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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

	essor 
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Porsc 
Der K äfer. Er ist und b eibt ein 
Ereignis 
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in derAutornobilwelt.Anfangs 
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da- 
ma ls beachtlichen Spitze vanlZkrn/h. 
Das Urmodell war ausgestattet mit 
Seilzugbremse und Doppelkurbelachse. 
In der Zwischenzeit haben sich die 
Verkehrsverhältnisse radikal ver- 
ändert. Und mit ihnen die Automobile. 
Der Käfer hat auch diese Veränderun- 
gen mitgemacht. Neue Erkenntnisse 
wurden ausgewertet und laufend in 
bessert, wurde er mit jedem Jahr jünger. 5. PKVV in Osterreich ist heute ein Käfer. 
an. 
Der derzeitige Höhepurikt 
	Rund 
dreihundertdreiundzwanzigtau- , 
ausgereifter Küfer-Technikiitl- --Lsend 
. 
l aufen davon. auf Österreichs 
  
VIÄ.e1303'5: - 
der 
1 
Ein robuster 50 PS-Boxer-Motor 
und das Porsche-Fahrwerk sorgen für 
kraftvollen Antrieb, sichere Fahr- 
leistungen und komfortable Fahreigen- 
schaften. Lange Lebensdauer, Zuver- 
lässigkeit und unkomplizierte Technik 
—das sind Autotugenden, die den 
Käfer zum meistgekauften und belieb- 
ihm verwirklicht. Von Jahr zu Jahr ver- tes ten Automobil machen. Jeder 
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Professor Porsche im Käferverwirklicht. 
Und VW perfektioniert sie von Jahr 
zu Jahr. 
Wenn doch alles 
im Leben so gut 
funktionieren würde 
wie der Kä fer. 
schen-Verlag 
clurcM 
vertraten 
VON 
WYDLEfi-HEITER 
Seite 18 
DAVID HARPER 
„VORARLBERGER NACHRICHTEN* 
Donnerstag, 18. April 1974 
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48 
„Können Sie sich vorstellen, wie sich das 
auf unsere monatlichen Flugstunden aus- 
wirkt?" fragte Sam Allen. „Ich habe bereits 
neun Stunden mehr als überhaupt zulässig. 
So viele überstunden sind natürlich nicht 
schlecht, aber ..." 
„Landeklappen dreißig Grad", unterbrach 
der Captain ihn. 
„Klappen dreißig", antwortete der Erste 
Offizier. 
Die Maschine erzitterte, als der veränderte 
Anstellwinkel sich auswirkte. 
„220 Meilen", sagte Allen. 
„Fahrwerk aus", befahl O'Hara. 
Sam Allen bewegte einen Hebel Die Fahr- 
werkschächte an der Unterseite der Maschine 
öffneten sich. Der erhöhte Luftwiderstand 
machte sich sofort in verringerter Fahrt be- 
merkbar. Das Fahrwerk rastete ein. 
„Fahrwerk klar", meldete Allen. 
Als die Boeing 707 in 1000 Fuß zum Endteil 
anschwebte, sah der Captain, daß ihre Fahrt 
noch 170 Meilen betrug. Die lange, breite 
Landebahn lag vor ihnen. Vor dem Aufsetzen 
fliegen. Dort herrschte wenig Verkehr: nur 
mußte die Maschine noch eine Straße über- mehr vorspielen konnte". 
drei Fahrzeuge waren in Platznähe sichtbar. 
„Volle Klappen", befahl O'Hara. 
Allen zog den Hebel ganz zurück. „Volle 
Klappen", meldete er dann. 
Der Jet verringerte seine Fahrt noch mehr. 
Als die Straße unter ihm vorbeiglitt, zeigte 
der Fahrtmesser 156. Me ilen an. Das Haupt- 
fahrwerk setzte zuerst auf. O'Hara schob so- 
fort das Steuerhorn nach vorn, damit das Bug- 
fahrwerk Bodenkontakt bekam. Danach betä- 
tigte er die Störklappen, die auf der Ober- 
seite beider Tragflächen aufgestellt wurden, 
um den Luftstrom zu verwirbeln und eine 
Bremsfläche zu bilden. Die. Leistungshebel 
standen jetzt auf Leerlauf, und O'Hara griff 
nach den Hebeln für die Schubumkehr der 
vier Triebwerke. Die Absperrklappen schlos- 
sen sich und zwangen die heißen Gase durch 
die Schubumkehrkaskade, um die Maschine 
zu bremsen. 
O'Hara steuerte die Boeing 707 von der 
Landebahn auf eine Rollbahn, wo ein blauer 
Lastwagen mit einer karierten Flagge am 
Heck wartete. Der Fahrer beugte sich hinaus 
und winkte. Di eses Zeichen war unmißver- 
ständlich. 
„Klappen hoch", sagte O'Hara. Er ließ die 
Störklappen herab und folgte dem Lastwagen 
mit kleinster Leistung. 
In der hinteren Kabi ne band John Bimonte 
den jungen FBI-Mann los. William Reading 
rieb sich die Handgelenke. „Danke", murmelte 
er. 
Der Flugingenieur gab keine Antwort. Er 
überlegte schon, was er zu Michael O'Hara 
sagen würde. Aber ihm fiel keine gute Aus- 
rede ein. 
Boo Brown packte behutsam sein kostbares 
Cello ein. „Tut mir leid, daß ich dir nicht 
We ber. „Aber Ich schicke dir ein paar Schall- 
sagte er zu 
Jerry einen. 
platten von mir." 
„Klar", antwortete der junge Soldat. „Dar- 
auf freue ich mich schon." 
Jenny O'Hara griff nach seiner Hand und 
hielt sie in ihr er. „Ich bin froh, daß du dich 
entschlossen hast, auf mich zu hören", flü- 
sterte sie. „Das ist bestimmt besser — darauf 
kannst du dich verlassen!" 
Paul Manchester saß verlegen neben Angela 
Shaw. „Ich möchte eine zweite Chance", bat 
er. „So habe ich mir die Sache nicht gedacht." 
Sie streichelte seine Wange. „Armer Paul", 
meinte sie mitleidig.. „Du hast dich als edlen 
Ritter auf einem Schimmel gesehen und woll- 
test eine in Not geratene Schöne retten, aber 
als du endlich bei ihr warst, hat sie einfach 
gesagt: ‚Verschwinde, ich kann dich nicht 
brauchen!' Das tut mir wirklich leid, Paul." 
„Aber so kann doch nicht alles zu Ende 
sein!" widersprach Manchester. 
„Merkst du nicht, daß es überhaupt nie 
richtig begonnen hat?" 
„Das werden wir ja sehen", sagte er gelas- 
sen. 
Die beiden anderen Piloten saßen in der 
ersten Klasse in der letzten Reihe. „Diese ver- 
dammten Entführungen müssen endlich auf- 
hören", stellte der Uniformierte fest. 
„Amen", sti mmte der andere zu. 
Die Boeing 707 folgte dem Lastwagen zu 
dem für sie bestimmten Abstellplatz, der 
einen Kilometer von den Empfangsgebäuden 
des Flughafens entfernt war. 
Allen schaltete die Beleuchtung der Notaus- 
stiege ab, stellte die Scheibenheizung im Cock- 
pit auf Null, überzeugte sich davon, daß die 
Enteisungsanlage nicht mehr arbeitete, schal- 
tete die Stromversorgung der beiden Küch en 
aus und betätigte alle Hauptschalter bis auf 
O'Ha ra verriegelte die Fahrwerkbremsen 
und stellte zunächst drei Triebwerke ab. Das 
vierte lief weiter und versorgte das Bordnetz 
mit Strom, bis die Passagiere die Maschine 
verlassen hatten. Der Captain sah aus s einem 
fünf Meter Höhe und beobachtete, 
Fenster in 
wie die russische Bodenmannschaft eine Pas- 
sagiertreppe an die vordere Ausstiegstür 
rollte. 
„Na, jetzt sind wir also endlich da", meinte 
er. 
Die Ausstiegstür bewegte sich in ihrem 
Rahmen nach innen, wurde zur Seite ge- 
schwenkt und stand offen. Ein uniformierter 
Mann be trat die Maschine. Von draußen drang 
ein eisiger Luftzug herein. 
„Sind Sie der Captain?" fragte der Mann 
Sam Allen, der eben aus dem Cockpit kam.. 
Sam zeigte über die Schulter auf O'Hara, der 
	• 
hinter ihm erschien. 
„Ja?" fragte O'Hara. 
Der Uniformierte legte die Hand an die 
Mütze. „Die Union der Sozialistischen Sowjet- 
republiken heißt Sie willkommen", sagte er in 
akzentfreiem Englisch. "Wir bedauern sehr, 
daß Sie unter so unerfreulichen Begleit- 
erscheinungen zu die sem Besu ch gezwungen 
worden sind. Würden Sie jetzt Ihre Passagiere 
bitten, die Maschine zu verlassen, Sir?" 
„Klar", antwortete O'Hara, „wir haben die 
Kiste ohnehin ziemlich satt." Er griff nach 
dem Mikrophon der Bordsprechanlage. „Okay, 
Leute, alles aussteigen! Draußen steht schon 
ein Wagen für uns bereit, und wenn wir Glück 
haben, ist der Kaffee hier besser als bei uns 
an Bo rd." 
„Zeigen Sie mir den Entführer!" forderte 
der sowjetische Beamte O'Hara auf. 
Der Captain st arrte ihn verständnislos an. 
„Welchen Entführer?" fragte er. 
(Schluß folgt) folgt)
	        
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