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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Mittwoch, 24. April 1974 
Namenstag 
Helmut, Wilfried, Bruno 
Wetterbericht 
der Wetterwarte Innsbruck 
Großwetterlage: Nach 
kurzdauerndem Zwischenhoch- 
einfluß erfolgt ein neuer Vor- 
stoß feuchtkühler Luftmassen 
von Norden her. Dadurch wird 
das Wetter im Alpenraum wie- 
der unbeständig. 
Vorhersage: Vor allem 
am Nordrand der Gebirgskette 
stärkere Bewölkung und mit- 
unter auch Regenschauer. Sonst 
wechselnd aufgelockerte Bewöl- 
kung. Frühtemperaturen minus 
2 bis plus 5 Grad, Tageshöchst- 
werte 10 bis 15 Grad. 
Höchste bzw. tiefste Tempe- 
Salzburg 15 Grad, Bregenz 11 
raturen von gestern, 13 Uhr: 
Grad; übriges Eur opa: Split 17 
Grad, Berlin 10 Grad. 
Wetterbericht 
der Wetterwarte Zürich 
Allgemeine Lage: Das 
Hoch, mit Zentrum über den 
Britischen Inseln, ste uert küh- 
lere Luft gegen die Alpen. 
Vorhersage: IndenNie- 
derungen Aufhellungen, abwech- 
selnd mit starker Bewölkung. 
Durchschnittliche Temperaturen 
2 bis 11 Grad. 
Sonnenaufgang 5.27, Sonnen- 
untergang 19.32 Uhr; der Mond 
geht über sich, heute letzter Tag 
(Tierkreiszeichen: Stier). 
Zitat des Tages 
Bücher sind für viele Leute 
nur Möbel aus Papier. 
Gerard Prentice 
• 
... 
IM 
er wied er 
opeds 
  
Fünf Verletzte bei drei schweren Unfällen 
Spärars 
Joki 
Wia lang ischt 
däs her, daß 
d'Bundesbah 
aktiv gsi hebt! 
Und jetzt ischt 
si sogar 
Die große Story in der 
radioaktiv. 
Bunten: Nikki Lauda,. 
Sein Leben, seine 
Träume, sein größtes 
Ziel. 
Wie die „sechs 
Gerech- 
ten von Wien I." 
unbürokratisch die 
Probleme der Bewohner 
in der Wiener Innen- 
stadt lö sen. 
Wie ein Naturheiler aus 
Österreich•in der 
Heimat bestraft und 
vom italienischen 
Staat ausgezeichnet 
Oe 
V fordert gerechten 
Finanzausgleich für 
Mittwoch, 24. April 1974 
Fremdenverkehrsorte 
sem 
  
Seite 5 
    
BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB 11111111111111111111141111•111111111111131.111111111111 BBBBB 11/111111 
Dornbirn. Am letzten Freitag ge- 
gen 18.30 Uhr wollte eine 22 Jahre 
alte Pkw-Lenkerin aus Fraxern von 
der Sägerstraße in die Marktstraße 
einbiegen, um in Richtung Säger- 
brüc ke weiterzufahren. Zur gleichen 
Zeit fuhr ein 35 Jahre alter Bre- 
genzer mit sei nem Motorfahrrad von 
der Achgasse-Spinnergasse kom- 
mend in die Marktstraße und stieß 
dabei mit dem Pkw zusammen. Der 
Motorfahrradlenker wurde dabei un- 
bestimmten Grades verletzt, seine 
Mitfahrerin erlitt einen offenen Un- 
terschenkelbruch. 
 ein 
Am Samstag um 19.05 Uhr 'fuhr 
43 Jahre alter Dornbirner mit 
seinem Pkw auf der Kehleraustraße 
in Richtung Stadtmitte und stieß 
dabei in einer unübersichtlichen 
Kurve mit einer entgegenkommen- 
den Mopedfahrerin zusammen, die 
unbestimmten Grades verletzt wur- 
de. 
Hohenems. Am Sonntag gegen 
15.30 Uhr fuhr ein 17 Jahre alter 
Mopedfahrer aus Klaus auf der Ja- 
kob-Hannibal-Str. in nördlicher Rich- 
tung, wobei er beim Gasth. Habsburg 
mit unverminderter Geschwindigkeit 
in die unübersichtliche Kreuzung 
einfuhr und dabei mit einem von 
links auf der Graf-Maximilian-Stra- 
ße herankommenden Pkw zusam- 
menstieß. Der Mopedlenker kam 
dabei zu Sturz und erlitt eine Ge- 
hirnerschütterung, sein gleichaltriger 
Fahrgast eine schwere Kopfverlet- 
zung. 
Feuerwehr schützte Wald 
Krumbach. Am Sonntag gegen 
3.30 Uhr brach in einem einschichtig 
in der Parzelle Au gelegenen Stadel 
aus bisher unbekannter. Ursache ein 
Brand aus, dem das gesamte Objekt wurde. 
zum Opfer fiel. Die sofort eingrei- 
fenden Feuerwehren von Krumbach 
und Doren konnten ein übergreifen 
des Feuers auf den unmittelbar an- 
grenzenden Wald verhindern. Der 
Schaden beläuft sich auf 10. 000 S 
und ist durch Versicherung nicht ge- 
deckt. Den bisherigen Erhebungen 
zufolge dürfte ein Unbekannter in 
diesem Stadel genächtigt und dabei 
unvorsichtig mit Feuer hantiert ha- 
Schwarzach. Eingeleitet wurde die 
ben. 
Tagesordnung der letzten Sitzung 
der Gemeindevertretung Schwarzach 
mit zwei Dringlichkeitsanträgen be- 
treffend die Erstellung eines Kinder- 
spiel- und Tennisplatzes. Im Rah- 
men dieser zwei Dringlichkeitsan- 
träge ver gab die Gemeindevertre- 
tung die notwendigen Arbeiten. Die 
Situierung der Ruheplätze sowie der 
Umzäunung sollen nach den Anord- 
nungen des Bauausschusses und des 
Architekten Notdurfter erfolgen. Im 
heurigen Voranschlag sind dafür 
70.000 S vorgesehen. 
Zur Erstellung eines Tennisplat- 
zes will der Tennisklub Schwarzach 
einen Spielplatz pachten. Dazu wur- 
de die Frage aufgeworfen, ob solche 
Plätze nicht beim zukünftigen 
Sportgelände bereitgestellt werde n 
kön nten. Arch. Bayer , St. Gallen, er- 
hielt den Auftrag zur Beschaffung 
der notwendigen Unterlagen. Wei- 
ters vergab die Gemeindevertre- 
tung die gesamten Arbeiten an den 
Architekten Notdurfter. 
Mit der Neugestaltung des Krie- 
gerdenkmals und den damit zusam- 
menhängenden Arbei ten der Auf- 
 akad. 
stellung eines Mahnmales wurde 
Bildhauer Emil Gehrer, Bre- 
genz, betraut. Die Kosten dieser 
neuen Anlage belaufen sich auf 
202.182 S. 
Beschlossen wurde der Verkauf 
des Besitzanteiles von 2,182 Prozent 
am Kasernengelände in Lauterach 
an die Bundesstraßenverwaltung um 
einen Quadratmeterpreis von 450 S. 
Sodann referierte der Vorsitzende 
(VN) Das Vorarlberger Fremden- 
4:WP, 
verkehrskonzept der 
über das 
die „VN" bereits vor einigen Tagen 
berichtet haben, wurde gestern im 
Rahmen einer Pressekonferenz von 
Bürgermeister LAbg. Walter Fritz 
offiziell vorgestellt. Es geht bei die- 
sem Fremdenverkehrskonzept in er- 
ster Linie darum, Richtlinien — 
nicht Verpflichtungen — für ein 
Wachstum des Fremdenverkehrs zu 
geben, wie es für die gesamte Vor- 
arlberger Wirtschaft und die Erhal- 
tung der Lebensqualität der Bevöl- 
kerung zuträglich ist. Das Ende des 
Wachstumsdenkens, die Besinnung 
auf. die Notwendigkeit der Infra- 
struktur zur Hebung der Qualität 
waren die Gründe zur Erarbeitung 
dieses Konzepts. Eng verbunden mit 
der Realisierung dieser im Konzept 
verankerten Zielsetzungen aber sind 
im wesentlichen ein gerechter Fi- 
nanzausgleich und die Flächenwid- 
mungspläne, beides noch echte Pro- 
bleme, an denen die Fremdenver- 
kehrsgemeinden zu kauen ha ben. 
Der Finanzausgleich erfolgt — 
auch bei den Fremdenverkehrsge- 
meinden — auf der Basis des Be- 
völkerungsschlüssels. Die Fremden- 
verkehrsgemeinden aber haben be- 
kanntlich ihre infrastrukturellen 
über den Etat der Gemein de Wol- 
Einrichtungen nicht allein für die Ein- 
furt zur Errichtung eines Altershei- 
mes in Wolfurt. Die weitere Be- 
handlung dieser Angelegenheit er- 
fuhr eine .Delegierung an den Für- 
sorgeausschuß. Dem Musikverein 
Schwarzach sowie dem Krankenpfle- 
geverein bewilligte man Haussamm- 
lungen in der Zeit vom 15. bis 30. 
April bzw. 1. Juni bis 30. Juni. 
heimischen, sondern auch oft für 
das Vielfache an Gästen zu schaffen, 
die finanziellen Belastungen stehen 
zu den Einnahmen aus dem Finanz- 
ausgleich in keinem Verhältnis. Dar- 
um plädiert die °VP in ihrem Kon- 
zept auf einen nach ihrer Meinung 
gerechteren Schlüssel auf Basis der 
Einwohnerzahl plus der Gesamtbet- 
tenanzahl. Nachdem das Konzept 
auch in diesem Punkt die Zustim- 
mung der ÖVP-Gremien gefunden 
hat, erachtet es Bürgermeister LAbg. 
Fritz „als eine Verpflichtung aller 
°VP-Politiker, im Sinne eines ge- 
rechten Finanzausgleichs für Frem- 
denverkehrsgemeinden tätig zu wer- 
den". 
Der Flächenwidmungsplan, so 
notwendig er ist, stellt heute auch 
die Fremdenverkehrsgemeinden vor 
große Probleme. Fremdenverkehrs- 
planung ohne Flächenwidmung ist 
heute undenkbar, die Gemeinden 
Müssen oft im Interesse der allge- 
meinen Entwicklung in Einzelfällen 
hart vorgehen. Für diese Härtefälle 
und auch für die Sicherung von Flä- 
chen brauchen die Gemeinden Geld, 
das ihnen gesetzlich noch nicht zu- 
steht. Die Gemeinde Lech ging hier 
einen eig enen Weg, und schuf einen 
Fonds eigens für diese Härtefälle. Er 
wird aus einem Teil der erhöhten 
Kurtaxe und aus 2 Prozent des Um- 
satzes der Skiliftgesellschaften ge- 
speist. 
Spätestens ,in der Schule merkt 
fleißige- 
man, daß es faule und 
Menschen gibt. Was sich schon in 
der Jugend zeigt, bestätigt sich 
auch im späteren Leben: Es gibt 
fleißige, aktive Menschen, es gibt 
aber ebens o auch faule und trä ge.   
Menschen. Eine mehr aktive Ein- 
stellung zum , Leben oder eine 
mehr. passive Haltung zu allen' 
Lebensbereichen ist zweifellos 
Privatsache jedes Menschen und 
entzieht sich damit jeder ärzt- 
lichen Beurteilung und Einfluß- 
nahme. • 
Diese Lage ändert sich aber. 
schlagartig, wenn .Krankheiten 
ri 
oder Unfälle den Menschen ans, 
Krankenlager fesseln. Aktive..   
Menschen, haben wesentlich bes- 
sere Heilungsaussichten als pas- 
sive, sich selbst bemitleidende 
Patienten. Woran erkennt man 
nun diese beiden Patiententypen? 
Schon die Art, wie diese Kran--* 
ken im Bett liegen, ist- meist'   
kennzeichnend. Völlig unabhän- 
gig von der Schwere der Krank- 
heit liegen die passiven breit und 
weitgehend unbeweglich in ihren 
Betten. Die Muskulatur, beson- 
ders die Gesichtsmuskeln, sind 
völlig erschlafft, was dem Patien- 
ten den Ausdruck tiefen Leidens, 
aber auch der Unzufriedenheit mit 
sich sel bst und der Welt ver- 
leiht. Dieser rein äußerliche Ein- 
druck steht meist in keinem Ver- 
hältnis' zu der Schwere der Er- 
krankung. Befinden sich solche 
Patienten in häuslicher Pflege, so 
beschäftigen sie mit ihren ewigen 
Wünschen und Sonderwünschen 
die ganze Familie. Sie heischen 
Mitleid und erzwingen sich dieses 
auch durch ständiges Wiederholen 
Wird ein solcher Patient im Spi- 
der verschiedenen Beschwerden. 
tal behandelt, so kann er Ärzte 
und Pflegepersonal mit ständig 
neuen Beschwerden zur Verzweif- 
lung bringen. Verordnete Medi- 
kamente und Behandlungen sind 
meist wirkungslos und zwingen 
zu immer neuen Änderungen des 
Behandlungsplanes. 
Aktive Menschen beweisen 
auch im Krankenbett, daß sie sich 
nicht unterkriegen lassen wollen 
und bestätigen immer wieder 
ihren Optimismus und damit ihre 
positive Einstellung zum Leben. 
Sie unterstützen durch aktive po- 
sitive Mitarbeit die Bemühungen 
der Ärzte und des Pflegeperso- 
nals. Es wäre aber falsch, anneh- 
men zu wollen, daß eine solche 
Einstellung nur Leichtkranke zei- 
gen können, keinesfalls aber echte 
Schwerkranke. Weit gefehlt. Im- 
mer wieder kann man erleben, stand, 'zu was bin ich 
wie selbst Krebskranke im fort- 
geschrittenen Stadium einen un- 
gebrochenen Optimismus aus- 
strahlen und einen starken Le- 
benswillen beweisen. 
Besonders bei Unfallpatienten 
zeigt sich der Vo rteil einer akti- 
ven Mitarbeit bei der Behand- 
lung gegenüber dem Verharren in 
absoluter' Passivität. Es liegt in 
der Natur von Verletzungen, daß 
Verletzungsfolgen meistens nur 
durch eine aktive Bewegungsbe 
handlung beseitigt werden kön- 
nen. Wer einen Gipsverband am 
Bein trägt, muß angehalten wer- 
den, auch trotz des Verbandes viel 
umherzugehen und darf keines- 
 oder 
falls deshalb ständig das Zimmer 
gar das Bett hüten. Nach 
Gelenksverletzungen muß an- 
schließend an die mehr oder we- 
niger lange Ruhiestellung des Ge- 
lenkes eine akti ve Bewegungsthe- 
rapie einsetzen. Die W iederher- 
stellung der Funktion eines Ge- 
lenkes ist somit abhängig von der man ihm vorwirft, er sei 
aktiven Mitarbeit des Patienten. 
Auf gabe des Ar ztes ist es, dem 
Patienten helfend und beratend 
zur Seite zu stehen. In der noch 
gar nicht soweit zurückliegenden 
Ära einer finsteren Vergangen- 
heit, in der es keine soziale Kran- 
kenversicherung gab, waren die 
Menschen gezwungen, auch als 
Kranke und Greise ihrer Arbeit 
nachzugehen. Es klingt paradox, 
war aber oft bittere Wahrheit: 
Um für sich und die Familie das 
Leben fristen zu könne n, mußte 
der Arbeitnehmer von einst bis 
zum physischen Zusammenbruch 
dieses Lebens arbeiten. Die Ärzte 
von' damals wurden meist erst 
dann zu Rate gezogen, wenn die 
Krankheit weit fortgeschritten 
war und damit unheilbar wurde. 
„Es ist le ider zu spät", das war die 
bittere Auskunft, die den Ange- 
hörigen meistens erteil t werde n 
mußte. * 
Seit der Einführung der Kran- 
kenkassen in ihren verschieden- 
sten Formen hat sich die Situation . 
gründlich gebessert. Kein Arbeit- 
nehmer braucht heute bis zum 
physischen Zusammenbruch . zu 
arbeiten, oder aus finanziellen 
Erwägungen heraus den Gang 
zum Arzt zu scheuen. Diesen po- 
dernen Sozialversicherung stehen 
sitiven Errungenschaften der mo- 
jedoch auch einige bedenkliche 
Erscheinungen gegenüber. Das 
Gefühl, „krankenversichert" zu 
sein, führt bei vielen Versicherten 
zu einem verhängnisvollen Trug- 
schluß: "Warum soll ich diese und 
jene ärztliche Anordnung befol- 
gen, warum soll ich auf meine 
Lieblingsspeisen verzichten, Al- 
kohol und Nikotin meiden, da ich 
ja doch krankenversichert bin? 
Wenn's arg wird, gehe ich halt 
auf Kur, die Kasse soll nur zah- 
len." Eine solche Geisteshaltung 
ist nicht nur töricht 'und letzten 
Endes gefährlich, sie ist leider 
sehr häufi g anzutreffen. Das an- 
dere Extrem zeigt sich in folgen- 
der Einstellung: „Ich fühle mich 
heute nicht gut, ich glaube, ich 
habe mich verkühlt, am besten 
ist's, ich gehe in* den -Kranken- 
denn kran- 
kenversichert?" Eine solche Ein- 
stellung ist heute womöglich noch 
häufiger anzutreffen, als das zu- 
erst angeführte Beispiel. In al- 
len Betrieben gibt es eine be- 
stimmte Anzahl von Arbeitneh- 
mern, die ständig "krank" sind: 
Nach zweiwöchigem Kranken- 
stand wegen „Grippe" im Jänner 
wird fünf 'Tage gearbeitet. Am 
ersten Wochenende' nach Arbeits- 
wiederaufnahme wird ein Skiaus- 
flug unternommen, bei dem ein 
Sturz zu einer Kniegelenkszerrung 
führt. Krankenstand neuerlich für 
mehrere Wochen. Nach Wieder- 
aufnahme der Arbeit stellt sich 
eine Frühjahrsgrippe ein, die wie- 
bringt. Dann stellt sich im Früh- 
derum einige Tage Krankenstand 
sommer eine Angina ein, im Som- 
mer verursacht eine Stichwunde 
beim Baden neuerlich einen zwei- 
wöchigen Krankenstand usw. 
Man tut einem solchen Men- 
schen sicherlich unrecht, wenn 
.ein 
Simulant oder Drückeberger. Er 
wird alle seine Krankheiten exakt 
belegen könne n und ärztliche At- 
teste vorweisen, die durchaus 
stimmen mögen. 
Bei genauer Beobachtung und 
Befragung eines solchen ständig 
im Krankenstand befindlichen 
Menschen zeigt es sich meistens, 
daß er eine dem Leben gegenüber 
völlig passive Einstellung besitzt. 
Vom überängstlichen, Wehleidi- 
gen, Faulen, bis zum Asozialen 
menschlicher. 
erstreckt sich eine ganze Skala 
 Unzulänglichkeiten. 
. Auf der anderen Seite stehen 
die aktiven, emsig tätigen Men- 
schen. Auch diese sind keines- 
wegs gegen Krankheiten gefeit. 
Sie sprechen selten von „Grippe", 
dafür von „Schnupfen" und be- 
antworten diese Tatsache mit dem 
Kauf von Papiertaschentüchern, 
statt,, wie die passiven Menschen, 
in. den Krankenstand zu gehen. 
. Es ist ein schwerwiegender 
Irrtum zu glauben, die Kranken.; 
versicherung enthebe den Versi- 
cherten von der Verantwortung 
seiner eigenen Gesundheit gegen- 
über. Zu einem guten Teil ist die 
Gesundheit ' die Frucht persön- 
licher,* eigenständiger Verantwor- 
tung. Auch die berufliche Arbeit, 
mag sie manchmal auch noch so 
schwer sein, dient nicht allein dem , 
Gelderwerb, sondern auch der Er- 
haltung der Gesundheit von Kör- 
per und Geist. 
In Abwandlung eines berühm- 
ten Goethe-Zitates könn te man 
auch sagen: Nur der verdient sich 
ein gesundes Leben, der täg lich 
Aktive Leute sind gesünder 
es erober n muß. 
nnnnnnnnnnnnnnnnnn winaunimm nnnnn unimanema nnnnnn mute mariiimanimmiumalumernimiumminnumminumum mariiimanimmiumalumernimiumminnumminumum
	        
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