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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

BRITISH 
Austin 
LaYt_AND 
Des neue Kompaktraunt- 
Konzept 
Sem 
Mit dem zeitlos-altraktiven des 
Allegro beginnt ein neues, genau 
richtiges Maß von Außen-und innen- 
raum. Außen: Wendig im Stadtverkehr, 
übersichtlich beim Parken. Innen: Viel 
Die neue 
Raum dank Quermotor. Typisch Austin. 
s-Federung. 
Hy drapas 
System 
Das Wettwelt psterdiene 
Hydragsa- 
gibt die Sicherhett eines sportlich 
harten Fahrwerks und den Komfort 
einer sanften Federung: Elastisches 
Gas reagiert schneller als mechanische 
Federn. Sicherheit und Komfort In 
Hydragas®: 
einem. Exklusiv im neuen 
Die neue Deutzinsper-Technik. 
Austin Allegro. 
Des neue Vergaser.System hott mehr 
Brennkraft aus dem Treibstoff. . 
Der elektrische KOhlereentilator 
arbeitet geräuscharm und autornalisch 
Spart Kraft und Beruh 
Die neue Wirtschaftychkelt. 
Der Allegro hat den Fahncomfort der 
Großen und die Wendigkeit und 
ist . 
WirtschaftlIchkelt der Kleinem Er 
sparsam 
im 
Verbrauch und bei den 
Kosten für Steuer, Versichening, 
Erhaltung. Der Austin Allegro 1500 
hat außerdem den sparsamen 
5. Gang. 
Dazu die neue Ausstattung: 
Reichhaltig und funktionell, Und im 
Die neue Kornpaktklasse 
110.0 
Auch Allegro 
69.500,-;1300 
DI., 2türig, 44,6 PS, S SOL,2tUrig, 49,5 PS, S 
62.600, - 
;1300 SDL. 41tlrig, 49.5P S, S 
64.000,-;1600 SCrL,4türig, 69 PS, S 
-s 
61600,-11500 SPrdat 41049.119 PS, S 75• 000, 
Leyland Organisation lädt Sie zur Probefahrt ein: 	- . 
Die British 
Weit Wien 
Stahl, Baurnkirebner & CeNoredo, 
Jankb, Wien; Häreing, st Ren Kaudetzunierankertrunn;Teued, Krems: Weissensreiner, Gresten; Hßregrnann, Wiener Neustadt Autoburg, Mattersburg Mag Hartbeie 	• 
Wi 
gar rm d, Graz; f4ster, Wiesdorf; Huber, Judeni:firg ; Tiinkee 
dezireleig; Stieget lins: Seid, Weiboid 
	Zell 
bei Zelthof; Markgraf. wes; Hönnaneeclet, Eierding;  Weichselbaumer, Ginunden; Schachner, Schätran; 
	 
Zarti, titenowf; Aukhag, S^b v trg; Hagen, Lustmau; MeisingeGinnsbruz4Tahag, Innexuc4 Zagt, igagentuttAriesner,Klagenfurt;Protthig, Wach, 
Seite 34 
VORARLBERGER NACHRICHTEN 
	 
Samstag, 27. April 1974 
Kawasaki 400 S 3 
r r e zä 
Als ich vor etwa 3 Jahren zum erstenmal eine Kawasaki ritt 
— es war das Vorgängermodell 350 S 2 — da hatte ich das Gefühl, 
auf einer Rakete zu sitzen. Der Motor drehte wie eine Sirene hoch, 
bekam erst ab 3000 Touren Leben, ab 5000 Touren den „zweiten 
Wind" und riß dann Reiter und Gefährt in Blitzestempo an die 8000- 
Touren-Grenze. Man mußte ständig im 5-Gang-Getriebe „rühren", 
um in kontrollierter Fahrt zu bleiben und die war beileibe nicht 
gemütlich. 45 PS gab man damals für dieses Feuerwerk auf zwei 
Rädern als max. Leistung an und um diesen Apparat ständig un- 
ter Aufsicht zu halten, mußte man nicht nur eine ordentliche Por- 
tion Fahrpraxis mit schnellen Maschinen, sondern auch einen stets 
wachen Geist mitbringen. 
Rasse und drei Auspuffrohre (zwei rechts, eines links) bestimmen die Linie der Kawasaki 400. 
Das galt bislang noch viel mehr 
(Fotos: Dr. H. Krackowizer) 
für das 500er-Kawasaki-Modell H 1 
mit 58 PS max. Leistung bei 7750 
Touren oder gar erst bei der größten 
2-Takt-3-Zylinder-„Feuerspritze", 
der 750er Kawa H 2, der man 
71 PS 
Höchstleistung bei 6800 Touren in die 
Zulassung schreibt. Wer's kann, hebt 
mit diesem „heißen Ofen" noch im 
3. Gang das Vorderrad mit dem Dreh- 
griff vom Bod en. Für Könner si cher 
alles herrliche Spielzeuge, für den 
Durchschnittsfahrer aber nicht un- 
Kawasaki an die Zähmung seiner 
bedingt empfehlenswert. Darum ging sagt wenig, wenn man sie nicht aus- den Motor, der sehr pr ompt startet, Vorderrad anzuliften. Der Kraftfluß 
wilden Pferde. Das Ergebnis dieser 
Dressur heißt Kawasaki 400 Mach II 
S 3. 
Schon ein Blick auf die Leistungs- 
daten zeigt die selbst auferlegte Mä. 
Test: Dr. He lmut Krackowizer 
ßigung. Während die bisherige 350er 
mit max. 45 PS Leistung bezi ffert 
wird, be gnügt sich die neue 400er 
mit „nur" 42 PS bei 7000 Touren. Das 
probiert. Das Feuerzeug ist nun wirk- 
lich manierlich geworden. Man kann 
nach wenigen Metern friedlich mit 
dem Drehgriff aufziehen, ohne das 
kommt auch gleichmäßig von unten 
heraus und nimmt ohne merkliche 
Stufen ständig zu. Dabei hat der 
Motor nic hts an Rasse verloren. Er 
dreht munter und mit giftigem Ton 
nach oben. Aus einem Straßenrenner 
ist nun aber ein gut gezähmtes Rasse- 
pferd geworden, gerade richtig, 
um 
auch von weniger erfahrenen Reitern 
flott und ohne ständige Alarmbe- 
reitschaft über längere Str ecken ge- 
fahren zu werden. 
Der luftgekühlte 3-Zylinder-Mo- 
tor — er steht quer zur Fahrtrich- 
tung im Rah men — Ist mechanisch 
nicht ganz leise. Das dürfte aber 
nicht an seiner aufwendig gebauten 
Kurbelwelle oder dem butterweich 
zu schaltenden 5-Gang-Getriebe lie- 
gen, sondern an seinem nicht uner- 
heblichen Kühlrippenwald. Trotz ge- 
lungener Zähmung hat das Tempera- 
ment nicht gelitten. Die stehende 
Viertelmeile ist nach wie vor von 
geübten Fahrern unter 14 Sekunden 
zu schaffen. Natürlich muß dazu der 
Motoreingefahren sein. Ich habe ihn, 
da noch unter der 1000-km-Grenze, 
nicht über 6000 Touren gedreht und 
bin trotzdem schnell und sic her über 
längere Strecken gefah ren. Das ein- 
zige, was dabei den Spaß am Fahren 
einschränkt, ist der nicht unerheb- 
liche „Durst" des Kraftwerks und 
der dazu viel zu geringe Tankinhalt. 
Wer bei überlandfahrt auf der Auto- 
bahn, vor allem zu zweit, die 120- 
km/h-Grenze stets ausnutzen will, 
s ollte sich mit einem Verbrauch zwi- 
schen 
8 bis 
10 Liter vertraut machen. 
Wer mehr zum Spaß am Motorrad- 
fahren nur kürzere Strecken zurück- 
legt, wird mit dem 14-L ite r-Tank 
sein Auslangen finden. Von Wien 
nach Salzburg, zu fahren, heißt zwei. 
mal eine Tankstelle aufsuchen. 
Das Fahrgestell, einstnials wegen 
der etwas zu geringen Belastung des 
Vorderrades (vor allem bei der ersten 
750er), - als schwer - bezähmbar ver- 
rufen, hat sich entsprechend der Mo- 
tor-Zähmung auch zum. Guten ver- 
ändert. Der Schwerpunkt wurde 
durch die Motorlage off enkundi g 
nach vorne gerückt und auch an der 
Vorderradgeometrie scheint sich et- 
liches verändert zu haben. Die Kawa 
400 fährt sich so leicht und aus nor- 
maler Sitzposition mühelos über die 
Straßen. Die Telegabel am Vorder- 
rad schluckt die herkömmlichen Un- 
ebenheiten gut, doch die „Hinter- 
hand" ist für einen 100-kg -Rei ter 
noch sportlich straff gefedert. Man 
kann die Federbeine aber in ihrer 
Härte verstellen. Die Bremsen folgen 
dem heutigen Standard. Vorne ist 
eine große Scheibenbremse, die hy- 
draulisch betätigt wird und sehr 
weich und kräftig anbeißt. Hin ten 
genügt für den zivilen Fahrbetrieb 
durchaus eine Trommelbremse. Man 
sitzt auf der breiten Sitzbank sehr 
bequem, der Lenker ladet ziemlich 
weit aus und entspricht einer touren- 
mäßigen Sitzposition. Der Motor be- 
sitzt kein en Elektro-Starter, doch 
kann man ihn, da der Kickstarter 
sehr hoch angebracht ist, wenn er 
einmal warm gefahren ist, sogar mit 
einem Handdruck zum Laufen brin- 
gen. 
Die neue Kawasaki 400 folgt dem 
Zug der Zeit und bringt einen früher 
von Kennern gelobten und vom 
Durchschnittsfahrer eher gemiedenen 
„Feuerofen" in allseits verwendbare 
Form. Was künftighin noch einge- 
dämmt werden sollte, ist nur der 
noch beträchtliche „Durst". Wer sieh 
daran nicht stört, dein kann die 
Kawa 400 nunmehr, uneingeschränkt 
empfohlen werden . werden .
	        
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