiner Werkstatt Rück- 
sprache nehmen und u. U. die Zün- 
 dort, 
‘dung auf spät verstellen lassen, oder 
sofern vorhanden, grundsätzlich 
Super tanken. Außerdem plädieren 
wir vor dem Start zu großer Fahrt 
für Ölwechsel. Sehr bewährt hat sich 
die Mitnahme des benutzten Öles in 
handlichen Halbliterdosen, damit aus 
der Ölwanne keine Ölmixbar wird. 
Daß beim Ölwechsel auch Haupt- 
oder Nebenstromfilter mit gereinigt 
werden müssen, um die Lebensdauer 
des Motors zu erhöhen und vor- 
zeitigen Verschleiß zu verhindern, sei 
nicht vergessen. So präpariert braucht 
man unterwegs nur noch laufend den 
Ölstand zu kontrollieren. Eine gründ- 
liche Durchsicht bedarf die gesamte 
Zündanlage, angefangen von der Bat- 
terie bis zur Lichtmaschine, K erzen 
(Austausch alle 15.000 km), Kontakte, 
Kabel, Stecker und Verteiler. Die 
Elektrik ist am störanfälligsten. Fein- 
arbeit im Verborgenen leistet das 
Luftfilter. Ist es verschmutzt, leidet 
wird überfettet, Verbrauch und Ver- 
der Motor an Atemnot, das Gemisch 
schleiß steigen. Bei Trockenfilter die 
Patrone wechseln, das Naßluftfilter 
mit Waschbenzin säu bern und wieder 
mit Öl benetzen — u. U. auch unter- 
wegs! 
Kühlsystem: Hinter ' dem mehr 
oder minder dekorativen Kühlergrill 
befindet sich der ech te, im Sommer 
meist durch Insekten stark ver- 
schmutzte Kühler. Es empfiehlt sich, 
ihn öfte rs zu säubern, damit guter 
Luftdurchsatz gewährleistet ist. Da- 
bei prüfe man auch, ob die Kühl- 
wasserschläuche noch intakt, weder 
porös noch rissig sind und alle 
Schlauchstellen gut dichten. Wichtig 
ist auch, daß der Thermostat nicht 
verschmutzt oder verkalkt ist und 
die Wasserpumpe, die den Umlauf 
des Kühlwassers besorgt, einwand- 
Tips von Dr. Seifert, Murnau 
frei arbeitet. Ventilatoren, Gebläse 
und Lichtmaschinen werden meist 
von Keilriemen angetrieben. Wesent- 
lich ist, daß er sich in der Mitte zwi- 
schen den beiden Riemenscheiben 
höchstens etwa 1,5 cm durchdrücken 
läßt. Am besten, man führt immer 
einen Ersatz mit, da es bei gerisse- 
nem Keilriemen schnell wegen Über- 
hitzung zu schweren Motorschäden 
kommen kann. Vor allem muß man 
wissen, wie man ihn nachspannt, 
resp. wie man einen neuen aufzieht. 
Fahrwerk: Das gesamte Fahrge- 
stell des Autos, angefangen von der 
Radaufhängung bis zur Federung, 
Bereifung, Bremsen und Lenkung, 
sollte tadellos in Ordnung sein. Je- 
der bemerkte, aber nicht behobene 
Fehler ist unverantwortlicher Leicht- 
sinn. Vor allem keine Experimente 
mit abgefahrenen Reifen: lieber 
einen Satz neuer Pneus aufziehen 
und später daheim die halb abge- 
fahrenen weiter benutzen. Hitze, 
große Belastung und forciertes 
Tempo st rapazi eren die R eifen über 
Gebühr. Daher jeden Morgen vor 
dem Start beim Tanken den Luft- 
druck der kalten Pneus kontrollieren 
und nach Vorschrift richtig stellen. 
Bei Gürtelreifen meist 0,2 bis 0,3 atü 
mehr — wie bei Fahrten auf der 
Autobahn. Der höhere Luftdruck 
schadet nicht, denn er bedeutet ge- 
ringere_ Walkarbeit, weniger Erwär- 
mung und verminderten Verschleiß. 
Auch das 5. Rad muß sich in ein- 
wandfreiem Zustand befinden. Rund- 
um ausgewuchtete Räder sollten 
selbstverständlich sein. Aber auch 
auf etwa ve rlore ngegange ne Aus- 
gleichgewichte achten und gege be- 
nenfalls nachwuchten lassen. 
Die dem Blick entzogenen Stoß- 
dämpfer fristen unter der Kar os- 
serie meist ein Schattendasein, tra- 
gen aber wesentlich zu Fahrkomfort 
und Sicherheit bei. Ist ein Dämpfer 
nicht mehr in Ordnung, spürt man, 
daß der Auf bau nach dem Über- 
fahren einer Bodenunebenheit lange 
nachschwingt, die Federung wird 
merkwürdig weich und das Eigen- 
lenkverhalten des Wagens indif- 
ferent. Wippt man den Wagen im 
Stand, darf der Aufbau nicht lange 
nachschaukeln. Aber diese Methode 
gibt nur Näherungswerte, exakte 
Daten ermittelt der Shock-Tester. 
Eine präzise Len kung ohne unzu- 
lässiges Spiel ist genau so wichtig 
wie exakt wirkende Bremsen. Daher 
vor Fahrtantritt Bremsbelagstärke, 
Hydraulik und Bremsflüssigkeit 
überprüfen lassen, um kein Risiko 
ei nzugehe n. Im verga ngenen Jahr 
waren nur 40 Prozent von 8 Millio- 
nen TÜV-geprüften Autos frei von 
Beanstandungen. Mit 24 Prozent 
Fehlerquote lagen die Bremsen an 
der Spitze. Ein Grund mehr, recht- 
zeitig vor Urlaubsantritt die Brem- 
sen in der Fachwerkstatt überprüfen 
zu lassen! Der Ölstand im Getriebe 
bedarf übrigens genau so einer Kon- 
trolle wie der Zustand der Kupplung. 
eri Y r s 
Fortsetzung nächste Woche 
Beste Vorsorge vor dem Start ist eine gründliche Inspektion des 
Wagens. Daß älter e Autos zwangsläufig störanfälliger als neue sind 
stark strapazierte mehr als kaum benutzte, liegt auf der Hand. 
und 
es vor allem wi eder Kleinigkeiten sind, die die F reude am 
Da 
Reisen trüben, haben wir eine Art Checkliste zusammengestellt, 
 um das Wichtigste zu kontrollieren, denn das wartungsfreie Auto 
4'. 
ist eine Utopie. Alles was sich bewegt verschleißt, und muß demzu- 
folge in gewissen Abständen überprüft und gewartet werden. Motto: 
Zutrauen ist schön, aber Skepsis ist besser! besser!
	        
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