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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Donnerstag, 11. April 1974 
Seite 3 
Vor Baubeginn 
derUmfahrung 
Widnauin Feldkirch 
Feldkirch (VN - elv) Im Zuge der 
Bauarbeiten an der neuen Bundes­ 
straßentrasse zwischen der Bären­ 
kreuzung und dem Musisch-pädago­ 
gischen Schulzentrum in Tisis wer­ 
den auch die Umfahrung Widnau 
und die neue Postautobushaltestelle 
realisiert werden. Das Baulos 1 
beginnt am Sparkassenplatz, die 
neue Trasse wird zwischen dem 
bischöflichen Palais und der Volks­ 
schule vom Katzenturm ausgehend 
in Richtung Ardetzenberg einbahnig 
geführt, sie mündet auf Höhe des 
neuen Zeughauses hinter der Ar­ 
beiterkammer in die Widnau bzw. 
in die Fidelisstraße. Ein Links­ 
abbiegen vom Hirschgraben aus 
zwischen dem Hotel „Bären“ und 
dem bischöflichen Palais in Rich­ 
tung Fidelisstraße und Arbeiter­ 
kammer wird dadurch nicht mehr 
notwendig. 
Die Autobushaltestelle wird teil­ 
weise in den derzeitigen Pausen­ 
platz der Volksschule in Feldkirch 
verlegt, damit man zwischen dem 
Katzenturm und dem Ardetzenberg 
den bisherigen Parkraum größten­ 
teils beibehalten kann. In diesen 
Bereich mündet auch die bereits im 
Bau befindliche Fußgängerunterfüh­ 
rung zwischen der Grünanlage vor 
dem Katzen türm und dem Autobus­ 
seite, 
halteplatz auf der anderen Straßen­ 
dort können gleichzeitig acht 
bis zehn Busse zweispurig die Pas­ 
sagiere aufnehmen oder aussteigen 
lassen. 
Ein Manko ist derzeit noch, daß 
die Autobusbenützer auf jeden Fall 
auf dem Weg zur Fußgängerunter­ 
führung über einen Zebrastreifen 
die Umfahrungsstraße Widnau über­ 
queren müssen, doch eine Erweite­ 
rung der unterirdischen Fußgänger­ 
passage ist bereits konzipiert. 
In unmittelbarer Nähe der Auto­ 
bushaltestelle werden auch die 
öffentlichen WC-Anlagen erbaut, die 
man früher in die Fußgängerunter­ 
führung der Bärenkreuzung ver­ 
legen wollte. 
Die Umfahrungsstraße Widnau 
wird 7 m breit werden, sie ist links 
und rechts von je 2 m breiten Geh­ 
steigen flankiert. Das Baulos 1 wird 
ohne Ausbau der Parkplätze rund 
1,3 Mill. S kosten, mit einem Bau­ 
beginn wird noch im Sommer 1974 
gerechnet. Ein weiterer Ausbau der 
Fidelis- und Mutterstraße zwischen 
dem Zeughaus und der Arbeiter­ 
kammer bis zur Einmündung in die 
Bundesstraße hinter dem Gymna­ 
sium zwischen Unterführung und 
Ampelkreuzung in Altenstadt bei 
der Autowerkstätte Koch ist vor­ 
gesehen. 
Lehrerwerbung erfolgreich 
14 Ostösterreicher kommen 
(VLK) 
Um den akuten Lehrer­ 
mangel in Vorarlberg zu mildern, 
trat der Schulreferent der Landes­ 
regierung, Landesrat Dipl.-Vw. Sieg­ 
fried Gasser, schon bei verschiede­ 
nen Gelegenheiten für eine ver­ 
stärkte Lehrerwerbung in anderen 
Bundesländern ein. Am 4. April 
fand — in dieser Form zum ersten- 
Hosen für alle und 
Kinderpullover 
besonders preisgünstig 
HEINZELMÄNNCHEN 
Bregenz, Anton-Schneider-Straße 
Dornbirn, Eiseng./Ecke Schubertstr. 
Hard, Kirchstraße 6 
Hohenems, A.-Kauffmann-Str. 20 
Göt zis, Hauptstraße 2 
912014 
Bludenz, Rathausstraße 
mal — an der Pädagogischen Aka­ 
demie des Bundes in Wien eine Dis­ 
kussion mit Landesrat Gasser über 
die Möglichkeiten einer Anstellung 
als Pflichtschullehrer in Vorarlberg 
statt, an der 120 Studentinnen und 
Studenten teilnahmen. Vierzehn Ab­ 
solventen haben sich nun entschlos­ 
sen, im kommenden Herbst in Vor­ 
- 
arlberg zu unterrichten. 
Am vergangenen Wochenbeginn 
waren elf Absolventen in Vorarl- 
berg, um'1 das^'.Land , .. in .;dem' sie . 
ab Herbst arbeiten werden, in, Au­ 
genschein zu nehmen. Sie werden 
vorwiegend an Schulen im ländli­ 
chen Raum eingestellt, wo bekannt­ 
lich der größte Lehrermangel 
herrscht. Die Junglehrer aus Ost­ 
österreich werden vor allem im 
Bregenzerwald, z. B. in Lingenau 
und Bezau, arbeiten, aber auch im 
Großwalsertal und Innermontafon. 
Zu den vierzehn Absolventen, 
mit denen das Land Anstellungs­ 
gespräche positiv abgeschlossen hat, ■ 
kommen nun zahlreiche weitere 
Interessenten, die sich erst während 
der Osterferien näher über Vorarl­ 
berg informieren wollen, sich, aber 
noch nicht endgültig entschlossen 
haben, eine Lehrerstelle in Vorarl­ 
berg anzunehmen. 
Landesrat Gasser und Dr. Steger 
von der Schulabteilung werden nun 
weitere besondere Bemühungen um 
Junglehrer in Eisenstadt und Kla­ 
genfurt unternehmen. Besonders an­ 
ziehend für die Lehrer aus Ost­ 
österreich, so stellte sich heraus, wa­ 
ren der Freizeitwert Vorarlbergs 
und offensichtlich auch das aufge­ 
schlossene gesellschaftspolitische 
Klima im Land. 
Als Gärtner betätigte sich in diesen Tagen die Freiwillige Feuerwehr 
der Stadt Bregenz — die Feuerwehr wird ja immer wieder zu Hilfe ge­ 
rufen, wenn Not am Mann ist. In diesem Fall ist in Bregenz Not an 
Jungpflanzen, und das Wasser wird auch nicht zum Löschen, sondern zum 
Gießen benötigt: Am Wocherhafen gibt es zwei große Wiesen von 5000 
und 10,000 Quadratmeter Fläche, die zum Bregenzer Erholungsgebiet 
am See zählen, und wo die Stadt Bregenz junge Bäume pflanzte, die 
einmal Spaziergängern und Badenden Schatten spenden sollen. Da es 
aber in letzter Zeit nicht regnete und die jungen Pflanzen besonders 
viel Wasser brauchen, sprang die Feuerwehr ein und netzte aus ihren 
Dieses 
großen Tanks die jungen Bäumchen. (Foto: Oskar Spang) 
idyllische Gäßchen 
(oben), in dem heute noch un­ 
gestört Kinder, spielen (hinter 
dem bischöflichen Palais in Feld­ 
kirch am Fuß des Ardetzenber- 
ges) wird in den nächsten Mo­ 
naten zu einer elf Meter breiten 
Straßentrasse ausgebaut wer­ 
den. — Zwischen Hauptschule 
. (auf dem nebenstehenden Bild 
links) und Katzenturm (rechts) 
wird die neue Umfahrung 
Widnau mit der Autobushalte­ 
stelle auf die. Sparkassen-Kreu- 
zung münden. • (Fotos: VN) 
Ein Aufruf des Weltbundes 
zum Schutz des Lebens (WSL) 
Der Weltbund zum Schutz des Lebens (WSL), 
der seit Jahren unermüdlich, mutig und wissen­ 
schaftlich fundiert den Kampf gegen den geplan­ 
ten Bau des Atomkraftwerkes in Rüthi führt, macht 
darauf aufmerksam, daß er selbstverständlich nach 
wie vor Proteste gegen Rüthi entgegennimmt und 
sie zweckmäßig und nutzbringend auswertet. 
Wenn Sie also gegen den Bau eines Atom­ 
kraftwerkes in Rüthi sind, womit Sie Ihrer Heimat 
Sie, 
einen großen Dienst erweisen, dann bekunden danken. 
bitte, dies mit Ihrer Unterschrift (Vor- und 
Zuname und Adresse) und senden Sie diese an 
den Weltbund zum Schutz des Lebens (WSL) in 
Feldkirch. 
Am erfolgreichsten und zweckmäßigsten ist es, 
wenn Sie Sammellisten (auch in Familien, Betrie­ 
ben usw.) erstellen. Der WSL weiß es Ihnen im 
Namen vieler Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, 
aber auch Schweizer und Liechtensteiner zu
	        
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