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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Seite 2 
Samstag, 13. April 1974 
Österreichische Journalisten zu Gast beim japanischen Außenminister 
Tokio ist relativ optimistisch 
WeltZu 
über seine Lage in der 
Gast beim japanischen Außenminister Ohira weilte gestern eine 
Gruppe österreichischer Journalisten — unter ihnen auch VN- 
Chefredakteur, Prof. Dr. Franz Ortner (im Bild vorne rechts), der 
für unsere Leser nebenstehenden Bericht fernschriftlich aus Tokio 
übermittelte. (Funkbild: VN/UPI) 
Sima gestern abgetreten? 
Euro-Gericht 
und Polizei 
für ganz Europa gefordert 
päischer Weltrechtsde­ 
likte“ urteilen, und 
seinen Sitz in Berlin 
haben. Diese Forde­ 
rung erhob Rechtsan­ 
walt Gerd Joachim 
Roos am Donnerstag 
anläßlich der Fachta­ 
gung des Bundes deut­ 
scher Kriminalbeamter 
in Wiesbaden. 
Ein „Euro-Court“ 
könnte nach Ansicht 
des Anwalts verhin­ 
dern, daß einzelne 
Staaten politischen Er­ 
, Zog die Konsequenzen' müßten, 
pressungen nachgeben 
da die vom 
Gerichtshof verhängten 
Strafen von allen be­ 
teiligten europäischen 
Staaten getragen wer­ 
den müßten. 
In den „Euro-Court“ 
sollte jedes EG-Land 
einen Richter entsen­ 
den. Eine europäische 
Polizei ist nach der 
Auffassung von Roos 
notwendig, da die In­ 
terpol die Interessen 
der europäischen Län­ 
der nicht in vollem 
Maße vertreten könne. 
Begräbnis für Attentats-Opfer 
Jerusalem, New York, Beirut (dpa, UPI, AP, Reuter) Die 18 Opfer 
des arabischen Überfalles auf die nordisraelische Stadt Kiryat Schmoneli 
wurden am Freitag unter großer Beteiligung der Bevölkerung bei­ 
gesetzt. Fast 15.000 Menschen füllten den Friedhof der Stadt. Die 
Trauerfeier wurde zugleich zu einem Protest gegen die nach Ansicht der 
Einwohner ungenügenden Schutzmaßnahmen der israelischen Regierung 
für das Gebiet an der Grenze nach Libanon. Die Rede von Polizei­ 
minister Schlomo Hillil, der für die Regierung das Wort ergriff, wurde 
von den Protestrufen der empörten Menge begleitet. 
Affäre Sima endgültig bereinigt. 
teilt 
(Foto: VN-Archiv) 
wurde. Waldheim drückte in 
seiner Antwort auch sein tiefes Be­ 
dauern über die möglichen nega­ 
tiven Folgen aus, die solche Terror­ 
akte auf die Bemühungen über eine 
gerechte und dauerhafte Lösung im 
Nahostkonflikt haben könnten, die 
zur Zeit im Gange sind. 
Das Massaker von Kiryat Schmo- 
neh sei nur der Beginn einer ge­ 
planten Serie ähnlicher Terror­ 
anschläge, erklärte am Freitag in 
Beirut ein Sprecher des General­ 
kommandos der Volksfront für die 
Befreiung Palästinas (PFLP-GK). 
Diese Organisation hatte die Ver­ 
antwortung für den Terroranschlag 
vom Donnerstag übernommen. 
Hauptziel der „Operation“ sei es 
gewesen, den bewaffneten Kampf 
für die Befreiung ganz Palästinas 
aufrechtzuerhalten. Aboul Abbas, 
Politbüromitglied der PFLP-GK, 
unterstrich auf der Pressekonferenz, 
daß die drei Guerillas den Anschlag 
nicht von libanesischem Gebiet aus 
geführt hätten. 
Das Rote Kreuz in Gefahr 
Wenn auch wenig von den Mas­ 
senmedien bemerkt, tagt nun schon 
seit einiger Zeit in Genf die Diplo­ 
matische Konferenz für humanitäres 
Völkerrecht oder „ Rotkreuz-Konfe- 
renzf'. S olche Treffen gab es auch in 
der Vergangenheit. Sie haben noch 
in jedem Fall Fortschritte gebracht 
Von Otto Habsburg 
und dem Wirken des Roten Kreuzes 
neue Impulse gegeben. Insbesondere 
die Genfer Rotkreuz-Konferenz von 
1949 war im Lic hte der bitteren Er­ 
fahrungen des Zweiten Weltkrieges 
fruchtbar gewesen. Diesmal, so hatte 
man gehofft, würde. aufgrund der 
Erkenntnisse aus Konflikten wie Viet­ 
nam und Bangladesch die internatio­ 
nale Organisation den inzwischen 
gewandelten Gegebenheiten ange­ 
Es 
paßt werden. 
ist mit Bedauern festzustellen, 
daß dies nicht der Fall zu sein 
s cheint. Die meisten Diskussionen 
waren unfruchtbar, weil einige Mit­ 
glieder Politik und Ideologie dort 
hineinbrachten, wo diese gar keinen 
Platz haben. Das zeigte sich bereits 
bei den uferlosen Debatten zur Frage, 
wer ja und wer nicht zugelassen wer­ 
den solle. Es ist jedenfalls bezeich­ 
nend, daß im Rahmen der Konferenz 
selbst die Frage in privaten Gesprä­ 
chen aufgetaucht ist, ob im L ichte 
der Entwicklung das Rote Kreuz in 
seiner bisherigen Form überhaupt 
noch lebensfähig sei. 
Der Grund der Krise liegt auf zwei 
Ebenen. Auf der einen Seite hat sich 
der Einfluß der kommunistischen 
S taaten bemerkbar gemacht. Diese 
warfen die Frage über „gerechte und 
im 
ungerechte Kriege" auf, insbesondere schi ebt. 
Zusammenhang mit von außen 
gesteuerten Guerillaoperationen. Es 
ist offensichtlich das B es treben der 
Marxisten, für Freischärler den Status 
von Soldaten zu erreichen. Allerdings 
nur, wenn diese in einem Sinne auf- 
treten, der der kommunistischen 
Ideologie entspricht. Was der Osten 
als reaktionär oder imperialistisch er­ 
klärt, muß außerhalb des internatio­ 
nalen Rechtes gestellt werden. 
Daß es sich hier um die Legalisie­ 
rung des B andenw esens handelt, 
liegt auf der Hand. Einer der größten 
Fortschritte der Menschheit war es, 
den Krieg auf uniformierte, weithin 
erkennbare und organisierte Einhei­ 
ten zu beschränken. Durch die Gue­ 
rilla, ganz gleich unter welchem Na­ 
men, sind die Schrecken des Krieges 
unbeschränkt geworden. Es ist be­ 
zeichnend, daß in den Konflikten, 
in denen vor allem Freischärler auf- 
treten, das Verhältnis der Toten zwi­ 
schen Soldaten und Zivilisten sich 
Die 
gewaltig zuungunsten letzterer ver­ 
neuen Staaten wiederum wa­ 
ren hauptsächlich an der Politisie­ 
rung des Roten Kreuzes interessiert. 
Sie wollten, daß nur jene Länder zu­ 
gelassen werden könnten, die ihren 
eigenen Vorstellungen entsprechen. 
Es spielte sich somit bei der huma­ 
nitären Organisation die. gleiche wi­ 
derliche Demagogie ab, wie heute in 
so ziemlich allen Gliederungen der 
UNO. Wenn es jemals des Beweises 
bedurft hätte, daß die sogenannte 
Universalität der UNO ein Unsinn 
sei, er wurde in tragischer Weise im 
Rahmen des Roten K reuzes erbracht. 
jeder weiß um die Verbrechen 
eines Idi Amin, um seine Visionen 
und seine Vorgangsweise wie ein 
steinzeitlicher, allerdings heute lei­ 
der motorisierter Räuberhauptmann. 
Präsident Bokassa der Zentralafrika­ 
nischen Republik wiederum, hat sich 
damit ausgezeichnet, daß er persön­ 
lich eine Anzahl Gefangener zu Tode 
gepeitscht hat, angeblich, um das 
Volk von Verbrechen zu läutern. 
Guinea 
Präsident Macia s von Aequatorial- 
wiederum ließ die Beine sei­ 
ner politischen Gegn er mit Eisen­ 
s tangen zerschlagen und diese dann 
so lange ohne ärztliche Betreuung 
im Gefängnis liegen, bis sie am 
Wundbrand gestorben waren. Diese 
Serie könnte beliebig fortgesetzt 
werden - man denke nur an Biafra 
oder Burundi. 
Wenn man sich vorstellt, daß sol­ 
che Kräfte heute im Roten Kreuz mit­ 
reden, ja in dessen Diskussionen ein 
ech tes Gewicht haben, kann man 
nicht erstaunt sein, daß die huma­ 
nitäre Organisation, der wir seit hun­ 
dert Ja hren so viel verdanken, an den 
Rand des Abgrundes gebracht wurde. 
Es wäre endlich an der Zeit, daß 
sich die verantwortlichen Staaten er­ 
mannen und sich trauen, das auszu­ 
sprechen, was viele im stillen den­ 
ken. So, wie es jetzt ist, geht es nicht 
weiter. Beschränkt man nicht die 
internationalen Organisationen auf 
jene, die ein Mindestmaß an Zivili­ 
sation haben, werden sie unweiger­ 
Tokio..- Wie ein Sonntag nahm sich der Donnerstag in Tokio aus, 
lich zugrunde geh en. 
weil die öffentlichen Verkehrsmittel streikten. Nur kleine Gruppen de­ 
monstrierender Studenten zogen durch die City, von der Polizei be­ 
gleitet. Im Außenministerium waren nur zwei Drittel der Beamten im 
Dienst, hundert eifrige Beamte schliefen in der Nacht auf Donnerstag 
in den Büros, um den Dienst nicht zu versäumen. Außenminister Ma- 
sayoshi Ohira hatte die China und Japan bereisenden österreichischen 
cherheitssystem 
Journalisten zu einem Gespräch geladen, um Fragen zu beantworten.. 
in Asien noch unver­ 
traut gegenüber und sieht seine 
Hauptstütze weiterhin im amerika­ 
nisch-japanischen Sicherheitsvertrag. 
Ohira sprach davon, daß die drei 
meistentwickelten Regionen der 
Welt, USA, Westeuropa und Jap an, 
für gemeinsame Guidelines Z usam­ 
menwirken sollten. 
Völlig unabhängig vom Ohira- 
Gespräch und unter Beachtung aller 
gegensätzlichen Äußerungen zwischen 
Peking und Tokio , ergaben Dutzende 
. Kontakte mit Asiaten aller Schichten 
einen einzigen gemeinsamen Nenner: 
Eine.- friedliebende Sowjetunion 
kennt niemand. Wo die Chance ein- 
. deutig ist, so meinen demokratische 
und kommunistische Asiaten, greift 
Moskau an. Darüber wird noch mehr 
zu'berichten sein'bezüglich;des fal­ 
schen Optimismus Europas aus asia­ 
tischer' Sicht, wohl dem wichtigsten 
Aspekt dieser Fernostreise. 
„Profil”- Redakteur darf 
nicht in die Sowjetunion 
Wien- (APA) Trotz Intervention 
der Österreichisch-Sowjetischen Ge­ 
sellschaft wurde dem «jungen „Pro- 
fil“-Redakteur Joachim Riedl von 
der sowjetischen-Botschaft, in , Wien 
kein - Einreisevisum für .-die UdSSR 
erteilt, Riedl, der an den „Profil“- 
Berichten ;über Solschenyzin ■ und 
„Polarka“. nicht mitgearbeitet hatte, 
wollte, über, Ostern mit- einer etwa 
60 ,Mann starken Delegation der Jun­ 
gen'ÖVP die Sowjetunion besuchen. 
Angeregt hatte die Reise die öster- 
reichisch-Sowj etische Gesellschaft. 
■ In einem Protesttelegramm der 
Jungen ÖVP an die sowjetische Bot­ 
ä schaft heißt es u. a., daß eine derar­ 
tige Haltung nicht ä geeignet sei, eine 
Politik der * Verständigung im Sinne 
der friedlichen Koexistenz glaubhaft 
Zum Thema der gespannten Lage 
zu machen. 
zwischen den Rohstoffländern und 
den Industriestaaten -meinte Ohira, 
es gebe auch Rohstoffe,, die geistiger, 
oder technischer Art seien, und man 
könnte, auf dieser Basis beide Län­ 
dergruppen zusammenf ühren  und 
harmonisieren.. 
Zu den ' sowjetisch-japanischen 
Verhandlungen erklärte der Außen­ 
minister, daß Schon erhebliche Fort­ 
schritte erzielt worden seien; In Ab­ 
rede stellte, er jedoch, daß; Japan bei 
der (geplanten Mithilfe’ zur zweiten 
Transsibirischen Eisenbahn .auf ein 
re, 
Entgegenkommen Moskaus spekulie­ 
die Kurilenfrage leichter zu lösen. 
Die Kurilen-Rückgabe' wurde ohne 
Bedingungen gestellt und stehe' in 
keinem Zusammenhang mit der Er­ 
schließung Sibiriens, die, im Sinne 
des gegenseitigen Nutzens betrieben 
werden müsse. ■>. 
Ohira glaubt auch an einen Weg, 
zugleich ,mit den Sowjfets und Rot-' 
china die, Beziehungen zu verbessern. 
Mit, Peking habe Japan > zuletzt die 
Vergangenheit geregelt, jetzt gehe es 
darum,,(Schrittweise die Zukunft zu: 
meistern.' 
Japan steht dem sowjetischen 
Vorschlag über: ein kollektives Si- 
Klagenfurt (APA) Mit einem drei 
Seiten-langen Schreiben,' das er ge­ 
stern vormittag durch feinen Sekre­ 
tär dem Präsidenten des Kärntner 
Landtages,- Rudolf Tillian,-:überrei­ 
chen ließ, v- teilte .Landeshauptmann 
Sima mit, daß' er mit 
Freitag,; am 
t 
neunten Jahrestag seiner,Wahl durch 
den Kärntner' Landtag; und nach' 18- 
j ähriger Tätigkeit1 in , der; 'Kärntner 
Landesregierung,} -seine /Funktion; jäls' 
Landeshauptmann von Kärnten zu­ 
rücklegt. 
In dem Schreiben, das Sima am 
Vortag über den Sender Klagenfurt: 
der Öffentlichkeit zur Kenntnis ge­ 
bracht hat)- gibt er einem Rückblick 
über seine- .Tätigkeit;; Abschließend 
appelliert er an die Vernunft und das 
Verantwortungsbewußtsein der 
Kärntner ' im ' Interesse einer' fried­ 
lichen Weiterentwicklung des Lan­ 
des. „Ein in Übereinstimmung mit 
der‘ 
allen zuständigen Organen und 
Bundesregierung erfolgter Lösungs- 
■ versuch ist über Aktivitäten der In­ 
toleranz gescheitert. Ich/ habe nun 
daraus die Konsequenz gezogen“, 
; heißt es u. a, im Schreiben Simas an 
. Tillian in bezug auf den Versuch, 
, staatsvertragliche . Verpflichtungen 
einzulösen. 
; 
Raid, nach der Überreichung des 
; D emissionsschreihens S imas, 'empfing 
'■ Präsident Tillian Landeshauptmann­ 
stellvertreter Leopold Wagner, der 
nun bis zur Neuwahl geschäftsfüh­ 
render Landeshauptmann von Kärn- 
: ten ist. 
Sturm auf die 
 „Knödelakademien”       
. Wien (APA) Ein Rekord an Matu­ 
ranten bahnt sich für heuer an den 
höheren Lehranstalten für wirt­ 
schaftliche Frauenberufe an. 569 Ab­ 
solventinnen werden nach einer fünf­ 
jährigen Ausbildung in den nächsten 
Wochen zu ihrer Reifeprüfung an- 
treten, die ihnen gleichzeitig die 
Hochschulberechtigung bringt. Das 
sind um 40 Prozent mehr als im 
Vorjahr, in dem 404 Mädchen ihre 
Matura ablegten. 1972 waren es 357 
und 1971 nur 319, teilt IBF mit. 
Der steigende Trend an diesen 
Frauenschulen wird nicht nur bei den 
Absolventinnen, sondern auch bei 
den Gesamtschülerzahlen registriert. 
So stieg die Schülerzahl zwischen 
1970 und 1974 von 13.800 auf 17.700. 
Im gleichen Zeitraum erhöhte sich 
die Zahl der Lehranstalten von 14 
auf 19 und die Zahl der Klassen von 
95 auf 165. 
Den Schülerinnen dieser Lehran­ 
stalten — von der Bevölkerung viel­ 
fach als „Knödelakademien“ bezeich­ 
net — stehen u. a. folgende Berufe 
offen: Buch-, Kunst- und Musika­ 
lienhändler, Bürokaufmann, Einzel- 
und Großhandelskaufmann, Hotel- 
und Gastgewerbeassistent, Industrie­ 
kaufmann, Kellner, Koch, Reisebüro­ 
Weitere 
assistent, Waffen- und Munitions­ 
händler. 
Terroranschläge von Palästinensern angekündigt — Israel droht mit 
Wiesbaden (dpa) Die 
Vergeltung — Protestnote an UNO mit Beschuldigung an Libanon 
Länder der Europä­ 
ischen Gemeinschaft 
sind aufgefordert wor­ 
den, im Kampf gegen 
internationale Gangster 
einen „Europäischen 
Gerichtshof“ (Euro- 
Court) und eine „Eu­ 
ropäische Polizei“ 
(Euro-Pol) zu schaffen. 
Der Gerichtshof soll­ 
te Schwerverbrechen 
mit grenzüberschrei­ 
tender Bedeutung ahn­ 
den, auf der Grundlage 
festzulegender „euro- 
Hillil erklärte: „Wir begraben 
hier heute Kinder, Schwestern und 
Brüder, die von Mördern — von 
wilden Tieren — abgeschlachtet 
wurden.“ Der Minister machte die 
libanesische Regierung, für das 
Massaker mitverantwortlich: „Das 
Blut“, so sagte er, „klebt an euren 
Händen“. Die drei Terroristen, die 
den Anschlag verübten, waren nach 
israelischer Darstellung aus dem 
Libanon gekommen. 
Der israelische Botschafter bei 
der UNO, Yosef Tekoah, hat am 
Donnerstag eine offizielle Protest­ 
note Israels wegen des am gleichen 
übten 
Tag von ärabischen Guerillas ver­ 
Massakers in einer israeli­ 
schen Grenzstadt überbracht, und 
erklärt, daß der Libanon für diese 
barbarische Bluttat voll verantwort­ 
lich gemacht werden mü sse. 
Die Regierung des Libanon müsse 
die volle Verantwortung für diese 
Situation tragen, in der es möglich 
ist, daß von seinem Territorium aus 
Terrorakte gegen Israel geplant und 
ausgetragen werden können, sagte 
Tekoah in dem Protestschreiben an 
UNO-Generalsekretär Kurt Wald­ 
heim. 
Der Generalsekretär gab eine Er­ 
klärung heraus, in der die Bluttat 
von Kiryat Schmoneh zutiefst verur-
	        
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