Eine echte Weltrarität — ganz besonders in unseren Breitengraden
— ist auf der Insel Mainau zu besichtigen. Eine Seychellen-Nuß.
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Erfolgreiche Umweltbemühungen: 1329 Gemeinden
mit 4,8 Mill. Einwohnern mit Müllversorgung
Die Hochschule St. Gall en feierte am vergangenen Wochenende
ihren 75. Geburtstag. Unser Bild zeigt von rechts: Bundesrat Furg-
ler, Rektor Siegwart und Regierungsrat Geiger.
(Foto: Keystone)
Pfitscherni roje kt
Eine neue Nord-Süd-Trasse im Gespräch — Mautpflicht?
Mutter Helvetias Spätgeburt. kehrszentren der
(Karikatur: Zehentmayr)
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Dienstag, 25. Juni Int
Honn r
soit qui mal y pense
(PFW) Was für Frauenfeld recht
ist, soll am Bodensee bil lig sein,
könnt e man sagen — für beides aber
gilt „hon ny soit qui mal y pense"
oder „ehrlos ist, wer schlecht davon
denkt". Jener Weltreisende aus
Frauenfeld, der letztes Jahr eine
Seychellennuß mit in die thurgau-
ische Metropole gebracht hat, war
Gartendirektor Josef Raff von der
Insel Mainau sicher nicht bekannt,
als er sich erfolgreich bemüht hat,
diese sonderbaren Gebilde in eini-
gen Exemplaren für die exotische
Pflanzenschau auf der Insel Mainau
zu erwerben.
dieser Nüsse, die ein Ge-
Fünf
Die Arbeitsgemeinschaft Pfitscher-
Joch-Straße, der Straßeninteressenten
aus Nord- und Südtirol angehören,
beschäftigte sich in einer Sitzung in
Mayrhofen mit den nächsten Projek-
ten dies er Straßenverbindung. In
Südtirol sind bereits zwei Bauab-
schnitte di eser Nord-Süd-Verbindung
zwischen Sterzing und See in Arbeit,
die noch bis Jahresende fertiggestellt
sein sollen.
Für das Zwischenstück von etwa
500 Meter Länge sind etwa 87 Mil-
lionen Lire notwendig, die Finanzie-
rung ist allerdings noch nicht ge-
sichert. In Ausarbeitung ist derzeit
das Teilstück bis zur Ortschaft Stein
vor
dem Pfitscher Joch.
Auf der Nordseite der Straßen-
verbindung ist derzeit das Projekt
für den Au sbau der Schluchtstrecke
zwischen den Zemmgründen und dem
Schlegels bis zum Pfitscher-Joch, in
wicht bis zu 20 Kilogramm erzielen
Ausarbeitung. Die Finanzierung die-
können, sind derzeit als Sehens-
würdigkeit in einer Glasvitrine zu
bestaunen. Wenn eine gewisse frap-
pante Ähnlichkeit mit einem sonst
diskret verhüllten und zum Sitzen
benötigten Körperteil unverkennbar
ist, muß doch daran erinnert wer-
den, daß diese Frucht der Natur ein
ebenso schöpferisches Gebilde ist,
das ja in der Kunst schon längst
Einzug gehalten hat und immer wie-
der begutachtet und bestaunt wird.
Die Seychellennußpalme hat ihre
Heimat auf den Seychellen-Inseln
im Indischen Ozean auf halbem
Wege zwischen dem ostafrikanischen
ses Teilstückes hängt vom Bund ab,
der die Bewilligung des Teilprojek-
tes vorläufig abgelehnt hat.
Bei der Finanzierung durch das
Bautenministerium würde diese Tras-
se auf Nordtiroler Seite erst in etwa
fünf bis sechs Jahren fertiggestellt
werden können. Die Nordtiroler Ver-
treter in der Arbeitsgemeinschaft ha-
ben sich daher entschlossen, den
Bund um die Genehmigung einer
Gesellschaftsgründung zu ersuchen,
um mit dieser Gesellschaft das Teil-
stück bauen zu können.
An der Gesellschaft wären das
Land Tirol, die Gemeinden Mayr-
hofen und Finkenberg und die Tau-
ernkraftwerke beteiligt. Um den Ge-
meinden ihre Investitionen zurücker-
statten zu können, ist daran gedacht,
für die Benützung dies er Str aße bis
zum Pfitscher 'Joch Mautgebühren
M ombasa und dem indischen Bom-
einzuheben.
bay. Sie erreicht eine Höhe von über
30 Meter und bringt ihre Früchte
erst nach 25 Jahren zur Reife. Die
sehr eigenartig geformten Nüsse
galten lange als legendenumrankte
Kuriosität geheimnisvollen Ursprun-
ges, die noch im 18. Jahrhundert
Rätsel über ihre Herkunft aufgaben
und zu Dutzenden an die indische
Westküste angeschwemmt wurden.
Prinzen und hohe Potentaten be-
zahlte n hohe Preise dafür, und die
Legende weiß zu berichten, daß ein
Fürst einmal für eine einzige Sey-
chellennuß ein ganzes Schiff samt
Ladung und Mannschaft einge-
tauscht habe. Der Überzeugung der
damaligen Erdenbewohner nach
kon nte das weißliche Fleisch der
unförmigen Früchte Krankheiten
heilen, Gift neutralisieren und die
Manneskraft stärken.
In unseren Breitengraden hat die
Seychellenpalme keine Lebenschance,
es sei denn, in tropischen Gewächs-
häusern unter extrem günstigen
klimatischen Bedingungen — große
Hitze und große Luftfeuchtigkeit —
wie zum Beispiel in Tübingen. Auf
der Insel Mainau will man von
einem Experiment absehen, das
mißlingen mü ßte, selbst wenn dort
die klimatischen Bedingungen und
auch die Pflege, die man allen Pflan-
zen angedeihen läßt, vorzüglich sind.
Man beläßt es dabei, den Besuchern
— in diesen Tagen dürfte bald die
500.000-Grenze erreicht und über-
schritten sein — diese Weltexklusi-
vität zu zeigen.
Liechtenstein mit eigenem
Reisefü hrer
So klein das Fürstentum ist und
so sehr es — ganz zu Unrecht — nur
als Durchfahrtsland angesehen wird
— der bekannte Reise- und Karten-
verlag Polyglott hat Liechtenstein
jetzt einen eigenen Band gewidmet.
Das Land ohne Soldaten und fast
ohne Steuern, mit einem einzigen
B ahnhof und ohne Flugplätz ist
mehr als ein „Durchgangsland". Je-
denfalls wurden seine Schönheiten
auf 64 Seiten mit 40 Illustrationen
und 17 Karten und Plänen beschrie-
ben. Nicht nur das internationale
Geschäftszentrum Vaduz und die be-
rühmten Briefmarken, sondern auch
die „Galerie Liechtenstein", die Ge-
mäldesammlung ersten Ranges.
Radio Vaduz —
ein Projekt unter vi elen
Ähnliche Stimmen, wie sie vor
einigen Wochen der liechtensteini-
sche Landtagsvizepräsident, Dr.
Gera rd Batliner, im Landtag be-
züglich des jüngsten Radio-Pro-
jektes verlauten ließ, sind in
jüngster Zeit auch in höchsten
Kreisen zu vernehmen. Diese
Stellen, so ist zu hören, denken
gar nicht daran, durch das Radio-
Projekt der Fa. Frey AG die gu-
ten Beziehungen zwischen Vorarl-
berg und auch der Schweiz aufs
Spiel zu setzen. Vielsagend wird
nur vermerkt: Auch dieses Pro-
jekt ist eines von vielen.
Optischer Höhepunkt der Fest-
veranstaltungen im Jubiläumsjahr
wird zweifellos das „Historienfest"
am 13. und 14. Juli sein. An diesen
Tagen wer den Bürger der Stadt an
Plätzen Festszenen aus der beweg-
ten Vergangenheit Rothenburgs auf-
führen: Die Erhebung zur Reichs-
stadt im Jahre 1274, die Glanzzeit
Rothenburgs in der zweiten Hälfte
des 14. Jahrhunderts unter Bürger-
meister Toppler, die Zeit der Zünfte
und der Bauernkriege um 1500, die
Eroberung durch General Tilly im
Bei einer im Mai d. J. in Regens-
Jahre 1631, den „Meistertrunk" des
dorf stattgefundenen schweizerischen
Fachtagung unter dem Motto „Ge-
ordnete Deponien — in Theorie und
Praxis" k onnte man erfahren, daß
die seit Jahren fortgesetzten Bemü-
hung en der „Aktion saubere
Schweiz" beachtliche Fortschritte ma-
chen.
Es gab mit Stichtag 1. 1. 1974 in
der Schweiz bereits 15 Müll-Verbren-
nungsanlagen mit Wärmeverwertung,
denen 290 Gemeinden mit mehr als
2,4 Mill. Einwohnern angeschlossen
sind. Neben diesen .Anlagern gibt es
27 Verbrennungsanlagen ohne Wär-
meverwertung mit 274 angeschlosse-
nen Gemeinden und mehr als 1,2
Mill. Einwohnern. Es bestehen be-
reits 4 einfache Kompostieranlagen,
11 kombinierte Kompostier/Verbren-
Das Wirtschaftsförderungsinstitut
der Tiroler Handelskammer veran-
staltet in Zusammenarbeit mit dem
Amt der Landesregierung vom 21.
Juni bis 29. September im Saal der
Tiroler Handelskammer eine Ausstel-
lung unter der Devise „Lebensraum
Tirol".
Tirol ist ein kleines Land im Ge-
birge mit großen Vorzügen, wurde
erklärt. Es ist der Lebensraum für
eine halbe Million Menschen, die von
vielen Millionen darum beneidet
werd en. Es liege in der Hand der Landschaft durch Energie,
Tiroler, daß dies auch so bleibt.
Der Lebensraum sei in Tirol leider
sehr knapp. Nur 11 Prozent des Lan-
.
Bürgermeisters Nusch zur Rettung
der Stadt, die Übernahme durch
Bayern im Jahre 1802, das Bieder- Verfügung gestellt. Die
meier und schließlich die jüngere
Entwicklung ab dem Einsetzen des
15 Tourismus'.
den sonstigen Veranstaltun-
Von
gen sind vor allem die Hans-Sachs-
Spiele, der berühmte Schäfertanz und
die Meistertrunk-Aufführungen zu reits bisher besuchten rund eine Ma,,
erwähnen.
Anläßlich des Jubiläums ließ die
Stadt nach einem Entwurf des
Münchner Bildhauers Nida-Rümelin
deren
20.000 versilberte Medaillen prägen,
Vorderseite Rudolf I. Mit
Krone, Szepter und Reichsapfel (nach
bayri-
einer Darstellung aus dem
schen Staatsarchiv) sowie das Datum
des Reichsstadt-Privilegs schmückt.
Auf der Rückseite befindet sich eine
s tilis ierte Meria n-Sil ho uette nebst.
Stadtwappen.
Die Vorbereitungen für die Feier'
am 18. Mai im Kaisersaal des Rathauses statt. lichkeiten dauerten eineinhalb Jahre.
Jubiläumsveranstaltungen
Für die
-
hat die Stadt zusätzlich zum nur
zur
malen Werbebu dg et 200.000 DM
stilgetreuen
historischen Kostüme wurden MO'
vaten Nähstuben geschneidert.
Rothenburg ob der Tauber, die
„magische Stadt" des deutschen Mit'
Jubiläumsjahr
telalters, erwartet im
einen neuen Besucheransturm. B,,"
"
12.50u
lion Touristen jährlich das nur
Einwohner zählende Rothenburg,
eines der wichtigsten Fremdenver"
Bundesrepublik
Das mittelalterliche deutsche Städtchen Rothenburg ob der Tauber
Deutschland,
feiert heuer das 700-Jahr-Jubiläum seiner Erhebung zur „Fr eien Reichs-
stadt". Den Auftakt der für insgesamt vier Monate anberaumten Feier-
lichkeiten bildete vor einiger Zeit eine Bürgerversammlung in histori-
schen Kostümen auf dem Marktplatz der Stadt, auf der das von Kaiser
Rudolf L Rothenburg am 15. Mai 1274 gewährte Reichsstadtprivileg ver-
lesen wurde. Der offizielle Festakt unter der Schirmherrschaft von Mini-
ster Vogel fand im Beisein prominenter Gäste, aus dem In- und Ausland
nungsanlagen, 8 geordnete Deponien
ohne Zerkleinerungsanlagen und 2
geordnete Deponien mit Zerkleine-,
rungsanlagen, an denen 297 Gemein.
den mit mehr als 1,1 Mill. Einwoh-
nern beteiligt sind.
Insgesamt sind allen diesen An-
lagen bereits 1329 Gemeinden mit
4,8 Mill. Einwohnern angeschlossen,
Trotz dieser in keinem anderen Land
erreichten Dichte von Müllbeseiti-
gu ngsanl agen gibt es, wie bei der
Tagun g festgestellt wurde, in der
Schweiz aber noch immer Tausende
von wilden Kehrichtdeponien, Allein
im Kanton Zür ich wurden im Rah-
men einer Großaktion im vergange-
nen Sommer/Herbst rund 8000 Ab•
lagerungsplätze aufgestöbert, kata-
logisiert, beurteilt und auch fotogra-
fiert.
Tirols Le ensraum knapp
Eine Ausstellung über die Bodenverknappung
des, einschließlich der landwirtschaft-
lichen Nutzungsfläche, eignen sich zu
dauernder Besiedelung. Ein be-
trächtlicher Teil dieser Fläche wur-
de bereits verzehrt. Tirol ist schon
stark verbaut und zersiedelt. Man
werde in Zuk unft mit jedem Qua-
dratmeter Boden rechnen müssen,
ehe man darauf etwas baut.
Die Ausstellung versucht, die Pro•
bleme in vier Themenkreisen zusam-
menzufassen: Verbauung und Zer-
siedelung Tirols, Eingriffe in die
Fremden-
verkehr und Industrie, Eingriffe
durch den Straßenbau und Umwelt-
belastungen. belastungen.