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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Montag, 24. Juni 1974 
Namenstag 
Adolf, Gregor 
1Vetterbericht der Wet te rwarte 
Innsbruck 
Großwetterlage: Über 
Mitteleuropa herrschen nur ge- 
ringe Druckgegensätze. Eine Stö- 
rung, 
die gestern in die Schweiz 
eingedrungen ist, wird heute 
auf unser Bundesgebiet über- 
greifen. 
	Vorerst 
Vorhersage: 
stark bewölkt oder bedeckt und 
verbreitet zum Teil gewittrige 
Niederschläge. Im späteren Ta- 
gesverlauf nachlassende Nieder- 
schlagsbereitschaft und von We- 
sten her Bewölkungsrückgang. 
Frühtemperaturen 8 bis 13 Grad, 
Tageshöchstwerte 10 bis 20 Grad. 
Höchste bzw. tiefste Tempera- 
turen von gestern, 13 Uhr: Graz 
Wetterbericht der Wetterwarte 
25, Salzburg 23 Grad. 
Zürich 
Allgemeine Lage: Über 
West- und Mitteleuropa ist der 
Druckunterschied sehr schwach. 
Mit einer flachen Südwestströ- 
mung hat eine Gewitterstörung 
von Frankreich her die Schweiz 
erreicht. 
Vorhersage: Teilweise 
sonnig, am Nachmittag erneu t 
örtliche Schauer oder Gewitter. 
Durchschnittliche Temperaturen 
14 bis 20 Grad. 
Sonnenaufgang 4.36, Sonnen- 
untergang 20.29 Uhr; der Mond 
geht unter sich bis Dienstag, 
2. Juli (Tierkreiszeichen: Löwe). 
Zitat des Tages 
Die Welt hat sich auf die Be- 
griffe „rechts" und „links" ver- 
steift und dabei vergessen, daß 
es auch ein Oben und Unten 
Franz 
gibt. 	 
Werfel 
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Seite 5 
24. Juni 1974 
"'"'"'" 
000,1 
°°°°°°° " °°°°° """"u""""""*""'""mmune Zwei Entdeckungen von großer Tragweite: 
Arm der Gerechtigkeit 
reicht über die Grenze 
Rankweil. Am 20. Juni wurde von 
Beamten des GPK Rankweil ein 17 
Jahre alter Jugoslawe, zuletzt in 
Meiningen wohnhaft gewesen, auf- 
grund einer Ausschreibung des Lan- 
 zur 
desgerichtes Feldkirch verhaftet und 
Strafverbüßung wegen Diebstahls 
in das Gefangenenhaus des LG Feld- 
kirch eingeliefert. Der Verhaftete 
war vorher nach einer Aufforderung 
zum Strafantritt in die Schweiz ge- 
flüchtet, wo er im Raume Buchs 
einige Zeit campierte. Dort wurde er 
von der Schweizer Polizei aufgegrif- 
fen, an die Grenze gestellt und den 
Zwei amerikanische Wissenschaf- 
Gendarmeriebeamten übergeben. 
ter — der Strahlenphysiker Thomas 
B. Cochran und der Biochemiker Ar- 
thur R. Tamplin — haben kürzlich 
in einer 63seitigen Studie für das 
Amt für Umweltschutz in Washing- 
ton (EPA) und für die amerikanische 
Atomenergiekommission (USAEC) 
den Beweis erbracht, daß ein einzi- 
ges inkorporiertes, heißes Teilchen 
Plutonium 239 mit einem Durchmes- 
ser von einem tausendstel Millime- 
ter (Strahlkraft 0,28 Pikocurie) 65 
Mikrogramm des umgebenden Lun- 
gengewebes mit 4,000.000 Millirem im 
Jahr belastet, und die umlieg en den 
20 Alveolen (Lugenbläschen) mit 19 
Mikrogramm sogar mit einer Dosis- 
leistung von 11,000.000 Millirem im 
Jahr. Trotz die ser nachgewiesenen 
Gefährdung des Lungengewebes 
durch radioaktive Strahlung, beharrt 
die Atomindustrie auf der Anwen- 
dung großzügiger Mittelwerte; für 
sie beträgt die Ganzkörperbelastung 
durch 0,28 Pikocurie Plutonium 239 
„nur" 0,005 Millirem im Jahr, die 
mittlere Belastung einer Lunge mit 
1000 Gramm „nur" 0,3 Millirem. Die 
Strahlenschutzverordnung „erlaubt" 
eine Belastung der Lunge mit 16.000 
tern. in Atomanlagen, 1600 Pikocurie 
Pikocurie Plutonium 239 bei Arbei- 
bei Anrainern von Atomanlagen und 
133 Pikocurie im Bevölkerungs- 
durchschnitt! 
Mit ihrer Arbeit bestätigen Coch- 
ran und Tamplin die Befürchtungen 
von Prof. Dr. Geesaman, der schon 
vor vielen Jahren erklärte, daß ein 
Millio ns tel Gramm Plutonium 239 
durch Kontaktbestrahlung im Lun- 
gengewebe Krebs auslösen kann. 
Gleich ihm hat der Atomphysiker 
und Mediziner John. M. Gofman. (der 
kürzlich mit dem hochdotierten 
Stouffer-Preis für eine medizinische 
Entdeckung ausgezeichnet wurde) 
schon vor langem vor einer Verlage- 
rung des Energieprogramms auf 
Atomstrom gewarnt. Wenn in läng- 
stens dreißig Jahren wegen Ver- 
knappung des abbauwürdigen Urans 
die sogenannten Schnellen Brü ter in 
Betrieb genommen werden müssen, 
wird damit das tonnenweise Um- 
schlagen von Plutonium erforder- 
lich gemacht. Die Schnellen Brüter 
werten zwar den Brennstoff fünfzig- 
mal bes ser aus, sind aber noch viel 
gefährlicher als die herkömmlichen 
Leichtwasserreaktoren. Nach Gof- 
man würde mit dem Einsatz der 
 auf 
Schnellen Brüter der Lungenkrebs 
200.000 Jahre seinen festen Platz 
im Leben des Menschen einnehmen 
(wenn bis dahin die Menschheit 
überhaupt noch in dem Meer von 
künstlich geschaffener Radioaktivität 
leben können wird). 
Cochran und Tamplin plädieren 
für die sofortige Revision der Strah- 
lenschutzgesetze und fordern die 
Herabsetzung der für Arbeiter „er- 
laubten" Dosis von 53 .000 heißen 
Teilchen Plutonium 239 auf 2; für 
die Bevölkerung auf höchstens 0,2 
heiße Teilchen. Allerdings ist dies 
ALS] SUISSE, 
die bekannte SchweizerUhr 
keine absolut sichere Dosis, denn ein 
einziges Partikelchen Plutonium 
kann bereits Krebs auslösen. Dabei 
ist Plutonium 239 nur eine der 234 
künstlichen radioaktiven Substanzen, 
die bei der Spaltung von Uran in 
Atomkraftwerken entstehen, über de- 
ren biologische Wirkung man relativ 
wenig weiß. Daß man dennoch den 
Mut aufbringt, das verhängnisvolle 
Atomenergieprogramm zu forcieren, 
ist unbegreiflich. 
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er 
BEZIRK BREGENZ 
Wahl- 
Gemeinde 
abgegebene 
berechtigte 
gültige St immen 
Stimmen 
Waldheim 
1971 
1971 
Jonas 
Lu gger 
1974 
1974 
Kirchschläger 
986 
Alberschwende 
1279 
1225 
219 
1118 
1344 
1299 
169 
740 
Andelsbuch 
959 
923 
174 
847 
1003 
995 
142 
608 
Au 
828 
762 
135 
709 
850 
809 
89 
710 
892 
829 
110 
Bezau 
734 
895 
845 
99 
216 
320 312 -- -- 
85 
Bildstein 
241 
330 
315 
59 
388 
442 426 
37 
Bizau 
419 
454 452 
32 
7105 
Breg enz 
14.396 14. 071 
6629 
7814 
14.218 13.626 
5486 
194 
Buch 
247 241 
41 
249 
215 
241 
23 
180 
139 
166 Reuthe 
26 
179 
175 
198 
22 
482 Riefensberg 
Doren 
412 
472 
56 
491 
411 
461 
45 
Egg 
1503 
1147 
1415 
251 
1529 
1232 
1446 
196 
138 
125 
134 
9 
142 
138 
140 
2 
860 
Fußach 
378 
848 
449 
1036 
561 
1031 
447 
295 
Gaißau 
486 
483 
169 
338   
511 
511 
167 
1925 
4877 
4605 
2533 
2402   
5030 
4737 
2167 
711 
Hittisau 8 
936 
888 
162 Sibratsgfäll 
750   
953 
905 
144 
1496 
Höchst 
2645 
2549 
1053 
1800 
2750 
2685 
816 
1237 
Hörbranz 
2476 
2374 
1084 
1528 
2530 
2450 
876 
322 
Hohenweiler 
436 
433 
104 Wolfurt 
91 362 
473 
464 
515 
Kennelbach 
1203 
1154 
627 
530 595 
1223 
1141 
382 
Krumbach 
470 
454 
65 
Wahl- 
479 
475 
71 
395 
abgegebene 
berechtigte 
g ültige Stimm en 
Stimmen 
Gemeinde 
	Waldheim 
1971 
1971 
Jonas 
	Lugger 
1974 
1974 
Kirchschläger 
389 
493 
474 
81 
Langen 
406 
508 
478 
65 
355 
Langenegg 
422 
407 
42 
333 
435 
431 
34 
1535 
3075 
2899 
1293 
Lauterach 
1924 
3263 
3027 
1015 
516 
676 622 
96 
Ungenau 
678 
566 
651 
81 
2889 2728 
Lochau 
1509 
1177 
2912 
1765 
2808 
996 
431 
570 566 
119 
Meltau 
523 
595 619 
83 
1665 
Mittelberg 
886 
1404 
482 
1216 
1728 
488 
1744 
234 33 
Möggers 
190 
228 
239 
200 
231 
29 
150 
219 228 
75 
236 
Damüls 173 
231 
50 
420 
482 474 
46 
478 
417 
458 
40 
196 
Schnepfau 
170 
196 
23 
206 
194 
210 
12 
453 
Schoppernau 
352 
429 
73 
456 50 
Eichenberg 403 
460 
138 12 
Schröcken 
114 
127 
119 16 
112 
128 
1318 462 
Schwarzach 
760 
1253 
1441 
971 
1365 
367 
848 101 
Schwarzenberg 
692 
805 
Hard 828 75 
720 
806 
202 , 	8 
181 
191 
206 
206 
214 
910 
Sulzberg 
47 802 
860 
917 
835 
881 
41 
104 
Warth 
7 76 
83 
105 
10 96 
106 
2891 
1024 1699 - 
3187 
2790 
2083 
2993 
842 
	• 
Bezirk Bregenz 
53.840 
gesamt 
51.590 
55.206 
19.218 
53.067 
31.258 
15.975 
35. 987 35. 987
	        
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