„Orientalische Rei se"
in Bildern und Grafik
Inspirationen einer Reise zu den Wurzeln alter Kulturen in das
Land der Pharaonen und das Reich der Perser, die Ausstrahlungs-
kraft erlebter Geschichte in einer schöpferischen Kunst hat die
begabte Hand Rudolf Zündels in rund 40 B ildern und Grafiken
eingefangen, die zu einer Ausstellüng von fremdartigem Reiz zu-
sammengefaßt wu rden und heute abend in der Lustenauer Neu-
f eld-Galerie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden, bevor
sie über Wien nach Teheran übersiedeln. Die Ausstellung „Orien-
talische Reise" Rudolf Zündels wird heute abend eröffnet und kann
bis zum 7. Juni besichtigt werden. Sie steht unter der Patronanz
des persischen Botschafters in Österreich, Dr. Mostafa Namdar,
einem großen Freund unseres Landes und Förderer der mensch-
lichen und kulturellen Kontakte zwischen Österreich und dem Iran
Zündels „Orientalische Reise" wird in Zusammenarbeit zwischen
der Lustenauer Galerie und dem Österreichischen Kulturinstitut
in Teheran im Herbst dieses Jahres nach dem Iran gebracht.
Schon lange ist die Renovierung der berühmten Pferde von St. Markus, die über dem Eingang der vene-
zianischen Kirche an einem der schönsten Plätze der Welt stehen, in Diskussion. Schon einmal hatte man
zu einer Untersuchung der durch Umweltverschmutzung bedrohten Statuen angesetzt, aber die Restaurie-
rungspläne verliefen wieder im Sande. Nun ist es so weit: Das erste der byzantinischen Pferde ward ab-
transportiert und zur Untersuchung ins St.-Markus-Museum gebracht. Man wird versuchen, die 2000 Jahre
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alten Statuen mit einem Schutzwachs zu überziehen, um sie vor weiteren Beschädigungen zu
bewahren.,
Diese Woche lief der in den 30er
Jahren entstandene Chaplin-Film
„Der große Diktator" in einem Lis-
saboner Kino an. Diese Verhöhnung
des Faschismus und seiner Repräsen-
tanten war für Portugal unter dem
Salazar-Regime stets verboten. Von
diesem und wenigen anderen Bei-
spielen abgesehen, haben die portu-
giesischen Filmtheater noch wenig
Gelegenheit, dem Wandel im geisti-
gen Klima Rechnung zu tragen. Das
gilt auch für das Fernsehen außer-
halb der aktuellen Nachrichtensen-
dungen. Der staatliche Rundfunk hat
seinen Hörern versichert, daß das
Angebot an leich ter Musik sich än-
dern werde. Die Hörer wurden aber
um Geduld gebeten, denn zunächst
müsse der Bestand an Schallplatten-
Eine erfreuliche Bilanz kann die
Vorarlberger
Arbeitsgemeinschaft
Amateurtheater dieses Jahr in be-
zug auf Laienspielaufführungen im
Lande ziehen. Dank ihrer Bemühun-
gen um das La iens p ielwesen erg rif-
fen zahlreiche Sp iellei ter wiederum
die Initiative, j ungen Menschen Ge-
legenheit zu einer Talentprobe auf
der Bühne zu geben und ihnen durch
ausgewählte Aufführungsstücke den
Erfolg zu sichern. Aus die sem Grunde
entschloß sich der Obmann Fidel
Sehurig, nach dem letztjährigen aus-
gezeichneten Besuch des Maskenbild-
ner- und Schminkkurses, im Ap ril-
monat für Fortgeschrittene einen
Lehrgang abzuhalten, der in der ver-
gangenen Woche in der Friseurschule
Feldkirch stattgefunden hat.
Das Interesse daran war jedoch
so groß, daß auch Anfänger gemeldet
wurden, so daß der Kurs eine Zwei-
teilung erfuhr und die ehemalige
Maskenbildnerin bei Funk und Fern-
sehen, Frau Hildegard Sinz aus Feld-
kirch, sich bereit erklärte, ebenfalls
ihre Kräfte der Arbeitsgemeinschaft
zur Verfügung zu stellen. Wie gerne
die Schüler sich dieser Aufgabe wid-
meten, konnte man aus ihren eifri-
gen, wißbegierigen Arbeiten ersehen,
wo sie sich gegenseitig unter kundi-
ger Anleitung dies er beiden Leh rer
bis zu einer fertigen Maske und
Schminktechnik das nötige Rüstzeug
für ihren Theaterverein aneigneten,
aufnahmen
Das äußerst spars am angewendete
erneuert werden , damit
aktuelle Strömungen der portugie-
sischen und ausländischen Unterhal-
tungsmusik berücksichtigt werden
könnten.
Das Portugiesische Nationalthea-
ter kündigt erst für die nächste
Spielzeit Bühnenstücke von Bertolt
Brecht und Jean-Paul S artre an, die
bisher in Portugal nie gespielt wer-
den konnten.. Auch die Buchhand-
lungen warten zunächst ab. Auslän-
dische Bücher, die unter dem alten
Regime nicht angeboten werden
konnten, dürften bald erhältlich sein.
Die zahlreichen jungen portugiesi-
schen Autoren, die nie an die Öffent-
lichkeit treten konnten, müssen sich
gedulden, bis die Verleger sie in ihre
Programme aufnehmen.
Material wurde durch Landesförde-
rungsmittel von der Arbeitsgemein-
schaft zur Verfügung gestellt. Es
herrschte eine ausgezeichnete Atmo-
sphäre unter den 34 Kursteilnehmern
und -teilnehmerinnen, die das Ziel
der Amateurtheatervereinigung „Er-
wachsenenbildung durch Freizeitge-
staltung" verstanden haben und be-
geistert mit wertvollen Erfahrungen
diesen Lehrgang beschließen konn-
ten, der sie über den Umgang mit
Perücken, Tigeln und Fläschchen aus
der Schminkkiste informierte. Da nur
noch wenige Tage bis zur großen Be-
gegnung der Laienspielfamilie bei
ihrer Tagung Mitte Mai in Feldkirch
gezählt werden, war es umso wichti-
ger, noch vorher diesen Kurs zu ab-
solvieren, da auch in dieser Sparte
bei den dortigen Aufführungen kri-
M.
tisch geurteilt wird.
0.
Boy Gobert soll in
Leningrad inszenieren
Der Intendant des Hamburger
Thalia-Theaters, Boy Gobert, wird
voraussichtlich 1976 im Leningrader
Gorki-Theater einen deutschen Klas-
siker inszenieren. Bereits Anfang
nächsten Jahr es wird der Direktor
des Gorki-Theaters, Georgi Alexan-
drowitsch Towstonogow, im Thalia-
Theater seine Dramatisierung von
Dostojewskis „Idiot" inszenieren. Die
Hauptrollen spielen Helmut Lohner,
Peter Striebeck und Kitty Speiser.
Urmensch in der DDR
entdeckt
Teile eines menschlichen Schädels,
dessen Alter nach Schätzungen etwa
35. 000 Jahre beträgt, sind bei For-
schungsgrabungen des Landesmu-
seums für Vorgeschichte, Halle, ent-
deckt worden. Zugleich fanden sich
nach Angaben der DDR-Nachrich-
tenagentur ADN vom Sam stag Stein-
werkzeuge und Keulen aus Knochen
und aus Geweihstangen. Große Men-
gen zerschlagener Knochen bewei-
sen, daß dieser Vertreter einer pri-
mitiven Frühform des Menschen
Waldelefanten, Nashörner, Wisente,
Hirsche, Bären und Höhlenlöwen ge- „Frauenliebe", Otto Peter
jagt hat. Der bedeutende Fund wird
im Rahmen eines Forschungsauftra-
ges untersucht.
Mit einer Neuinszenierung von
„Tristan und Isolde" durch August
Everding werden die Richard-Wag-
ner-Festspiele 1974 in Bayreuth am
25. Juli eröffnet. Helge Brilioth und
Catarina Ligendza verkörpern die
Titelrollen. ' Außerdem singen Kurt
Moll, Donald McIntyre, Heribert
Steinbach und Y vonne M inton. Diri-
gent ist Ca rlos Kleiber.
Götz Friedrichs Inszenierung des
„Tannhäuser" wird von Heinrich
Hollreiser dirigiert. Es singen Her-
min Esser, Hans Sotin, Bernd Wikl,
Gerd Brenneis, Franz Mazura und
Gwyneth Jones. Ebenfalls als Wie- pier, Eszter Kovacs und Brenda
Freitag, 10. Mal 1974
deraufführung stehen die „Meister- berts.
FORS
GV Bregenz-Vorkloster
singt für die Mütter
Morgen, Samstag, 11. Mai, fin-
det im Gewerkschaftshaus in der
Reutegasse in Bregenz das tra-
ditionelle Muttertagskonzert des
Gesangvereins Vorkloster unter
der Leitung von Josef Loidl und
unter Mitwirkung der Solisten
Margrith Oberhammer (Sopran)
und Rudolf Gabriel (Baß) sowie
des Männer chor es Loch au un-
ter Georg Schäfer statt. Auf dem
Programm stehen sakrale Chöre,
Kunst- und Volkslieder sowie
Ausschnitte aus Operette und
Musical. Im Ra hmen der Mütt er-
ehrung wird wie in den vergan-
genen Ja hren die anwesende äl-
teste und jüngste Mutter mit ei-
nem Geschenk bedacht.
„Stimmen der Völker"
zum Muttertag
Die Lustenauer Trachten-
gruppe veranstaltet am kom-
menden Samstag, 11. Mai, 20 Uhr,
im großen Kronensaal in Lusten-
au ein Muttertagskonzert, des-
sen volkstümliches Programm
vom gemischten Chor, der In-
strumentalgruppe und der Tanz-
gruppe des Vereines sowie dem
Volksmusiktrio Toni Hämmerle
gestaltet wird. Es gelangen Lie-
der, Volksmusik und Tänze aus
12 europäischen Staaten sowie u.
a. auch ein. Potpourri für Soli,
gern. Chor und kleines Orchester
aus dem Musical „My Fair Lady"
zur Aufführung. Der gemischte
Chor und das Instrumentalensem-
ble stehen unter der Leitung von
Erich Hollenstein. Für die Volk s-
musikdarbietungen zeichnet Toni
Hämmerle, für die Volkstänze
Ferdl Ortner verantwortlich.
Das Programm wird auch durch
solistische Darbietungen be-
reich ert. (Kartenvorverkauf bei
Papierwaren Bösch, Lustenau,
Tel. 0 55 77 /21 71.)
Kirchenkonzert der
Musikschule Dornbirn
Die städtische Musikschule
Dornbirn gibt morgen, Samstag,
20.15 Uhr in der Stadtpfarrkirche
St. Martin, Dornbirn, ein Orgel-
konzer t mit sakralen Werken al-
ter und neuer Meister, das von
Schülern der Orgelklasse Maria
Nägele, der Sologesangsklasse
Magda Gaspar und der Viol in-
kl asse Josef Vitek ausgeführt
wird.
Konzert in Gisingen
Am Vorabend des Mutter-
tages, Samstag, 11. Mai, ve ran-
staltet der Musikverein Gisingen
um 20 Uhr im Büchelsaal ein
Muttertagskonzert. Den ersten
Teil bestreiten unter Leitung von
Musiklehrer Rudolf Hoch die
jungen Mädchen und Buben, die
erstmals öffentlich auftreten und
die schon routinierte Jugendka-
pelle. Den zweiten Teil des Kon-
zertes gestalten die Mitglieder des
Musikvereines unter ihrem Ka-
p ellmeis ter Reinhard Künz. Im
Anschluß an das Konzert spie-
len „Die lustigen Rheintaler"
zum Tanz.
Lieder von Schumann
in St. Gerold
Am Sonntag, 12. Mai, 17 Uhr,
findet in der Propstei St. Gerold
in der Reihe der diesjährigen
Kammerkonzerte ein Lieder-
abend mit Werken von Robert
Schumann sta tt. Denise Jeanne
Scherrer (Sopran) singt die
(Bari-
ton) die „Dichterliebe". Am Flü-
gel begleitet Hans Willi Hauess-
lein.
singer von Nürnberg" in der Insze-
nierung von Wolfgang Wagner und
unter der musikalischen Leitung von
Festspielpro-
Silvio Varviso auf dem
gramm. In den „Meistersingern" tre-
ten unter anderem Theo Adam, Karl
Ridderbusch, Jean Cox, Ren6 Kollo
und Hannelore Bode auf.
„Der Ring des Nibelungen", in der
Inszenierung Wolfgang Wagners, in
Gesamtlei-
dessen Händen auch die
tung der Festspiele liegt, wird von
Horst Stein dirigiert. In diesem ZY
klus singen neben anderen Theo
Adam, Gust av Neidfinger, Anna
Na-
Reynolds, Heinz Zednik, Marita
Ro-
TV und Buchhandel schalten auf neues Programm
Befreite Kultur im Land
der Portugiesen
Die mit dem Staatsstreich der Armee vom 25. April in Portugal
Wirklichkeit gewordene Rede- und Gedankenfreiheit braucht ihre Zeit,
im Kulturleben und im Angebot der Medien ihren Niederschlag zu finden.
Die Wandlung vollzieht sich im typisch portugiesischen Tempo — „auf
keinen Fall zu schnell".
Maskenbildner an der Arbeit
für kommende Spielsaison
Festspiele Bayreuth mit
prominenten Dirigenten Dirigenten