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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Aus tin Allegro1300   
      
ft 
    
  
    
  
„Net tes Auto", meinten die Leute, die den Austin ALLEGRO 
auf der Straße bewunderten. Die Form ist schön abgerundet und 
wieder etwas mehr dem kontinentalen Geschmack angepaßt. Al- 
les an diesem Auto ist funktionell und übersichtlich. Man merkt, 
daß die British-Leyland-Ingenieure 4 Jahre lang am Austin Allegro 
arbeiteten. Es ist ihnen gelungen, ein sehr lebhaftes und zugleich 
komfortables Auto zu konstruieren. 
Die Allegros von British Leyland, die in Österreich ausgeliefert werden, 
kommen aus der Produktionsstätte in Seneffe, Belgien. Lieferschwierig- 
keiten dürften daher kaum auftreten. 
nicht allzu übermäßig ste igt. Bei nor- Ein spezieller Aufbau für den Range-Rover. 
BRITISH 
Autohaus Anton Hagen 
Lustenau, Tel. 21 72 
Ko mmen Sie zur 
LEYI-ANIO 
Austin 
Wir zeigen Ihnen 
die neue Kompaktkiasse: 
Am SAMSTAG ganztägig 
	 
20. April 1974 
Seite 38 
,.VORARLBERGER NACHRICHTEN" 
	 
Samstag, 20. April 1974 
British Leyland Austria lieferte in den letzten Tagen den Austin Allegro an die Landesvertretungen. Der eng- 
Setzt man sich in den Austin 
lische Mittelklassewagen, vor einem Jahr bereits erstmals vorgestellt, findet überall Gefallen. 
Allegro, fällt als erstes die außerge- 
wöhnliche Übersichtlichkeit auf. 
Durch die große Windschutzscheibe 
und Heckscheibe lass en sich alle Ver- 
kehrslagen gut überblicken. Für das 
Lenkrad ließen sich die Konstruk- 
teure etwas Neues einfallen. Es hat 
Fahrbericht von Thomas Kempf 
die Form der gemäßigten Quadratur 
des Kreises. Das heißt, das Lenkrad 
ist fast mehr quadratisch als rund. 
Zwar braucht diese neue Lenkrad- 
form einige Gewöhnung, erweist sich 
aber dann als angenehm und hand- 
lich. Auch ist durch diese ungewöhn- 
liche Form bessere Sicht auf die 
funktionell gestalteten Armaturen 
möglich. Die Sitze sind sehr beq uem 
und körpergerecht geformt. Fondpas- 
sagiere haben keinen Kampf mit 
den Beinen, es ist genügend Platz 
vorhanden. 
Bemerkenswert ist auch der Kof- 
ferraum. Er hat ein Volumen von 425 
Liter. Bei einem Auto dieser Grö- 
ßenklasse ist das nicht alltäglich. 
Der 1300er-Motor entwickelt 49,5 
PS bei 5300 U/min., was dem Allegro 
zu wirklich lebhaften Fahreigen- 
schaften verhilft. Von null auf hun- 
dert beschleunigt er in etwa 14 Se- 
kunden. Damit kann er auf der Land- 
straße gut mit einigen Größeren mit- 
mischen, wobei jedoch sein Durst 
maler Fahrweise braucht er nicht 
mehr als 7 
Liter Superbenzin, auf 
der Autobahn jedoch kommt er 
schon an die 10 -Lit er-Gren ze. Der 
Motor ist quer zur Fahrtrichtung 
eingebaut und tre ibt die Vorderräder 
an. Durch diese Querstellung des Mo- 
tors ist im Motorraum viel Platz 
und dadurch .die Wartung sehr ein- 
fach. 
Von den Bremsen gibt es nur 
Positives zu sagen. Hier gibt es so- 
gar eine Neuerung. Durch einen 
Knopfdruck am Armaturenbrett 
kann jederzeit die Bremsanlage über- 
prüft werden. Das ist ein neuer, be- 
grüßenswerter 	Sicherheitsfaktor. 
Durch die neue Hydrolastic-Fede- 
rung, die in den „VN" schon aus- 
führlich beschrieben wurde, können 
gewisse Ähnlichkeiten der Fahr- 
eigenschaften zu französischen Autos 
festgestellt werden. Das heißt aber 
nicht, daß sich der Allegro in Kur- 
ven übermäßig neigt, nein, da steht 
er fest auf seinen vier Rädern und 
trotz t allen Uneb en heiten der Stra- 
ße. Die Einzelradaufhängung macht 
das möglich. In allzu scharf gefah- 
renen Kurven neigt der Allegro, wie 
alle Frontantriebler zu leichtem 
übersteuern, was aber gut zu kor- 
rigieren ist. 
Alles in allem gesehen ist der 
Austin Allegro 1300 S auch sehr 
preiswert. Die Motorleistung ist her- 
vorragend, die Fahreigenschaften 
durch die Einzelradaufhängung sehr 
gut. 
ngr over 
als idealer 
Jagd agen 
Der Range Rover regt als ge- 
ländegängiges und gleichzeitig mit 
vollem Pkw-Komfort versehenes All- 
round-Fahrzeug verständlicherweise 
ambitionierte Karosseriebauer zu 
Umbauten und eigenständigert---Auf-_ 
bauten an. Die jüngste derartige Ar- 
beit auf der Basis des in seiner Art 
einmaligen Range Rover wurde kürz- 
lich von der Karosseriebaufirma 
Spencer Abbo tt in Birmingham vor- Ausstattung. 
gestellt. 
Der Jagdwagen auf Range-Rover- 
Basis (unser Bild) unterscheidet sich 
nicht nur durch sein erhöhtes Dach 
— um den ambitionierten Jägern das 
Abnehmen ihrer weidmännischen 
Kopfbedeckung zu ersparen — vom 
Serienmodell, sondern auch durch 
einen um 25 cm verlängerten Rad- 
stand. Diese Verlängerung des Chas- 
sis wurde zwar schon vorher von 
Spencer Abbott für Ambulanz bzw. 
Krankenwagen praktiziert. Hier beim 
Jagdwagen dient es vornehmlich da- 
zu,, 
um, außer dem Fahrer und Bei- 
Überrascht 
fahrer, für insgesamt sechs Jäger 
British Leyland Austria hat sicher- 
lich der Premiere des Austin Allegro 
mit etwas „Herzklopfen" entgegen- 
g esehen, da schon einm al eine Neu- 
konstruktion, kurz nach der Vor- 
stellung, mehr oder weniger von der 
Bildfläche verschwunden ist, da das 
Auto den Vorstellungen nicht voll 
entsprach. Die Nervosität bei BL 
war daher sicherlich begründet, sie 
ist jetzt allerdings nicht mehr am 
Platzt Der Allegro kam nämlich aus- 
gereift auf den österreichischen 
Markt, denn 
während eines Jahres 
wurden in England allein 98 Detail- 
verbesserungen durchgeführt. 
Bei der ersten Vorstellung des 
Allegro, genau vor einem Jahr, an 
der spanischen Südküste, wurde das 
kompakte Auto der Mittelklasse auf 
„Herz und Nieren" geprüft, das Ur- 
teil von Kritikern war damals über- 
raschend gut. Ein halbes Jahr spä- 
ter wurde der Allegro auf dem 
Rundkurs von Silverstone (England) 
erneut getestet, die Meinungen wa- 
ren einhellig, daß den Engländern 
mit diesem Auto ein Volltreffer ge- 
lungen ist. Seit drei Wochen ist der 
neue Austin auf Oste rreic hs Straßen 
zu seh en, er findet überall größte 
Beachtung, und jedermann ist nach 
einer Testfahrt von ihm einfach be- 
geistert. 
Um kein einseitiges Urteil zu 
bilden, haben den Testwagen, der 
den „VN" zur Verfügung gestellt 
wurde, mehrere Personen gefahren. 
Darunter waren Jugendliche, die be- 
sonders die sportliche Note hervor- 
hoben, dann Berufskraftfahrer, die 
von den Fahreigenschaften begei- 
stert waren, und schließlich auch 
Leute, die selbst ein Auto in dieser 
Klasse fahren und daher einen Ver- 
gleich anstellen konnten, der dann 
auch überzeugend genug ausge- 
fallen ist. Wer außerdem auf ein 
sparsames Auto viel Wert legt, wer 
Komfort zu schätzen weiß und bei 
der Anschaffung eines Autos noch 
kalkulieren muß, der wird mit dem 
Austin Allegro sehr zufrieden sein. 
Alle in den Austin-Allegro-Mo- 
dellen verwendeten Moto ren sind 
mit den neuesten SU-Vergasern der 
2. Generation bestückt, die einen 
besonders niedr igen Brennstoffver- 
brauch gewährleisten und auch den 
jüngsten Vorschriften über Schad- 
st of f -Em issionsgrenzen ent spreche n. 
Kaum zu glauben, aber genau über- 
prüft: Bei einer Fahrt über 300 km, 
teils auf- Bergstrecken, wurden ge- 
nau 20 Liter Benzin verbraucht. 
Die interessanteste technische 
Neuheit am Austin Allegro ist die 
neue „Hydragas-Federung", die 
ganz entscheidend zum guten Fahr- 
verhalten beiträgt. 
Was aber heute beim Autokauf 
eine ganz entscheidende Rolle 
spielt, ist der Preis: Der Allegro 
hält hier mit, von 59.500 bis 75.000 S 
ist er zu erhalten. 
Der Allegro bietet neueste Tech- 
nik an Karosserie und Fahrgestell 
mit bewährten, sparsamen Motoren, 
er verbindet sportliche Str aßenl age 
mit maximalem Federungskomfort 
und hat außerdem eine großzügige 
	Hans 
Lerchenmüller 
Sitzplätze zu schaffen. Jewei ls drei 
Sitze an jeder Seite des Range Rover 
geben genügend Raum für sechs voll 
ausgerüstete Weidmänner. Dazu 
kommen noch Gewehrhalter und Ab- 
lagen für sonst beim Jagen noch mit- 
zuführendes „Handwerkzeug", nicht 
zu vergessen Stauraum für Essen 
und Getränk. Wer will denn schon 
ohne entsprechende Stärkung für 
„Leib und Seel" zum munteren Jagen 
gehen! Im neuen Range-Rover-Jagd- 
wagen muß es eine wahre Freude 
sein! 
Weitere Ausstellungsorte in Bludenz: Hugo Zimmermann — Kennelbach: Werner Mayr — Muntllx: Herbert Bachmann Bachmann
	        
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