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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Man spricht darüber 
in einer Zeit, in der 
Wir leben 
vielfach nur gilt, was mit noch 
lau- 
raffinierteren und schneller 
fenden 
Maschinen und mit wenig 
menschlicher Kraft hergestellt 
wird. Auf der einen Seite mecha- 
nische Produktion, auf der ande- 
ren bezogene Konfektion. 
Dadurch kann man mehr und 
billiger kaufen, und das Nützliche 
steht vor dem Individuellen. 
Das Handgemachte wird vom 
Anzug über die Schuhe bis zu 
den Semmeln ausgeschaltet. Der 
Mensch wird immer mehr Mas- 
senkonsument, dem eine anony- 
Handgemacht 
me Produktion gegenübersteht. 
Ein Grund mehr, warum es im- 
mer weniger Individualisten gibt 
menschliche 
und das 
sogenannte 
Original ausstirbt. Auch das ist 
ein Luxus der Massengesellschaft, 
die zudem noch auf dem Wege 
ist, die Umwelt unwohnlicher zu 
machen. Der Massenverkehr, die 
Massenproduktion und der Mas- 
senverzehr machen Luft und Was- 
ser ungenießbar — niemand ist 
aber echt da, dem Einhalt zu ge- 
bieten, denn auch die Politik 
denkt nur in Massen, die es in 
Stimmung zu hal ten gilt. 
So möchte man denn von klein 
auf wieder ein Plädoyer für das 
Handgemachte halten. Sei es, daß 
man wieder einmal einen Schnei- 
der oder eine Schneiderin auf- 
sucht, um sich etwas machen zu 
lassen, was das Persönlichkeits- 
bewußtsein hebt. Man kann. na- 
türlich auch ein handgemachtes 
Teeservice erwerben, das es nicht 
erlaubt, in der Spülmaschine be- 
schädigt zu werden. Viele Wege 
führen zum Kunstgewerbe, das 
noch handgeschicklich und ge- 
schmacklich dem Persönlichen ver- 
pflichtet ist. Der Verbrauchs- und 
Wegwerfproduktion sollte man 
hie und da einen Eigensinn und 
Anspruch auf G eschmack entge- 
genstellen. 
Als man in der Wohnung noch 
die schö- 
ein Zimmer zuvi el hatte, 
ne Stube, in die man nur gele- 
gentlich zu einem Fest — ohne 
Schuhe — durfte, 
ei gene 
Gestaltungswille und die Freude 
an der Handarbeit, der eigenen 
und in Auftrag gegebenen, noch 
mehr. Aber auch heute sollte es 
einfach wieder irgendwo im Be- 
wußtsein eine Ecke geben, das 
nicht bloß Rationelle zu erhalten, 
Ecke, die persönliche Kultur 
behandlat. die' 
Seite 4 
sein könnte. 
	FOR 
Samstag, 27. April 1974 
111•1118131.11111111111118111111111111111111131111111311111111111M11111111111111111111•111/1111111111111111111 ZZZZZ BBBBBBBBB 
  
Samstag, 27. April 1974 
Namenstag 
Samstag: Zita 
Sonntag: Ludwi g, Helmut 
Wetterbericht der Wetterwarte 
Innsbruck 
Großwetterlage: Der 
hochreichende Tiefkomplex über 
großen Teilen Süd- und Mittel- 
europas zeigt Verlagerungsten- 
denz seines Schwerpunktes ge- 
gen Westen. Damit dürfte sein 
Einfluß auf unser Wetter ab- 
nehmen und eine fortschreiten- 
de Wetterbesserung eintreten. 
Vorhersage: Meist wech- 
selnd aufgelockerte, gebietsweise 
eher abnehmende Bewölkung, 
verringerte Niederschlagsbereit- 
schaft. Frühtemperaturen zwi- 
schen 1 und 5 Grad, Tages- 
höchstwerte 7 bis 12 Grad. 
Sonntag: Voraussichtlich zuneh- 
mend freundlich und etwas 
wärmer. 
Alpiner Wetterdienst 
Berge häufig in. Wolken, doch 
zum Teil auch zeitweilig wol- 
kenfrei, verringerte Schneefall- 
neigung. Höhenwind schwach 
bis mäßig aus wechselnder Rich- 
tung. Temperaturen in 2000 zu 
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Thüringer SPÖ-Fraktion 
erhebt Aufsichts- 
beschwerde gegen Budget- 
entwurf 1974 
(VN—pi) Die Unstimmigkeiten 
beim Thüringer Voranschlag für das 
Jahr 1974 — wir berichteten bereits 
ausführlich darü ber — haben nun 
von seiten der sozialistischen Orts- 
fraktion zu einer Aufsichtsbeschwer- 
de bei der Vorarlberger Landesregie- 
rung geführt. Der Etat 1974 wurde 
bekanntlich mit 10:5 Stimmen be- 
Ilankxveiln Verwaltungsausschuß 
e 
und Aufsichtsrat. derBürgergemein- 
scha ft Rankweil, einschließlich der 
Vertreter der Bürgerge mei ns chaft 
Meiningen, fanden sich unter Vorsitz 
von Obm ann Hofrat Dipl.-Ing. Josef 
Märk zu einer gemeinsamen Sitzung 
zusammen. Hiebet wurde eine Ver- 
einbarung zwischen BG Rankweil 
und Altgemeinde Altenstadt nach 
längerer Beratung gutgeheißen. Des 
weiteren wurde eine Steinbruchan- 
geiegenheil beraten. 
Eingangs berichtete der Vorsitzen- 
de, daß in letzter Zeit die Brennholz- 
lose gezogen wurden. Angesichts der 
Ölkrise wurde wiederum mehr Wert 
auf Holzvorräte gelegt; in der Folge 
sind daher vermehrt Holzlose bezo- 
gen worden. Ferner fanden in den. 
vergangenen Wochen zwei Holzver- 
steigerungen statt; hierbei erbrachte 
die erste Nutzholzversteigerung be- 
achtenswerte Erlöse; bei der zwei- 
ten Versteigerung war das Kaufin- 
teresse geringer geworden. 
Der Steinbruch in der Letze dürf- 
te nicht mehr allzu lange im Betrieb 
sein, denn die Steinqualität mindert 
sich in gewissen Lagen. Vor länge- 
rem wurde an die Bürgergemein- 
sc haft Rankweil durch Baufi rmen 
das Interesse an der Erschließung 
eines neuen Steinbruches herange- 
tragen. Inzwischen sind auch geolo- 
gische Fachgutachten eingebracht 
worden, die große Gesteinsvorkom- 
men bekunden, die abbauwürdig 
sind. Grundsätzlich steht die Bür- 
gergemeinschaft einer Steinbruch- 
Eröffnung anstelle des bisherigen 
Betriebes in. der Letze positiv gegen- 
über; allerdings sind verschiedene 
weitere Gutachten und Absprachen 
mit zuständigen Behörden notwen- 
Spärars 
Johl 
D' Kennt fischt 
im Spital 
gsi und fischt 
mit dr 
Reachnig 
hoamko. Jetzt 
bruch i an 
Dokter, wo 
mine Nerve 
schlossen. Gegen diesen Beschluß er- 
hebt die SPÖ Thüringen nun Be- 
schwerde und ersucht gleichzeitig die 
Vorarlberger Landesregierung, den 
Voranschlag zurückzuweisen. GV An- 
ton Wra nn, der Fraktionssprecher 
der Thüringer SPÖ, hatte bereits in 
der erwähnten Gemeindevertreter- 
sitzung dem Gemeindevorstand das 
Mißtrauen ausgesprochen. Die SPÖ 
vertritt darüber hinaus noch die Mei- 
nung, daß für die Landesregierung 
genügend Gr ünde vorliegen müßten, 
den Thüring er Gemeindevorstand 
von seiner Funktion zu entheben. 
dig, bis die Genehmigung zur Eröff- 
nung eines Steinbruches gegeben 
wird. Besonders ergiebige und taug- 
liche Gesteine wären im Kärle sowie 
in der Langen Rüti abzubauen; die 
A bfuhr des Materials müßte in bei- 
den. Fällen. über die Ubersaxner Lan- 
desstraße erfolgen. Der Obmann 
wurde gebeten, gewisse Vorverhand- 
lungen mit den Interessenten zu füh- 
ren. 
Nochmals wurde über Wuns ch des 
Aufsichtsrates der Grundtausch mit 
der Altgemeinde Altenstadt bespro- 
chen, der eine Voraussetzung bildet, 
daß Altenstadt zwei Jagdgebiete zu- 
sammenschließen kann; Rankweil 
andererseits würde auf die Aus- 
übung einer Eigenjagd verzichten. 
Nach Klärung einiger Mißverständ- 
nisse wurde von beiden Ausschüssen 
der ' früheren Vereinbarung mit 
Altenstadt zugestimmt. 
Dornbi rn. (VN - pem) Nac hdem 
die B ahnunt er führung in Lauterach 
in Angriff genommen wurde, stellt 
man sich in Dornbirn wiederholt die 
Frage, wann es denn endlich in. 
Dornbirn so weit sei, bis die Bahn- 
unterführung Schwefel begonnen 
werden kann. Wie wir aus dem Amt 
der Vorarlberger Landesregierung 
erfahren, wurde die Technische 
Hochschule in Wien beauftragt, ein 
neuerliches Gutachten über die 
Grundwasserverhältnisse im Baube- 
reich des 60-Mill.-S-Bauprojektes 
auszuarbeiten. Es wird das bereits 
dritte hydrologische Gutachten in 
dieser Angelegenheit sein. 
Wie erinnerlich, befürchten An- 
rainer eine Beeinträchtigung ihrer 
Gebäude dadurch, daß sich im Zuge 
der Bauarbeiten der Grundwasser- 
spiegel um das Bauprojekt verän- 
dern könnte. Dies en sicherlich be- 
rechtigten Bedenken hat man bisher 
— so gewinnt man den Eindruck — 
im Amt der Landesregierung größ- lebte -der 
tes Augenmerk geschenkt. Nach dem 
ersten Gutachten von Prof. Häfele, 
in dem auch ein hydrologisches Gut- 
achten miteingeschlossen war, wur- 
de die ETH Zürich mit Prof. Lang 
mit dem Fall betraut. Die Ausarbei- 
tung dieses Gutachtens dauerte ziem- 
lich lange, da der Ersteller des Gut- 
achtens offensichtlich um die Proble- 
matik wu ßte, und weil 1,5 Mill. S 
Im Zusammenhang mit der ge- 
für die Bohrarbeiten im Zuge des limeters feststellen zu können. warten. 
planten Errichtung einer Öldestilla- 
tionsanlage in Vorarlberg taucht 
seit geraumer Zeit als ein möglicher 
Standort hiefür auch die Umgebung 
des im Bau befindlichen Güterbahn- 
hofes Wo lfurt auf (z. B. in Leser- 
briefen in den „VN" vom 10. 4. 1974 
und 26. 4. 19 74). 
Mitte Jä nner erklärte das, für 
diese Frage zuständige Regierungs- 
mitglied, Landesstatthalter Martin 
Müller: „Um die 01- und Treibstoff- 
versorgung in Vorarlberg auf eine 
gesicherte Basis stellen zu kön nen, 
schiene es ratsam zu sein, die 
Transportrechte der aus der durch 
unser Land führenden Pipeline aus- 
zunützen. Voraussetzung hiezu ist 
allerdings der Bau einer Destilla- 
tionsanlage." Weiters ist der Lan- 
desstatthalter der Auffassung, daß 
es dadurc h auch möglich wäre, 
schwefelarmes Heizöl zu günstigen 
Preisen an die Verbraucher im Land 
abgeben. zu können. Und schließlich 
könnte mit einer Öldestillations- 
anlage auch eine wirkungsvolle 
Vorratspolitik betrieben werden, 
die gerade in Krisenzeiten, wie wir 
sie im Spätherbst letzten Jahres 
erlebt haben, von unschätzbarem 
Wert wäre. 
„Lustenau wäre ein ganz günsti- 
ger Standort", meinte der Landes- 
statthalter, „weil dort die Genua 
mit Ingolstadt verbindende Öl- 
transportleitung ideal anzapfbar 
ist." Der Standort Lustenau sei für 
ihn aber keine Prestigesache, so 
weiters der Landesstatthalter. „Ich 
lasse deshalb auch einen etwas 
landeinwärts gelegenen Standort 
prüf en, der jedoch über die Mög- 
lichkeit eines Bahnanschlusses ver- 
fügen und außerdem gute Straßen.- 
ve rbi ndungen aufweisen muß." 
Nach der Ankündigung dieser zu- 
sätzlichen Standortprüfung setzte 
ich mich mit dem Landesstatthalter 
unverzüglich ins Benehmen und 
führte- ihm in einer weiter en Aus- 
bei. 
sprache vor Augen, daß 
der 
Situierung neuer Großanlagen .un- 
bedingt darauf Bedacht genommen 
werden muß, daß einer einzigen 
Gemeinde nicht einfach alles zuge- 
mutet und aufgebürdet werden darf. 
Gerade eine so heikle Frage wie 
eine Öldestillationsanlage, deren 
Errichtung für das ganze Land aus 
den dargelegten Gründen von er- 
heblicher Bedeutung sein würde, 
erheischt eine sehr einläßliche und 
umfassende Beurteilung in bezug 
auf die Standortwahl. 
Bei einer kritischen Prüfung der 
weiteren. Belastbarkeit des Raum es 
Wolfurt ist der Schluß zwingend, 
diese Gemeinde als evtl. möglichen 
Standort für eine geplante Destil- 
lationsanlage aus allen Überlegun- 
gen auszuscheiden. Wolfurt ist seit 
mehr als zehn Jahren die bevölke- 
rungsdynamischste Gemeinde des 
Landes und steht derzeit von den 
Gutachtens immerhin erst verbraucht 
sein mußten. 
Dieses Gutachten hatte immerhin 
zur Folge, daß die Spund-wände 
beidseits der Baugrube immerhin in 
eine Tiefe von 19.20 m statt, wie 
vorgesehen, nur bis 13.40 in voran- 
getrieben werden. Sie sollen verhin- 
dern, daß die Baugrube unterspült 
wird, und sich die Grundwasserver- 
hältnisse ändern. Den Aufstau des 
Grundwasserstroms, der sich in 
Richtung Baugrube bewegt, soll eine 
Ringleitung in. der Tiefe des mittle- 
ren Grundwasserstandes von. 1,50 zn 
verhindern.. 
Um nun trotz dieser, wie es 
scheint, peinlich genauen Sicher- 
heitsmaßnahmen, Überraschungen 
während und nach der Bauzeit zu 
vermeiden, wurde für weitere Even- 
tualitäten vorgesorgt. Es wurde, wie 
uns das Amt der Vorarlberger Lane 
desregierung mitteilte, eine Versiche- 
rung in Höhe von 10 Mill. S abge- 
schlossen, um allfällige Schäden ab- 
decken zu kön nen. Zu diesem Zwecke 
wurden die betreffenden Häuser — 
es dürften rund 15 sein — und auch 
die Zimmerwände und Decken foto- 
grafiert, um ihren jetzigen Zustand 
festzuhalten. Es wurden in diesen 
Häusern Höhenfixpunkte von einem 
Dornbirner Ingenieurbüro ange- 
bracht, um Setzungen selbst im 
Ausmaß eines einzigen Zehntelmil- 
 96 
Gemeinden, gemessen an der Ein- 
wohnerzahl, an 9. Stelle, nimmt 
hingegen mit 1001 ha Fläche nur 
den 67. Platz ein. Für die Aussied- 
lung des Bregenzer Güterbahnhofes 
nach Wolfurt wurden ca. 30 ha 
Grund zur Verfügung gestellt, und 
der Bau der Autobahn samt der 
regionalen Schnellstraße verschlingt 
wertvollstes Bauland im Ausmaß] 
von rund 600 Bauplätzen für Ein- 
familienhäuser. 
Aus diesen Überlegungen her aus 
würde es bei der Bevölkerung von 
Wolfurt einfach nicht verstanden 
werden, wenn weiterhin geprüft 
würde, ob neben anderen Stand- 
orten auch der Güterbahnhofsbereich 
(VN) Alles in Vorarlberg ist in 
einer Art „Luftschutzübung". Nach- 
dem die „VN" lange allein. als Me- 
dium und in enger Zusammenarbeit 
mit den Fachleuten des „Weltbun- 
des zum Schutze des Lebens" an der 
Bewußtseinsbildung für eine gesun- 
de Heimat gearbeitet und, wie „VN"- 
Umfragen zeigten, große Erfolge er- 
rungen haben, sind in letzter Zeit Schloßplatz. 
viele besorgte Vorarlberger diesen. 
Bemühungen beigetreten. Land und 
Gemeinden haben zunehmend um- 
weltschützende Maßnahmen und Be- 
stimmungen geschaffen, und die po- 
litischen Instanzen haben auch un- 
umstößlich ihre Haltung, etwa gegen 
ein Atomkraftwerk, bezogen. 
Nun laufen, leider nicht ko ordi- 
niert, Unterschriftenaktionen, die 
zwar bewußtseinsbildend sind, aber 
eigentlich auch offene Türen im 
Lande Vorarlberg einrennen wollen. 
Manches Gehabe zu dieser Zeit, wo 
andere die meiste Arbeit schon ge- 
leistet haben, mag Augenzwinkern 
verursachen oder gar bloß als billi- 
ger Opportunismus erscheinen, weil 
man kurz zuvor noch eine völlig an- 
dere Haltung feststellen mußte . Aber 
sicher werden wir uns weiter der 
wegbildenden Tätigkeit des „WSL" 
mit den Pionieren Dr. Gächter und 
Robert Par anschließen, denen. die 
„VN" zu Recht vor zwei Jah ren den 
Dr.-Toni-Ruß-Ring und Dr.-Toni- 
Ruß-Preis zusprachen. 
Heute, Samstag, 27. April, 20-Uhre- 
im Vinomna-Saal, Rankweil, findet 
ein wichtiger Vortrag eines hochver- 
dienten Schweizer Professors statt. 
Der „WSL" wird die sen Vortragsrei- 
gen im Mai fortsetzen. 
Auch die Junge ÖVP will ihre Pro- 
test-Unterschriftenaktion, die in 
Die Baufirma, die diesen Auftrag 
— Bau der Straßenunterführung un- 
ter die ÖBB — erhalten wird, muß 
sich verpflichten, den Grundwasser- 
spiegel selbst während der Bauzeit 
immer in jener Höhe zu halten, wie 
sie dem natürlichen Grundwasser- 
stand entspricht, was mit einem 
Rückspülverfahren erreicht werden 
kann. Zur Feststellung des Grund- 
wasserspiegels wurden Bohrlöcher 
angebracht, die eine ständige Kon- 
trolle gestatten. Schon derzeit wird 
dreimal wöchentlich der Grundwas- 
serstand abgelesen. Ein Ergebnis 
der eisenbahnrechtlichen Verhand- 
lungen ist die tägliche Kontrolle des 
Grundwasserstandes während der 
Bauzeit. 
Es ist im Interesse der 
Allge- 
meinheit 
zu hoffen, daß mit der 
Vergabe der Bauarbeiten bald zu 
rechnen ist, damit auch eine Koor- 
di nierung mit den. Bauarbe ite n in 
Lauterach, und ihrer zeitlichen Fer- 
tigstellung erfolgen. kann. Seitens 
des Auftraggebers, des Bautenmini- 
steriums, scheinen nun alle Sachver- 
ständigen herangezogen wor den zu 
sein, die im Sinne der Bedenken der 
Anrainer möglich sind. Nach dem 
Gutachten der Technischen Hoch- 
schule in. Wien, über dessen Ergeb- 
nis noch nichts bekannt ist, könnte 
man den Baubeginn doch bald er- 
Wolfurt für eine Öldestillations- 
anlage die erforderlichen Voraus- 
setzungen böte. 
Für diese von mir nachdrücklich 
gemachten Vorbringungen zeigte der 
Landesstatthalter, wenn auch ver- 
ständlicherweise nicht gerade leich- 
ten Herzens, so aber schließlich doch 
volles Verständnis. Die Frage eines 
Standortes Wolfurt für eine Öl- 
destillationsanlage wird von ihm, 
wie er ausdrücklich versicherte, im 
Interesse der Wolfurter Bevölke- 
rung nicht weiter verfolgt werden, 
diese Frage sei für ihn damit er- 
ledigt. 
Hubert Waibel, Bürgermeister 
jüngster Zeit angelaufen ist, am 
Wochenende fortsetzen.- An folgenden 
Standorten besteht heute, Sams- 
tag, im Bezirk Dornbirn die Mög- 
lichkeit, die Protestaktion der JVP 
zu unterstützen, Jeweils von 10 bis 
12 Uhr: Dornbirn: Messepassage und 
Inters par — Lustenau; Kirchplatz 
St. Peter und Paul. — Hohenems: 
minus 5 Grad, in 3000 m mi- 
nus 12 bis minus 17 Grad. 
Höchste bzw. tiefste Tempe- 
raturen von gestern, 13 Uhr: 
Innsbruck 10 Grad, Linz 5 Grad; 
übriges Europa: Palermo 20 
Grad, München 6 Grad. 
Wetterbericht der Wetterwarte 
Zürich 
Allgemeine Lage: Das 
Tief über Südwesteuropa weitet 
sich langsam aus und führt all- 
mählich wärmere Luft gegen 
die Alpen. 
Vorhersage: Bei wech- 
selnder Bewölkung teilweise 
sonnig, 
	zeitweise 	örtliche 
Schauer. Durchschnittliche Tem- 
peraturen 1 bis 10 Grad. 
Sonnenaufgang 5.22, Sonnen- 
untergang 19.35 Uhr; der Mond 
geht unter sich bis Dienstag, 
7. Mai (Tierkreiszeichen Krebs). 
Wasserstand des Bodensees 
Der Wasserstand sank bin- 
nen einer Woche um 6 auf 90 
Zentimeter, bezogen auf den al- 
ten Bregenzer Pegel. 
Zitat des Tages 
Wer jeden Schritt vorher 
lange überlegt, bringt sein gan- 
zes Leben auf einem Bein zu. 
Chinesisches Sprichwort 
1 
rsatz für Letze-Steinbruch 
ankweil will Gutachten 
Unterführung Dornbirn verzögert 
Immer mehr Vorarlber er 
Noch Gutachten und Absicherungen 
folgen neuerdings den 
	Bongere 	Bongere 
rad
	        
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