Für eine "gleitende Pensionie-
rung" sprachen sich die Delegierten
des 5.
Internationalen Gerontologen-
kongresses aus, der in Anwesenheit
Ein schwarzer Freitag
mit Tradition
Der 21. Juni ist für eine Bank
in Mailand zum „schwarzen Tag"
geworden. Seit drei Jahr en schon
wird das Kreditinstitut „Ossone"
regelmäßig an diesem Tag über-
fallen. So auch am vergangenen
Freitag. Am Vormittag tauchten,
wie
gewohnt, zwei maskierte und
bewaffnete Männer im Schalter-
raum auf. Sie erbeuteten Bargeld
im >.Wert von umgerechnet rund
150.000 Schilling. Die Geschäfts-
leitung der Bank hatte das Zu-
sammenfallen der Überfälle in
den vorangegangenen beiden Jah- n:a um
ren jeweils zum selben Datum als
reinen Zufall betrachtet.
Durstige Concorde
Das französisch-britische Über-
schallflugzeug Concorde hat sich
als „sehr durstig" erwiesen. Wie
französische Messungen bei der
jüngsten doppelten Nordatlantik-
überquerung des Passagierflug-
zeuges ergaben — die „VN" be-
richteten darüber —, „schluckt"
0.156
die Concorde,
Liter Treib-
stoff pro Passagier und Kilometer.
Die Maschine bietet 100 Fahrga-
sten Platz. Am sparsamsten ist
die Boeing 747 (Fassungsvermö-
gen 367 Passagiere). Sie benötigt
nur 0.047 Liter pro Passagier und
Kilometer. Einige Vergleichszah-
len: Airbus: 249 Passagiere, 0.079
Liter; Boeing 727, 150 Passagiere,
0.064 Liter.
In den Ehehafen orabendProgramm
geprügelt
Ein scharfes Fi nish lieferten
sich zwei Hochzeitspaare vor dem
Einlaufen in den Ehehafen, weil
jedes als erstes vor dem Trau-
altar stehen wollte. Ehe eine der
beid en Bräute ihr Ja hauchen
konnte, hatte sich eine handfeste agentur TASS zur .weiteren
Prügelei unter den vier Ehewilli-
gen entwickelt. Die. Polizei er- Systeme. Der Start von
schien und stellte nur mühsam Maßnahme ;:wurcle,
den Frieden im Gotteshaus von
Gela in Italien wieder her. Grund - men. Flug von
der „Drängelei": durch ein Ver-
sehen waren beide Trauungen zur
gleichen Zeit und Stunde ange-
5000 enschen gerettet
setzt worden. ,TV-Direktok, 210 Kilometern. Die Neigung
wegen Tempolimit in USA
Die Energiekrise hat
möglicherweise 5000
Menschen in den USA
das Leben gerettet. Seit
Jahresanfang ist die
Zahl der Verkehrs-
toten in den Vereinig-
ten Staaten um 23,5
Prozent gegenüber dem
Vorjahres zurückge-
Vergleichszeitraum des
gangen. In den ersten
fünf Monaten kamen
15.930 Menschen ge-
genüber 20.843 im Vor-
jahr auf den Straßen
Amerikas um. Meh rere
Faktoren haben zum
Rückgang der Ver-
Die wichtigste Rolle
kehrstoten beigetragen.
jedoch haben die Aus-
wirkungen der Ener-
giekrise gespielt: eine
Geschwindigkeits-
beschränkung von. 90
km/h auf allen ameri-
kanischen Straßen so-
wie eine Verkehrsbe-
schränkung.
Niemand glaubt, daß sie schon 60 ist. Lilli Palmer, Inbegriff der Fraulichkeit, Leinwand- und TV-Idol,
fielt Pe
die
ihr Publikum immer wie der durch ihren Charme bezaubert, hat schon mehrmals verlauten lassen, daß
sie
von Bühne
und Leinwand Abschied nehmen will. Nach dem Erfolg ihrer TV-Show „Eine Frau bleibt
eine
Frau"
(unser Bild mit Partner Johannes IIeesters) forschte man vergeblich nach neuen Plänen. Bei den
Berliner Filmfestspielen wurde das Geheimnis jetzt gelüftet. Als ers ter Weltstar diesseits der
Mauer hat
Lilli Palmer die
Titelrolle in einer Ost-Produktion übernommen. Sie spielt die Charlotte von Stein in der
Verfilmung von Thomas Manns Roman „Lotte von Weimar", die die staatliche DDR-Filmgesellschaft
DEFA in Ostberlin besorgt. Mit diesem Film soll der 100. Geburtstag Thomas Manns im kommenden Jahr
gefeiert werden. Lilli Palmer aber will als Goethes in die Geschichte eingegangene Freundin Abschied
vom
Showgeschäft nehmen.
In Bangkok werden derzeit die letzten Meter Film für den neuesten James-Bond-Streifen belichtet. Dieser
neunte „007" soll mit Roger.
Moore und den hübschen Thai-Mädchen im Mittelpunkt die einst weltweite
und inzwischen stark abgeklungene „Bonditis" neu lancieren. Titel der neuen Bond-Leinwand-Abenteuer:
„The Man With The Golfen Gun", nach der Vorlage von Jan Fleming und unter der bewährten Leitung
von Harry
Saltzman.
(Foto: Keystene)
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Zwölf Jahre nach ihrem Tod' steht. Marilyn Monroe wieder einmal im
. . ,
Mittelpunkt einer heftigen Kontroverse. Diesmal geht es um ihre angeb-
liche Autobiographie, die vor kurzem in New. York veröffentlicht wurde.
Die Witwe des Schriftstellers und Drehbuchautors Ben Hecht behauptet
nämlich, das Buch sei von ihrem verstorbenen Mann verfaßt worden. Die
Verleger, Stein and Day, die das Manuskript für, umgerechnet. rund
eine
. halbe Million Schilling von dem ehemaligen .Geschäftspartner Marilyn
Monroes, Milton Gr eene, erwo rben hat ten, dro hten jetzt mit einer Mil-
lionenklage, sollte Rose Hecht .weiterhin . ihre Behauptungen aufrecht
erhalten.' Die 76jährige Witwe des Auto rs will jedo ch nicht nachgeben.
Auf einer improvisierten Pressekonferenz
- in ihrem Appartement
am
Central Park erklärte sie,.ihr Mann habe das Buch schon vor 20 Jahren
geschrieben. Man habe ihm das Manuskript gestohlen. Monatelang sei Ben
Hecht hinter Marilyn Monroe hergejagt, um. sie für sein Buch zu inter:-
viewen. Er habe dafür niemals auch nur einen.Penny bekommen. Milton
Greene will das Manuskript von Marilyn 1954 zu Beginn ihrer.drei Jahre
dauernden Partnerschaft in der „Marilyn-Monroe-Produktionsgesell-
sehaft" erhalten haben.
estätigt Richtigkeit der.Maßnahme
gestrichen'
von fast 1000 Experten aus 21 Län-
mei
dern in Madrid stattfand. Um dem'
Schock einer plötzlichen Pensionie-
rung vorzubeugen, sollte ein „Vor-
Ruhestand" eingeführt werden, der
in einer fortschreitenden Verringe-
rung der Arbeitszeit und einer ent-
sprechenden Verlängerung des Ur-
laubes bestehen sollte.
Eine ändere Lösung wäre der
Wechsel zwischen einer Woche Ar-
beit und einer Woche Erholung.
Selbstverständlich dürfte d ieser
„Vor-Ruhestand" nicht mit einer we-
sentlichen Verringerung des Gehaltes
begleitet sein.
Die Delegierten waren sich fer-
ner darüber einig, daß Pensionisten
die Möglichkeit gegeben werden soll-
te, so lange zu arbeiten, wie sie
wollten. Dabei dürfe jedoch der An-
spruch auf Pensionszahlungen nicht
verloren gehen.
Marion Brando operiert
-
Marion
Brando* (50) wurde mit
einem Speiseröhrenriß in eine kali-
fornische Klinik eing elief ert und
mußte sofort operiert werden..13ran-
do hatte in' den letzten Tagen Hals-
blutungen,
die wahrscheinlich durch
einen Riß
in der Speiseröhre auf-
grund
eines starken Erbrechens nach
einer Fischvergiftung _ aufgetreten
war, die er sich vor
zwei Wochen
auf Tahiti zugezogen hatte.
rundlagenforschung des
Die • durch ihre linksextralist'
Alle Filme mit Brutalität aus
sehen Ansichten bekannte Doktorl
der Philosophie hatte sich sehuldlg
erklärt, 19 Gemälde alter Meiste,
die aus dem Landsitz eines industri•
ellen gestohlen worden waren, je
Verwahrung" zu haben. Alle Gang-
de, die zusammen einen Weit von
Pfund darstellen, waren bi
500.000
der Verhaftung von Miß Dudeale in
Dia
einem irischen Seebad Anfang
sichergestellt worden. >
Miß Dudgale stand urspriingiß
gestohle°
unter Anklage, die 'Bilder
Staatsan-
zu haben, doch hatte die
waltschaft wä hrend des Prozeßver:
abgeändg4
laufes die Anklage dahin
daß sie die Bilder nur in Verve'
rung habe.
Saljut 3 beobachtet uns
Die Sowjetunion hat am Dienstag
nach über einem Jahr wieder ei
"Seit'
Typ
gestartet. „Saljut 3" dient nach
gaben der sowjetischen Nachriehtej"
_Verve"'
ihrer
"mmnung der Station und
„Saliut
gilt auch der Vorbereitung -auf den
geplantengenlee!
für Juli 1975
SO.P'
Raumschiffen. Die unbemannte Sta'
tion umläuft die Erde in 89,1 IVies:
tala
ten auf Bahnhöhen zwischen 270
ih-ter
Umlaufbahn zum Erdäquator betragt
Zu gründlich entrümpelt
51,6 Grad.
Michel Gouin aus Grenoble war
offenbar sehr stolz auf sei nen Be-
ruf. Auf seinen Visitkarten war zu
lesen: „Hausentrümpelung vom
Dachboden bis zum Ke ller — völ-
lig.. kostenlos". Jetzt wurde er
festgenommen.. Die Poli zei . ver-
dächtigt ihn, Chef einer sieben-
köpfigen Bande zu sein, die das
Schloß Champagnier allzu gründ-
lich •„entrümpelte". .
'
•rer
1 ecklau
Millionenerbin und Linksextreme in Dublin verurteilt
Ein Sondergerichtshof in Dublin
hat am Dienstag die britische Mil-
lionenerbin Dr. Brigid Rose Dudgale
im Zusammenhang mit dem größten
Bilderdiebstahl der Kriminalge-
schichte zu einer Gefängnisstrafe in
der Höhe von neun Jahren verur-
teilt. teilt.