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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

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(elv) Das von der Jean Frey 
AG in Zürich angekündigte Pro- 
jekt für einen liechtensteinischen 
Radiosender gilt für Eingeweihte 
nicht als die beste, aber für die 
zweifellos raffinierteste Lösung, 
das noch brachliegende Radio- 
regal im Fürstentum für kom- 
merzielle Zwecke auszunützen. Es 
ist vorgesehen, die Gemeinden 
zu beteiligen, vielleicht auch den 
Staat oder andere öffentliche 
oder private Institutionen . . . 
Die Investition von rund 50 Mil- 
lionen Franken, die bereits ge- 
sichert sei, könnte zweifellos 
mehr als die Gemeindekassen fül- 
len. Was gerade im Hinblick auf 
die noch zu realisierenden Pre- 
stigebauten so gut nach Speck 
riecht, daß man an die Falle gar 
nicht denkt. 
Zu einer dieser Falle n gehört 
— und das wurde bereits deut- 
lich angetönt —, daß der Post- 
vertrag mit der Eidgenossen- 
schaft aus dem Jahre 1920 ernst- 
lich gefährdet werden könnte. So 
gute Rechner sind die Schweizer 
auch, daß sie erkennen müssen, 
daß bereits die Briefmarken- 
hoheit auf der Haben-Seite des 
liechtensteinischen Staatshaushal- 
tes mit einem Drittel ganz schön 
ins Gewicht fällt, und daß aus 
der Rundf unkhohe it noch einiges 
herauszuwirtschaften wäre. 
Wie die Herren der Verlags- 
gruppe Frey erklärten, habe 
Liechtenstein den Vorteil, in der 
Welt sich besser durch einen 
Sender zu präsentieren. In einer 
Welt, die nach vorsichtigen Be- 
rechnungen per 120(1 Kilowatt in 
den schweizerischen, vorarlbergi- 
schen und deutschen Raum bis 
auf die Linie München, Nürn- 
berg, Frankfurt, Bern erschlos- 
sen w erden soll. Eine Präsenta- 
tion Liechtensteins, die besten- 
falls das Sendezeichen oder die 
Ansage zwischen Werbespots und 
zum Thema Waschmittel, 
Chikago- oder Liverpool-Sound 
Strumpfhosen und Schokolade- 
plätzeheft so dezent als möglich 
verpackt. 
An eine eigene liechtensteini- 
sehe Präsentation in Form von 
Lokalsendungen ist vorläufig 
nicht gedacht. Man hat aber dar- 
an gedacht, daß etwa im Schwei- 
zer Rundfunk noch keine Werbe- 
aussendungen zugelassen sind, 
deshalb erklärt man sich bereit, 
im schweizerischen Raum keine 
Werbeaufträge zu akquirieren. 
Daß aber die meisten Schweizer 
Konzerne ihre Niederlassungen 
auch in Österreich oder in 
Deutschland haben, daran dürfte 
man auch vorsichtig gedacht ha- 
ben. Man k önnte sich etwa fol- 
gende Formulierung vorstellen: 
„Diese Sendung widmete Ihnen 
die Firma Klosterfrau Melissen- 
geist, in der Schweiz unter dem 
Namen Melisana erhältlich . . ." 
Prinzipiell herrscht die Mei- 
nung vor und diese wird sogar 
von vielen Schweizern geteilt, 
daß Liechtenstein das Recht auf 
einen eigenen Rundfunksender 
haben müßte. In diesem konkre- 
ten Projekt würde die Eigenheit 
Liechtensteins bestenfalls den 
Verdacht erwecken, daß man spe- 
ziell jene Eigenarten pflegt, die 
nun auch noch über den Äther 
die Kasse klingeln lassen. 
Warum besinnt sich Liechten- 
stein eigentlich nicht der eigenen 
schöpferischen Kräfte, die ein 
eigenes Projekt eines Liechten- 
steinsenders in die Wege leiten, 
das den regionalen Eigenheiten, 
Wünschen und Bedürfnissen ent- 
gegenkommt, ohne dieses Kap ital 
durch ein paar geschickte oder 
ungeschickte Schachzüge preiszu- 
geben oder gar zu verspielen. 
Ein neuer Sender mit neuen 
„Gastarbeitern" und neuen 
„Grenzgängern", ob das Liech- 
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tenstein will? 
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Dienstag, 7. Mai 1974 
Österreichwochen in Liechtenstein mit Theater in der Josefstadt er öffnet 
(GS) 
Der Raum Lindau wird in den nächsten Jahren, zumindest bis 
zum Ende dieses Jahrzehntes, zu einer riesigen Baustelle. Bedingt durch 
die Entscheidung der Autobahnführung im Raume Bregenz beginnen 
nun auch die Kemptener Straßenbauer als für den Lindauer Raum zu- 
ständige Planer mit Hochdruck an der Realisierung sowohl der Auto- 
bahn als auch gleichzeitig der Bundesstraßen 12, 31 und 308 fieberhaft zu 
arbeiten bzw. Bauvorbereitungen zu treffen. 
Kürzlich w eilten führende Stra- 
ßenplaner aus Kempten in Lindau 
und besprachen gemeinsam mit dem 
Stadtrat die nötigen Schritte der 
nächsten Zeit. In diesem Zusammen- 
hang wurde mitgeteilt, daß gleich- 
zeitig mit dem Autobahnbau ab 
Grenze bis zum Esseratsweiler 
Kreuz auch die Bundesstraßen in 
diesem Raum neu trassiert, gebaut 
und dem Verkehr übergeben werden 
sollen. Dies betrifft insbesondere die 
B 308 und die B 31. 
Daß die Planung dieser Bundes- 
straßen im Raume Lindau nicht ganZ 
so einfach war, beweist u. a. auch 
(GM) Tirols Beitrag zum Euro- 
päischen Denkmalschutzjahr liegt 
vor, allerdings bisher nur auf dem 
Papier. Es ist ein Katalog von rund 
50 Objekten bzw. Ensembles, die es 
zu schützen gilt. Der Bund hat heuer 
für den Denkmalschutz in Tirol 1,8 
Millionen Schilling bereitgestellt, das 
Land steuerte 1,4 Millionen bei. Das 
ist natürlich nur ein Tropfen auf 
dem heißen Stein, und so appellieren 
die Tiroler Denkmalschützer auch an 
private Mäzene, Geldinstitute und 
Unternehmer, einen Beitrag zur Ret- 
tung des historischen Erbes zu lei- 
sten. 
Von großer Bedeutung ist außer- 
dem die Initiative der einzelnen Ge- 
meinden. Die Gemeinden feigen im 
allgemeinen beachtliches Interesse 
an der Erhaltung kulturhistorisch 
die Tatsache, daß die Trassierungs- 
wertvoller Bauwerke und Häuser- 
fragen und vor allem die Grund - 
ablöseverträge nun erst nach jahre- 
langer Planung bei der obersten 
Baubehörde liegen. Das Problem lag 
für Lindau insbesondere darin, die 
B 31 so stadtfern wie möglich, aber 
so stadtnah wie nötig zu legen. Da- 
zu kam noch die Einbindung der 
B 12 in die B 31. 
In Abstimmung der Autobahn- 
pläne diesseits und jenseits der 
Staatsgrenze (Leiblach) soll das Jahr 
1979 als jenes Jahr der Fertigstel- 
lung des Autobahnanschlusses zwi- 
schen Dornbirn-Nord und dem Es- 
gruppen und es wu rden zahlreiche 
Vorschläge gemacht, die bei den Be- 
zirkshauptmannschaften gesammelt 
sind. Auch die Besitzer der Bauten 
sind in den meisten Fällen bereit, 
einen Teil der Renovierungskosten 
zu bezahlen. 
Gegenwärtig sind Architektur- 
studenten der Universität Innsbruck 
damit beschäftigt, historische Bau- 
werke im Zentrum der 1000jährigen 
Stadt Rattenberg zu vermessen. Sie 
wollen damit die Grundlage für 
eine umfassende Strukturerhebung 
der Gemeinde schaffen, wovon die 
künftige Entwicklung der Altstadt 
abhängen wird. 
Eine ähnliche Maßnahme ist in 
Hall bei Innsbruck geplant, wo man 
ebenfalls an einer Wiederbelebung 
des überaus reizvollen alten Stadt- 
seratsweiler 
kern interessiert ist.   
Kreuz avisiert werden. 
Bis 1981 soll dann diese Autobahn 
bis in den Raum Opfenbach verlän- 
gert sein. 
Obwohl die Straßenplaner aus 
Kempten die Stadt Lindau zur Eile 
drängten, kann erst 1977 mit dem 
Bau begonnen werden. Unter diesen 
Umständen mutet es seltsam an, daß 
die Autobahnfachleute aus Kempten 
gewisse Schwierigkeiten beim Bau 
des Pfändertunnels erwarten und 
trotzdem gleichzeitig, nämlich 1979, 
mit ihrem Autobahnteilstück fertig 
werden wolle n. 
Das Gespräch zwischen dem Lind- 
auer Stadtrat und den Planungs- 
fachleuten ergab, daß die Lindauer 
Stadträte überwiegend den vorge- 
legten Planungen zustimmen und 
auch eine rasche Entscheidung der 
zuständigen Gremien befürworteten. 
Kleinere Einwände betrafen vor al- 
lem lokale Trassierungee. und Ein- 
bindungsstraßen. Doch erwarte 'man 
in Kürze eine endgültige Entschei- 
dung Lindaus zu den vorgelegten 
Plänen, wodurch es möglich sein 
wird, die endgültigen Pläne in den 
Bundesstraßenplan zu integrieren 
und auch die nötigen Finanzmittel 
beim Bund sicherzustellen. 
So erfreulich diese Entwicklung 
in unserer Nachbarschaft sein wird, 
so sind doch gewisse Schwierigkei- 
ten und Probleme 
in 
den nächsten 
Jahren ganz offensichtlich. Einmal 
wird der Raum Lindau zu einer ein- 
zigen riesigen Baustelle mit enor- 
mem Schwerverkehr und zum ande- 
ren wird eben durch diese riesige 
Baustelle der Urlaubs- und Tour i- 
stenverkehr massiv gestört. Es ble ibt 
abzuwarten, ob diese Riesenbau- 
stelle nicht zu einer Beeinträchti- 
gung des Ausflugsverkehrs nach 
Vorarlberg führen wird. 
Lindau als große Baustelle der 
nächsten Jahre bedeutet aber auch, 
daß der seit Jahren vermutlich zu- 
recht bestehende Vor wurf sow ohl in 
Richtung bayrischer Landsregie- 
rung als auch in Richtung Stu tt- 
	Baden-Würt- 
garter Regierung 
temberg — beseitigt werden soll: 
Seit Jahren beschweren sich Poli- 
tiker und kommunale Vertreter bei 
ihren Regierungen über eine Ver- 
nachlässigung des Bodenseegebie- 
tes mit infrastrukturellen Maßnah- 
men. Mit diesen Straßenbauentschei- 
dungen soll offensichtlich dieser 
Vorwurf nun endgültig entkräftet 
werden. 
Ein Widder als Preis 
fürs „Watten" 
Zum zwölftenmal fand heuer bei 
Imst das Mutti-Rennen statt, eine 
Kombination aus Riesentorlauf und 
dem Tiroler Nationalkartenspiel 
Watten. Als Trophäe winkte dem 
Sieger ein zweijähriger Widder. Die- 
ser wird bis Oktober sein Dasein 
fristen könne n und dann wird er von 
den 42 Teilnehmern verzehrt. Der 
Bewerb wurde vom Skiklub Imst 
organisiert. 
In Zell am Ziller ist das Gauder- 
fest am Wochenende ohne Zwischen- 
fälle verlaufen. Es begann am 
Samstag mittag mit Böllerschüssen, 
die die Ausgabe des Gauderbieres 
und der Gauderwürste 
in den Gast- 
stätten 
ankündigten. Nach einem 
Ein ausverkaufter Vaduzer Saal 
empfing das Gastspiel des Theaters 
in der Josefstadt in Wien, das die 
Ernst-Haeussermann-Inszenierung 
von Hofmannsthal „Der Schwierige" 
in Starbesetzung brachte. Für das 
Gastspiel im Fürstentum Liechten- 
stein blieb eigentlich nur der Be- 
richt übr ig, wie die erste Garnitur 
des renommierten Wiener Hauses 
mit Peter Weck in der Titelrolle, 
Susanne Almassy als Crescence, 
Hans Thimig als erster Diener, Sieg- 
hardt Rupp als Neuhoff, Christian 
Futterknecht als Stani und Marianne 
Nen twich als Helene Alten wyl auf 
jene Gemüter wirkte, denen • die 
Usancen des •19. Jahrhunderts zu- 
mindest nicht von Kindheit an ver- 
traut sind. 
Die intellektuelle Spielerei von 
Hugo von Hofmannsthal mit einer 
Sprachlosigkeit in vielen Worten, mit 
feinen Lebensformen, die sich unge- 
heuer k ultiv iert, aber ohne Hi nter- 
Platzkonzert am Abend wurde in 
grund, Gehalt oder Wert ineinander menzuschneidern. 
den Wirtshäusern lange getanzt. 
Der Festzug am Sonntag und die 
weiteren Veranstaltungen wie Wid- 
der- und Hahnenkämpfe sowie das 
Preisranggeln zwischen'. den Bes ten 
(elv) Prof. Wilhelm Stärk gehört 
nicht nur zu den erfolgreichsten, 
sondern auch zu den populären Per- 
sönlichkeiten in Liechtenstein, die 
sich der Musikpflege und der Mu- 
sikerziehung widmen. Neben seiner 
Tätigkeit an der Vaduzer Operetten- 
bühne oder als Dirigent der Harmo- 
niemusik leitet er seit 25 Jahren als 
Chormeister den Männergesangver- 
ein Sängerbund Vaduz. Zu diesem 
Jubiläum dirigierte er am vergan- 
genen Samstag abend in einem gro- 
ßen Opernkonzert das Schwäbische 
Symphonieorchester Reutlingen und 
natürlich seine Sänger, die 
an die- 
sem Abend zusätzlich durch einen 
Vaduzer Damenchor und durch den 
auch international bekannten Tenor 
Wilfried Badorek verstärkt wurden. 
Das überaus populäre Programm be- 
scherte ein volles Haus und auch 
der Landesfürst war neben Ver- 
tretern der Regierung, des Land- 
tages und der öffentlichen In- 
stitutionen gekommen, um sich 
von der Sangesfreude und Sanges- 
kunst seiner Untertanen zu über- 
zeugen. 
Man mußte staunen, wieviel sich 
in diesem Konzert die musikbegei- 
sterten Damen und H erren vorge- 
nommen haben, die doch keines- 
falls als professionelle 
Sänger oder 
Musiker angesprochen werden kön- 
nen, wie fleißig geprobt wurde und 
flechten, wirkte trotz aller erhei- 
ternden Dekadenz der Figuren er- 
müdend und langatmig und stellte 
an die Konzentrationsfähigkeit des 
hinteren Parketts oder der Galerie 
einige Anforderungen. 
Das Stück Hofmannsthals Ist in 
der österreichischen Nationalliteratur 
zurecht ganz oben zu finden. Auch 
wenn die Kostüme von Mon ika Zal- 
linger und das ausgewogene Büh- 
nenbild von Otto Niedermoser den 
originalgetreuen Rahmen mitbrach- 
ten, ist der Inhalt auch über fünfzig 
Jahre nach der Urau ff ührung immer 
noch von der gewissen ostöster- 
reichischen Aktualität, deren Schnör- 
kel und Spiralen auch heute noch 
wie in einem geistigen Reservat er- 
blühen. Hofmannsthal zieht die 
Handlung zwischen Mythos und Iro- 
nie in die Länge und Regisseur 
Haeussermann gab sich wenig Mühe, 
den Originaltext auf eine leichter 
konsumierbare Kurzfassung zusam- 
 aus 
Nordtirol, Südtirol, Osttirol und 
Salzburg litt unter dem leichten Re- 
gen. Trotzdem hatten sich an die 
5000 Zuschauer in Zell eingefunden, 
die von dem Volksfest begeistert 
waren. 
in welch guter Qualität das Ganze 
auch über die Bühne gebracht wer- 
den konnte; Was insoweit wieder- 
üm ein gewisses Risiko bedeutete, 
weil durchwegs bekannte Ouvertü- 
ren, Arien und Chöre von Wagner 
über Weber, Bizet, Gounod, Verdi, 
Meyerbeer, Offenbach und Lean- 
cavaIlo ausgewählt wurden, die den 
Musikfreunden von der Schallplatte 
oder von anderen Opernaufführun- 
gen her längst ein Begriff gewor- 
den sind. 
Trotz den Vergleichsmöglichkeiten 
mit den in Tonstudios von Berufs- 
musikern oder -sängern mit allen 
Korrekturmöglichkeiten hergestell- 
ten Musterinterpretationen war es 
ein Vergnügen, als Zuhörer mit den 
engagierten Sängern und Sängerin- 
nen durch die einzelnen Programm- 
punkte zu gehen und sich an den 
unsterblichen Melodien großer Kom- 
ponisten zu begeistern. 
Auch wenn es nicht üblich ist, bei 
der Rezension von Laiendarbietun- 
gen einen überaus strengen Maßstab 
anzulegen, darf zu. diesem Abend 
festgehalten werden, daß die 25jäh- 
rige Aufbauarbeit von Prof. Stärk 
in Liechtenstein solche Früchte ge- 
tragen hat, daß man ruhig auch nach 
hochgesteckten Kriterien messend, 
diesem Konzert ein Kompliment 
nicht versagen kann. 
So blieb dem Publikum in Va- 
duz nur das eine übrig, nämlich sich 
an einem gesellschaftskritischen, li- 
terarischen Zerrspiegel der ehema- 
ligen Donaumetropole zu informie- 
ren und je nach Bedarf zu ergötzen 
oder zu identifizieren. An einem 
Stück, das bereits vom schwinden- 
den Glanz höfischer und bürgerlicher 
Etikette zu berichten weiß. Was für 
uns heute die amerikanische Welle 
ist, war damals der Ein fluß der 
französischen Mode, die sich über- 
züchtet und verkitscht in der All- 
täglichkeit jener Kreise präsentiert, 
die sich besser vorkommen als das 
Volk, das so vulgäre, andere Pro- 
bleme hatte. 
Eine g eistre iche, aber fast harte 
Geduldsprobe in Vaduz mit einem 
Wiener Starensemble, das in jeder 
Phase ausgefeiltes und ausgewoge- 
nes Theater brachte, das aber das 
breite Publikum nicht erreichte. 
Wieder einmal zu Gast im Fürstentum Liechtenstein ist die inter- 
Elmar Vogt 
national bekannte Jazz- und Showband Ambr os Seelos beim gro- 
ßen Frühlingsball im Vaduzer Saal am Samstag abend, den 11. Mai. 
Links im Bild neben dem Bandleader erkennen wir den Feldkircher 
Starmusiker Roland Baker (bürgerlich überbacher), dessen Virtuo- 
sität auf der Klarinette, dem Saxophon und je nach Be darf auch 
auf der Geige am Niveau der Truppe einen beachtlichen Anteil 
hat. Ambros Seelos und seine Solisten mischten auch bei der 
Olympiade in München mit und sollen dem Vernehmen nach jene 
Sportler zu Höchstleistungen angespornt haben, die sich das Tanz- 
parkett als Kampfstätte ausgesucht hatten. Das Gastspiel wurde 
auch diesmal von Peter Prasch arrangiert, dessen Verbindungen 
schon manche heiße Nacht mit Musik und Unterhaltung von der 
Weltstadt mit Herz in unsere ,,Provinz" verlegten. 
25 Jahre Sängerbund Vaduz 
Lob für gute Leistungen Leistungen
	        
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