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Seite 6 Dienstag,
'Heimat
9. April 1974
ÖAV-Heimabende
Baum als Landschaftsschutz
mit bemerkenswertem
Programm
Schnepfau. Wiederum erwies sich
der monatliche Heimabend des Hin
terbregenzerwälder Alpenvereins-
Bezirkes als eine sehr nette gesell
schaftliche Veranstaltung im Berg
gasthaus auf der Schnepfegg. War
es beim letztenmal der hochalpine
Vortrag von Lois Moosbrugger, der
extreme Klettereien in Fels, Eis
und Schnee zeigte, so war diesmal
das Thema der blühenden Pflanzen
welt der Berge gewidmet. Hiebei
konnte Herbert Düringer, für den
die Blumenfotografie ein besonde
res Hobby ist, den Besuchern herr
liche Aufnahmen aus der blühenden
Bergwelt zeigen.
Anschließend las Lehrerin Klara
Schwendinger Reime und Prosa aus
ihren Dichtungen, die Leben in Berg
und Tal der Wälderheimat festhal-
ten. Viel Applaus gab es für die
netten Darbietungen dieses Abends.
Der nächste Heimabend am letzten
Dienstag dieses Monats wird von
Gemeindearzt Dr. Fink gestaltet,
der im besonderen der Ersten Hilfe
für in Bergnot geratene Menschen
Mäder
— Ein Höhepunkt bei der Jahreshauptversammlung des Obst
und Gartenbauvereines Mäder im Gasthof „Adler" war das Referat vom
Leiter der Abteilung Landschaftsschutz beim Amt der Vorarlberger
Landesregierung Dr. Kunrich Gehrer, „Der Baum als moderner Land
schaftsschutz“. Dr. Gehrer drückte bei dieser Gelegenheit der Gemeinde
Mäder für die geleisteten Vorarbeiten bezüglich des Landschaftsschutzes
seine volle Anerkennung aus und bezeichnete die angelegten Wind
gehören
schutzgürtel als eine einmalige Pionierarbeit im Lande Vorarlberg.
und für unseren Lebens
raum von sehr großer Wichtigkeit
sind.
Die übrigen Tagesordnungs
punkte wurden rasch abgewickelt,
und Obmann Ludwig Spalt konnte
den überaus zahlreich erschienenen
Gartenfreunden neben dem Refe
renten als Ehrengäste Bgm. Albert
Gisinger und Pfarrer Anton Gut
willkommen heißen. Der Tätigkeits
bericht gab Einblick in die im stil
len geleistete Arbeit. Sechs Sitzun
gen des Ausschusses, der Blumen
schmuckwettbewerb mit 47 Teilneh
mern, der ^Schnittkurs, die Baum
vermittlungen, der Gemüseanbau-
und Gesteckkurs und die monatlich
unter Leitung von Christian Dün
ser erfolgten Obstgartenbesichtigun
gen gaben einen kleinen Einblick
in die vielfältige und mit großem
Verantwortungsbewußtsein wahr
genommenen Arbeiten des Vereines.
Kassier Alois Ender brachte der
Versammlung den mustergültig ab
gefaßten Kassabericht zur Kennt
nis. Bei den anschließend durch
geführten Neuwahlen wurde Ludwig
Spalt wieder einstimmig für weitere
zwei Jahre zum Obmann gewählt.
Die übrigen Ausschußmitglieder
wurden in ihren Funktionen bestä
tigt. An die Stelle des zurückgetre
tenen Schriftführers Richard Kranz
trat Norbert Spalt.
Die Vorschau auf das kommende
Vereinsjahr zeigte, daß sich der Ver
ein wieder viele Aufgaben im Inter
esse der Dorfgemeinschaft gestellt
hat. Besonderer Dank wurde dem
Initiator Ignaz Wund für die Auf
stellung des Vereins-Schaukastens
zuteil. Als besondere Aktivitäten
dürfen die Österreich-Rundfahrt am
14. August zur WIG, organisiert von
Gärtnermeister Waibel, und der be
absichtigte Vereinsausflug auf die
Insel Reichenau angesehen werden.
Zum Schluß der Veranstaltung
dankte Bgm. . Gisinger dem Verein
zu seinen Leistungen, die der Dorf
gemeinschaft zum Nutzen gereichen,
und stellte in seinem Filmvortrag
„Die Obstverwertung“, insbesondere
das ''seit .einig en; fahrenwieder ’in
Schwung gekommene Mosten, in'den
Bregenzer Pfadfinder-Elternrat
Vordergrund.
unter neuer Führung — Derzeit
im
300 Jugendliche in der Gruppe
Raum Galgentobel bis Brunnen
feld eine Altpapiersammlung. Bitte
das Altpapier gebündelt vor das
Haus legen; bei Schlechtwetter vor
Nässe sc hützen.
Adventmission hilft
Die katastrophalen Verhältnisse
infolge der Hungersnot in Äthiopien
müssen innerhalb der nächsten zwei
Monate verbessert werden, so be
richtet ein Notstandshelfer, der den
Schauplatz der Not besucht hat. Ein
Vertreter des Adventistischen Welt
dienstes (SAWS) schrieb, daß sich
die Verhältnisse im Norden des Lan
des etwas gebessert hätten. Dennoch
sind noch immer Tausende von der
Trockenheit schwerstens getroffen,
vor allem im Gebiet von Negele
Borona, wo ungefähr 170.000 Men
schen leben. Der SAWS war im
stande für 11.000 Menschen Getreide
zu beschaffen.
Außer der Bereitstellung von
Notstandshelfern hatte die adventi-
stische Glaubensgemeinschaft mehr
als 37.000 Dollar angewiesen, um da
mit Futtermittel und Saatkorn für
die Bauern zu beschaffen. In dem
Bericht heißt es weiter, .daß es viele
Waisenkinder gibt, denn die Eltern
dienen soll. verweigern die Nahrungsaufnahme,
um wenigstens die Kinder notdürf
tig versorgen zu können. Die adven-
tistische Kirche richtet Waisenheime
in Kuyera und Akaki ein, wo bereits
Kinderheime vorhanden sind.
weiß
Land die Arbeit
der
Kneippianer
zu schätzen
(VN-mst) In Vorarlberg gab es
ebenso wie in anderen Bundeslän
dern im Jahr 1972 bedeutend mehr
Eheschließungen als im Jahr vorher.
In Vorarlberg erreichte ihre Zahl
2202 (7,5 Promille). Hauptursache
dafür war keineswegs eine erhöhte
Heiratsfreudigkeit, sondern die Ver
schiebung von für 1971 geplanter
Hochzeiten auf Anfang 1972, um in
den Genuß des damals erstmalig zur
Auszahlung gelangenden Zuschusses
von 15.000 Schilling zu kommen.
Wie schon in den vergangenen
Jahren war auch 1972 wieder zu be
obachten, daß die Altersunterschiede
zwischen Braut und Bräutigam
schon seit längerer Zeit fast unver
ändert bleiben. Das arithmetische
Mittel der Altersdifferenzen beträgt
3.4 Jahre, der Zentralwert liegt bei
2.4 Jahren. Die Ehemänner waren
im Durchschnitt 24,3 Jahre alt, die
Frauen 21,3 Jahre. Die jüngste Braut
war knapp 16 Jahre, die älteste mehr
als 72 Jahre alt. Der älteste Bräu
tigam war ein 79jähriger, der jüng
ste ein 18jähriger. Das älteste Hoch
zeitspaar ergab sich aus dem er
wähnten 79jährigen und der 72jäh-
rigen, während das jüngste Ehepaar
ein 18jähriger Bräutigam und seine
Bemerkenswert
17jährige Braut waren.
ist, daß in den
Gemeinden des Bregenzerwaldes die
jungen Burschen und Mädchen sich
ihre Partner meist außerhalb der
engeren Heimat suchen und auch
finden. Nur 35 Prozent der Männer
und 36 Prozent der neuen Ehefrauen
heirateten einen Partner aus der
gleichen Gemeinde. Zum Vergleich:
Im Rheintal betrugen die Quoten
56 bzw, 58 Prozent.
Scheidungen
Den 2202 Eheschließungen stan
den 1972 in Vorarlberg 232 gericht
liche Ehescheidungen gegenüber.
11 Ehen wurden 1972 bereits im er
sten Jahr ihres Bestehens geschie
den, 79 nach einer Ehedauer zwi
schen ein und fünf Jahren, 122 nach
einer Dauer zwischen fünf und 20
Jahren und 20 nach einer Dauer von
mehr als zwanzig Jahren. In kinder
reichen Familien kommt es in der
Regel seltener zu einer Scheidung
als in kinderarmen. Bei fast zwei
Drittel aller geschiedenen Ehen wa
ren überhaupt keine oder nur ein
Kind vorhanden. Vorarlberg liegt
mit einer Scheidungsziffer von 10,5
Prozent etwas über dem österreichi
(VLK)
schen Durchschnitt.
Die Landesregierung ge
währt dem österreichischen Kneipp
bund, Landesleitung Vorarlberg, für
das laufende Jahr einen Beitrag von
20.000 S. Nach dem Bericht der Lan
desleitung des Vereines war im
Jahr 1973 ein außergewöhnlicher,
uneigennütziger Einsat z der Mit
arbeiter zu verzeichnen gewesen.
Die Kontakte zwischen der Landes
leitung und den Vorarlberger Ärz
ten, Apothekern und Drogisten sind
vertieft worden.
Insgesamt wurden 27 Fachreferen
ten aufgeboten, die zahlreiche Vor
träge in den Örtsvereinen gehalten
hatten. Vor Einbruch des Winters
wurde in Krumbach unter der Lei
tung des Sportwartes für die nordi
schen Disziplinen des WS ein Fach
kurs für Skiwandern abgehalten. In
St. Arbogast wurde außerdem ein
durchgeführt.
Der Schulung von
Führungskräften, der Organisation
und dem Aufbau von neuen und
bereits bestehenden Ortsvereinen
wandte der Kneippbund sein beson
deres Augenmerk zu.
Im Hinblick auf die Wichtigkeit
von Maßnahmen zur Gesundheits
vorsorge in der Bevölkerung er
schien es der Vorarlberger Landes
regierung gerechtfertigt und ange
bracht, dem Vorarlberger Kneipp
bund zur Durchführung seines Pro
gramms für 1974 wieder, wie im
Vorjahr, einen Beitrag von 20.000 S
zu gewähren.
Altpapiersammlung
in Bludenz
Bludenz. Morgen, Mittwoch, 10.
April, veranstaltet ab 7.30 Uhr die
einwöchiger Gymnastiklehrgang Kath. Jugend der Pfarre Hl. Kreuz
FAMILIENCHRONIK
Rüthi-Aktion der JÖVP
(ÖVP-PD) Die am vergangenen
Samstag durchgeführte Protestmaß
nahme der Jungen ÖVP Vorarlberg
im Bezirk Feldkirch gegen die Errich
tung. eines Atomkraftwerkes Rüthi
brachte einen überraschend erfreu
schriftenaktion
lichen Erfolg. In Form einer Unter
wurden in den Orten
Feldkirch, Rankv/eil, Götzis, Altach,
Koblach und Meiningen in wenigen
Stunden auf verschiedenen' öffent
lichen Plätzen mehrere tausend Un
terschriften gesammelt. Das genaue
Ergebnis liegt erst nach Abschluß der
Ignaz
noch länger geplanten Aktion vor.
Baldauf +
Sulzberg. Unter zahlreicher Betei
ligung wurde am vergangenen Mitt
woch eine angesehene Persönlichkeit,
Adlerwirt Ignaz Baldauf, der im 77.
Lebensjahr verschieden ist, beerdigt.
Vier Feuerwehrmän
ner trugen den Eh
renkommandanten zu
seiner letzten Ruhe
stätte. Korporativ sah
man im unübersehba
ren Leichenzug den
Musikverein, die Feu
erwehren von Sulz
berg u. Thal, von Lin
denberg, Abordnun
gen von Bürgerschüt-
zen und Jagdfreunden. In Konzele
bration feierte Pater Hochgesang von
Ellhofen das Seelenamt, Dekan
Berchtold zeichnete das Leben von
Ignaz Baldauf und sprach Trostworte
zu den Angehörigen. Nach der Ein
segnung und Trauerweisen der Mu
Wir
sik verabschiedete sich Pfarrer Moser
Gratulieren
Sulzberg. Drei Mitbürger feiern
heute ihren hohen Geburtstag: Frau
Katherina Hertnagel, Haslings, voll
endet das 78., Zimmermeister Georg
Fink das 73. und Paul Kirmaier,
Holderegg, das 72. Lebensjahr. •
Hard. Im Altersheim vollendet
heute Josef Hinderegger das 84. Le
bensjahr; Jakob Neyer,- Sägewerk
stra ße, wird 81 und Frau Grete
Lotrisch geb. Hruby, Hofsteigstraße,
73 Jahre alt.
Götzis. Am Götznerberg vollendet
heute Josef Marte das 72. Lebens
jahr.
Röthis. Ihren 79. Geburtstag feiert
heute Frau Maria Knünz, Haus-
Nr. 22.
Rankweil. Am vergangenen Don
nerstag vollendete Frau Anna Son
deregger, Langgasse 86, das 83. Le
bensjahr, am Freitag der letzten.
Woche wurde Wilhelm Giesinger,
Ringstraße 7, 87 Jahre alt. '
Bludenz. Heute vollendet Trau
Franziska Stugger, Pulverturm
straße 14, das 80., Frau Elisabeth
Zimmermann, Gartenstraße 23, das
78., Frau Berta Frohner, Bozner
Straße 8, das 72. und Frau Kreszen
zia Neyer, Wichnerstraße 20, das
71. Lebensjahr.
Edmund und Maria Reinthaler,
Klostertaler Straße, feiern . heute
ihre Silberhochzeit.
Bürs. Frau Amalie Reis, Außerau
Nr. 6, feiert heute ihren 78. Ge
burtstag.
Veranstaltungen -Treffpunkte
Impressum
von Rietz in Tirol, der viele Jahre im
Adler seine Ferien verbrachte. Den
Dank der Feuerwehr sprach Josef
Fink und für den Landesfeuerwehr
verband entbot H. Amann die letzten
Grüße. Hauptmann Anton Blank
sprach für die Bürgerschützen, Peter
Stadelmann für den Kriegerverein.
Weiters verabschiedeten sich Tobias
Vögel für die Jäger, Josef Dorner für
die Sennerei Sulzberg-Dorf. Alle
Redner würdigten die großen Ver
dienste von Ignaz Baldauf, der in
seinem Leben nicht nur für seine Fa
milie, sondern auch für die Gemein
schaft so viel Gutes tat. Viele Blu
men an seinem Grabe bekunden die
Dankbarkeit seiner Mitbürger. Im
Jahre 1929 schloß der angesehene und
überall geschätzte Adlerwirt mit
Anna Lässer den Ehebund und aus
dieser überaus glücklichen Gemein
schaft gingen 10 Kinder hervor, die
um den guten Vater trauern. Mit Ig
naz Baldauf. verlor die Gemeinde
Sulzberg einen ihrer besten Mitbür
Eigentümer,
ger.- - ---- - .............
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colruaz, Herm.-Sander-Str. 16,
Bregenz. Die Elternversammlung
6700 Bludenz, Tel. 0 55 52 / 24 7L
der Pfadfindergruppe Bregenz stand
im Zeichen der Neuwahl des Auf
sichtsrates {Elternrat). Der scheidende
Obmann des Aufsichtsrates, Hofrat
Dr. Hermann Girardi, konnte ein
gangs in seinem Bericht über seine
siebenjährige Tätigkeit in der Pfad
findergruppe Bregenz darauf hinwei-
sen, daß sich in diesem Zeitraum der
Mitgliederstand nahezu verdoppelt
hat. Derzeit sind an die 300 Buben
und Mädchen im Alter von 7—18
Jahren in der Gruppe Bregenz tä tig.
Gleichzeitig dankte der Obmann den
36 aktiven Führerinnen, Führern und
Mitarbeitern für deren Einsatz in der
Jugendarbeit. '
Beim, anschließenden Bericht der:
beiden Gruppenleiter Elisabeth- Geh
rer und Peter Pröll konnten die El
tern einen Einblick in die praktische
Arbeit der Pfadfindergruppe Bregenz
gewinnen. Zahlreich und vielfältig im:
Programm sind die Aktivitäten der
11 Abteilungen, in denen derzeit in
der Gruppe Bregenz gearbeitet wird.
Von den mehr spielerischen Unter
nehmungen der Wichtel und Wölf
linge bis zum gesellschaftspolitisch
verstufe
(zur Zeit wird dort an einer
größeren Meinungsumfrage zum The
ma Umweltschutz und Gesundheits
politik gearbeitet) reicht der Aktivi
tätenkatalog. Das Ziel bleibt jedoch
immer der junge Me nsch, der in al
len Bereichen seiner Persönlichkeit
— körperlich, seelisch, geistig — ge
fordert werden will.
Die Neuwahl des Aufsichtsrates
erfolgte einstimmig und brachte fol
gendes Ergebnis: Neuer Obmann
wurde Edwin Böhler, zum Kassier
und Schriftführer wurden Heinz
Feldkircher und Ing. Hubert Natter
gewählt. Weiterhin gehören dem
Aufsichtsrat an: E. Mathis, St. Moos
burger, Dr. J. Kohler und Dipl.-Ing.
K. Sillaber. Die Berufung:.,weiterer
Mitglieder .für die -verschiedenen
Aufgabenbereiche steht bevor.-’ y ;
Beendet wurde die Elternver
sammlung durch die Vorführung des
Tonfilmes „Abenteuer auf Stein
hütte“. Herr Rummer hatte den Film
anläßlich eines Pfadfinderlagers beim
Jugendhaus „Steinhütte“ gedreht.
Der Film erhielt bei einem österrei
chisc hen Filmwettbewerb den beacht
ausgerichteten Programm in der Ro lichen vierten Platz.
Wegen Hochzeitszuschuß
Rheintalgemeinden
Hochzeit verschoben
— radikale Ab
holzung des Rheinvorlandes ver
wiesen werden, ohne dafür einen
Ersatz zu schaffen. Durch die Ro
dung der Rheinauen oder, wie es
im Volksmund hieß, der „Studa“,
wurde die Tierwelt und hier insbe
sondere die Vogelwelt in arge Mit
leidenschaft gezogen und ihrer na
türlichen Behausung und ihres Un
terschlupfes beraubt. Die Folge da
von sind ein Uberhandnehmen der
schädlichen Insekten und die An
wendung von immer stärkeren
Spritzmitteln, was schon bald einer
Umweltverschmutzung gleichkommt.
Wenn man in Betracht zieh t, daß
ein Meisenpaar pro Jahr 75 Kilo
gramm Ungeziefer vertilgt, kann
man ermessen, welchen Gefahren
unsere Landschaft, die Obstbäume
und sonstigen landwirtschaftlichen
Kulturen ausgesetzt sind.
Landschaftspflege und Land
schaftsschutz sind daher ein Gebot
der Stunde, und nur durch aktiven
Landschaftsschutz, das heißt durch
die Anpflanzung von standortge
bundenen, einheimischen Pflanzen,
wobei eine, systematische Durch
führung von Heckenpflanzungen als
sogenannte Windschutzgürtel not
wendig ist, wird die Gewähr ge
geben, daß unsere Tierwelt, der
Wasserhaushalt, der Sauerstoffhaus
halt usw. erhalten bleiben. Der fach
gerechte Windschutzgürtel bringt
durch eine damit erreichte erhöhte
Bodentemperatur, wie festgestellt
wurde, um 10 bis 20 Prozent höhere
Erträge in der Landwirtschaft. Die
im Rheintal schon stark fortgeschrit
tene Zersiedlung wird durch solche
Pflanzen aufgelockert. Ein beson
deres Wort redete Dr. Gehrer auch
den -Anpflanzungen von hochstäm
In seinem geschichtlichen Rück
migen Obstbäumen, die zur-Heimat
blick verwies der Referent besonders
auf die Naturverbundenheit der
Vorfahren bei Rodungen, wobei die
se im richtigen Verhältnis Abhol
zungen Vornahmen. Im Gegensatz
dazu wurde in den vergangenen
Jahrzehnten vielfach ein Raubbau
getrieben, was nicht nur klimatische
Folgen hat, sondern das Rheintal
zum Teil in eine vegetationsarme
Landschaft verwandelte. Hier darf
gerade für das Mäderer Gebiet auf
Anerkennung für Mäderer Windschutzgürtel — Arbeit des Gartenbauvereins
die seinerzeit — trotz Protesten der