273 Dornbirner Gemeinoeblatt. 3•2 0), einzelne Nummern 10 h — Einschaltungen Erscheint jeden Sonntag. — Preis: ganzjährig K 2•— (mit Postversendun k osten 10 h der Zeilenraum und sind bis spätestens Freitag mittags kostenfrei ins Gemeindeamt zu bringen. 32. Jahrg. 21. Juli 1901. Sonntag, Nr. 29. Straßenbanquette durch Fuhrwerke, Reiter und Kundmachungen. zum Viehtrieb strengstens verboten ist und jede Ueberschreitung des Verbotes im Grunde der Bestimmungen 3,mit des § 17 der Straßenpolizeiordnung vom 1. September 1822 Im Einklange mit den Bestimmungen des Artikels I, § einer Geldstrafe von K 2·60 bis K 20•— oder im Falle lit. b der kais. Verordnung vom 15. Sept. 1900 R.=G.=Bl. der Uneinbringlichkeit mit einer Freiheitsstrafe von 1—8 Tagen Nr. 154 betreffend die Abwehr und Tilgung der Schweinepest (Schweineseuche) findet die k. k. Statthalterei den Werttarif geahndet werden wird. Hiezu wird erläuternd bemerkt, dass als Straßenbanquette welcher in Tirol und Vorarlberg als Grundlage der Entschädig¬ die zu beiden S eiten der eingeschotterten, seigentlichen Straßen¬ ungs=Berechnung für jene Nutzschweine zu dienen hat, die in fahrbahn liegenden, meist ungefähr einen Meter breiten nicht der Zeit vom 1. Juli bis incl. 30. September 1901 au bes chotter ten Randstreifen des Straßenkörpers zu betrachten sind. Grund der citierten Verordnung sowie der kais. Verordnung Feldkirch, vom 2. Mai 1899 R.=G.=Bl. Nr. 81 getödtet wurden bezw. am 8. Juli 1901. getötet werden, wie folgt festzusetzen: Der k. k. Bezirkshauptmann: beurlaubt. A. Für Schweine der deutschen Landrasse und deren Kreuz¬ Niederwieser. ungen, ferner für Schweine der romanischen Rasse und deren Kreuzungen und schließlich für Schweine englischer Zuchten und hIm deren Kreuzungen im Lebendgewichte bis zu 10 kg 2 K 18 Anschlusse wird dem Gemeindeamte die Haus¬ per kg des Ledendgewichtes classensteuer=Einzugsliste pro 1901 zugefertigt. Nach von über 10 kg bis 20 kg 1 K 70h per kg des Lebendgewicht. deren Eintreffen ist dies mit dem Beifügen ortsüblich zu ver¬ 20„ 1 „49 „ „ 30 „ lautbaren, dass gegen die in der genannten Liste enthaltene „„„ 30 „ „ 50 „ 1 „29 „ „ „ „ Bemessung der Hausclassensteuer ein allfälliger Rekurs innerhalb „„ 50 „ „ 70 , 1 „09 „30 Tagen nach der Veröffentlichung hieramts eingebracht werden 70 „ „ zur Grenze der Schlachtreife 1 K 07 h per kann, dass aber gegen die bereits in Rechtskraft erwachsene „ Kilogramm des Lebendgewichtes. Classification der Gebäude ein Recurs unzulässig ist. B. Für Schweine anderweitiger nicht veredelter Rassen Feldkirch, am 5. Juli 1901. 20 Procent weniger als die auf Grund des obigen Werttarifes Der k. k. Bezirkshauptmann: festgesetzten Preise. Zigau. Innsbruck, am 8. Juli 1901. K. k. Statthalterei für Tirol und Vorarlberg. Rehlegger und Mühlebacher Waldatzung. Es wird vielfach die Wahrnehmung gemacht, dass auf Die nach Maßgabe der erflossenen rechtskräftigen Grund¬ frisch beschotterten Straßenzügen die Fuhrwerke dem Schotter lasten=Ablösungserkenntnisse in Sachen der Mühlebacher Wald¬ sorgfältig ausweichen und fortwährend die Straßenbanquette weide und der Kehlegger Waldatzung noch ausständigen Ab¬ befahren; hiedurch werden diese Banquette, welche in einer lösungsbeträge sind nach Weisung der h. k. k. Ministerien des Br eite von mindestens einem Meter ausschließlich zur Benützung Innern und der Jus tiz im Wege der gerichtlichen Zwangs¬ für die Fußgänger event. für Radfahrer bestimmt sind, derart vollstreckung nach den Vorschriften der Executions=Ordnung ein¬ ausgefahren, dass sich darin tiefe Geleise bilden, in welchen zubringen. das Regenwasser versitzt, wodurch der Untergrund ganz erweicht, Die ausständigen Ablösungsbeträge der Kehlegger Wald¬ der Straßenkörper hinsichtlich seiner Haltbarkeit vielfach ge atzung sind auf diesem Wege bereits hereingebracht worden. schädigt und die Erhaltung einer guten Fahrbahn sehr er¬ Das Verzeichnis der Rückstände für die Mühlebacher schwert wird. Durch das gerügte Vorgehen der Fuhrleute wird die Waldweide liegt im Gemeindeamte Zimmer Nr. 9 zur Ein¬ sicht auf und es werden sämmtliche zahlungspflichtige Parteien Bindung der aufgebrachten Schotterdecke sehr verzögert, der hiemit in ihrem Inter esse darauf aufmerksam gemacht, dass nach Schotter bleibt locker auf der Fahrbahn liegen, wird bei ein¬ Umfluss tretender trockener Witterung zu Staub zermalmt und geht für von 14 Tagen zur Einbringung der dann noch aus¬ stehenden Beträge die erforderlichen Executionsanträge gestellt die Straße nutzlos verloren; auch durch das Reiten und Vieh¬ verden müssten, womit Kosten und Unannehmlichkeiten verbunden treiben auf den Banquetten werden dieselben oft stark beschädigt sind, welche sich die säumigen Parteien dann selbst zuzuschreiben und wird die Sicherheit der Person gefährdet 2=2 Im Interesse einer guten und leichten Instandhaltung der haben Dornbirn, Reichsstraßen, nicht weniger mit Rücksicht auf die Sicherheit und am 14. Juli 1901. Bequemlichkeit der Fußgänger und Radfahrer wird hiemit Die Gemeindevorstehung. neuerlich in Erinnerung gebracht, dass die Benützung der