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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

	 
WIEN 
Ankauf Verkauf 
	Schilling 
Notenkurse 
612, 80 
100 Schweizer Fr. 599,- 
18,10 18,70 
1 Doll ar 
1 Pfund 42,72 44,16 
100 Franz. Francs 368,40 379,- 
100 Belg. Francs 45,20 46,40 
691,3 0 
100 D-Mark 70 6,50 722, 80 
2,62 2,73 
100 Lire 
301,- 309,- 
40 7,50 41 8,90 
100 Schwed. 
Kr. 
31,90 32,90 
100 
Devisenkurse 
60 5,50 607,90 
100 Schweizer Fr. 
18,27 18,37 
1 Dollar 
43,23 43,49 
1 Pfund 
37 3,54 
100 Franz. Francs 371,66 
48,02 
100 Belg. Francs 
47,82 
68 4,54 
100 Holl. Gulden 
681,66 
717,62 
100 
D-Mark 
71 4,78 
2,794 2,812 
100 
Lire 
304,- 30 5,40 
100 Dän. Kronen 
417,11 
100 
Schwed. Kr. 
415 ,09 
31,89 32,05 
100 Span. Pesetas 
1 Golddukaten einfach, Ankauf 
320 S, Verkauf 394 S. Kurs vom 
24. Juni 1974. 
Zürcher Schillingnotiz 
vom 24. Juni 1974 
Ankauf 16,35 sFr., Verkauf 
16,75 sFr. für 100 Schilling. 
Frankfurter Schillingnotiz 
vom 24. Juni 1974 
Ankauf 13,95 DM, Verkauf 
13,99 DM für 100 Schilling. 
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tschaft 
UNO-Experten erwarten weitere Inflation und Arbeitslosigkeit 
Duftsprays auch erfrischen. Das form- 
schöne Gerät ist in allen Einsatz- 
bereichen mit Thermostaten ausge- 
rüstet. 
Ebenfalls für den Haushalt kon- 
zipiert (größere Einheiten sind spä- 
ter für Gewerbe und Fremdenver- 
kehr vorgesehen) ist die Müllpresse. 
Das Gerät in Waschmaschinengröße 
beseitigt natürlich keinen Müll, preßt 
diesen aber mit 1,8 Ton nen auf etwa 
20 bis 25 Prozent des ursprünglichen 
Volumens zusammen, wodurch sich 
übervolle Müllkübel und häufiges ,,in 
den Keller gehen" beseitigen lassen. 
Die Überlegungen zur Entwicklung 
dieses in Österreich für die gesamte 
Miele-Organisation erzeugten und 
auch exportierten Gerätes basierten 
auf Untersuchungen, wonach 1 Kilo 
Müll pro Tag und Person anfällt. Ein 
	produziert 
3-Personen-Haushalt 
demnach derzeit über 1 Tonne Müll 
pro Jahr, der vor allem mengenmäßig 
zunehmende Probleme schafft. In 40 
Sekunden werden Flaschen, Dosen, 
Papier und alle übrigen Abfälle ge- 
preßt, und ein Duftspray verhindert 
- auf Knopfdruck - die mögliche 
Geruchsbelästigung. Das gepreßte 
Müllpaket wird - verpackt in einen 
mitgelieferten Plastiksack - schließ- 
lich in den dadurch aufnahmefähige- 
Wien (APA) Während die Raiff- 
ren Müll kübel befördert. 
eisen-Geldorganisation 1973 eine im 
Vergleich zu anderen Gruppen gün- 
stige Entwicklung verzeichnen konn- 
te, kam es in der Waren- und Ver- 
wertungsgruppe zu nur geringen 
Umsatzsteigerungen, teils sogar zu 
einer Stagnation der Umsätze. Wie 
in 
Generalsekretär Dr. Reinthaler 
einer Pressekonferenz zur Vorlage 
des Rechenschaftsberichtes ausführte, 
waren dafür die mehrwertsteuerbe- 
dingten Vorgriffskäufe Ende 1972 
maßgebend, die das erste Quartal 
beeinflußten. Im vierten Quartal 
schließlich verschärfte die Erdölkrise 
die das ganze Jahr spürbar gewesene 
Rohstoff verknappung. 
Die Raiffeisenorganisation um- 
faßte mit Jahresende 1973 3292 Ge- 
nossenschaften mit 2438 Filialen und 
knapp über 1,7 Millionen Mitglieder. 
Während die Zahl der Genossen- 
schaften durch Fusion auf dem Geld- 
sektor und Liquidationen auf dem 
Warensektor um knapp 100 zurück- 
ging, stieg die Mitgliederzahl durch 
Zuwächse in den nichtagrarischen 
Sparten an. Die Steuerleistung des 
Sektors erreichte im Berichtsjahr 
über 800 Mill. S, die Investitionen 
rund 2,2 Mrd. S. 
Bei der Geldorganisation über- 
traf - trotz Inflation, Kreditrestrik- 
tionen und Liquiditätsknappheit - 
das Ergebnis die Erwartungen. Die 
Gesamteinlagen stiegen um 15,9 Pro- 
auf 52,6 Mrd. S, der Raiffeisen- 
zent 
anteil erhöhte sich von 18,33 auf 
18,62 Prozent. 
Dr. Rasser nahm 
Generalanwalt 
aus Anlaß des am 27. und 28. d. M. 
in Schladming stattfindenden Raiff - 
eisentages 1974 zu aktuellen Fragen 
Stellung. Die neue mit 1. August in 
Kraft tretende Gewerbeordnung 
nannte er einen echten Schritt vor- 
wärts auf dem Gebiet der Integra- 
tion der Genossenschaften in die Ge- 
samtwirtschaft. Zur Arbeitsverfas- 
sung sagte Rasser, er sehe im Ein- 
zug der Arbeitnehmer in die Auf- 
sichtsräte der Institutionen eine neue 
Raiffeisenverband für neue 
kommt. Möglichkeit, die Identifizierung der 
Gewerbeordnung und Arbeitsverfassung 
eue elfer im aushalt, 
Auslandsanleihen 
der Stromkonsum stei t 
unter Kritik 
Während der Finanzminister nicht 
müde wird, die Län der und Gemein- 
zu ermahnen, 
den zur Sparsamkeit 
um die Inflation zu bremsen, deckt 
der Bund seine Finanzierungslücken 
en Budget mit Hilfe von Auslands- 
krediten. Abgesehen von der nega- 
tiven Wirkung auf das Stabilitäts- 
programm durch Vermehrung des 
Notenumlaufes hat seine Anleihe- 
politik die Kritik der Länder und 
Rudolf Haider 
Von 
Gemeinden hervorgerufen. Auch die 
Privatwirtschaft weist mit Recht auf 
die ungleiche Behandlung durch den 
Staat hin, der heuer bereits zweimal 
im ersten Halbjahr auf den Euro- 
dollarmarkt gegangen ist, um sich 
Gelder in Höhe von 150 Millionen 
Eurodollar zu beschaffen, damit er 
den für das laufende Jahr mit 
10,9 Mrd. Schilling veranschlagten 
Haushaltsabgang teilweise decke n 
kann. Eine weitere A usla ndsanl eihe 
wurde soeben beschlossen. Hier wird 
offensichtlich mit zweierlei Maßen 
gemessen, denn der Privatwirtschaft 
stehen solche Wege der Kreditbe- 
schaffung nicht offen. Die von ihr 
für Investitionen benötigten Gelder 
im 
sind aber 
Inland gegenwärtig nur 
knapp verfügbar. 
Man muß noch hi nzuf ügen, daß 
sich der Bund damit auf Jahre 
hinaus verschuldet. Die Laufzeit der 
Kredite beträgt in einem Fall vier, 
im anderen sieben Jahre, der Kapi- 
talmarktzins von nur 9,5 Prozent er- 
höht sich aber durch die alle drei 
Monate vorgenommene Angleichung 
an den Zinssatz des Eurodollars bis 
auf rund zwölf Prozent. Die An- 
leiheaufnahme des Finanzministers 
auf diesem Auslandsmarkt steht, wie 
der Kommentar eines Wiener Fach- 
mannes vermerkt, in Widerspruch 
zur Tatsache, daß die Entwicklung 
der Bundeseinnahmen im ersten 
Halbjahr günstig war. Dabei ist der 
Bund ein Hauptnutznießer des Fi- 100 Holl. Gulden 675,- 
nanzausgleichs mit Ländern und 
Gemeinden, ein Ungleichgewicht, das 
mit dem bundesstaatlichen Prinzip 100 Dän. Kronen 
unvereinbar ist. 
In der Schweiz teilen sich Bund, Span. Pesetas 
Kantone und Gemeinden die Ab- 
gabenerträge 
im Verhältnis 50 zu 25 
zu 25, in der Bund esrep ublik 
Deutschland lauten die entsprechen- 
den Verhältniszahlen 55 zu 30 zu 15 
Prozent. In Österreich würde nach 
Aufteilung der Einnahmen von Wien 
auf seinen Doppelstatus als Land 
und Gemeinde das Verhältnis '70 zu 
13 zu 17 Prozent lauten, wie der 
Innsbrucker Ordinarius für Finanz- 
Dr. 
wissenschaft, Univ.-Prof. 
Chri- 
stian Smekal, errechnet, um die 
schwache Position der österreichi- 
schen Länder gegenüber dem Bund 
zu beweisen. Die meisten Abgeord- 
neten zum Nationalrat verstehen zu 
wenig von dieser schwierigen Mate- 
rie, und die Bundesräte haben nichts 
zu sagen, obwohl gerade ihre Kam- 
mer die Interessen der L änder zu 
wahren hä tte. Wir werden also noch 
geraume Zeit mit dieser finanziellen 
Vorherrschaft des Bundes zu rech- 
nen haben, ehe die Legislative dem 
Föderalismus gewährt, was ihm zu- 
Die UNO-Wirtschafter rechnen 
damit, daß die Einnahmen der ölex- 
portierenden Staaten in diesem Jahr 
mit bis zu 85 Mrd. Dollar mehr als 
fünfmal so hoch sein werden als 1972. 
Die entwickelten Marktwirtschaften 
Westeuropas, Nordamerikas und Ja- 
pans müßten in diesem Jahr voraus- 
sichtlich rd. 50 Mrd. Dollar mehr für 
Ölimporte aufbringen als im vergan- 
genen Jahr, während ihre Wachs- 
tumsraten gleichzeitig zurückfielen. 
Die Entwicklungsländer in Afrika, 
Asien und Lateinamerika kosteten 
(GS) Die moderne Küche ist ein 
technisches Labor geworden. Und die 
Entwicklung ist noch nicht abge- 
schlossen. Die Miele Ges. Österreich 
(seit 1955 in Salzburg) stellte gestern 
zwei neue Geräte vor, die allerdings 
den Stromverbrauch im Haushalt 
neuerlich steigern werden. Eine Müll- 
presse und ein Luftreiniger sollen in 
den Dien st des „privaten Umwelt- 
schutzes" gestellt werden. 
Etwas am Rande der Präsentation 
dieser zwei neuen Geräte stand die 
Tatsache, daß Miele am 1. Juli den 
75jährigen Bestand feiert, wobei die 
Entwicklung des Familienunterneh- 
mens auf Milchzentrifugen und But- 
termaschinen aufbaute, 1901 die erste 
Waschmaschine gebaut und 1924 so- 
gar 50 Autos produziert wurden. Der 
Haushaltssektor nahm nach 1945 
einen fast gigantischen Aufschwung. 
Die Sauberkeitswelle soll mit dem 
Luftreiniger und der Müllpresse 
einen vorläufigen Abschluß des Haus- 
haltsprogrammes bilden. 
Der Miele-Electronic-Luftreiniger 
bildet gleichsam eine fahrbare kom- 
plette Klimaanlage mit vierfacher 
Funktion: die Luft reinigen (98 Pro- 
zent aller Luft-Dreckteilchen werden 
elektrostatisch im Filter festgehal- 
ten), die Luft befeuchten, erwärmen 
Mitglieder mit dem wirtschaftlichen 
(in der Übergangszeit) und mitte ls 
Ziel der Genossenschaft auch vom 
Mitspracherecht her neu zu motivie- 
ren und zu verstärken. Für den Vieh- 
sektor forde rte der Generalanwalt 
raschest wirksame Entlastungsmaß- 
nahmen. 
No ten- und Devisenkurse 
New York (AP) Als Folge der im letzten Jahr drastisch gestie- 
vom 24. Juni 1974 
genen Rohölpreise erwarten Wirtschaftsexperten der Vereinten 
Nationen ein weiteres Anziehen der weltweiten Inflation und Ar- 
beitslosigkeit für die nähere Zukunft. In ihrem nun veröffent- 
lichten jüngsten Jahresbericht wiesen die Fachleute darauf hin, 
daß die ölexport ierenden L änder einen Teil Ihrer Gew inne dazu 
verwenden müßten, Zahlungsbilanzdefizite in den ölimportieren- 
den Staaten zu verhindern. Wenn dies nicht geschehe, könnte n 
neue Handelsschranken errichtet und „ein kumulativer Prozeß 
der Schrumpfung von Handel und Produktion in Bewegung ge- 
erheblich negative Auswirkungen der 
setzt" 
werden. 
Ölpreisverteuerung auf die Handels- 
bilanzen zu erwarten habe. 
Katastrophengeld 
falsch verteilt 
Wien (PBK) Gegen eine unge- 
rechte, dem ursprünglichen Zweck 
des Gesetzes widersprechende Ver- 
wendung der Mittel aus dem Kata- 
strophenfondsgesetz hat sich die 
Bundeswirtschaftskammer in ihrer 
Stellungnahme zur geplanten Ver- 
die Öleinfuhren 1974 wahrscheinlich 
insgesamt etwa 15 Mrd. Dollar und 
damit das Dreifache gege nüber 1973 
und das Vierfache gegenüber 1972. 
Bei den Entwicklungsländern seien 
jene am schlimmsten dran, die große 
Mengen teures Öl und Lebensmittel 
einführen mußten, aber Waren ex- 
portieren, die am wenigsten an den 
allgemeinen Preiserhöhungen Anteil 
gehabt hätten. Der Bericht kommt zu 
der Erkenntnis, daß auch die zentral 
gelenkte Wirtschaft der kommuni- 
längerung des Gesetzes um weit ere 
stisch regierten Länder Osteuropas 
vier Jahre bis zum 31. Dezember 
1978 ausgesprochen. Die ungerechte 
Verteilung der Mittel bestehe darin, 
daß der Bund für Schäden im Bun- 
desvermögen und vor allem für Vor- 
beugemaßnahmen zuviel Mittel in 
Anspruch nimmt, während für die 
katastrophengeschädigte Bevölke- 
rung wesentlich weniger Mittel auf- 
gewendet werden als gesetzlich vor- 
gesehen ist 
Dollar zieht an 
Wien (APA) Als Folge der posi- 
für 
tiven US-Handelsbilanzzahlen 
das erste Quartal sowie einer gestie- 
genen kommerziellen Nachfrage no- 
tierte der US-Dollar gestern an den 
Devisenmärkten überwiegend fester. 
In Wien verbesserte sich der Devi- 
senmittelkurs gegenüber Freitag um 
12 Groschen auf 18,32 S, den höch- 
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