Lo
uer
8. Runde
So tippt
Adi Knoll,
ÖFB-
oftmaliger
Es geht um
Teamspieler
S 2000.—
Einsendeschluß: Poststempel vom 29. 5.
Mein Tip
0:2
DDR — Holland
0:0
Argentinien — Brasilien
1:0
BRD — Schweden
1:2
Polen — Jug oslaw ien
Für die Ermittlung des Gewinners ist folgende Wertigkeit maßgebend:
Richtige Tips
Richtige Tordifferenz
Richtige Resultate
Bei zwei oder mehr gleich guten Einsendungen entscheidet über den Gewinn von
S 2000,— das Los.
Die Gewinnermittlung erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges. Betriebsangehörige
Die „WM-Tipper" ließen sich nicht bluffen:
der „VN" dürfen nicht mitspielen.
Jede 14. Karte wies die
richtige Tipkolonne auf
Je näher es dem Endspiel der Fußball-WM gebt, um so größer
wird nicht nur der Gewinn, sondern auch die Beteiligung an unse-
rem „WM-Gewinnspiel". Um die 2000 Schilling der 7. Runde gab es
ein hartes Ringen, denn die Auswertung ergab sehr viele richtige
Kolonnen, so daß zunächst die Tordifferenz und dann die richtigen
Resultate für eine genauere Auslese herhalten mußten.
Selbst dann blieb noch einiges übri g, und das Los entschied
s chließli ch auf Ingo Z e c h, Nagrand 17, 6710 Nenzing, der die
2000 Schilling der 7. Runde für folgende Tipkolonne erhält: Hol-
land — Argentinien 2:1, Brasilien — DDR 1:0, Jugoslawien gegen
BRD 0:2 und Schweden — Polen 1:2. Richtige Resultate also bei
Brasilien — DDR und bei Jugoslawien — BRD, richtige Tordiffe-
renz bei Schweden — Polen und richtiger Tip bei Holland gegen
Argentinien.
Holland hat mit seinen vier Toren gegen Argentinien die Erwar-
tungen fast aller — auch der „Cruyff-Fans" — übertroffen. Ingo
Zech ließ sich ebensowenig wie ein großer Teil der „WM-Tipper"
durch die Resultate an den beiden vorangegangenen Spieltagen bluf-
fen. Die Auswertung der Einsendungen ergab ein Ergebnis, das den
aus-
Mitspielern unseres „WM-Gewinnspiels" ein gutes Zeugnis
Mehr als 7 Prozent hatten die richtige Kolonne eingesetzt,
stellt:
einen Sieg der BRD über Jugoslawien hatt en sogar mehr als 53 Pro-
zent erwartet. 8,93 Prozent rechneten mit einer 0:2-Niederlage der
Jugoslawen. Bei Brasilien — DDR war es weniger deutlich, Holland
und Polen hingegen waren wieder klare Favorits.
Seite 18 Freitag, 28. Juni 1974
MI1
Holland auch bei den
Buchmachern Favorit
Nun sind auch die britischen
Buchmacher vom WM-Sieg Hollands
überzeugt: Die Niederländer wurden
zum Favoriten erhoben, mit 6:4 so
gar zum klaren, während die Odds
der BAD von 9/4 auf 7/2 nach-
gaben. Gemeinsame Dritte sind nun
Polen und Brasilien mit 5/1, Jugo-
slawien und die DDR fielen mit 33/1
bereits weit hinei n in den Kurs kras-
ser Außenseiter, sie werden aber
noch von Argentinien und Schweden
übertroffen, die für 50/1 zu haben
sind. Diese Kurse beziehen sich
allerdings ausschließlich auf den
Titelgewinn.
Ohne Kontrolle
Hollands Team hatte bisher vier
„Heimspiele", rund 120.000 Hollän-
der waren zu den Matches der
Oranjes gekommen. Sie hatten allen
Grund zur Freude und zum Feiern.
So wie Mittwoch nacht auch Cruyff
und seine Kameraden, die sich bei
Bier und Whisky bestens unterhiel-
ten. Um halb zwei Uhr morgens
stand Cruyff plötzlich auf, wortlos,
ebenso wortlos auch die ander en,
denn Rinus Michels hatte den „Zap-
fenstreich" für halb zwei Uhr ange-
ordnet. Kontrolliert wurde das ni cht.
„Bei diesen Spielern unnötig",
meinte Co-Trainer Van der Hart.
Optimismus
kann nicht s chaden
Brasilien plant weit voraus, denn
auch Zagallo ließ für die Tage bis
zum Endspiel Hotelzimmer in Rott-
ach-Egern reservieren. Das taten
auch die Holländer. Da aber auch
das Spiel um Platz 3 in München
stattf inde t, könnten unter Umständen
beide Quartiere auch tatsächlich ge-
brau cht werden .
Ein Tor und die Folgen
Stanislav Karasi köpfelte im Spiel
gegen Schottland zum 1:0 für Jugo-
slawien ein. Liljana Baic in Belgrad
sprang vor Begeisterung auf, und
im selben Augenblick setzten die
schon sehr lange überfälligen We-
hen ein. Da bis zum Spielschluß
noch zehn Minuten Zeit war und
Belgrads Straßen daher leer waren,
rechtzeitig,
kam auch
die Ambulanz
und — so berichtet „Politika" — in
der Klinik kam ein gesunder Bub
zur Wett, der natürlich auf den Na-
men „Stanislav" getauft wird.
Auch eine Ausred e
Nur etwas Glück, ein, zwei Tore
mehr gegen Hait i, wir wären unter
den letzten acht, und niemand hätte
unseren Fußball altmodisch, schlecht
und so weiter genannt. So wehrte
sich Ferruccio Valcareggi gegen die
heftigen Kritiken, die an seiner und
der Mannschaft Leistung in ganz
Italien geübt wurde.
71 Tore — 70 „Gelbe"
Sehr ausgew ogen ist bis her das
Verhältnis zwischen Toren und Ver-
warnungen. 71 Treffer n s tehen 70
gelbe Karten gegenüber. Ein Gleich-
gewicht, das niemand wollte, auch
FIFA nicht, als sie die „harte
die
Welle" der Schiedsrichter anordnete.
Aber in der großen Mehrzahl der
Fälle war das Zeigen dieser Karte
durchaus berechtigt, so manche
Par tie wäre ohne diese Maßnahme
vielleicht nicht mehr unter Kontrolle
„Cruyff bestätigte, daß er das ein-
zige große As dieses. Turniers ist.
Diese fabelhafte Nummer 14 schoß
zwei Tore, in einem Spiel, in dem
Holl and die Argentinier regelrecht
abkanzelten", schrieb „Il Giorno"
(Mailand).
Die italienische Presse fand für
das Spiel der Holländer und vor al-
lem für Cruyff nur Superlative. Der
„Corriere della Sera" (Mailand) ver-
trat die Meinung, daß Italien, wäre
es unter die letzten acht gekommen.
gegen die Niederländer klar verloren
hätte: „Die Mannschaft um Cruyff
war einfach unwiderstehlich."
Die Mailänder „Gazzetta della
Sport" kommentierte: „Cruyff wurde
von der argentinischen Abwehr nie
2.
Die Australierin Lesley Hunt, die
bereits 1971 als einzige Spielerin der
Siegerin Evonne Goolagong
späteren
einen Satz abgenommen und im Vor-
jahr auch Bil lie Jean King alles ab-
verlangt hatte, brachte am Mittwoch
abend auch die als Nummer zwei ge-
setzte Amerikanerin Chris Evert an
den Rand einer Niederlage, mit 8:6,
5:7, 11:9 hatte aber schließlich doch
die 19jährige Amerikanerin das bes-
sere Ende für sich und qualifizierte
sich damit bei den All-England-Ten-
nismeisterschaften von Wimbledön
für die dritte Runde des Damenein-
zels.
abend
Die Partie, die am Mittwoch
wegen Einbruchs der Dunkelheit
beim Stand von 9:9 im dritten Set
abgebrochen wo rden war, wurde am
Donnerstag von bei den Spielerinnen
überaus vorsichtig fortgesetzt, wobei
die 24jährige Australierin an ihre
große Leistung vorn Vor tag niClif
mehr anzuschließen vermochte..Evert
nahm im 19. Garne ihrer Gegnerin.
den Aufschlag ab und stell te bei ei-
genem Service mit einem Love-Game
den harterkämpften Sieg sicher.
Evert benötigte damit in dem
spannenden Match, das insgesamt
2:51 Stunden dauerte, nicht weniger
als 46 Garnes, womit der Wimbledon-
Rekord der Damen egalisiert wurde.
Das bisher längste Damenmatch da-
tierte aus dem Jahre 1970, als die
Australierin Margaret Court das Ma-
rathon-Endspiel gegen Billie Jean
King mit 14:12, 11:9 für sich entschie-
den hatte.
Auch dem schwedischen Publi-
kumsliebling Björn Borg wurde der
Aufstieg in die dritte Runde des Her-
reneinzels nicht leicht gemacht, mit
einem 3:6, 6:1, 8:6, 7:5-Erfolg über
den 24jährigen Australier Ross Case
meisterte der als Nummer fünf ge-
setzte Nordländer aber schließlich
doch diese unangenehme Hürde.
Zweimal mußte diese Partie unter-
brochen werden, das erste Mal am
Mittwoch abend wegen Einbruchs der
Dunkelheit im vierten Satz bei einer
4:1-Führung des Australiers und we-
gen Regens am Donnerstag beim
Stand von 5:3 für Case.
Dabei ging der temperamentvolle
Schwede am Mittwoch abend nur
gestoppt, einfach, weil sie seine Spiel-
knapp an einer Disqualifikation vor-
züge nie vor ausahne n konnte. Die
Südamerikaner verloren mit Würde
gegen eine Mannschaft, die modern-
sten Fußball spielt."
Die englische Presse wieder ist
voll des Lobes über die Steigerung
der DFB-Mannschaft: „H elmut
Schön ging gestern das sensationelle
Risi ko ein, mitten in der Weltmei-
sterschaft seine Mannschaft umzu-
stellen — und er wurde dafür mit
einem Sieg belohnt , der den West-
deutschen eine große Cha nce gibt,
das Münchner Finale 1974 zu errei-
chen", schrieb „Daily Mai",
„The Sun" beri cht ete: „Die West-
stung, die eines WM-Favoriten wür-
deutschen zeigten endlich eine Lei-
dig ist."
Die große Leistung Beckenb au ers
würdigte Daily Mirror: „... diesmal
wurden sie wieder zu einem Team,
zu einer Mannschaft aus lauter Män-
nern, die füreinander kämpfen und
arbeiten. Beckenbauer gebührt ein
großer Teil des Verdienstes daran.
Eiskalt stand er im Herzen der Ver-
teidigung mit einem Radarinstinkt,
der ihm sagt e, wann er nach vorn,
wann er zurückbleiben und in wel-
che Richtung er sich bewegen müsse,
um sich aus Schwierigkeiten heraus-
zuhalten. Dabei ließ er sich immer
noch genügend Zeit, um allen um
ihn herum zu sagen, was sie tun
sollten."
Björn Borg hatte in der 2. Runde
ein ige Probleme — weniger mit
dem Gegner Ross Case, dafür aber
mit dem Schiedsgericht.
der si eben am Donnerstag gespielten
Garnes zum 7:5 und bleibt damit im gegen Hunt und Borg
Kampf um den begehrten Wimble-
don-Titel weiterhin im Rennen.
Wie schon am Vortag, so machte
auch am Donnerstag der Wettergott
den Veranstaltern der All-England-
Championships einen großen Strich
durch die Rechnung. Unmittelbar
nachdem Borg durch sei nen Sieg über
Case den Einzug in die dritte Runde
geschafft hatte, setzte wieder starker
Das Rindfleisch
Regen ein, der bis in die Abendstun-
ließen sie zurück
Das südamerikanische Rindfleisch
zeichnet sich durch gute Qualität
aus. Davon können sich seit einigen
Tagen einige Sicherheitsorgane
üb erzeugen , die in Barsighausen die
Uruguayer bewacht hatten. Die
Urus, die in Unkenntnis Ihrer wah-
ren spielerischen Qualitäten auf
einen längeren Aufenthalt eingerich-
tet waren , ließen den Bewacher n als
Dank 150 kg bestes Rindfleisch zu-
rück.
Stimmungswechsel
„Jetzt könnse nur noch Achte
werden", meinte ein Ostberliner in
einer Bierkneipe, als die DDR (ge-
gen Brasilien) verloren hatte. Die
Stimmung änderte sich schnell, denn
am Samstag abend hatte es am Alex-
dem
anderplatz nach Sensationssieg
über die BRD eine Stimmung wie zu
Silvester gegeben. Mit
Papierschlan-
Ra..
gen und Raketen. Eine einzige
kete von Rivelino hatte den Stim-
mungsumschwung bewirkt.
Vier Spiele der WM-
Zwischenrunde ausverkauft
Von den acht noch ausstehenden
Spielen der Halbfinalrunde waren am
Donnerstag vier Begegnungen aus-
verkauft, und zwar beide Spiele der
WM-Favoriten BRD und Holland.
Hol-
Ausve r kauft sind: DDR —
land
(30. Juni, Gelsenkirchen), Hol-
land — Brasilien (3. Juli Dortmund),
BRD — Schweden (30. Juni, Düssel-
dorf) und BRD — Polen (3. Juli,
Frankfurt).
Für die nachstehenden Spiele gibt
es noch Karten: 23.000 für Argenti-
nien — Brasilien (30. Juni, Hanno-
ver), 8000 für Polen — Jugoslawien
(30. Juni, Frankfurt), 12.000 für
Schweden — Jugoslawien (3. Juli,
Düsseldorf), 4000 für Argentinien ge-
gen DDR (3. Juli, Gelsenkirchen).
Ringer-EM: 5 Titel für
UddSR — 4 für Bulgarien
Bei den Ringer-Europameister-
schaften im freien Stil, die am Mitt-
woch in Madrid abgeschlossen wur-
den, gab es folgende Sieger: bis 48 kg
Tarschenakow (UdSSR); bis 52 kg
Jelev
Niko lov (Bulgarien); bis 57 kg
(Bulgarien); bis 62 kg Dontcho (Bul-
bis 68 kg Vassiljev (Bulga-
garien);
kg Aschuraljew (UdSSR);
rien); bis 74
bis 82 kg Nowojilow (UdSSR); bis
90 kg Tedjaschbili (UdSSR); bis 100
Kilo Büttner (DDR); über 100 kg
Adrijew (UdSSR).
den anhielt und das Turnier-Pro-
gramm neuerlich gehörig in Unord-
Singles (Evert
nung brachte. Nur zwei
gegen Case)
der 65 vorgesehenen konnten beendet
werden, zwei Zweitrundenspiele des
Herreneinzels mußten vertagt wer-
den, Arthur Ashe (USA), der Bezwin-
ger von Österreichs Meis ter Hans
Kary, führte zum Zeitpunkt des Ab-
bruchs gegen Teimurasz Kakulia
(UdSSR) mit 6:1, 4:4, und Phil Dent
(Australien) gegen den Verlobten von
Chris Evert, Jimmy Conn ors (USA)
hris Evert k"
mit 4:3.
Christ Evert spielte 2:51 Stunden
lang und benöt igte 46 Garnes, um
Lesley Hunt mit 8:6, 5:7, 11:9 nie-
derzukämpfen.
bei, als er sich zu Beginn des vierten
Satzes wiederholt mit dem Referee in
hitzige Diskussionen einließ und ve-
he ment wegen sein er Ansicht nach
zu schlechter Sichtverhältnisse einen
Abbruch forderte. Der Referee ließ
jedoch weiterspielen und Borg äußer-
te seinen Unmut dadurch, indem er
im vierten Garne die Bälle absichtlich
out sch lug und dieses Spiel praktisch
kampflos abgab, erst dann wurde das
Match unterbrochen.
Am Donnerstag, als die Begeg-
nung fortgesetzt wurde, war der 18-
jährige Schwede, nachdem seine Ent-
schuldigung von den Veranstaltern
akzeptiert worden war, wieder mit
vollster Konzentration bei der Sache.
zu halten gewesen. Der Sieger der Meisterschaften von
Beinahe die erste Sensation bei den All-England-Tennismeisterschaften:
Italien und Frankreich gewann sechs
ft in der
tunden tunden