Fußball-WM in FS 1
Von 'der zweiten 'Finalrunde
der Fußball-WM wird das Öster-
reichische Fernsehen ,(FS 1) fol-
gende Paarungen übertragen:
•
•
••••
,
31ittW Ocif, 26'. Juni •
15.50 Uhr; BRD - Jugosiawien
19.25 Uhr: Schweden -
Polen
.
Sonntag, 30. Juni
15.50 Uhr: Jugoslawien - Polen,
17.45 bis 19.15
Uhr: Aufzeichnung
DDR"- Holland
1920
, Uhr: BRD Schweden
Mittwoch, 3. Juli
15.50 Uhr: BRD - Polen
19.25 Uhr
:Brasilien - Holland
Für die Ermittlung des Gewinners ist folgende Wertigkeit maßgebend:
Richtige Tips
Richtige Tordifferenz
Richtige Resultate
Bei zwei
oder mehr gleich guten-Einsendungen entscheidet über den Gewinn von
S 2000,- das Los.
Die Gewinnermittlung erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges. Betriebsangehörige
7. Runde
der „VN" dürfen nicht mitspielen.
So tippt
Erich Vetter,
Einsendeschluß: Poststempel vom 25. 6.
Sekretär
Mein
des VFV
Es geht um
Tip
S..2000.
Holland -'Argentinien 3:1
Brasilien -;DDR 1:2
Jugoslawien,-, BRD
1:1
Schweden - Polen
25. Juni 1974
1:3
'SPORT
Dienstag,
Seite 9
Neeskens der Mann
mit den besten Nerven
Elferschütze vom Di enst ist bei
cien Oranjes: Johan Neeskens., Ge-
gen Bulgarien: setzte er zwei Straf-
Stöße in den Kasten, genau genom-
eien? sogar Arel, • denn den einen'
mußte erlawiederholen. Der 22jäh-
rige.
, der : gegen , Bulgarien sein :20.
Länderspiel. bestritt, :.hat damit : auf
seinee.: Länderspielkonto,: acht 'Pe:.
nalties, die er : alle ,sicher, verwan-
am genauesten :und
delte.
hat die besten Nerven dabei..! ..; sa gte
.
sein
Freund Johan Cruyff ,: mit dein
zusammen Neeskens nun ,beim FC:
•
Barcelona spielen wird•
•
.
.
......,,
als »Wecker"?
Die DDR
zwar,
Es
bereits .'s'orrniee aber
die Niederlande
‚L'Equipe' meinte,
könnte.:derndeut •
gegen die DOR
schenTearnala••:.,,,Weeker1,::
dienen,,
zularAe.,hefindensich..:.Beci‘cenhauer.:
tind!Seine Mannen schon
Winter-
.
schlaf.i'
,:•:••••
•
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•
Die Buchmacher sin
konsequent: BRD vorne
Ausrutscher
Der::
BRD gegen
der
die DDR blieb für das DFB.Team
zumindest :ber: den•britischen:
Buch-
•• .:•. ••,
4.bei
ihnen ,rangjert,..die..i?fm.. MiÜVZiiEwei-
terhin klar als Favorit. Coefavorit.
ist nun Holland mit
7/2, Polen holte
riun'jeberisO .
wie
JegOslawien,lk.:7/1:.
8/1 vor
9/1, und der' : 0011,10.A'L•PeAßenseiter:::
der zweiten Phase ist für die Boo-
mit., Odd von 20'l,
.,169e.:Schiredair
für Polen .....
•
Eine Dankadresse an die polni-
sehe. 1:Mannschaft
richtete die Lan
Mann-
schaft,.di9.: für das - Trainere
niser° mit Sir Alt Ra msey
landsOrqte;•, :enoviegdern.•••:,,FuBbiall
ß-
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•
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sport
einen noch größeren Dienst.
Sie befreite..das.7W4,-Tiirriler•Ärdn'
dem".
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gesamt dreimal verwarnt
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Die Disziplinarkornmissloa sperrte
auch den Australier pay.dforgi.,F3,1
charde für eine internnationale Be-
Ae.griung:: beehderrt•eibeüdertor:
Begegnung
öSen
gegen Chile am
Sarristeg>, "Vorn••plgtZgeSchickt wer-
,,Australien,
den war.
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ausgeschieden•
..WeltmeiSterschafteez:
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biltr.die.:Sperre)etiternatisCh...1.(4
Daß sich einer die. Pulsadern
dgeeoisfe-Lähdei40.07-• -•
aufgeschnitten, ein anderer den
Fernsehapparat zum Fenster hin-
ausgeworfen hat, ein ige andere
Fahnen verbrannten und „aufhän-
gen!" schrien, weil die italie nisch e
ge-
Fußball-Nationalmannschaft
meinsam mit Australien, Haiti und
Zaire weit vor der Zeit aus der WM
eliminiert wurde, das sind Aus-
wüchse, und daß sie die demnächst
heimkehrenden Spieler. und Coach
Valcareggi• mit faulen Eiern und
Tomaten bewerfen werden, mag als
nicht unverständliche Reaktion der
heißblütigen Tifosi auf die grenzen-
lose Enttäuschung, die ihnen ihre
Stars „bescherten", bewertet wer-
den.
-
!ma.chern4 ohne böse ‚.,: Folgen; Zur
politischen und wirtschaft-
lichen Misere nun auch noch die
fußballsportliche Schmach! Und da-
bei war das italienische Team gegen
stark auf und ist Polen mit der 1:2-Niederlage noch
gut bedient.
Aber die Masse der Fans kommt
schön langsam zur Besinnung, denn
die Blamage bei der WM könnt e zur
Abk ehr vom berüchtigten „Catenac-
cio" führen, jener Spielart, die nur
darauf abzielt, keinen Verlusttreffer
zu kassieren, dafür aber so per Zu-
fall einmal ins gegnerische Tor zu
treffen. Und diese Abkehr würde in
der Zukunft mehr Tore bedeuten,
und die werden ja auch auf der Ap-
penninischen Halbinsel sehr gerne
gesehen.
Mazzola steht noch in der Gunst
der Tifosi, natürlich auch Zoff und
Facchetti, aber Boninsegna, China-
glia, Riva und Rivera haben sich
alle Sympathien verscherzt. .Und
auch Team chef VaIcareggi, dem man
u. a. vorwirft, er hätte den Wohl-
standsfußball seiner Stars geduldet.
Valcareggi ging von der Annahme
aus, Technik und Routine seien
durch nichts zu ersetzen, aber be-
sonders die polnischen Spieler haben'
diese Meinung ad absurdum, geführt.
•
nahm.
Jedem sein „Weltteam"'
Nach den Gruppenspielen stellten
die Berichterstatter'der A gence
France Presse (AFP) wieder ein
Weltteam dieser WM auf:
Hellström (Schweden); Suurbier
(Holland), Beckenbauer (BRD), Figu-
eroa (Chile), Breitner (BRD); Deyna
(Polen), Neeskens (Holland); Rep
(Holland), Cruyff (Holland), Spar-
wasser (DDR), Dzajic (Jugoslawien).
Da die Qual der Wahl aber groß
einhellig
ist und die Meinung durchaus nicht
war, 'gibt es auch ein zwei-
tes, nach Ansicht se iner Befürworter
fast gleich starkes Team:
Croy" (DDR); Jardine, (Setlettland),
,Pereira (Bre;
Noch am Sonntag nachmittag sah
Warschau wie eine Geisterstadt aus:
die wenigen Menschen auf ' den lee-
ren Straßen hielten- Transistorradios
ans Ohr gepreßt, die Kinos sag ten
ihre Nachmittagsvorstellungen ab,
„Wir gehörten alle
vor ein Tribunal"
Ob er überhaupt noch arbeiten
kann,' ist ungewiß,' aber sicher ist,
daß der 61jährige Uru-Coach Porta
nie mehr eine uruguayische Mann-
schaft betreuen wird. Mit Mühe
seine Tränen zurückhaltend, sagte
Porta nach dem Spiel gegen Schwe-
den: „Noch nie- in 45 Jah ren hat
eine WM-Mannschaft Urugua ys so
schlecht gespielt! Wir gehören alle
daheim vor ein öffentliches Tribunal,
es ist eine Schande. Ich werde nie
mehr eine Mannschaft
aus Uruguay
silien),
betreuen."
Hadziabdic (Jugoslawien);
Bremner (Schottland), Oblak (Jugo-
slawien);, Houseman (Argentinien),
,Zdström (Schweden), Szarmach (Po-
Bransch. (DDR ), Luis len) ,Sandberg (Schweden).
Verkehrspolizisten standen arbeitslos
an den Kreuzungen, die ganze pol-
nische Hauptstadt, stand im Bann des
WM-Spiels Polen gegen, Italien.
Nach dem sensationellen. 2:1-Sieg,
der Polen änderte sich schlagartig
das Bild. Gruppen von singenden
und lachenden Jugendlichen mit Fah-
nen in den Händen überschwemm-
ten die Innenstadt, Unbekannte fie-
len einander um den Hals,. die Poli-
zei hatte die Hände voll zu tun, um
die Freudentänze in den Straßen im
Zaum zu halten, und nicht selten
nahm einer der Ordnungshüter selb st
einen Freudenschluck' aus der dar-
gebotenen Flasche.
„Ein fantastisches Spiel von un-
seren Jungen", meinte sogar eine
ältere weißhaarige Dame, die lä-
chelnd das Treiben der Jugendlichen
verfolgte. Und der italienische Bot-
schafter Mario Mondelli bequemte
sich, zu dem diplomatischen Aus-
spruch: „Die erste Hälfte war am
schönsten, da hat das polnische Team
Linemayr leitet BRD-Polen
völlig dominiert."
Die Schiedsrichter für die Spiele
der 2. Finalrunde wurden am Mon-
tag nachmittag in Frankfurt vom
zust ändige n FIFA-Komitee be-
stim mt. Der Österreicher Erich Line-
mayr wurde mit der Leitung des
Schlagers Polen-BRD am 3. Juli in
Frankfurt betraut. Außerdem wird
der Oberösterreicher am 30. Juni in
Gelsenkirchen bei DDR - Holland
als Linienrichter eingesetzt.
Gruppe A
Thomas (Wales): Brasilien - DDR
am 26. Juni in Hannover; Davidson
(Schottland): Holland - Argentinien
am 26. Juni in Gelsenkirchen; Scheu-
der (Schweiz): DDR - Holland am
30. Juni in Gelsenkirchen; Loraux
(Belgien): Brasilien -- Argentinien
am 30. Juni in Hannover; Taylor
(England): Argentinien - DDR am
3. Juli in Gelsenkirchen; Tschen-
scher (BRD): Holland - Brasilien am
3. Juli in Dortmund.
Gruppe B
Marques (Brasilien): BRD - Jugo-
slawien, am 26. Juni in Düsseldorf;
Baretto (Uruguay): Polen - Schwe-
den am 26. Juni in Stuttgart; Kasa-
kow (UdSSR): BRD - Schweden am
30. Juni in Düsseldorf; Glöckner
(DDR): Polen - Jugoslawien am
30. Juni in Frankfurt; Linemayr
(Österreich): BRD - Polen am 3. Juli
in Frankfurt; Pestarina (Argenti-
nien): Jugoslawien - Schweden am
3. Juli in Düsseldorf.
Bei Jugoslawien
scheint alles klar zu sein
Stanislav Karasi, Schütze.des
Treffers gegen, Schottland, wird ge-
gen die BRD den jugoslawischen
Angriff führen. Dies bestätigte Co-
Trainer Ciric am Montag. „Er
könnte unserem Sturm jene Durch-
schlagskraft ge ben, die bisher noch
fehlte."
Die Aufstellung wird demnach
aller Voraussicht nach so lauten:
Ma rie; Buljan, Katalinski, Bogicevic,
Hari7iabdic; Oblak, Surjak, Acimo-
vic; Petkovic, Karasi, Dzajic.
Die BRD führt ...
im Fair-play-Bewerb
Im Wettbewerb um den Fair-
, play-Pokal, des deutschen Bundes-
präsidenten führt nach Abschluß der
ersten Finalrunde die, westdeutsche
Auswahl mit der Maximalpunktzahl
lb. •
1. BRD 15 Punkte; -2. Bulgarien,
Italien und Polen, je 13; 5. Brasilien
und 'Schottland, je 12; 7. Niederlande
und Schweden, je 11; 9. Argentinien
und Australien, je 9; 11. DDR und
Jugoslawien, je 8; 13. Chile 6; 14.
Uruguay 4; 15. Haiti minus 3; 16.
Empörung und Erwartung in Italien
Zaire minus 6.
Ein Bild zum Nachdenken. Haiti ist ausgeschieden. Im riesigen
Oval des Münchner Olympiastadions nimmt der kleine Bub - viel-
leicht als kostbare Erinnerung - eine Haiti-Flagge mit nach Hause.
Von 16 Teams der WM-Endrunde sind acht übr igg eblie ben, am
3. Juli werden es nur noch vier sein. Und 7. Juli - vie lleicht auch
erst am M ontag, den 8. Juli - ist alles vorbei ...
•
zisten verhinderte am späten Mon-
„WM-Gewinnspiel" hat bewiesen:
tag nachmittag 'einen „heißen Emp-
fang" für Italiens aus der Weltmei-
sterschaft ausgeschiedene Fußball-
stars. Auf dem Mailänder Flughafen
Malpensa stiegen die Azzurri direkt
vom Flughafen 'in einen Bus um, der,
von mehreren Polizeifahrzeugen be-
Riesiges Polizeiaufgebot .
gleitet, sofort Kurs in Richtung Stadt
Riesenjubel
schützte die Spieler
in Warschau
Ein riesiges Aufgebot von Poli-
Ex-Weltmeister waren
längst ‚abgeschrieben'
Das Ausscheiden der ehemaligen Weltmeister Italien und Uruguay hat
viele überrascht, das „WM-Gewinnspiel" hat jedoch eindeutig bewiesen,
daß.
längst. „abgeschrieben" waren. Nur noch etwas
die.Ex-Weltmeister.
mehr als 13 Prozent aller Einsender trauten Italien einen Sieg über Polen
zu,,40 Prozent gaben.den A.zzurris ein Unentschieden (wohl nur deshalb,
weil sie damit spekulierten, daß Polen als bereits qualifizierte Elf nicht
mehr mit letztem Einsatz spielen würde), und fast die Hälfte, nämlich
47•Prozent, tippten auf einen Sieg der Polen.
Kein Vertrauen zu Uruguay: ,Nur etwa 16 Prozent glaubten an einen
Erfolg über' Schweden,' 47 'Prozent tippten auf ein Unentschieden und
über. 36 Prozent erwarteten einen schwedischen Sieg. Da die meisten
Holland und Argentinien , als Sieger erwarteten, gab es relativ viele
richtige Tipkolonnen, aber die doch unerwarteten Resultate wurden nicht
•
richtig erraten.
Horst W a k o n i g g aus Bludenz, Beim Kreuz 26/3, kam den tatsäch-
lichen Resultaten mit Bulgarien - Holland 0:1, Schweden - Uruguay 1:0,
Argentinien Haiti 4:1 und Polen - Italien 2:1 am nächsten und erhält
den 6. „WM-Tausender".
Den Kupon für die 7. Runde, in der es um 2000 S geht, finden Sie
nebenstehend. Mor gen finden die ersten vier Spiele der 2. Finalrunde
statt - diese Partien wollen wir noch abwarten, um für die 8. Runde
- der Kupon dafür erscheint dann am Donnerstag, Freitag und Sams-
tag - noch zusätzliche Anhaltspunkte zu bekommen. bekommen.