261 Dornbirner Gemeindeblatt. Sesen son Seniag. Preis: ganzjährig K 2•— (mit Postversendung K 3•20), einzelne Nummern 10 h — Einschaltungen osten 10 h der Zeilenraum und sind bis spätestens Freitag mittags kostenfrei ins Gemeindeamt zu bringen. 32. Jahrg. Sonn tag, 7. Juli 1901. Nr. 27. Kundmachung, Kundmachungen. betreffend die Einbringung der Erwerbsteuer¬ erklärungen für die Veranlagungsperiode Communal=Oberrealschule. 1902—19 03. Die k. k. Finanz=Landes=Direction in Innsbruck hat mit dem An der Communal=Oberrealschule in Dornbirn, die vom Erlasse vom 18. Juni 1901, Zl. 16177, im Sinne des § 39 des 1. September l. J. an in die Staatsverwaltung übergeht, wird Besetzes vom 25. October 1896, R.=G.=Bl. Nr. 220 die Frist mit Beginn des Schuljahres 1901/1902 die sechste Classe zur Einbringung der Erwerbsteuererk ärungen für die dritte Veranlagungsperiode der allgemeinen Erwerbsteuer d. i. für die eröffnet. Jahre 1902 und 1903 bis längstens 1. August 1901 fest¬ Die Schüleranmeldungen für die I. Classe gesetzt. Die Erwerbsteuererklärungen können von den nach dem werden im Juli=Termine heute Sonntag den 7. u. Donners¬ tag den 11. Juli l. J. von 10 bis 12 Uhr vormittags in citierten Gesetze Erwerbsteuerpflichtigen entweder schriftlich ein¬ gebracht oder beim h. ä. Steuerreferate (Handelskammergebäude der Directionskanzlei der Realschule entgegengenommen. I. Stock) mündlich zu Protokoll gegeben werden. Bezüglich Jeder in die I. Classe neu eintretende Schüler hat bei der jener Steuerpflichtigen, welche im Steueramtsbezirke Dornbirn Einschreibung in Begleitung sein es Vaters oder d essen Stell¬ wohnen, wird das k. k. Steueramt Dornbirn angewiesen, in vertreters zu erscheinen, den Tauf= oder Geburtsschein, sowie h. a. Vertretung längstens bis zum letzten Tage des Einbring¬ die letzten Schulnachrichten aus der Volksschule mitzubringen ungstermines Erwerbsteuererklärungen aufzunehmen. Gedruckte Formularien für Erwerbsteuererklärungen nebst und sich am 13. Juli der vorgeschriebenen Aufnahmsprüfung Anleitungen zur Verfassung derselben k önnen beim h. d. Steuer¬ zu unterziehen. referate bezw. beim k. k. Steueramte Dornbirn behoben werden. Zur Aufnahme in die I. Cla sse ist erforderlich: Die Steuerpflichtigen werden hiedei an die ihnen obliegende Der Nachweis, dass der Aufzunehmende das 10. Lebens¬ Pflicht zur genauen Ausfüllung sämmtlicher Punkte der Erwerb¬ jahr vor Beginn des Schuljahres, in welchem die Auf¬ steuererklärung mit dem Bemerken erinnert, dass die möglichst sorgfältige Erfüllung dieser Pflicht in erster Linie im eigenen nahme erfolgen soll, vollendet hat oder noch in dem Interesse der Steuerträger geboten erscheint. Kalenderjahre, in welches der Beginn des Schuljahres Die Angaben über die Betriebsverhältnisse haben sich auf fällt, vollendet. den durchschnittlichen Stand derselben während der Zeit vom 2.1. Der Nachweis über den Besitz der nöthigen Vorkenntnisse, Juli 1900 bis 30. Juni 1901 zu beziehen. Besteht welcher durch die Aufnahmsprüfung geliefert wird. Bei die Unternehmung oder Beschäftigung noch nicht dieser Prüfung wird gefordert: Jenes Maß von Wissen lange, so sind die Betriebsverhältnisse nach dem durchschnitt¬ lichen Stande während des kürzeren Zeitraumes ihres Bestandes in der Religion, welch es in den ersten vier Jahrescursen anzugeben. Der Steuerpflichtige hat sich fer ner darüber aus¬ der Volksschule erworben werden kann, Fertigkeit im zusprechen, ob und welche Veränderungen im Betriebsumfange Lesen und Schreiben der deutschen Sprache, Fertigkeit im während des nächstfolgenden Jahres beabsichtigt sind oder voraus¬ Analysieren einfacher bekleideter Sätze, Uebung in den ichtlich bevorstehen. Bringt ein Steuerpflichtiger die ihm obliegende Erklärung vier Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen. in der festgesetzten Frist nicht ein, so kann die Erwerbsteuer¬ Die Aufnahmstaxe der neu eintretenden Schüler beträg commission gemäß § 42 des bezogenen Gesetzes die Veranlag¬ 4 K 20 h, der Lehrmittelbeitrag 2 K, der Beitrag für die ung der Erwerbsteuer auf Grund der ihr vorliegenden Behelfe K.die von Amtswegen vornehmen. Diese Bestimmung schließt jedoch Jugendspiele 40 h, das Schulgeld für ein Semester 30 allfällige Bestrafung des Steuerpflichtigen wegen Unter¬ Von der Zahlung des Schulgeldes kann eine Befreiung ein¬ lassung der Einbringung der Erklärung sowie das Recht der tret en, wenn der Schüler ein Zeugnis mit mindestens der Steuerbehörde und der Erwerbsteuercommission, denselben zur zweiten Note im „sittlichen Betragen“ und im „Fleiße“, sowie Einbr ingung der Erklärung unter And rohung einer Ordnungs¬ mit erster Fortgangsclasse erhält und seinem Gesuche ein ord¬ strafe aufzufordern, nicht aus. nungsmäßig ausgestelltes Armutszeugnis beilegt. Feldkirch, am 25. Juni 1901. Der k. k. Bezirkshauptmann: Dornbirn, am 7. Juli 1901. Zigau. J. Engel, Director.