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Mai 1974
achgeschä
Freitag, 3.
Die Vorarlberger Teilnehmer beim Redewettbewerb der Konsumgenos-
senschaften aus Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg, der kürz-
lich in Salzburg durchgeführt wurde, schnitten ganz hervorragend ab.
Eva Düringer, Dornbirn (links), holte sich in der Gruppe
I
(15 bis 18
Jahre) die Goldmedaille, Franz Simma (Rankweil) bekam Silber. In der
dritten Gruppe (21 bis 25 Jahre) gewann Marianne Sahler, St. Gallenkirch,
ganz überlegen. In der Gruppe II (18 bis 21 Jahre) erhielt Wolfgang
Bruck-
schlegl,
Fast jede Woche ereignen sich in
Dornbirn-Haselstauden, eine Silbermedaille.
Industrie- und Gewerbebetrieben
Brandschäden größeren Ausmaßes.
Auch unser Bundesland bleibt davor
nicht verschont, wie g erade der
kürzliche Großbrand in einem Be-
trieb in Rankweil gezeigt hat. Um
dem Trend zur Verschlechterung der
Brandsicherheit in den Betrieben
entgegenzuwirken, veranstaltet die
Brandverhütungsstelle des Landes-
Feuerwehrverbandes seit einigen
Jahren u. a. regelmäßige Seminare
zur Schulung der in den Betrieben
eingesetzten Brandschutzbeauftrag-
ten. Der diesjährige Kurs fand kürz-
lich wiederum vor vollen Rängen im
großen Hörsaal des Wirtschaftsför-
derungsinstitutes in Dornbirn s tatt.
Nach der Begrüßung der Teilneh-
mer durch Bezirksfeuerwehrinspek-
tor Oskar Bösch, der den verhinder-
ten Landesfeuerwehrinspektor ver-
trat, folgten bis zum Abend eine
Reihe von Vorträgen über einschlä-
gige Wissensgebiete des vorbeugen-
den Brandschutzes. Während der
Gastreferent Techn. Rat Dr. Fried-
rich Wilhelm Hehenwarter aus Linz
mit seinem Assistenten Ing. So ller
Noch weit entfernt vom nächsten
Fasching, oblag der Hauptversamm-
lung der Altenstädter Fasnatzunft
schon jetzt das Grundlegende für die
Aktivitäten im kommenden Jahre
festzulegen, vor allem zu sondieren,
wer bereit wäre, sich für neue Auf-
gaben zur Verfügung zu stellen.
Diese Arbeit war am Dienstag abend
im Hotel Schäfle bald getan, denn
der wiedergewählte Zunftpräsident
Richard Lang hatte bisher schon un-
ternehmungslustige Vereinsfunktio-
näre um sich versammelt, die sich
hinter seine Vorschläge stellten und
neuerlich das Vertrauen erhielten.
Es ergaben sich also keine Personal-
probleme.
Problem blieb einzig die Saal-
frage, denn sicher ist, daß die Feld-
kireher Stadthalle vor So mmer 1975
nicht benützbar sein wird. Eine
Schwierigkeit, für die auf der Ver-
sam mlung noch keine L ösung gefun-
den werden konnt e. Ob man sich auf
eine Ausweiche einlassen soll, wurde
dem Präsidium zur späteren Ent-
scheidung überlassen, denn eine Ab-
sprache wird auch noch im Elf errat
notwendig sein.
Dem Dank des Zunftpräsidenten
an alle Mitarbeiter, auf und hin ter
der Bühne, den Organisatoren und
Vereinsförderern, schloß sich Orts-
vorsteher Stadtrat Berchtold an, der
erklärte, daß der örtliche und der
Feldkircher Fasching ohne Zunft
kaum mehr denkbar wären. Der
Landespräsident der Faschingsver-
einigungen, Ing. Walther Schlögel,
würdigte die Altenstädter Zunft als
festes Glied und gab der Hoffnung
auf weitere gute Zusammenarbeit
Ausdruck.
Verregnete Prozession
zum Landeswallfahrtstag
Rankweil. Die Witterung war bei
der Abendfeier zum Landeswall-
fahrtstag in Rankweil nicht günstig;
hin
bei Regen formierten sich die Wall-
schutz
anhand hochinteressanter praktischer
Versuche bei den aufmerksamen Zu-
hörern das Verständnis für den Ver-
brennungsvorgang und die Gefahren
bei Feuerarbeiten weckte, gab der
Geschäftsführer der Vorarlberger
Dipl.-Ing.
Brandverhütungsstelle,
Werner Winkler, der auch die Kurs-
leitung innehatte, in seinen Refera-
ten wertvolle Hinweise über die
Stellung und die Aufgaben des
Brandschutzbeauftragten, über bau-
liche und betriebliche Brandschutz-
maßnahmen, über die Brandgefah-
ren durch den elektrischen Strom
sowie über zweckmäßige Alarm-
und Löscheinrichtungen. Lichtbilder
und Filme ergänzten die Ausfüh-
rungen.
Mit der Aufforderung, das Ge-
sehene und Gehörte nutzbringend
für die einzelnen Betriebe anzuwen-
den und die gestellten Aufgaben
nicht als unerwünschte Nebenarbeit,
sondern als fruchtbare und verant-
wortungsvolle Tätigkeit zum Wohle
der Mitarbeiter und im Interesse des
Fortbestandes der Betriebe zu be-
trachten, wur den die beeindruckten
Teilnehmer verabschiedet.
fahre r vor der St-Peter-Kirche zur
Prozession auf den Liebfrauenberg.
Trotz des schlechten Wetters waren
viele Gläubige von überallher ge-
kommen, dennoch waren gesamthaft
weniger Leute an der Wallfahrt be-
teiligt als dies in den letzten Jahren
bei der traditionellen Lichterprozes-
sion der Fall war. Mit dem Silbernen
Kreuz wurden die Pilger durch die
Geistlichkeit, gefü hrt von Abt Dr.
Kassian Lauterer aus Mehrerau, ab-
geholt. Zufolge des Regens mußte
die Abendfeier in das Gotteshaus
verlegt werden, die Kirche war zum
Bersten voll besetzt.
In einen Wortgottesdienst wurde,
die Festpredigt von Prof. Dr. Georg
Weber von Dornbirn eingefügt. Er
sah in der starken Beteiligung an
der Wallfahrt ein Zeichen dafür, daß
es den Gläubigen um die Anliegen
ernst sei, die mit dem Heiligen Jahr
verbunden seien. In vermehrtem
Maße müßten die The men des Hei-
ligen. Jahres beachtet werden, näm-
lich Versöhnung zu pflegen und
Frieden zu halten, und dies im klei-
nen wie im großen.
„Gestaltete Freizeit"
Ausstellung und Ver-
anstaltungen in Bludenz
(VN-pi) Erstmals nach zwölf Jah-
ren findet in der Zeit vom 4. Mai bis
einschließlich Sonntag, 12. Mai, im
Vereinshaussaal in Bludenz wieder
eine von der Belegschaft der Firma
Getzner gestaltete Ausstellung unter
dem Motto „Gestaltete Freizeit"
statt. Diese Ausstellung verfolgt den
Zweck, den in seiner Freizeit schöp-
feri sch tätigen Menschen mit seinen
geschaffenen Werken der Öffent-
lichkeit vorzustellen und aufzuzei-
gen, wie der arbeitende Mensch seine
heute doch eher gut bemessene Frei-
zeit sinnvoll verbringen soll. Den
Besuchern werden u. a. Gemälde,
Plastiken und kunstgewerbliche Ge-
lung präsentiert. Die Ausstellung ist
genstände sowie eine Fotoausstel-
täglich von 10 bis 19 Uhr dur ch-
gehend geöffnet.
Darüber hinaus finden noch Son-
derführungen statt, und zwar für
Schüler am 4. und 8. Mai um 16 Uhr,
für Firmenpensionisten ab 6. Mai
um 14.30 Uhr, für jugoslawische
Gastarbeiter am 7. Mai von 9 bis 11
Uhr und von 15.30 bis 17.30 Uhr so-
wie für türkische Gastarbeiter am
10. Mai zur selben Zeit.
Mit dieser Ausstellung ist auch
noch eine Reihe von Rahmenveran-
staltungen verbunden. Am Donners-
tag, 9. Mai, um 20.15 Uhr wird im
Pfarrsaal in Bl udenz Hans Peter -
Link Gedichte und Prosawerke von
Mitarbeitern vortragen. Das Streich-
quartett Luitgard Winsauer wird die
Veranstaltung musikalisch umrah-
men. Eine Hausmusikstünde findet '
am 8. Mai um 18 Uhr statt, den die
Geschwister Hudatzky gestalten.
Weiters sind am 6. Mai tim 20 Uhr
im Pfarrsaal ein Farblichtbilder-
vortrag und am 14. Mai ebenfalls um
20 Uhr in der Gaststätte Fohrenburg
Filmvorführungen vorgesehen.
Alpreinigung nicht neu
In der Samstagausgabe (27. 4. 74)
berichten Sie unter dem Titel „Neue
Idee für Sauberkeit" auf Seite.. 7,
daß in Viktorsberg anläßlich der
diesjährigen Landschaftsreinigung
erstmals eine Alpe von 'Un rat ge-
säubert wurde und stellen diese
Reinigung als Einsatz hin, der im
Land seinesgleichen sucht und als
Anregung nachdrücklich aufgezeigt
werden soll.
Dazu ist seitens des Alpenschutz-
vereins für Vorarlberg festzuhalten,
daß wir diese Form der Land-.
schaftsreinigung schon seit längerer
Zeit praktizieren. Nicht zuletzt
kann das in den „VN" vom 7. 7. 73
nachgelesen werden, wo es , u. a.
heißt: „Alpenschutzverein startet
Alpen im Dornbirner Firstgebiet."
neue Aktion. Es geht um saubere
Wie wir damit belegen können, sind
Alpenreinigungen kei ne' neuen
Ideen. mehr, womit wir keineswegs
die vorbildliche Haltung der Ge-
meinde Viktorsberg in. Abrede stel-
len möchten, die.hoffentlich in wei-
te ren, Gemeinden unseres Landes
Nachahmung Anden • wird, da sie ja
ganz im Sinne des Alpenschutzes
sind.
Alpenschutzverein für Vorarlberg
Todesopfer durch die
Atomanlagen
In der vom Deutschen Atomforum
herausgegebenen Publikation „Ener-
gie' von der man spricht" liest man
auf Seite 23: „Bi sher ist auf der Welt
ren - insbesonders mit Kernkraft-
im Zusammenhang mit Kernreakto-
werken - nicht ein einziger Mensch
der Bevölkerung zu Schaden gekom-
men."
Auf Seite 286 der Zeitschrift
„Atomwirtschaft und Atomtechnik",
Handelsblatt GmbH, Düsseldorf, Nr.
6, Juni 1971, heißt es: „Bei Kern-
reaktoren und zugehörigen Anlagen
sind zwischen 1945 und 1970 sieben
Todesfälle von Betriebsangehörigen
durch Strahlenunfälle zu verzeich-
nen."
Aus dem Buch „Vorkommnisse
und Strahlenunfälle in kerntechni-
schen Anlagen" von Erich H. Schulz
(Verlag Karl Thiemig, München) geht
hervor, daß bei Dutzenden von Un-
fällen und Hunderten von „Vor-
kommnissen" (insgesamt 900, die bis
1965 bekannt wurden) 33 Sofort-To-
desopfer registriert wurden. Die Zahl
der Strahlenopfer, die längere Zeit
nach der Strahlenexposition starben,
ist in diesem Buch nicht angeführt.
Nach Leo Godman, Washington,
Atomtechnik-Ausschuß der Gewerk-
schaften AFL-CIO, USA, gab es
allein in 15 Atomanlagen bei Un-
fällen 113 Todesfälle.
Die Zahl der Strahlen- und Erb-
geschädigten, die zu L asten der
Atomindustrie gehen, ist jedenfalls
eine Dunkelziffer, die man erst in
den kommenden Generationen ab-
R.
schätzen könne n wird.
P.
Erwähnenswert
Ein Religionsphilosoph unseres
Jahrhunderts schreibt in einem sei-
ner Aufsätze: „Sprich von den Bösen
wo du mußt, von den Guten wo du
kannst, denk an das Böse wenn du
mußt, an das Gute so oft du kannst."
Leider aber wird das Böse, das Ab-
norme, das Schreckliche unentwegt
in uns eingeträufelt oder eingehäm-
mert oder auch eingeblendet, das
Positive dagegen gilt meist als spie-
ßig, altmodisch und auf keinen Fall
progressiv, also der Zukunft zuge-
wandt. Warum eigentlich?
Aber nun erst einmal, warum mir
dieser oben erwähnte Spruch einfiel.
Eine Bemerkung, die im Zusammen-
hang mit den Vorgängen in Portugal
im Radio (Südwestfunk) gemacht
wurde, ließ mich aufhorchen; es hieß,
die momentane Revolutionsregierung
habe die verhafteten, bisherigen
Machthaber mit militärischen Ehren
verabschiedet und sie auf die Insel
Madeira ins Exil geschickt. Gewiß,
eine kleine Randbemerkung, gemes-
sen an der Bedeutung eines Umstur-
zes
einem Land. Die politische
in
Tragweite solch eines Geschehens,
wie es die letzten Tage in Portugal
brachten, wollen wir den Politikern
und der Zeit zur Beurteilung über-
lassen.
Die Tatsache aber, daß eine revol-
tierende Gruppe den Gegner mit ech-
ter Ritterlichkeit behandelt, seine
Menschenwürde anerkennt und ihr
Rechnung trägt, dies meine ich, sei
einer Besinnung wert. üblich ist ja
leider die Diskriminierung des Geg-
ners; er hat auf alle Fälle unrecht,
der jetzige Machthaber auf alle Fälle
recht,' der Gegner ist „böse", der
Machthaber „gut und gerecht", des
Gegners Leben ist wertlos, das eigene
wertvoll.
Wie schon gesagt, der Laie kann
nicht beurteilen, was dieser Umsturz
in Portugal für die Portugiesen, für
Europa, für echte Demokratie be-
deutet, aber einige Minuten der Be-
sinnung dürfte uns allen diese so
nebenbei erwähnte Tatsache wert
sein.
„Sprich von dem Guten wo du
kannst, denk an das Gute so oft du
kannst." Wurde hier nicht endlich
wieder einmal ein Stück echte
Menschlichkeit auf die von Un-
menschlichkeit belastete Waage ge-
Barbara
legt?
Stroh-Tscharner
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41111inage rmantesegrigarigiggigainginil
e u ar zur Sch
trie sbr
Altenstadt: Das Fehlen der Stadthalle
Am Freitag, 10. Mai, 20 Uhr
bereitet der Fasnatzunft Sor gen
(Werkheim Bürs) wird der Vorarl-
berger Spitzenspieler Di eter Blai ck-
ner an 15 Schachbrettern gegen
ebensoviele Gegner simultan spielen.
Für Briefmarkensammler findet am
15. Mai um 20 Uhr in der Fohren-
burg eine Ausstellung mit Tausch-
möglichkeit statt.
Schließlich ist für 5. Mai auf dem
Fohrenburgplatz ein Betriebsfuß-
ballturnier geplant, an dem sich vier
Mannschaften beteiligen. Beginn
13.30 Uhr. Die Tennisspieler der
Getzner-Betriebe spielen in der Zeit
vom 6. bis 17. Mai eine interne Mei-
sterschaft auf den Tennisplätzen in
Bludenz aus. Ein Preiskegeln findet
am1.6. Mai um 20 Uhr im Sportheim
der Öl3B in Bludenz statt, während
das Preisjassen am 5. Mai um 15 Uhr
in der Fohrenburg (auch für Firmen-
angehörige) beginnt.
•
Den Abschluß der Veranstaltun-
gen bildet ein Mitarbeiterwandertag
(auch für Familienangehörige), der
am 19. Mai stattfinden 'soll.
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