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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

MASCHINENSATZ 
Die von den Redakteuren be- 
arbeiteten Manuskripte gelan- 
gen In die Maschinensetzerei, 
wo sie durch den Maschinen- 
setzer auf modernen Zeilen- 
setzmaschinen zu fertigem 
Bleisatz verarbeitet werden, 
HANDSATZ - UMBRUCH 
der dann als Spalte in den ... 
Filmnegativ 
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.. Umbruchraum weitergereicht wird. Dort werden die Texte nach Sachgebieten geo rdnet 
•••.• 
und mit Tit eln, die händisch gesetzt und ebenfalls in Blei und in der Spiegelschrift gegossen 
werden, versehen. Die wichtigste Arbeit in di eser Abteilung: Texte und auch Inserate werden 
zu ganzen Seiten umbrochen. Dazu ge hört auch das Einbauen der Bilder und die Farbein- 
teilung auf den Text- und Inseratenseiten. Fehler Im Text werden nach dem Lesen durch den 
Korrektor vom Maschinensetzer korrigiert 
und 
die Korrekturzeilen vom Metteur auf 
der 
Seite 
ausgetauscht. 
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Metallkopie 
Farbe 
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Klischee. 
REPRODUKTION 
Oft nur wenige Stunden nach irgend einem 
Ereignis liefert das Bildfunkgerät ein ferti- 
ges Bild in die Redaktion oder es werden 
Fotos über Geschehnisse im Lande „ge- 
schossen". Diese Bilder werden in der Foto- 
bzw. Chemigraphie nochmals fotografiert, 
und zwar durch einen Rast er aufgenom- 
men. Das Bild wird dabei in Punkte zerlegt, 
dieses Negativ wird auf eine lichtempfind- 
lich beschichtete Zinkplatte kopiert. In der 
Ätzmaschine werden die „nicht druckenden" 
Stellen dieser Zinkplatte tiefgeätzt. Dadurch 
entsteht ein Relief (Klischee), von dem ge- 
dru ckt wird. Die „VN" verwen den seit län- , 
gerer Zeit für alle Bilder, sowohl im Text 
als auch bei Inseraten, Kunststoff-Klischees 
Originaljuckstock 
auf der Basis von Nyloprint. 
STEREOTYPIE 
Nach dem „Umbruch" sind die einzelnen 
Zeitungsseiten zwar in der Gestaltung fer- 
tig, doch noch keineswegs lesbar und wegen 
des Bleimaterials überdies sehr schwer. 
Der nächste Arbeitsvorgang besteht nun 
darin, die Bleiform in der Prägepresse In 
einen feuchten Spezialkarton unter hohem 
Druck zu prägen. Dieser Karton, Mater ge- 
nannt, wird getrocknet und anschließend 
im Rundgießwerk (siehe Bild) In eine halb- 
runde Form gegossen. Als Metall wird eben- 
so wie in der Maschinensetzerei eine Blei- 
legierung verwendet. In beiden Vorgängen 
findet jeweils eine Umkehr des Schriftbildes 
statt. Der ebene Bleisatz in Spiegelschrift 
wird auf der Mater zur Normalschrift und 
beim Herstellen der Rundform wieder zur 
ROTATIONS- 
Spiegelschrift. 
DRUCK 
Die halbrunden Blei- 
platten werden in der 
Rotation auf Zylinder 
aufgespannt, zwischen 
denen das von riesigen 
Rollen gelieferte Papier 
mit rasender Geschwin- 
digkeit 	hindurchläuft 
bzw. -gelogen wird. 
Die nächsten Stationen: 
automatisches Falzen 
und Schneiden. Bei 
ma ximal 16 Seite n kön- 
nen 32.000 „VN" pro 
S tunde gedruckt wer- 
den. 
VERSAND 
Noch ist die Zeitung 
nicht aus dem Haus. 
Dafür sind noch Trans- 
portbänder, 	fleißige 
Hände fürs Einlegen 
von Vordrucken oder 
Prospektbeilagen und 
das Verpacken der Zei- 
tungspakete nötig. Lkw- 
und Busfahrer beschlie- 
ßen die hektische Be- 
triebsamkeit nach Mit- 
ternacht. ternacht.
	        
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